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Soulclaw90

Soulclaw90
Mitglied

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2008
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45
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Hallo an alle,

momentan bin ich sehr stark am Grübeln.

Aktuell bin ich noch im Krankengeld Bezug und warte auf das Ergebnis meines Widerspruchs für eine LTA Maßnahme bei der DRV.

Da ich Unterhaltspflichtig bin habe ich immer mit dem Jugendamt zu tun und die Wollen das ich langfristig wieder Vollzeit in meinen alten Beruf (Bürobereich) arbeite. Ich bin mir aktuell nichtmal sicher ob ich Vollzeit wieder packe aber da spüre ich schon ein Druck vom Jugendamt (die wollen ja das ich den Unterhalt alleine zahle, sind aktuell 600Euro die ich neben meinen eigenen Fixkosten stemmen müsste)

Auf der einen Seite soll ich psychisch mich nicht überfordern und gesund werden (meine psychische Erkrankung wie die ÄVPS, rezidivierende Depression und soziale angststörung sind mittlerweile chronisch) auf der anderen Seite herrscht eben dieser Druck möglichst zu funktionieren, klar ist es mir wichtig für die Kinder auch finanziell sorgen zu können aber die letzten Jahre haben an Arbeitsplätzen immer gesorgt das ich im Dauer Überforderung war.

Eigentlich wäre es natürlich gut wieder Arbeitstechnisch was zu machen um einen geregelten Tagesablauf zu bekommen aber gleichzeitig diesen Druck im Nacken zu haben und die Angst das mich das Jugendamt zur Not dazu zwingen kann lässt mich oft innerlich verzweifeln.

Aktuell habe ich meine alten berichte von Kliniken zusammengesammelt das ich nachweisen kann das ich meine psychischen Erkrankungen schon länger habe und es einen chronischen Verlauf hat, das auch Heilungsversuche unternommen wurden. Die Psychiatrische Institutsambulanz würde mir auch ein Attest ausstellen und bescheinigen um etwas aktuell nachzuweisen.

Ich fühle mich halt komplett fremdgesteuert. ich fühle mich mit diesen Problem total allein, da ich zusätzlich immer noch mit der Trennung sehr zu kämpfen habe

11.07.2026 #1


11 Antworten ↓

Cornelie
Für mich sind das 2 paar Schuhe die du mischt.

Du bist krank das ist das eine.
Da musst du dich drum kümmern.

Du bist DEINEM KIND gegenüber Unterhaltspflichtig

Das ist eine Pflicht der DU nachkommen musst.

Das hat nichts mit deiner Krankheit zu tun oder das du noch unter der Trennung leidest

Statt Unterlagen zu sammeln das du nicht arbeiten kannst....
Solltest du anfangen etwas zu unternehmen das du deiner Pflicht gegenüber deinem Kind nachkommst

Da bist du für zuständig nicht die Allgemeinheit

x 2 #2


A


Jugendamt Probleme

x 3


Kruemel_68
Zitat von Soulclaw90:
ich fühle mich mit diesen Problem total allein,

Ich glaube Dir, dass Du Dich so fühlst - aber letztendlich ist das ein Problem, dass fast alle psychisch Erkrankten betrifft. Jetzt nicht bezogen auf Unterhalt, sondern bezogen auf Geld und Erwerbstätigkeit allgemein.

Jedem, der Langzeitkrank ist (ob jetzt psychisch oder durch eine physische Krankheit) liegt die Krankenkasse/das Arbeitsamt oder andere Behörden im Nacken und baut Druck auf, dass man wieder arbeiten geht. Jeder Alleinerziehende, der psychisch erkrankt, fühlt den Druck, eigentlich arbeiten zu müssen um Geld zu verdienen. Die Beispiele können hier zahllos weitergeführt werden. Jeder psychisch Erkrankte muss irgendwie für seine Kosten aufkommen - egal, ob es jetzt Unterhalt oder Miete ist.

Von daher bist Du objektiv gesehen absolut nicht allein mit dem Problem.

Die Frage ist, wie Du damit umgehen willst. Gerade wenn Du für Dein Kind da sein möchtest, wäre das doch ein guter Ansporn, an Deinen Problemen zu arbeiten und beruflich wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen. Erstes Ziel ist immer, in die Selbstwirksamkeit zu kommen. Ich lese bei Dir schon so ein bisschen heraus, dass alle anderen Schuld sind, dass es Dir so geht (Trennung, die bisherigen Arbeitsplätze, das Jugendamt). Du hast aber nicht geschrieben, was Du denn aktuell machst, um die Situation zu verbessern (außer dass Du Unterlagen sammelst die beweisen sollen, warum Du es NICHT kannst).

x 1 #3


Greta__
Als allein erziehende Mutter zweier Kinder kann ich dir nur sagen das es ohne Unterhalt fast unmöglich ist Kinder gut groß zu bekommen.

Das du krank bist, dafür kannst du nichts. Wohl aber dafür zu sorgen wieder gesund zu werden. Für dich und deine Kind(er).

x 3 #4


S
@Soulclaw90
Wenn nicht schon getan,
eine anwaltliche Beratung (Familienrecht) und/oder andere Sozialberatungen können weiterhelfen. Wenn du mangels Einkommen zur Zeit nicht zahlen kannst kann ein Antrag auf Unterhaltsvorschuss gestellt werden.
Ansonsten ja... dran arbeiten wieder auf die Beine zu kommen.

#5


L
Wobei Unterhaltsvorschuss das Problem für den TE nur vertragt. Ein Vorschuss ist eben nur ein Vorschuss und die Unterhaltsvorschusskasse ist sehr hinterher, ihr Geld zurückzubekommen. Das sind Schulden, die niemals verjähren und die auch nicht im Rahmen einer Privatinsolvenz mit aufgelöst werden können. Der Unterhaltsvorschuss ist weniger als der gesetzliche Mindestunterhalt, aber als ebenfalls langjährige alleinerziehende Mutter wusste ich die Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit immer sehr zu schätzen.

Im Übrigen war ich alleinerziehend, körperlich und psychisch krank und musste nicht nur Geld für das Kind erarbeiten, sondern zusätzlich, wie sagt man, mich um das Kind kümmern? Bringen, abholen, bei Hausaufgaben helfen, zum Arzt gehen, Essen kochen, Wäsche waschen, einkaufen, usw.

x 1 #6


Soulclaw90
Ich habe schon sehr viele Therapien, Kliniken usw. Versucht. Ich war definitiv nicht untätig aber sobald ich wieder anfange zu arbeiten zerplatzt alles wieder und ich komme wieder in eine Angst/depressiven Phase wo ich Monate benötige um wieder egal zu kommen. Im privaten klappt das mittlerweile besser aber beruflich überhaupt nicht, ich scheine auf dem 1. Arbeitsmarkt immer wieder unter zu gehen und mit keiner Therapie konnte ich stabil genug dafür werden.

Die PIA wo ich in Behandlung bin rät mir schon Erwerbsminderungsrente zu beantragen da sie mich kaum als arbeitsfähig bzw leistungsfähig genug einstufen.
Vllt könnte ich noch Helfer stellen schaffen aber finanziell wird es dann definitiv nicht reichen.

Ein Anwalt für Familienrecht hat mir dazu geraten Arzt Berichte/Atteste zu sammeln um die Heilungsversuche und Diagnosen nachzuweisen.

Ich bin immer für meine Kinder da, daran gibt es kein Zweifel. Auch möchte ich das finanziell aber die Krankheit hat ein normales arbeiten bisher immer unmöglich gemacht.
Ich bin im Widerspruchsvergahren für eine LTA Maßnahme über die DRV aber das zieht sich leider auch sehr

x 3 #7


Cornelie
Zitat von Soulclaw90:
Ich habe schon sehr viele Therapien, Kliniken usw. Versucht. Ich war definitiv nicht untätig aber sobald ich wieder anfange zu arbeiten zerplatzt ...

Das ändert nichts an der finanziellen Lage in der sich die Mutter der Kinder und die Kinder befinden

#8


Lbusch
Irgendwie empathielose Antworten hier. Natürlich gibt es Arbeitsunfähigkeit, auch aus psychischen Gründen, auch dauerhaft. Gut findet das keiner. Wenn es wirklich nicht geht, kann es nicht das Ziel sein, sich trotzdem auf Teufel komm raus zum Arbeiten zu zwingen, um dann Unterhalt zahlen zu können. Wenn man sich nachher selbst komplett kaputt gearbeitet hat und dann entweder so kaputt ist, dass man nicht mehr für das Kind da sein kann oder vielleicht sogar ganz weg ist, ist dem Kind auch nicht geholfen. Dann lieber ein präsenter, arbeitsloser Elternteil als ein komplett psychisch zerstörter oder nur ein Grabstein.

Das ändert natürlich auch nichts an der finanziellen Not der Mutter ohne Unterhalt. Aber wenn du schon alles versucht hast und es geht nicht, geht es eben nicht. Das kann man natürlich auch dem Kind kindgerecht erklären.

Den Verweis auf die Allgemeinheit finde ich auch merkwürdig. Die Allgemeinheit kommt für sehr viele, sehr unnötige Dinge mit sehr hohen Kosten auf, inklusive für Bomben, die kleinen, palästinensischen Kindern die Gliedmaßen ausreißen. Dann kann die Allgemeinheit auch dafür aufkommen, dass es einem deutschen Kind finanziell etwas besser geht.

Natürlich ist es auch gut, es zu versuchen, wieder arbeiten zu gehen. Wenn aber schon wirklich alles lange genug versucht wurde, dann ist halt alles versucht worden. Wenn es wirklich so ist, ist Nachweise dafür sammeln und Rente beantragen dann wohl der richtige Weg.

Wie schon gesagt, präsent und arbeitslos ist besser als reich und kaputt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dein Kind das später anders sehen würde.

x 3 #9


M
[url=/post4094872.html#p4094872]Zitat von Cornelie[/url]
Das ändert nichts an der finanziellen Lage in der sich die Mutter der Kinder und die Kinder befinden
Das ändert allerdings sehr viel an der finanziellen Situation in der sich @Soulclaw90 befindet.

Ohne Gesundheit keine Arbeit, ohne Arbeit kein Geld für ihn. Von irgendetwas muss er erstmal selbst leben, seine Fixkosten und Versorgung (Lebensmittel, Medikamente wetc) zahlen können und sich um seine eigene Gesundheit und Arbeitsfähigkeit kümmern. Es bringt nichts wenn er grundlegend kaum bis garnicht arbeitsfähig ist und unter dem Druck abklappt und (mal ganz böse gesagt) in einem Jahr dann deswegen selbst in der Kiste liegt (was ich ihm nicht wünsche). Und dann?

Geld bekommen (Ex)Frau und Kind schon, das nennt sich Unterhaltsvorschuss und wird vom Amt gezahlt. Für Soul bzw generell menschen in solchen Situationen gibt es auch einen Schon/Freibetrag beim Einkommen, der nicht angetastet werden darf um seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Wenn er momentan nicht arbeitsfähig ist dann können di esich auch auf den Kopf stellen, dann ist das eben so und können ihn - insbesondere mit scheinbar bestehender Bestätigung dafür - auch nich zwingen.

x 3 #10


S
Zitat von Lbusch:
Irgendwie empathielose Antworten hier.

Finde ich allerdings auch, zumal die hier Angemeldeten doch meist auch an psychischen oft chronischen Erkrankungen leiden und wissen wie lange sich so ein Genesungsprozess hinziehen kann, sofern man überhaupt wieder komplett gesund wird. Der TE will sich ja nicht aus seiner Verantwortung stehlen, sondern ist schlichtweg zur Zeit nicht arbeitsfähig.

#11


koenig
Zitat von Soulclaw90:
aber sobald ich wieder anfange zu arbeiten zerplatzt alles wieder und ich komme wieder in eine Angst/depressiven Phase wo ich Monate benötige um wieder egal zu kommen

Gibt es eine Idee warum das so ist? Vielleicht kann man da nochmal ansetzen.

Am Ende geht es doch immer darum, zu funktionieren, damit man allen seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Das ist ja das Dilemma.

#12


A


x 4





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