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Rosamaus
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Hallo ihr Lieben,

Ich bin neu hier und weiß noch nicht so ganz wie das wird aber mal sehen.
Mein Anliegen ist vielleicht bisschen seltsam möchte aber nicht hier so auf Details gehen:
Ich habe etwas vermasselt und deswegen etwas Geld verloren (nichts schlimmes). Bin zwar alt genug usw und verdiene auch mein Geld selber aber habe trotzdem total die Panik das meine Mama das raus findet und dann sehr enttäuscht ist…hab echt ein schreckliches Gewissen das mich jeden Tag fertig macht. Obwohl ich eigentlich damit nur was gut gemeintes tun wollte aber ich wüsste trotzdem das meine Mama das total schlimm findet das mein Geld weg ist…

Danke schon mal für eure Antworten
Eure Rosamaus🫣

13.08.2023 x 1 #1


43 Antworten ↓
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moo
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Willkommen @Rosamaus,

die Fülle an Geldanlagen, die heutzutage ein "Privatmensch und Nichtprofi" zur Auswahl hat ist im Vergleich zu früher ziemlich expandiert und entsprechend unüberschaubar. Hinzu kommt, dass "Geldwert" zunehmend nicht nur als Buchgeld sondern auch als eher diffuses virtuelles Versprechen wahrgenommen wird. Die Scheine unterm Kopfkissen werden uns als rückständig und gefährlich vorgehalten und seit die Leitzinsen erhöht wurden geht es auch am konservativen Anlagemarkt wieder mal ganz gut nach oben. Da dies aber alles durch die Inflation aufgefressen wird, neigt man dazu, ungefähr in dieser %-Region anzulegen. Wer dies tut, begibt sich, sofern er sich nicht umfangreich informiert, schnell in riskante Bereiche. Und auch die "Profis" unter den Selbstanlegern haben zumindest zu Beginn ihr Lehrgeld bezahlt. Das ist ganz natürlich und gehört zur Entwicklung.

Soviel mal dazu, damit Du Dir mit der Akzeptanz etwas leichter tust. Du warst nicht "dumm" sondern lediglich unerfahren - das ist m. E. ein großer Unterschied.

In Deinem Alter ist es m. E. übrigens nicht notwendig, derlei "Fehltritte" zu beichten, auch nicht Deiner Mutter. Du kannst das machen, aber wenn Du das Gefühl hast, sie müsste grundsätzlich Deine "Fehler" absegnen, würde ich eher darüber nachdenken, warum dies so ist. Und es sieht so aus, als tätest Du das bereits:
Zitat von Rosamaus:
Bin zwar alt genug usw und verdiene auch mein Geld selber aber habe trotzdem total die Panik dass meine Mama das rausfindet und dann sehr enttäuscht ist…

Zitat von Rosamaus:
ich weiß das es ‚nur‘ Geld ist aber dieses Gefühl meine Mutter zu enttäuschen ist das schlimmste Gefühl was ich immer habe..

Ich habe die Markierungen deshalb gesetzt, dass das Muster aus Deinen Posts erkennbar wird. Die Angst vor Enttäuschung Deiner Mutter ist offenbar ein generelles Problem von Dir. Kannst Du ersehen, wie sich das ergab also ob Du Auslöser hierzu findest?

Ich denke doch, dass dieses "beichten müssen" eine - zumindest milde - Form von Zwangsstörung sein könnte. Zumindest kenne ich das von mir sehr gut. Früher musste ich auch alles irgendjemandem beichten, damit ich mit mir im Reinen war...es war sicher auch Teil meiner erzkatholischen Erziehung. Die Kirche und ihre Schergen haben meine Kindheit und Jugend nicht unbedingt leicht gemacht.

11.08.2023 07:56 • x 4 #25


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Schlechtes Gewissen beim Verheimlichen?

x 3


M

moo
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Danke @Rosamaus, für die Rückmeldung.
Zitat von Rosamaus:
Dass ich Zwangsgedanken habe war mir immer schon bewusst aber die Störung ist mir auch bewusst…(in mehreren Situationen wo du es jetzt so sagst)

Zitat von Rosamaus:
Und die Angst meine Mama zu enttäuschen war schon immer so als ich klein war, den Auslöser kenne ich nicht aber denke einfach dass es allgemein dazu beigetragen hat dass mir schon immer wichtig war dass ich ein gutes Verhältnis mit meiner Mama habe.

Die meisten Menschen mit einer Zwangsstörung sind sich ihrer auch bewusst. Dass Du auch diese, ich nenne es mal "Mutterbestätigung" als zumindest auffällig im Blick hast, ist hingegen wichtig und m. E. die Grundlage für eine weitere Arbeit an Deiner Entwicklung in Richtung mentaler Selbstständigkeit.

Selbstständigkeit (= "alleine stehen" können) bedeutet nicht, andere Menschen die einem wichtig sind, auszuschließen. Es bedeutet in Deinem Fall vielmehr, die Entscheidungshoheit darüber zu besitzen, was ich mit Anderen bespreche und was nicht. Diese Fähigkeit erwirbt man nicht plötzlich sondern allmählich und die Erfahrungen die man während dieses Prozesses macht sind ein notwendiger Teil dieser Befähigung. Dein Geldverlust hat also ganz eindeutig auch eine gute Seite, die übrigens langfristig (auf Dein weiteres Leben gesehen) "einträglicher" sein kann als ein temporärer finanzieller Ertrag. Viele Glücksspieler können z. B. bestätigen, dass anfängliche Gewinne langfristig ihre spätere Sucht stark begünstigten (ich spreche aus persönlicher Erfahrung... zwinkern).

Zur m. E. dahinter liegenden Zwangsstörung möchte ich anmerken, dass man sie als Betroffener mal hypothetisch als Sinnbild (Metapher) für ein generelles Problem ansehen sollte, dessen man sich selbst aktuell vielleicht gar nicht (mehr) bewusst ist. Zwänge kommen nicht über uns, sondern wir entwickeln sie!

Und ungeachtet der öffentlich-wissenschaftlichen Diskussion über Zwänge als Krankheitsbild bin ich der festen Überzeugung, dass die Grenzen zu unseren anderen Verwicklungen im Leben sehr fließend sind. Wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, läuft vieles in unserem Leben mehr oder weniger "zwanghaft" ab. Erst wenn einer dieser Zwänge unser Leben erkennbar beinträchtigt und wir uns dessen bewusst sind, ihn nicht "abstellen" zu können, kann man von einer Zwangsstörung sprechen.

Ich würde an Deiner Stelle deshalb mal nicht unbedingt bei Deiner Mutter ansetzen sondern an der für Dich latent notwendigen Rückversicherung durch eine andere Person.

Jede Zwanghandlung wird deshalb entwickelt (etabliert) um dadurch einen Vorteil zu erlangen. Meistens bringen uns Zwangsgedanken oder -handlungen das Gefühl der (zumindest temporären) Erleichterung, Entschuldigung oder Rechtfertigung. Der Zwang stellt also im weiteren Sinne ein Argument, eine Beantwortung und somit ein (universelles) Werkzeug dar! Der Zwang wird zum Selbstzweck. Er erfüllt irgendwann stellvertretend alles, was wir eigentlich anderweitig "leisten" sollten (und dürften!). Voll ausgebildete Zwänge stellen tatsächlich einen Lebensersatz dar.

Wir können, wenn wir das verstehen und einsehen, damit beginnen, uns bei jeder Zwangshandlung zu fragen, was wir denn anstelle dieser Zwangshandlung eigentlich tun sollten. Je öfter man dies tut, umso leichter wird einem das strukturelle Muster und das eigentliche Problem, das dieses Muster erzeugte, bewusst.

Was man dann anstelle der Zwangshandlung zu tun hat, sollte man übrigens nicht sofort ausführen, sondern sich nur eine Notiz zur Beobachtung machen; sonst läuft man Gefahr, lediglich eine Zwangsverlagerung zu betreiben. Wenn man sich dann die Notizen ansieht, wird sich im Laufe der Zeit eine Idee herausstellen, um was es "wirklich geht" in unserem Leben.

Merke: Je länger ein Zwang existiert und je unbewusster uns der eigentliche Antrieb dahinter geworden ist, umso nachhaltiger sollten wir an der Aufdeckung desselben arbeiten.

Ich weiß nicht, wie weit Du mit Deiner Mutter auch genau über diese Art von Zwang sprechen kannst/willst. Es kann jedoch m. E. nicht schaden, es zu probieren. Sollte sie eine fürsorgliche Mutter sein, könnte sie einen Blick auf diesen "blinden Punkt" in Deiner Kindheit/Jugend haben, der ihr bislang jedoch nie groß auffiel. Oft können uns unsere Eltern bei dieser Arbeit sehr hilfreich sein. Manchmal jedoch auch nicht - vor allem dann, wenn sie glauben, man möge irgendwelche "Fehler" in unserer Entwicklung auf ihre Erziehung "abschieben"... Du kannst diese Reaktion vermeiden, indem Du nicht sie (Deine Mutter) als Bestätigungsperson in den Mittelpunkt stellst sondern eben die bereits oben genannte Rückversicherung durch eine andere Person. Dann tut sie sich m. E. viel leichter damit, Dir konstruktiv zu helfen.

11.08.2023 11:56 • x 2 #28


Zum Beitrag im Thema ↓


E
@Rosamaus

Warum dieses schlechte Gewissen/Angst, dass deine Mama es so schlimm finden würde ? Was wird sie dann denn machen und außerdem ist es doch auch dein eigenes Geld ?

#2


E
Zitat von Rosamaus:
Hallo ihr Lieben, Ich bin neu hier und weiß noch nicht so ganz wie das wird aber mal sehen. Mein Anliegen ist vielleicht bisschen seltsam möchte aber nicht hier so auf Details gehen: Ich habe etwas vermasselt und deswegen etwas Geld verloren (nichts schlimmes). Bin zwar alt genug usw und verdiene auch mein Geld ...

Geld kann man ersetzen. Mutterliebe nicht. Beichte es Deiner Mutter. Sie wird Dir den Kopf nicht abreißen. Letztendlich ist es nur Geld. Schlimmer wäre es wenn du ganz andere Sachen gemacht hätest. Dro., oder Überfälle ,oder Körperverletzung oder schlimmeres wo Du auch noch körperlich zu Schaden gekommen wärst.

Du musst für Deine Fehler lernen gerade zu stehen. Dadurch wird man erwachsen nicht durch den 18 Geburtstag oder weil man sein Geld verdient. Letzteres gehört zwar dazu ist aber nicht alles. Auch solche Sachen, wie dein jetziges Problem musst Du selbst stemmen. Na und ? Dann gibts halt eine Moralpredigt und weiter ? Du wirst nicht sterben davon. Na los. Du schaffst das.

Wem um alles in der Welt kann man sich anvertrauen wenn nicht seiner Mutter. 👍🤨

#3


R
@Kermit hallo und erstmal danke für deine Antwort.

Sie weiß das mit dem Geld aber die Höhe nicht von der Summe…weil sie schon nicht so begeistert reagiert hat hab ich ihr das lieber nicht gesagt :/
Deswegen hab ich ein schlechtes Gewissen aber sie hat auch nicht mehr explizit nach dem Betrag gefragt

#4


R
@Beebi weil es schon sehr viel Geld ist und sie mir vorher noch davon abgeraten hat den Fehler zu machen und ich war halt dumm..

x 1 #5


E
@Rosamaus

Ja, manchmal ist man dumm und bestimmt war sie das auch schonmal. Aber die Welt geht ja jetzt nicht unter, weil du Geld verloren hast. Es ist halt unglücklich gewesen und kann doch jedem mal passieren, was war ja ein Versehen. Und auch wenn es kein Versehen gewesen wäre, wäre es am Ende ja immer noch dein Ding. Also ich würde mir da nicht so viele Gedanken drüber machen, auch wenn es für dich einfacher gesagt, als getan ist. Aber warum hast du Angst?

x 3 #6


R
@Beebi ich hab immer viel zu viel Angst und mache mir wochenlang einen Kopf… ich weiß das es ‚nur‘ Geld ist aber dieses Gefühl meine Mutter zu enttäuschen ist das schlimmste Gefühl was ich immer habe..

x 2 #7


E
@Rosamaus

Ich denke, deine Mama Wird es verstehen. Erkläre es ihr einfach vernünftig . Für gewöhnlich ist es so, dass heißer gekocht als gegessen wird. Kopf hoch 😉

x 1 #8


R
Danke dir🫣

x 1 #9


T
Hmm hast du das Geld verloren auf bestimmten Seiten? OCs?

#10


E
@Rosamaus muss deine Mutter es denn erfahren?
Du kannst auch zu ihr hingehen und sagen : Mama, du hattest recht und ich war blöd ,weil ich nicht auf dich gehört habe.
Das würde ich so machen.

x 2 #11


R
Das weiß sie schon, aber sie weiß den Betrag nicht..

#12


Azure
tagebuecher-f97/beichtstuhl-t114381.html

x 1 #13


E
Zitat von Rosamaus:
Das weiß sie schon, aber sie weiß den Betrag nicht..

Kann sie es denn rausbekommen, zb durch ein gemeinsames Konto?
Wie alt bist du und lebt ihr zusammen?

#14


R
@Pübbels Nein sie kann es nicht mitbekommen!
Mein Konto gehört nur mit ich gehe schon Vollzeit arbeiten seit mehreren Jahren. Aber ja wir wohnen noch zusammen
Bin Mitte 20, also eigentlich alt genug 🙄

#15


E
@Rosamaus mach dir doch keinen Kopf deswegen . Sie weiß, dass du da was verbockt hast, weiß aber nicht die genaue Summe. Was soll denn passieren ,wenn es denn mal irgendwie mal rauskommt ? Dann kannst du ihr ja sagen ,dass du dich nicht getraut hast, ihr das zu sagen .

x 1 #16


R
Ja weiß auch nicht, mein Kopf ist leider ziemlich naja wie soll ich sagen, ‚gemein‘
Bin immer so gewesen deswegen habe ich Warscheinlich diese ganzen Angstzustände und Panikattaken 🙄

x 1 #17

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E
@Rosamaus kann ich nachvollziehen. Ich mache mir auch immer viel zu viele Gedanken wegen etwas und am Ende ist es dann halb so wild .
Wenn du dich wirklich besser damit fühlst ,es ihr zu sagen ,dann mach das . Habt ihr denn ein gutes Verhältnis ?

#18


R
@Pübbels Ich überlege mir das, ich denke es reicht aber wenn sie weiß das der Betrag hoch ist. Mehr wollte sie nicht wissen also denke ich für sie ist das Thema abgehackt…

Ja wir haben ein gutes Verhältnis und deswegen mache ich mir so einen Kopf.

Weißt du manchmal macht man sich einfach zu viele Gedanken für nichts nur aus Angst aber was solls. Meine Dummheit hab ich ihr ja schon gestanden und das hätte ich auch ohne nicht ausgehalten 🥺

x 1 #19


E
@Rosamaus selbst wenn du ihr das sagen solltest , wird sie wahrscheinlich nicht böse oder enttäuscht sein. Jeder macht Fehler, du hast es zugegeben und lernst draus. Das weiß sie doch auch und hat bestimmt auch schon Fehler gemacht, wo ihre Mutter sie vor gewarnt hat.
Behalt das mit der genauen Summe für dich, wenn sie nicht fragt . Das wichtigste weiß sie ja bereits .

x 1 #20


A


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