Grundsätzlich: Solange mir hier im Forum keiner erzählen will, er wäre 4 Meter groß oder hätte 8 Arme, glaube ich grundsätzlich alles was hier geschrieben wird. Das bedeutet, ich glaube dass das was hier einer schreibt den Tatsachen entspricht oder derjenige zumindest davon überzeugt ist.
Von daher gehe ich davon aus, dass @Soulclaw90 im Moment keine Möglichkeit hat irgendwie den Unterhalt für sein Kind aufzubringen. Nicht, "er will nicht", nicht "er hat keine Lust". Er ist auch nicht geizig und es fehlt auch nicht die Einsicht, dass er seinen Beitrag leisten muss. Er will die Mutter weder über den Tisch ziehen, noch sich aus der Verantwortung stehlen.
Er
kann nicht. Es geht nicht, klappt nicht, funktioniert nicht.
Ihm jetzt den Vorwurf zu machen, er würde sich nicht genug zusammenrissen ist in meinen Augen nicht viel besser als das zu jemandem zu sagen, der auf einmal blind ist oder beide Arme verloren hat. Wir wissen doch alle, wie belastend und einschränkend psychische Krankheiten sein können. Warum ist das in dieser Situation auf einmal was ganz anderes?
Statt noch mehr Druck aufzubauen würde es doch viel mehr Sinn machen, ihm den schon bestehenden Druck etwas zu nehmen und dafür zu sorgen dass er selbst wieder auf die Beine kommt. Damit er dann auch finanziell wieder seinen Verpflichtungen nachkommen kann.
Zitat von Cornelie: Und ja, ich finde Eltern sollten sich gefälligst anstrengen für ihre Kinder.
Nicht die Allgemeinheit.
Auch wenn die für vieles andere zahlt
Doch. Genau in solchen Fällen ist die Allgemeinheit m M. n. dazu da, einzuspringen. Denn weder die Mutter und erst recht nicht die Kinder können irgendwas dazu und sollten in keinster Weise darunter leiden. Und dass der Unterhalt notwendig ist und nicht primär für Schallplatten und Süßigkeiten ausgegeben wird, ist auch jedem klar - vor allem dem Vater.
Es muss eine Lösung her, die sowohl @Soulclaw90 eine Perspektive bietet als auch die regelmäßige Zahlung des Unterhalts sicherstellt. Ihm Vorwürfe zu machen, ist in meinen Augen keine.