@ frog
wie gehts dir denn heute? fühlst dich schon ein bisschen besser?
Ich hatte jetzt ein paar echt gute tage! davor gings mir ne woche total dreckig und ganz ehrlich, das hätten genau meine worte sein können, die du geschrieben hast! aber wortwörtlich fühlte ich mich genauso. der gedanke, dass ich ihn wirklich nicht mehr liebe war einfach so stark. doch dann ging es wieder bergauf und wir hatten ein paar echt tolle tage. heute fühle ich mich dafür wieder nicht so gut!
aber ich habe jetzt in den letzten wochen einiges gemerkt:
es kommt immer total darauf an, wie ich mich selbst sehe. fühle ich mich gut, dann sind die zweifel auch nicht so stark. dann sehe ich wieder das positive an unserer beziehung. dann gefällt mir mein freund und dann freue ich mich auf eine gemeinsame zukunft. fühle ich mich nicht gut, wie heute, dann stehe ich grundsätzlich schon mit einem negativen gefühl meinem freund gegenüber auf.
zusätzlich kommt noch hinzu, dass ich alle anderen beziehungen von freundinnen als maßstab wahrnehme. was eigentlich totaler schwachsinn ist, weil jede beziehung anders funktioniert und läuft. "aber in der beziehung läuft es so, also sollte es bei mir auch so sein, also liebe ich ihn wohl wirklich nicht mehr." ich idealisiere andere menschen und beziehungen und merke eigentlich gar nicht, wie ich dadurch meine eigene stück für stück selbst zerstöre. bei jedem anderen mann, den ich attraktiv finde, denke ich mir, dass kann doch keine liebe sein, weil der mir jetzt gefällt. wenn ich meinen partner liebe, sollte ich gaaaanz viel lust auf sex usw. mit ihm haben. (hab ich aber leider gar nicht, aber grundsätzlich nicht...) obwohl sex für mich früher nie mit liebe verbunden war, sagen meine gedanken, dass ich ihn nur lieben kann, wenn ich unglaublich viel sex haben möchte... (aber wieeee, wenn ich doch grundsätzlich nicht mag... das liegt ja nicht an ihm. ich mag ja auch nicht mit anderen schlafen. das bedürfnis ist nicht da) und dann vermisse ich diese unglaublich tollen schmetterlinge, die ich anfangs hatte und die jetzt nur mehr selten da sind und dann möchte ich ausbrechen und das wieder erleben, weil dann ist man sich ja seiner gefühle so sicher. dann sagt aber wiederum die vernunft, dass bei jeder partnerschaft iwann der punkt kommt, wo der alltag vorherrscht und die schmetterlinge schlafen. total wirr momentan!
die gedanken sind einfach so stark, dass ich manchmal total gelähmt bin. dann denke ich wieder, schluss zu machen wäre einfacher. aber, der gedanke, mein freund wäre nicht mehr bei mir, zerreisst mir das herz. und trotzdem ist so eine unglaublich große panik ihm gegenüber da!
es beruhigt mich ungemein, dass so viele so ähnliche gedanken hegen wie ich (obwohl mir das für alle hier total leid tut). das klingt jetzt blöd, aber dadurch merke ich, dass es einfach nur meine momentane angst ist. die angst, den nächsten schritt zu wagen. die angst, eine noch tiefere bindung einzugehen.
irgendwie sollten wir uns doch immer wieder vor augen halten, dass wir, bis zu dem moment, als die gedanken erschienen sind, doch glücklich waren.
ich hab jetzt mal wieder meine gedanken einfach runtergeschrieben. sind wohl heute ein paar rechtschreibfehler drin

aber es tut gut, einfach darüber schreiben zu können, die gedanken anderer zu lesen und sich gemeinsam über erfahrungen auszutauschen!