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melody75

melody75


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@Tierparktoni1
Typisch Zwangsgedanken. Besonders typisch ist, dass sie dann kommen wenn große Entscheidungen anstehen (z.B. Heiraten). Und ja, ich habe diese Ängste auch schon sehr lange. Kommt und geht. Kein Grund zur Panik! Loswerden wollen funktioniert nicht, nur akzeptieren und Bedeutung absprechen, dann läuft es im Hintergrund wie ne Kaufhausmusilk. Buchtipp: Ellen Mersdorf, Alles nur in meinem Kopf
Und informier dich über ROCD,

03.02.2019 10:22 • x 1 #15021


_Luna82_


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Ich bin auch in dem Bereich stille mitleserin aber ich kann einfach nicht mehr.

Ich leide seit vielen Jahren an einer Angststörung.

Seit einiger Zeit hab ich Angst ich könnte meinen Mann nicht mehr lieben. Ich fühl mich ihm ggf total ambivalent. Mal schaue ich ihn an und bin mir sicher ihn zu lieben. Ein andern mal sag ich mir ich liebe ihn nicht mehr. Manchmal hab ich auch das Gefühl es gibt von ihm 2 Seiten (eine liebe ich, die andere nicht mehr) er macht aber in dem Moment nix anderes als sonst. Hab ich ein Problem mit ambivalenz?

Wir haben uns voriges Jahr eine Sauna gekauft. Mir ging es dabei so schlecht "wozu wenn ich ihn eh nicht mehr liebe" mir ging es wochenlang sehr schlecht. Depression/Ängste / Arbeitsunfähig) Resultat, ich habe die Saune gemieden, wollte nix hören und sehen. Im Winter sind wir nie dazu gekommen und ich habe es fast vergessen. Bis gestern. ..

Freunde waren da und die wollten gern die Sauna testen. Ihr könnt raten was seitdem wieder ist. Volles Programm Angst / Depression. Hab schon ne Tavor eingeworfen aber die helfen ja nicht bei so Gedankensachen.
Da es jetzt bald im Frühjahr eh mehr raus geht (Sauna ist im Garten) werde ich ständig konfrontiert.
Ich würde das Teil am liebsten verkaufen...

Ich frag mich ständig ob ich ihn noch Liebe. Ob es überhaupt einen Zusammenhang gibt mit der Sauna und der Liebe oder ob sich meine Angst einfach was neues gesucht hat.

Habt ihr einen Rat?
Ich Google schon, such Hinweise aber werde total wirr davon.

04.02.2019 17:18 • #15022


Monjah


Ich weiß, man hat natürlich immer Angst so etwas anzusprechen, weil man nichts kaputt machen möchte, wenn es doch an einem selbst liegen sollte.
Aber wäre es nicht eine Möglichkeit darüber zu reden? ich habe meinen Partner damals unter Tränen alles erzählt und wir weinten beide. In dem Moment spütrte ich aber eine echte Erleichterung, weil ich wusste, dass ich ihn liebe. Ich habe ihm ja beteuert, dass ich ihn liebe, aber mit mir selbst zu käömpfen habe. Seitdem kann ich damit viel besser umgehen. Aber ich denke, da muss wirklich jeder selbst in sich hineinhören.

04.02.2019 17:28 • x 1 #15023


püppi2207

püppi2207


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Ich habe keine Angst ihn nicht mehr zu lieben,ich liebe ihn nicht mehr ..

04.02.2019 20:06 • #15024


Frozen93

Frozen93


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Zitat von püppi2207:
Ich habe keine Angst ihn nicht mehr zu lieben,ich liebe ihn nicht mehr ..

Warum schreibst du hier dann noch ?

04.02.2019 21:15 • #15025


püppi2207

püppi2207


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Zitat von Frozen93:
Warum schreibst du hier dann noch ?

Weil ich immer abgst hatte und nun ist das so.,
Sorry !

04.02.2019 21:23 • #15026


melody75

melody75


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Man kann eine Beziehung nicht nur auf einem Gefühl gründen, das - wie Gefühle nun mal sind - ständig wackelt. Deshalb ist eine Beziehung immer auch eine Entscheidung. Wir haben morgen 5-Jähriges, und wenn ihr wüsstet, was für krasse Panik-Phasen ich schon hatte, in denen die Gefühle einfach weg waren (und das ganze sich sehr real angefühlt hat), hätte ich selbst nie geglaubt dass es sich dieses Jubiläum unterm Strich so gut und stimmig anfühlt wie jetzt. Ich bin sicher dass wieder auch solche Zweifelphasen kommen werden, aber ziemlich sicher, dass sie auch wieder gehen.

04.02.2019 21:47 • x 2 #15027


Frozen93

Frozen93


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Zitat von püppi2207:
Weil ich immer abgst hatte und nun ist das so.,
Sorry !

Das stört mich nicht. War nur eine Frage

04.02.2019 21:48 • x 1 #15028


püppi2207

püppi2207


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Zitat von Frozen93:
Das stört mich nicht. War nur eine Frage

Ok:)

04.02.2019 21:52 • #15029


Monjah


Also erst einmal ist es natürlich absolut i.O., sogar gut, dass du uns hier Deine Erfahrungen mitteilst Dafür ist das Forum ja da. Ist nicht böse gemeint, aber die Frage daraufhin, warum du dann schreibst, war einfach nicht nötig.

Wenn du ihn nicht mehr liebst, dann wäre es aber deinem Partner gegenüber fair, wenn du die Beziehung beendest. Würdest du umgekehrt einer Beziehung sein wollen, in der dich dein Partner nicht mehr liebt? Den Gedanken finde ich furchtbar. Dann lieber ein Ende mit Schrecken.

05.02.2019 13:52 • #15030


Strawberry


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Hallo zusammen,

Viele kennen mich sicher, ich bin seit vielen Jahren immer wieder mal hier unterwegs.
Seit ca einem Jahr gings mir echt super, kaum Gedanken, ich war wirklich glücklich und zufrieden.
Mein Freund hat mich auch mal genervt oder so, dies war jedoch kein Weltuntergang, löste keine Gedanken oder Ängste aus.

Nun hab ich vor einer Woche einen Heiratsantrag bekommen. Ich war überglücklich, es war wunderschön.
Nur jetzt beginnt das Kopfchaos. Ich hab totale Panik, riesige Angst vorm Heiraten, bin echt am Ende.
Wir wollen nächstes Jahr heiraten, langsam müssen wir einige Sachen wie Musik und so festmachen.
Und ich hab einfach nur Panik, würde am Liebsten alles abbrechen, habe Panikattacken, plötzlich wieder Angst ob er der Richtige für immer ist, ob ich ihn genug liebe.
Das ganze übliche Chaos, das ich aus früheren Zeiten kenne.

Wieso muss der Mist jetzt wieder kommen?
Totale Unsicherheit bei so einem wichtigen und schönen Ereignis und ich bin fix und alle ...

05.02.2019 18:48 • #15031


Kuddel


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Huhu @Strawberry

Schön von dir zu lesen, obwohl der Grund natürlich alles andere als schön ist.

Ich kann dir nur sagen, dass ich sehr oft schon gehört und gelesen habe, dass die Gedanken bei Ereignissen die einen näher bringen leider oft wieder aufflammen. Mir geht es ähnlich... wir wollen ein Haus bauen und jedes Mal wenn es um das Thema geht, geht es mir meistens schlechter, die Angst und Zweifel werden stärker und ich könnte manchmal einfach nur flüchten...Aber ich erkenne auch das Muster in meinem Kopf. Geht es nämlich nicht um diese Themen, dann habe ich oft wesentlich bessere Phasen. Und ich habe auch Angst vor dem Thema Hochzeit. Es nicht genießen zu können. Aber denke da müssen wir leider so mit durch. Denke immer an die Zeit vor dem Antrag Du schaffst das!

LG

05.02.2019 19:36 • x 2 #15032


Strawberry


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Ich finde es nur wahnsinnig schade, dass ich mich nicht freuen kann, sondern Panik, Beklemmung und Angst empfinde.
So will ich doch nicht heiraten
Ich versuche, nicht all zu sehr in den Strudel zu geraten, es gelang mir ja die letzte Zeit auch ganz gut.

05.02.2019 20:52 • #15033


Klausto


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Zitat von püppi2207:
Ich habe keine Angst ihn nicht mehr zu lieben,ich liebe ihn nicht mehr ..

hast du vielelicht eine Ambivalente Beziehung zu ihm
bist du Ambivalent
hast du Entscheidungsschwierigkeiten vielelicht?
ich habe z.b. eine Ambivalenz die für mich nicht mal greifbar ist
udn bei vielem ist bie mir eher Gewohnheit da was sie weiß und akzeptiert auch wenn es schwer fällt
was sagt ein Therapeut dazu?
und Liebe ist eher nicht emotional sondern rational
Liebe ist eine Entscheidung
hör dir das mal an











da hättest du und viele andere sehr viel Potential um so viele Dinge raus zu holen die dir und anderne helfen würden

06.02.2019 21:58 • x 1 #15034


Rosenroth_

Rosenroth_


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Wollte mich nur mal kurz melden, bei mir ist gerade alles gut, aber diesen Beitrag von Efabi finde ich nach wie vor sehr heilsam:

Ich versuche mal, das auf einer ganz praktischen Ebene zu erklären. Im Kern einer jeden Zwangserkrankung steht die Unfähigkeit Unsicherheit auszuhalten. Diese Ambiguitätstoleranz entwickelt man als Kind. Manche Menschen haben aber nicht gelernt Unsicherheit auszuhalten, weil ihre Entwicklung erschwert war. Zwänge entwickeln sich als Mittel mit einem Gefühl (Unsicherheit) umzugehen, das von den Betroffenen als nicht aushaltbar empfunden wird. Unsicherheit: ich könnte meinen Partner nicht lieben und niemand kann mir sagen, ob ich ihn liebe. Gefühl: Angst, Verzweiflung -> wird als nicht auszuhalten erlebt Zwang: Rückversicherung einholen, um das Gefühl zu neutralisieren.
Der Punkt ist aber, dass das Gehirn an dieser Stelle ein Ar. ist. Das ist simple Lerntheorie. Bekommt das Hirn durch die Rückversicherung die Erleichterung, dann fühlt es sich darin bestätigt, dass es dir Unsicherheit schicken muss, die durch durch Rückversicherung weg machen musst.
Man kann das Hirn aber zum Umlernen zwingen. Indem man genau entgegengesetzt zu dem handelt, was der eigentliche Impuls ist. Willst du aufräumen, um dein Hirn zu befriedigen: räum nicht auf und fühle das unangenehme Gefühl und halte es aus. Im Prinzip je schlimmer desto besser. So paradox das ist. Dann lernt dein Hirn: Unordnung ist keine Bedrohung, ich muss Frozen also deswegen kein schlimmes Gefühl mehr schicken.
Nur das musst du auch aktiv machen! Es kann dir niemand dabei helfen. Bei Zwangserrankungen führt der Weg durch die unangenehmen Gefühle. Die müssen gefühlt, ausgehalten, ja beinah provoziert werden.
Ich weiss nicht wie ich es noch besser erklären soll. Im Endeffekt ist es eine Entscheidung. Niemand kann dir das abnehmen.
Akzeptanz ist ein Zustand, den man erreichen kann, wenn man ihn nicht zu dem Zwack nützt, die Gedanken los zu werden. Akzeptanz heißt: ich habe diese Wörter in meinem Kopf und lebe denn ich so weiter, wie ich möchte. Mein Verhalten diktiere ich.

07.02.2019 09:14 • x 3 #15035


Frozen93

Frozen93


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Welchen Beitrag von Efabi ? Sehe gar keinen

07.02.2019 09:57 • #15036


Frozen93

Frozen93


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Zitat von Rosenroth_:
Wollte mich nur mal kurz melden, bei mir ist gerade alles gut, aber diesen Beitrag von Efabi finde ich nach wie vor sehr heilsam:

Ich versuche mal, das auf einer ganz praktischen Ebene zu erklären. Im Kern einer jeden Zwangserkrankung steht die Unfähigkeit Unsicherheit auszuhalten. Diese Ambiguitätstoleranz entwickelt man als Kind. Manche Menschen haben aber nicht gelernt Unsicherheit auszuhalten, weil ihre Entwicklung erschwert war. Zwänge entwickeln sich als Mittel mit einem Gefühl (Unsicherheit) umzugehen, das von den Betroffenen als nicht aushaltbar empfunden wird. Unsicherheit: ich könnte meinen Partner nicht lieben und niemand kann mir sagen, ob ich ihn liebe. Gefühl: Angst, Verzweiflung -> wird als nicht auszuhalten erlebt Zwang: Rückversicherung einholen, um das Gefühl zu neutralisieren.
Der Punkt ist aber, dass das Gehirn an dieser Stelle ein Ar. ist. Das ist simple Lerntheorie. Bekommt das Hirn durch die Rückversicherung die Erleichterung, dann fühlt es sich darin bestätigt, dass es dir Unsicherheit schicken muss, die durch durch Rückversicherung weg machen musst.
Man kann das Hirn aber zum Umlernen zwingen. Indem man genau entgegengesetzt zu dem handelt, was der eigentliche Impuls ist. Willst du aufräumen, um dein Hirn zu befriedigen: räum nicht auf und fühle das unangenehme Gefühl und halte es aus. Im Prinzip je schlimmer desto besser. So paradox das ist. Dann lernt dein Hirn: Unordnung ist keine Bedrohung, ich muss Frozen also deswegen kein schlimmes Gefühl mehr schicken.
Nur das musst du auch aktiv machen! Es kann dir niemand dabei helfen. Bei Zwangserrankungen führt der Weg durch die unangenehmen Gefühle. Die müssen gefühlt, ausgehalten, ja beinah provoziert werden.
Ich weiss nicht wie ich es noch besser erklären soll. Im Endeffekt ist es eine Entscheidung. Niemand kann dir das abnehmen.
Akzeptanz ist ein Zustand, den man erreichen kann, wenn man ihn nicht zu dem Zwack nützt, die Gedanken los zu werden. Akzeptanz heißt: ich habe diese Wörter in meinem Kopf und lebe denn ich so weiter, wie ich möchte. Mein Verhalten diktiere ich.

Warum musst du mir kein schlimmes Gefühl mehr schicken ? Habe ich irgendwie etwas verpasst hier

07.02.2019 10:03 • #15037


suekre

suekre


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Rosenroth hat einen Beitrag von Efabi kopiert bzw der letzte Beitrag von Rosenroth ist eigentlich ein Beitrag, den Efabi vor einer Weile verfasst hat.

Hätte sie vielleicht als Zitat kennzeichnen sollen, um Verwirrung zu vermeiden. Du bist aktuell tatsächlich nicht direkt gemeint bzw angesprochen.

Ich kann besagten Beitrag übrigens auch immer wieder nur unterstreichen.

07.02.2019 14:32 • x 2 #15038


Frozen93

Frozen93


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Hey ihr Lieben durch meine OP war mein Kopf recht lahm was mal gut war. Aber womit ich mich gerade beschäftige ist das ich Sachen habe die mir Spaß machen wie zb nähen oder Armbänder machen. Aber ich habe nie das Gefühl das es mich quasi erfüllt oder ich den richtigen Spaß merke. Und das nervt richtig wenn man etwas macht man aber nicht wirklich die Freude merkt wie man sie normalerweise hat. Habt ihr Tipps was ich machen könnte um wieder mehr zu meinen Bedürfnissen komme mit tollen Gefühlen. Ich mache es halt weil ich es toll finde aber es befriedigt mich quasi nicht. So ist es auch wenn ich eine Mama Auszeit habe merke ich hinterher keine Erholung.

07.02.2019 21:43 • #15039


Monjah


Vielleicht stehst du dir selbst im Wege, weil du daran zu hohe Erwartungen knüpfst? Zufriedenheit stellt sich selten ein, wenn wir es gerade wollen. So nach dem Motto, jetzt ist die Mama-Auszeit und ich tue das und jenes und dann fühle ich mich prima.

Was richtig Erfüllendes, ist schwierig zu bekommen. Du kannst es nur selbst entdecken.

Was vielleicht hilft, damit du es findest sind Erinnerungen: Wann warst du in deiner Vergangenheit richtig schön glücksselig? Was hat dir Freude bereitet? Welchen Auslöser gab es dafür? Welches Gefühl wurde geweckt?

Was hat dir zB in deiner Kindheit oder Jugend Freude bereitet?

Ich habe als Kind zB gerne gemalt. Also habe ich mir "Malen nach Zahlen" für Erwachsene bestellt Ein Gläschen Wein dazu, melancholische Pianomusik im Hintergrund...und es geht mir gut. Malen hat für mich etwas Meditatives. Die Gedanken können dann so vor sich herplätschern und ich konzentriere so richtig aber mich auf etwas anderes.

Aber die meisten richtig erfüllenden Momente habe ich gerade dann, wenn ich plötzlich merke, hey, die ging es ja jetzt eine ganze Weile richtig gut. Im Kontrast zu meinen schlimmen Angstattacken ist dann der Zustand, in denen sie eben nicht auftauchen, sehr erfüllend, da ich wieder Zufriedenheit spüre.
Also oft sind diese Momente nicht einmal an eine Tat oder einen Zeitpunkt geknüpft.

Und wie gesagt, man kann dazu nicht einfach Zeit und Raum abstecken und zack, es soll her. Leg deine Erwartungen nicht zu hoch Ich bin mir sicher, du findest etwas Tolles für dich. Armbänder machen, finde ich schon einmal eine super schöne Möglichkeit, für dich zu sein.

ich bin auf jeden Fall gespannt, ob du was Tolles für dich findest. Gib dann gerne eine Rückmeldung

07.02.2019 22:02 • x 2 #15040




Dr. Reinhard Pichler

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