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Bauer-Jani
Hallo liebe Leute aus dem Forum,

meine langjährige Chefin hat mich gekündigt, trotz AU.

Kurzer Hintergrund: Mitte Februar des letzten Jahres wurde mir ein Ultimatum gesetzt, entweder ich lasse mich impfen oder ich werde freigestellt.
Kurz vor Ablauf des Ultimatum ließ ich mich krankschreiben und meine Krankschreibung würde angezweifelt, wodurch mein Krankengeld mit Verzögerung ausgezahlt wurde.
Im Vorfeld des Ultimatum musste ich mitunter starkes Mobbing über mich von Kollegen wegen meiner nicht-Impfung ergehen lassen, wodurch es mir psychisch zusehends schlechter ging und ich immer mehr abgerutscht bin zurück in die Ängste.
Ein zurück zu dieser Arbeitsstelle sollte es von meiner Seite aus nicht geben, dennoch wollte ich die Reha Ende März erst einmal abwarten.

Das ich mir Ende November die Achillessehne riss, die Reha-Maßnahme kurzfristig dadurch aufgeschoben werden musste, dafür kann ich nichts.
Kaum hat meine Chefin jetzt genug Personal und werde nicht mehr gebraucht, erhalte ich die Kündigung. Auch wenn ich dorthin nicht mehr zurück wollte, so fühlt es sich dennoch sch. an und es zieht mich zusätzlich runter.
Geistesgegenwärtig habe ich mir für Freitag einen Termin beim Anwalt besorgt.

Wie würdet ihr reagieren, es euch nicht gefallen lassen und hat jemand hier vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!

Liebe Grüße
Jan-Christoph

24.01.2023 01:26 • 27.01.2023 x 2 #1


91 Antworten ↓


Bauer-Jani
P.S. habe in den letzten Jahren mein ️ in diesem Job gelassen, wodurch meine Beziehung möglicherweise auch in die Brüche ging...

24.01.2023 01:58 • #2


A


Kündigung während der Krankheit

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Butterfly-8539
Ich habe vor
Trigger

vielen Jahre durch Fusionen sowas miterlebt und es war wirklich die Hölle, wie die Angestellten untereinander aufgehetzt wurden, um sich gegenseitig rauszumobben. Vom Chef, bzw. aus noch höheren Etagen wurde durchgefegt und viele Lügen verbreitet, sodaß sich eine Gehässigkeit aufbaute die man sich gar nicht vorstellen kann.
Viele blieben auf der Strecke, bekamen Neuverträge, die viel schlechter bezahlt wurden. Einige kamen in die psychische Behandlung, zwei verstarben am Herzinfarkt, die kurz vor der Rente standen.
Ich hatte mit Gewerkschaft, Betriebsrat zu tun und fuhr alles auf.
Es war ein sehr langer und sehr anstrengender Kampf, der sich über zwei Jahre hinzog.
Heute könne ich nur noch mit dem Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie sie händeringend Fachkräft suchen und die Plätze seit einem Jahr leer bleiben. Bis heute will keiner mehr in der ...................................... anfangen.
Da es sich um einen Großkonzern handelt, will und kann ich mich nicht weiter dazu äußern.
Das ganze ist nun 20 Jahre her, aber es schlug in mir ein wie eine Bombe.
Nochdazu hatte ich am Hals noch private Pflegefälle, bei denen sich einer nach dem anderen die Klinke in die Hand gab. 17 Jahre zu allem noch zusätzlich schwer kranke Angehörige. Eine Mammutaufgabe!

Heute bin ich durch diesen ganzen Dauerstreß selber sehr krank, aber verrentet wird man nicht. Ein ewiger Kampf bis in die Kiste. Von Ämtern erwarte ich mir nichts, denn schon damals, als ich beim AA anfragte, da überall bekannt gemacht wurde, das fusioniert wird, pampten die mich auch noch an, wie ich dazu käme, einen ...........................zu unterschreiben.
Ich machte ihnen klar, das es nur mal eine Anfrage sei, da wir es lt. AG auch machen müßten. Die waren sowas vom pampig. Hilfe gleich null, was mich so abschreckte, das für mich klar war, so wie du einen Anwalt zu beauftragen. Bei mir eben die Gewerkschaft...................................................




Kommt drauf an, wie lange du dort gearbeitet hast und ob du Anspruch auf Abfindung hast. Ob es eine große Firma ist, oder ein kleinerer Betrieb.
Es ist halt so, daß das AA auch kein leichter Gang ist und die auch von einem ganz schön fordern. Für mich war das nichts.

24.01.2023 02:08 • x 3 #3


Momoline
Zitat von Bauer-Jani:
Hallo liebe Leute aus dem Forum, meine langjährige Chefin hat mich gekündigt, trotz AU. Kurzer Hintergrund: Mitte Februar des letzten Jahres wurde mir ein Ultimatum gesetzt, entweder ich lasse mich impfen oder ich werde freigestellt. Kurz vor Ablauf des Ultimatum ließ ich mich krankschreiben und meine ...

Ich habe eine völlig andere Ausgangssituation als du. Nachdem mein AG mir letztes Jahr, als Nichtgeimpfte, das Betretungsverbot schriftlich in den Briefkasten gesteckt hat, OHNE Rückmeldung vom Gesundheitsamt, habe ich selber die Kündigung eingereicht. Auch ich war mit Herzblut 10 Jahre in der Pflege aber ich wusste, dass es in diesem Haus für mich kein Miteinander mehr geben kann. Ich denke, du hast 2 Möglichkeiten. Wenn du dich mental stark genug fühlst, es dir wichtig ist, kämpfe um dein Recht. Wenn du dich innerlich schon gelöst hast, dreh dich um und gehe einen neuen Weg. Alles Gute für dich.

24.01.2023 05:57 • x 4 #4


Abendschein
Meines Erachtens darf in der AU nicht gekündigt werden. Ich würde das persönliche Gespräch suchen. Das mit Deiner Achillessehne tut mir leid, das andere mit der Kündigung natürlich auch. Mit der Impfe ist doch jetzt kein Thema mehr, warum wird noch so ein Druck ausgeübt? Eine Impfpflicht bestand nie, hier bei uns. Ausser in den Pflegeberufen, jetzt aber auch nicht mehr.

24.01.2023 07:13 • #5


Annii
Es darf gekündigt werden. Aber es müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

24.01.2023 07:23 • x 5 #6


Moelli80
Gekündigt werden darf.
Ich wurde auch gekündigt im Mai und da war ich schon länger im Krankengeld.
Meine Arbeit würde mich aber zurück nehmen.

Mit dem Druck und nicht geimpft sein kenne ich.
Hab mich sehr spät erst impfen lassen und meine Arbeit drängte immer. Hab aber auch Restaurants beliefert und da durfte man ungeimpft nicht rein.

Gekündigt werden aufgrund impfung oder Krankheit kannst du gegen an gehen.
Informiere dich da am besten beim Anwalt.
Eventuell gibt es auch eine Abfindung.

Ob du überhaupt da zurück möchtest, wenn da gemobbt wurde usw., ist dir überlassen.
Ich hätte da keine lust zu, weil man nachher nur noch der A. Ist.

24.01.2023 07:38 • x 3 #7


Moelli80
Ach so, so lange du weiter krankgeschrieben bist, bekommst auch weiter dein normales krankengeld.
Die Kündigung ändert da dran nichts.

24.01.2023 07:44 • x 1 #8


giesewickl
@Bauer-Jani : Das die vom Amt nicht helfen, ist leider Standard. Zwar gibt es da auch engagierte Mitarbeiter, aber die sind wohl selten. Da hilft wirklich nur ein Anwalt oder du lernst das Sozialgesetzbuch auswendig.

24.01.2023 10:05 • x 1 #9


Icefalki
Zitat von Bauer-Jani:
meine langjährige Chefin hat mich gekündigt, trotz AU.


Arbeitsanwalt einschalten, der kann dir im Erstgespräch deine Chancen und die Kosten sagen. Da Fachkräftemangel herrscht, wirst du zur Zeit doch eh umworben.

Meine Kollegin, die gerade auf den Chef sauer war, hat ihre Fühler ausgestreckt: Die wird umworben, und kann sich aussuchen, wie sie wo arbeiten möchte.

Die Zeiten, wo Chefs sich doof problemlos leisten können, sind doch vorbei.

Wenn es das Arbeitsrecht hergibt, dass du ne Abfindung bekommst, dann hau rein. Wenn der Betrieb aber unter 10 Mitarbeiter hat, dann sieht es schlechter aus. Aber das kannst du nachlesen, oder dein Anwalt berät dich da.

24.01.2023 10:38 • x 4 #10


Haferbub
Zitat von Abendschein:
Meines Erachtens darf in der AU nicht gekündigt werden.

Dochdoch, ganz normal sogar.
Der Grund darf halt nicht die Arbeitsunfähigkeit sein.
Gekündigt werden darf man aber.

24.01.2023 10:43 • x 3 #11


G

Bauer-Jani
@Moelli80
Vielen Dank für deine sehr schöne Nachricht!
Ich würde zurückgehen, sofern eine Frau R. nicht mehr im Team ist, da sie als Brandstifterin unterwegs war und die Einrichtungsleitung angestachelt mir ein Ultimatum zu setzen. Die Einrichtungsleitung hat sich in sofern nicht ganz sauber verhalten, daß sie meine damalige AU anzweifelte, wodurch ich erstmal kein Krankengeld bekam, später ließ sie mich von Frau R. ausspionieren.

Seit Januar hat die Einrichtung, nach langer Durststrecke, wieder genügend Personal, so das man nicht mehr auf mich angewiesen wäre. Da mir die Achillessehnenverletzung beim Sport passiert ist und mittlerweile genügend Personal vorhanden ist, wird sie dieses als Anlass sehen.

24.01.2023 12:17 • #13


Bauer-Jani
@Butterfly-8539
Vielen Dank für deine Antwort!

Es ist eine Einrichtung für Menschen mit einer Suchterkrankung und wir haben 14 Leutz.
Ich war sechs Jahre dort mit einem hohen Verantwortungsbereich.

24.01.2023 12:21 • x 1 #14


Annii
Zitat von Bauer-Jani:
@Moelli80 Vielen Dank für deine sehr schöne Nachricht! Ich würde zurückgehen, sofern eine Frau R. nicht mehr im Team ist, da sie als ...

Unter solchen Umständen würde ich dort nicht mehr arbeiten wollen.

24.01.2023 12:23 • x 1 #15


Bauer-Jani
@Momoline
Vielen Dank für deine Nachricht, oh man, das ist Ar....
Ich habe im Nachgang ebenfalls noch ein Betretungsverbot ausgesprochen bekommen vom GA.
Es ist schon richtig übel, wenn man für den Job so brennt wie wir und dann so wertgeschätzt wird im Nachhinein. Die Art und Weise, wie ich beschossen wurde in den Teamsitzungen war schon richtig fies, alles was ich aufgebaut hatte, die ganzen Kurse, wollte meine Kollegen mit nehmen, nur da ich nicht geimpft war. Bin die letzten Monate mit Bauchschmerzen zum Dienst gefahren, hab mir als erstes eine Novamin genommen, bin laufend eingesprungen, es tut schon weh.
Ich drücke dir ebenfalls alle Daumen und nochmal Danke!

24.01.2023 12:27 • x 1 #16


Bauer-Jani
@Moelli80
Ist das so mit dem Krankengeld?
Das würde mir natürlich das finanzielle Genick brechen, sollte dieses wegfallen.

24.01.2023 12:35 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Bauer-Jani
@Haferbub
Danke für deine Nachricht!
Seit Januar ist die Einrichtung wieder mit ausreichend Personal besetzt und die Einrichtungsleitung war schon längere Zeit auf mich sauer, da ich sie in ihren Augen im Stich ließ, sie nahm es also persönlich, obwohl ich ein Betretungsverbot hatte.
Der Nachtwache habe ich zudem sehr ehrlich gesagt das ich mir diese Verletzung vier Tage vor Beginn der Reha-Maßnahme zugezogen habe, vielleicht war das ein Fehler.

24.01.2023 12:41 • #18


Moelli80
Zitat von Bauer-Jani:
@Moelli80 Ist das so mit dem Krankengeld? Das würde mir natürlich das finanzielle Genick brechen, sollte dieses wegfallen.

Wenn Du im krankengeld Bezug gekündigt wirst, aber noch weiter krankgeschrieben bist, bekommst das gleiche krankengeld weiter.

Ich bin im Mai gekündigt wurden und bekomme immer noch mein krankengeld. Halt nur immer erst mit der nächsten AU.

24.01.2023 12:43 • x 1 #19


Bauer-Jani
@Annii
Danke für deine Worte!
Es hätte auch keine Perspektive mehr, solange eine Frau R. in der Einrichtung ihr Unwesen treibt und die Chefin weiterhin so unzufrieden mit sich selbst ist und missgünstig unterwegs ist.

24.01.2023 12:44 • #20


A


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