Guten Morgen in die Runde!
Mich hat es heute leider auch wieder dahin gerafft. ich habe mich ja mittlerweile daran gewöhnt und versuche so gut es geht zu akzeptieren, dass die Gedanken ständig parat sind und ich vorallem morgens mit einem sehr sehr mulmigen Gefühl in den Tag starte.
Ich habe auch schon viel gelesen und viel mit meiner Therapeutin besprochen. Ich muss dazu sagen, dass ich jetzt schon seit einigen Monaten eine Verhaltenstherapie mache. Erfolg? Ich kann es noch nicht sagen. Ich denke ich brauche einen langen Atem. Und da ist das Problem. Ich bin ungeduldig. Ebenso geht es in der Therapie mehr um mich und meine Verhaltensmuster als um die beziehungsangste an sich. Ich denke das könnte für mich auch der richtige Ansatz sein. Ich bin zur Zeit sehr sehr unzufrieden mit mir und meinem Leben. Job nervt seit Jahren (wird immer schlimmer), nebenberuflich studiere ich, meine Freundin sucht nach ihrem Studium einen Job (bisher erfolglos) und benötigt diesen für die Verlängerung ihres Visums, Hobbies hab ich auch keine richtigen. Ich selbst habe kein Vertrauen in mich selbst und halte mich für sehr schwach. ich merke wie ich kaum noch Kraft habe das alles parallel zu bewältigen. je unzufriedener ich mit mir bin desto schlimmer sind die Zweifel.
In diesen Zeiten frage ich mich oft, ob es nicht an der Beziehung liegt das ich so unglücklich und voller Zweifel bin. die Frage kann ich mir selbst nicht beantworten. leider. es gibt nahezu alle Phasen. Die Phase wo ich an der Liebe Zweifel. Die Phase wo ich am liebsten nur weglaufen will. Die Phase in der ich mich nach was fremden und aufregenden sehne. Die Phase wo ich in Selbstmitleid zerfließe. Und und und... es ist, als würden die Gedabken verzweifelt eine Bestätigung dafür zu finden was sie mir zu suggerieren versuchen. Wie soll man da noch durchblicken was richtig und was falsch ist?
Aber immer ist ein Gefühl da, das mir sagt, mach keinen Fehler. Lass sie nicht alleine. Gib euch und der Situation eine Chance. ich wünsche mir eigentlich nichts weiter als das alles wieder gut wird. ich denke das ich es bereuen würde jetzt alles zu beenden. Und trotzdem denke ich immer wieder darüber nach und hasse mich selbst dafür.
Ich habe Schuldgefühle und fühle bei jedem Gedabken wie sich mein Magen zusammenzieht.
Ein ewiges hin und her. Und auf jeden guten und besseren Tag folgt prompt die Ernüchterung.
Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Ich denke alles wäre einfacher wenn ich mit mir selbst im reinen wäre. aber ich weiß nicht wie ich das anpacken soll ohne alles zu verlieren.

Ich merke auch wie ich mich teilweise zurückziehe. Selbstschutz? mir fällt
es auch schwer meiner Freundin zu sagen das ich sie liebe. Sobald ich diese Worte ausspreche geht in meinem Kopf die Post ab. Ist das so? Lügst du? Machst du dir was vor? Dabei möchte ich nur unbeschwert sagen wie es ist und nicht immer alles hinterfragen. Es gab ja auch Zeiten wo das ohne weiteres möglich war! Was ist also passiert? Vh finde keine Antwort. Kennt ihr das Problem vielleicht? Das macht mich sehr traurig und auch wütend auf mich selbst.