Hi Leute,
habe schon eine Weile nicht mehr geschrieben, aber die ganze Zeit mitgelesen.
Es war eine okay bei mir, so 2 Wochen ohne Gedanken. Das war eine gute Zeit, auch wenn wir uns recht häufig fetzen (sind beide eher hitzige Gemüter), das war aber nie wirklich schlimm für mich, hat keine Gedanken getriggert - sondern mir mehr das Gefühl gegeben, daß wir uns einer ganz normalen Beziehung annähern.
Jetzt allerdings bin ich an einem Punkt, an dem ich wirklich nicht weiter weiß. Ich bin nicht unglücklich oder sowas - einfach nur neutral. Ich dümple in meiner Leere herum und habe durch diese Gleichgültigkeit natürlich auch kein richtiges Problem mit meiner Situation. Allerdings ist mir intellektuell natürlich klar, daß das nicht richtig ist.
Wenn die Leere nicht da ist, umklammert eine unbändige Angst mein Ich, mit der ich einfach nicht zurecht komme. Ich träume nachts davon, daß er mich betrügt und mich für eine andere Frau sitzen lässt. Ich bilde mir ein, daß für ihn, solange ich ihn nicht mit meinem Gebrabbel über meinen Zustand nerve und er Sex bekommt, alles in Ordnung ist. Und verurteile ihn irgendwie dafür, obwohl er das natürlich nie gesagt hat.
Ich dränge mich langsam aber sicher selbst in die Rolle eines "Sexkätzchens", auch wenn ich tief drinnen nicht glaube, daß es _wirklich_ so ist. Aber seine Unbedarftheit und seine Sorglosigkeit, die ich anfänglich so anziehend fand, scheinen jetzt meine Sorgen nur weiter voranzutreiben, statt sie abzumildern. Denn er versteht nie, wieso mich dieses oder jenes Verhalten jetzt stört, zeitweise habe ich das Gefühl, er sagt absichtlich Dinge, die mir wehtun - Vor einer Stunde z.B. Er kam von der Arbeit nach Hause und fragte - aus Spaß - ob ich ihn denn vermisst hätte, weil er ja so lange weg war (ha-ha). Er weiß, daß diese Sache mit dem Vermissen echt ein Problem für mich ist, weil ich mir einbilde, ich müße ihn vermissen und wenn ich das nicht tue liebe ich ihn nicht.
Statt mit dem Thema aufzuhören ist er die ganze Zeit darauf herumgeritten, obwohl langsam sehr klar war, daß es mich wütend macht. Naja... Ich denke teilweise, daß jemand, der sich so verhält, meine Probleme nicht wirklich respektiert und er und ich vllt sowieso nicht zusammenpassen.
Naja, lange Rede, garkein Sinn, ihr wisst wie es ist - Man denkt Dinge, bereut diese, man denkt wieder andere Dinge, man grübelt und bekommt Angst.. Man hinterfragt sich und den anderen und und und... Ich hab einfach nicht die Kraft, mich ständig so zu fühlen, zudem er leider nicht so gut damit umgehen kann, wie einige eurer Partner (Was man ihm ja echt nicht zum Vorwurf machen kann, mein Gott, was hab ich überhaupt für eine Erwartungshaltung?)
Naja.. Grüße mit etwas geknickten Öhrchen,
Corinne.