Ex-Mitglied
Gast
mich würde interessieren, wie ihr damit umgeht euch krank schreiben zu lassen wegen euren psychischen Problemen.
Ich war noch nie deswegen krank geschrieben und meine Krankschreibungen erfolgten immer nur wegen physischen Ursachen wie eben Infekten, Erkältung etc.
Bei mir ist es so, dass das Verhältnis zu den Arbeitskollegen relativ gut ist, aber ich ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich mir vorstelle längerfristig krank zu sein.
In den fast 20 Jahren wo ich nun arbeite, bin ich sicher schon oft krank gewesen aufgrund von Infekten, Erkältung etc. so wie manch anderer vielleicht auch und blieb dann immer so zwischen 1 - 3 Wochen zu hause. Aber es war ja immer so, dass ich wusste, dass ich auf absehbare Zeit wieder komme.
Aber es ist aus meiner Sicht eine andere Hausnummer, wenn man sich zB für mehrere Monate krank schreiben lässt und der Arbeitgeber ja auch spontan niemanden einstellen kann, weil man selbst auf der Stelle sitzt. Die angefallene Arbeit muss dann von jemand anderem aufgefangen werden (was im Endeffekt nur eine Person machen kann, da wir eben nur zu Zweit sind. ) und es ist eben nicht klar, wann ich wieder komme (oder überhaupt)
Es würde mir sicher leichter fallen, wenn ich irgendwo wäre, wo man eh wie Sch* behandelt und/oder gemobbt wird.
Oder sollte es mir einfach egal sein, weil ja die Ärzte entscheiden?
Ich habe damit einfach keine Erfahrung.
Ich kann mich an meine Ausbildungszeit erinnen, da gab es eine Frau die wirklich sehr oft nicht da war und auch keiner wusste warum, weil sie sich sehr oft krank schreiben ließ und manchmal mehrere Monate oder 1 Jahr nicht da war. Dementsprechend wurde dann auch immer sehr oft gelästert und gehetzt gegen sie.
Na ja gut, das ist ein anderer Fall, aber ihr versteht sicher was ich meine.
Was ich auch noch loswerden wollte: Mir ist in den letzten Jahren immer wieder bei mir aufgefallen, dass ich regelrecht froh war, wenn ich mich mit irgendeinem Infekt angesteckt hatte, weil es für mich eine zusätzliche Möglichkeit war mich von der Arbeit zu erholen und den Druck dadurch von mir zu nehmen.
Ich bin letztes Jahr auch einmal ambulant operiert wurden und durfte anschließend 3 Wochen nicht arbeiten. Aber im Grunde war ich froh, weil ich mich einfach von dem Druck der Arbeit entlasten konnte.
• • 26.05.2023 #1
