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Hallo zusammen,

ich hatte im Jahr 2018 bereits einen Burnout durch massive Überstunden im alten Job und gleichzeitigen privaten Problemen. Darüber hinaus hat mein Vater mich psychisch ziemlich kaputt gemacht, was mir aber erst vor Kurzem wirklich bewusst geworden ist. Seither bin ich in hypnosetherapeutischer Behandlung.
Dies zu meiner Vorgeschichte und nun zu meinem Problem:
Vor meinem Burnout war ich 2 Jahre in leitender Funktion (Abteilungsleitung), nach meinem Burnout bin ich in einem anderen Unternehmen in die Schichtleitung gegangen. Seit Anfang diesen Monats, also erst seit letzter Woche Montag, befinde ich mich in einer neuen leitenden Funktion und habe bereits in den 6 Tagen gemerkt, wie es mir von Tag zu Tag schlechter ging. Dies spitzte sich so zu, dass ich heute Morgen verschlafen habe (als hätte mein Körper sich gewehrt) und ich das gleiche Gefühl, wie damals beim Burnout, hatte (Panikattacke, nicht vom Fleck kommen, Nervosität, Selbstmordgedanken). Ich habe mich nun krankgemeldet.
Jetzt muss ich mir natürlich eingestehen, dass mir eine leitende Funktion absolut nicht liegt und diese mich total überfordert.
Ich möchte einen Schritt zurücktreten und mich auf Stellen bewerben, die vielleicht nicht die große Kohle bieten, mich aber wirklich glücklich machen. Ich frage mich nur, wie ich hier vorgehen soll, kennt sich jemand aus? Soll ich die neue Stelle im Lebenslauf erwähnen? Wie detailliert soll ich diese Stelle erwähnen, wenn ich sie doch erst 6 Tage ausgeführt habe? Ich möchte definitiv mit offenen Karten spielen und dazu stehen, dass mir das Führen von Personal nicht liegt.

Ich hoffe, jemand kennt sich aus und kann mir weiterhelfen.


Vielen Dank und viele Grüße
Taiki

11.08.2020 07:07 • 11.08.2020 #1


2 Antworten ↓


Filou
Hallo Taiki,

was macht dir überhaupt Spaß und wieso solltest du mit dem Führen von Personal werben, wenn du das nicht machen willst? Das verstehe ich nicht.
Wenn es dir kein Spaß macht und dich psychisch belastet, such dir was anderes. Hast du was anderes schon mal ausprobiert? Das was einem vermutlich spaß macht, sieht als Beruf meist ganz anders aus. Bist du dir denn klar, dass deine Probleme nur an der leitenden Position liegen? Oder ist es der Berufszweig oder kommst du allgemein mit Druck nicht klar? Auch in einer nicht leitenden Position gibt es stressige Zeiten. Ich hoffe das ist dir bewusst.
Im Lebenslauf darfst du nicht Lügen, sowie Falschaussagen auch strafbar sind. Lücken im Lebenslauf verschlechten im normalfall immer diene Chancen, aber eine Stelle aufzuführen die du 6 Tage machst, in einem Bereich, denn du nicht mehr antreten willst, würde ich es als überflüssig sehen. Deine Ausfallzeit klingt jetzt mehr, als die 6 Tage die du in einem Betrieb hinein geschnuppert hast.

Viel Erfolg beim suchen eines neuen Jobs, der dir wirklich liegt.

11.08.2020 08:54 • #2


Calima
Zitat von Taiki:
Soll ich die neue Stelle im Lebenslauf erwähnen?


Natürlich. Es ist immer ein gutes Signal, sich aus einer bestehenden, nicht gekündigten Position heraus zu bewerben. Das bedeutet, dass du offensichtlich Qualitäten besitzt, um diese auch auszufüllen.

Über die Überforderung solltest du besser schweigen. Aus "persönlichen Gründen" nach einer neuen Stelle zu suchen, ist die bessere Idee. Die musst du nicht näher erläutern, kannst dir aber für ein Vorstellungsgespräch vielleicht dennoch eine plausible Begründung zurechtlegen.

Eine Bekannte von mir hat z.B. ihre Stelle sofort wieder gekündigt, als sie mitgekriegt hat, dass ihr (seit langem von ihr getrennter) Ex-Freund ihr direkter Teamkollege gewesen wäre. Eine Zusammenarbeit mit ihm, war für sie einfach nicht vorstellbar.

11.08.2020 12:44 • x 1 #3