hallo!
dann erzähle ich mal mehr - ich versuche, es kurz zu fassen.
ich bin 25 und seit eineinhalb jahren mit meinem freund zusammen. seit etwa 10 monaten leben wir zusammen in einer gemeinsamen wohnung.
ich hatte von anfang an probleme, mich auf ihn einzulassen - ich fand ihn toll, er hat sich sehr viel mühe gegeben etc., aber nach meiner letzten (und ersten) beziehung und einigen erfahrungen danach war ich extrem vorsichtig, ohne dies zu wissen. in meiner ersten beziehung wurde ich oft schlecht behandelt (er sagte, ich sei zu dick und könne es mir nicht leisten, enge jeans zu tragen - bin 1,73m und wiege 60 kilo

) usw. usw. ich spare mal die details.
auf jeden fall fiel es mir dann sehr schwer, mich wieder auf eine beziehung einzulassen.
die beziehung an sich ist wunderwunderschön und das gegenteil von meiner ersten. sie ist geprägt von ehrlichkeit, respekt, verständnis und wir gehen sehr liebevoll miteinander um. können über alles reden, haben sehr viel gemeinsam, unternehmen gerne dinge zusammen.
gestritten haben wir uns unfassbarerweise noch nie in diesen anderthalb jahren.
so und jetzt kommt's

seit der trennung von meinem ex habe ich "solche phasen" - in denen ich völlig verzweifelt bin, traurig, demotiviert, mich zu nichts aufraffen kann, täglich weine, alle meine pläne in frage stelle, alles, was ich geplant habe, absage, mantren im kopf habe wie "ich kann nicht mehr, ich schaffe das alles nicht". ich bin von allem überfordert und möchte nur alleine sein.
das endete auch mit der neuen beziehung nicht, aber ist jetzt anders: ich komme in diese stimmung und alles kippt. dann rede ich mir ein, dass ich meinen freund doch gar nicht "richtig" liebe. bzw. ich SPÜRE in diesen phasen auch keine liebe. ich frage mich, ob ich ihn denn genau so liebe wie er mich oder er mich mehr und ob ich deswegen grausam bin. ich finde ihn plötzlich nicht mehr attraktiv, will nicht, dass er mit mir kuschelt. ich will nur alleine sein. am liebsten ausziehen und zurück bei meinen eltern wieder ins kinderzimmer ziehen (ich bin 25, bin vor 6 jahren weggezogen, wohnte seitdem in 3 verschiedenen städten, habe zwei studiengänge absolviert und bin schon seit eineinhalb jahren im job

). ich rede mir ein, zu früh mit ihm zusammengezogen zu sein, und dass alles, was ich in den letzten jahren entschieden habe, falsch war.
und dieses gefühl quält mich, denn: ich weiß, dass diese phasen vorbeigehen und dass dann wieder alles gut ist. dass ich den ganzen tag mit ihm kuscheln könnte, ihn toll finde und mir denke: "du wärst bescheuert, ihn gehen zu lassen." im gegenteil, es ist sogar so, dass ich dann verstärkt angst um ihn habe, wenn er weg ist oder dass er eine schlimme krankheit bekommt o.ä.
und ich versteh's nicht. und weiß nicht, wie ich mich in diesen phasen verhalten soll. er weiß übrigens bescheid darüber und räumt mir dann so viel raum wie möglich ein (wir arbeiten leider im selben job, das ändert sich aber um glück bald - wir hängen nämlich so gezwungenermaßen 24/7 aufeinander und das tut gar nicht gut). aber in diesen phasen ist es mir selbst zu viel, wenn er abends ins bett gekrochen kommt und seinen arm um mich legt - ich will dann richtig alleine sein.
ich weiß nicht, ob es "nur" bindungsangst oder wie auch immer man es nennt, ist. in den phasen geht es mir oftmals schon sehr schlecht und ich denke indirekt über suizid nach :/
hm. so viel zu meiner vorstellung
