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Magic_farytale
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Mir ist klar geworden dass ich eigentlich keine Angst vor dem tot bzw. dem Sterben habe. Sondern viel mehr vor einer bösen Diagnose. Zu erfahren dass man nur noch so und so lange zu leben hat stelle ich mir grausam vor.
Was wäre denn eigentlich wenn man nicht mehr zu Vorsorge Untersuchungen gehen würde? wenn man Krebs hätte und es einfach nie bemerkt werden würde. Ja man bekommt metastasen. Aber wie genau würde man sterben?

21.01.2020 #1


60 Antworten ↓
Insorge

Insorge
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Zitat von Magic_farytale:
Ich weiß garnicht genau warum mich das gerade beschäftigt hat... ich renne ständig zum Arzt. Vor allem wenn ich in der Brust was ertaste. Aber es ist nie was. Ich bin ja gesund aber ich mache mich vorher immer so extrem fertig. Ich hätte am meisten Angst davor irgendwann mal keine gute Diagnose zu erhalten. Naja... ich denke ich würde es dann lieber nie gewusst haben. Aber ich bin noch jung.. ich wünschte mein Kopf würde sich generell mal mit was anderem beschäftigen..


Du hast Angst vor der Diagnose einer unheilbaren Krankheit und überlegst deshalb, ob du es wagen kannst nicht mehr zur Vorsorge zu gehen. Deshalb willst du wissen wie man ohne Behandlung an Krebs stirbt. Du suchst eigentlich einen Ausweg, nicht mehr ständig vor Angst zum Arzt zu müssen, befürchtest aber, dass dann was wichtiges übersehen werden könnte. Du überlegst quasi, was von beidem schlimmer ist zu ertragen (die Diagnose einer unheilbaren Krankheit und das Wissen darüber ertragen zu müssen oder an Krebs zu sterben ohne es zu wissen, weil du nicht beim Arzt warst. Also stellst du dir die Frage "muss ich wirklich immer zum Arzt rennen um was Schlimmes zu verhindern, oder kann ich es lockerer angehen"?

Du suchst eigentlich nach etwas Befreiendem.

Habe ich deinen Beweggrund richtig verstanden?

21.01.2020 03:42 • x 5 #59


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wie stirbt man an Krebs ohne Behandlung?

x 3


marialola

marialola
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Ich kann die schreckliche Eingangsfrage hundertprozentig verstehen. Mir geht es ebenso. Seit früher Kindheit habe ich nur vor dieser Krankheit Angst. Sonst vor gar nichts, bin überhaupt kein ängstlicher Mensch. Ich erinnere mich, als Kind hatte ich einen Grützbeutel in der Wade. Meine Mutter, medizinisch vorgebildet, schleppte mich gegen meinen Willen zum Hausarzt. Ich habe die ganze Praxis zusammengebrüllt und immer nur geschrieen, ich will nicht sterben, ich will es nicht wissen, wenn ich sterben muss. Ich bestand darauf, den Grützbeutel vor meinen Augen wegzuschmeißen und nicht, wie routinemäßig üblich, einzuschicken. Es war natürlich ganz eindeutig ein Grützbeutel.
Diese Todesangst begleitet mich mein Leben lang. Es gab Phasen, da bin ich um der Angst Herr zu werden fast jede Woche in Todesangst zu einem Arzt gerannt. Habe, weil ich dachte, es nimmt mir diese Angst, ganz oft zur Vorsorge gegangen. Das ging eine Zeit gut, bis die Angst, bereits Wochen vor dem Termin unerträglich wurde, absolut unerträglich.
Irgendwann wurde ich wütend und entschloss mich, nicht mehr an mir herumzutasten, nicht mehr krankhaft in den Spiegel zu starren, mit Bauchkrämpfen und Schweißausbrüchen. Und nicht mehr zum Arzt zu rennen. Damit ging es mir bestimmt 20 Jahre sehr gut.
Ich habe im Bekanntenkreis Menschen sterben sehen, gerade die immer brav zur Vorsorge gegangen sind und vorbildliche Arztgänger waren und sehr gesund gelebt haben.
Das muss jeder für sich selbst abwägen und verantworten.
Fest steht, sehr viele Menschen können heute gerettet werden, wenn sie rechtzeitig behandelt werden.
Fest steht aber auch, dass viele Krankheiten entdeckt werden, die dem Betroffenen nie etwas getan hätten. Bei Obduktionen stellt man fest, dass die Leute Tumore hatten, die ihnen nie Beschwerden machten, gestorben sind sie an etwas völlig anderem,
Wieder andere, sehr reiche Politiker oder Prominente, die wirklich die beste Behandlung erhalten, können nicht gerettet werden.
Das kann keiner wissen.
Die Frage ist, ob ich mit den Folgen einer Früherkennung und Diagnose umgehen kann.
Wenn man für die Folgen stark genug und bereit ist, ist es ok.
Es gibt Menschen, die sich in dieser Rolle nicht ertragen können.
Die lieber aufrecht leben wollen, solange sie nichts merken und dann hoffen, dass es schnell geht.
Ich finde die Idee der Indianer gut, die spüren, wenn es Zeit ist und sich in die Natur zurückziehen, vermutlich rauchen sie dann irgend so ein Zeugs.
Mir macht der moderne Medizinbetrieb abgrundtiefe Panik, es ist der Horror.
Ich habe einen guten HA und dem habe ich meine Gedanken von Anfang an offen dargelegt.
Ich fürchte, uns kann da keiner heraushelfen oder die Entscheidung abnehmen.

21.01.2020 13:33 • x 3 #61


Zum Beitrag im Thema ↓


klaus-willi
Was für eine Frage.
Glaube die kann hier niemand beantworten.
Lg.

x 4 #2


M
Zitat von klaus-willi:
Was für eine Frage.Glaube die kann hier niemand beantworten.Lg.


Warum? Ich find die jetzt garnicht so merkwürdig..

#3


H
Kommt auch auf die Krebsart an denke ich mal.

#4


D
Meine Urgroßmutter hatte Magenkrebs, ist erst sehr spät in die Klinik gegangen. Was möchtest du denn genau wissen, und warum?

#5


klaus-willi
Die Frage finde ich nicht merkwürdig.
Nur scher zu beantworten.

Na ja ein Freund hat Krebs...
Ich glaube wenn man erkrankt ist dann will man das einem geholfen wird.
Wenn nicht braucht man zumindest Medikamente die Schmerzen lindern.

x 2 #6


Acipulbiber
Zitat von Magic_farytale:
Warum? Ich find die jetzt garnicht so merkwürdig..

Genau.Darauf gibt es keine pauschale Antwort

x 1 #7


Sonja77
Wie genau man sterben würde kommt wohl auf die Krebsart an und wo er sich befindet...
Ich denke keine Krebsart ist ein schöner tot ganz im Gegenteil..

Wir hatten einen guten Freund,der ist elendig an einem glioblastom krepiert..das war kein sterben mehr.

Und eine andere bekannte ist vor paar Monaten an blasenkrebs zugrunde gegangen..
Hatt innerhalb weniger Monate über 40 Kilo verloren und ist verreckt...

x 2 #8


M
Ich weiß garnicht genau warum mich das gerade beschäftigt hat... ich renne ständig zum Arzt. Vor allem wenn ich in der Brust was ertaste. Aber es ist nie was. Ich bin ja gesund aber ich mache mich vorher immer so extrem fertig. Ich hätte am meisten Angst davor irgendwann mal keine gute Diagnose zu erhalten. Naja... ich denke ich würde es dann lieber nie gewusst haben.
Aber ich bin noch jung.. ich wünschte mein Kopf würde sich generell mal mit was anderem beschäftigen..

#9


klaus-willi
Zitat von Magic_farytale:
Aber ich bin noch jung.. ich wünschte mein Kopf würde sich generell mal mit was anderem beschäftigen.

Das wäre das vernünftigste.
Sei froh das du nichts hast und es muß ja auch nie etwas kommen.
Lg.

x 1 #10


M
Zitat von klaus-willi:
Das wäre das vernünftigste.Sei froh das du nichts hast und es muß ja auch nie etwas kommen.Lg.


Da hast du recht..

x 1 #11


Mondkatze
Geh doch mal ins Hospiz, vielleicht kannst du da ehrenamtlich helfen und dann würdest du die Leute an den verschiedenen Krankheiten sterben sehen.

x 3 #12


Sonja77
Zitat von Mondkatze:
Geh doch mal ins Hospiz, vielleicht kannst du da ehrenamtlich helfen und dann würdest du die Leute an den verschiedenen Krankheiten sterben sehen.

Das mache ich übrigens schon lange,einfach nicht im Hospiz sondern auf der Onkologie

x 5 #13


Sonja77
Zitat von Magic_farytale:
Ich weiß garnicht genau warum mich das gerade beschäftigt hat... ich renne ständig zum Arzt. Vor allem wenn ich in der Brust was ertaste. Aber es ist nie was. Ich bin ja gesund aber ich mache mich vorher immer so extrem fertig. Ich hätte am meisten Angst davor irgendwann mal keine gute Diagnose zu erhalten. Naja... ich denke ich würde es dann lieber nie gewusst haben. Aber ich bin noch jung.. ich wünschte mein Kopf würde sich generell mal mit was anderem beschäftigen..

Wenn du so eine Diagnose bekommen würdest,würdest du instinktiv sofort ohne zu überlegen und ohne Angst in den Kampf treten...
Du würdest dir keine solchen Gedanken mehr machen denn dafür hättest du keine Zeit...
Ich habe die Diagnose gleich 3 mal bekommen, komischerweise hatte ich in den Momenten absolut keine Angst sondern da lief alles voll automatisch

Aber bitte mach dir keine solchen Gedanken,denn selbst wenn...ändern kannst du es sowieso nicht

x 3 #14


Sells1234
Zitat von NIEaufgeben:
Das mache ich übrigens schon lange,einfach nicht im Hospiz sondern auf der Onkologie

Alle Achtung das du das kannst. Ich könnte das nicht. Du sagst bei euch sind auch einige an Krebs gestorben, bei uns auch aber nicht alle elendig. Es gibt palliativ und wie du schreibst ein Hospiz. Aber wirklich alle Achtung das du das kannst. Blumen

x 1 #15


L
Bei meiner Tante wurde es sehr spät entdeckt.. Und man stirbt dann nicht von heute morgen... Sie hat zum Schluss sehr gelitten und konnte nicht mehr ins hozpiz verlegt werden. Sie war zu schwach. Die Pflege war Katastrophe..

x 2 #16


Sonja77
Zitat von Sells1234:
Alle Achtung das du das kannst. Ich könnte das nicht. Du sagst bei euch sind auch einige an Krebs gestorben, bei uns auch aber nicht alle elendig. Es gibt palliativ und wie du schreibst ein Hospiz. Aber wirklich alle Achtung das du das kannst. Blumen

Vielen dank für deine Worte,danke...
Ich hatte es früher schon gemacht,dann kam mir meine schwere hypochondrie in den weg und ich konnte lange Zeit nicht mal mit jemandem reden der krank war...
Bis ich dann irgendwann gesagt habe,so jetzt ist Schluss,ich lasse mir von meiner Hypochondrie nicht mein leben versauen und dann habe ich wieder angefangen...und bis jetzt läuft es relativ gut....

Ja,es gibt heutzutage viel Fortschritt das stimmt,jedoch ist Krebs meistens kein schöner tot....

x 3 #17

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L
Meine Schwägerin lebt schon 13 Jahre mit einem Tumor im Kopf. Es geht auch so. Gott sei Dank.

#18


UdoNRW
Zitat von NIEaufgeben:
Wie genau man sterben würde kommt wohl auf die Krebsart an und wo er sich befindet...Ich denke keine Krebsart ist ein schöner tot ganz im Gegenteil..Wir hatten einen guten Freund,der ist elendig an einem glioblastom krepiert..das war kein sterben mehr.Und eine andere bekannte ist vor paar Monaten an blasenkrebs zugrunde gegangen..Hatt innerhalb weniger Monate über 40 Kilo verloren und ist verreckt...


Nichts für ungut, aber hälst Du das für eine gute Idee, in einem Angstforum solche Ausdrucksweisen zu benutzen?

x 8 #19


I
Ich habe 4 Jahre in der Altenpflege gearbeitet und hab auch so manchen sterben sehen. Krebskrank auch oder einfach alt.
Von diesem Haus kann ich nur sagen, daß dort niemand "zugrunde gegangen" und auch nicht "verreckt" ist.
Ja, der Tod ist nicht schön. Aber es gibt heute die Möglichkeiten der Sterbebegleitung und ärztliche Hilfe für
einen schmerzfreien, würdevollen Tod. Daran glaube ich.

x 4 #20


A


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Dr. Matthias Nagel
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