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Hallo zusammen, wie übersteht ihr diese Angst?

Ich weiß warum bzw was die Angst ausgelöst hat, ich weiß das sie unnötig Ist, da ich körperlich gesund bin, und doch überkommen einen immer wieder diese Gedanken krank zu sein.

Nicht ständig, nicht dauerhaft, in unregelmäßigen Abständen. Mal mehr mal weniger, mal ist wochenlang Ruhe...

Wie kommt ihr aus dem Teufelskreis raus?

09.01.2018 10:10 • 09.01.2018 #1


25 Antworten ↓


resalu
Guten Morgen!
Ich versuch es immer wieder mit Ablenkung! Was anderes hilft ja doch nicht...

09.01.2018 10:15 • #2



Wie habt ihr es geschafft die Angst zu überstehen?

x 3


In de Momenten hilft mir auch die Ablenkung, aber warum kommen diese Gedanken immer und immer Wieder? Es muss doch eine Möglichkeit geben das die einfach mal nicht mehr kommen. Ich Ärger mich dann oft über mich selber da ich ka weiß das es nur die Gedanken sind die mich Steuern

09.01.2018 10:17 • #3


resalu
Ich weiss es nicht...ich kann dir auch kein Patentrezept geben. Meine Seele ist einfach traumatisiert und die will einfach gehört werden. So denke ich es mir zumindest. Und da will ich wieder raus kommen

09.01.2018 10:19 • #4


Gar nicht, weil es bei mir einfach nicht mehr weggeht, nach unendlich langer Zeit.
Man kann nur lernen, sich irgendwie damit zu arrangieren und lernen seine Lebensweise so umzustellen,
daß man enstprechend seiner Konstitution, halbwegs noch ein Leben hat.
Das bedeutet nicht, daß man vorher nicht alles ausschöpfen sollte, was möglich ist an Therapie.
Da kann man nämlich sehr viel machen, und bei einigen geht es damit auch weg, manche schaffen es
sogar allein. Kommt natürlich darauf an, wie stark es ist und wie lange man es schon hat.
Es hat sich für mich inzwischen zu lebenslanger Arbeit an mir selbst entwickelt.

09.01.2018 10:29 • #5


Ich frag mich immer warum sich diese Angst in dem Maße entwickelt hat.

Bei mir war es eine Diagnose, die ich ja aber nicht gemerkt hab. Nun denk ich oft ich spüre was also muss ich ja auch was Haben, ich hätte ja schließlich Was, obwohl ich es nicht gemerkt hab.

Blöd eigentlich...

09.01.2018 10:36 • #6


Zitat von Stefma09:
Hallo zusammen, wie übersteht ihr diese Angst?

Ich weiß warum bzw was die Angst ausgelöst hat, ich weiß das sie unnötig Ist, da ich körperlich gesund bin, und doch überkommen einen immer wieder diese Gedanken krank zu sein.

Nicht ständig, nicht dauerhaft, in unregelmäßigen Abständen. Mal mehr mal weniger, mal ist wochenlang Ruhe...

Wie kommt ihr aus dem Teufelskreis raus?


Nach eineinhalb Jahren der Trotz ... weil ich leben und nicht nur dahin vegetieren wollte. Durch die Wut auf mich selbst und weil ich keine Kraft mehr hatte ... wurde es mir so egal ... dass ich mich einfach belastet habe ... mit Herzrasen, mit Schwindel, mit hohem Blutdruck und mit großer Angst ...
Hab auch manchmal auf der Bettkante gesessen ... und gebrüllt Komm doch du dummes S c h w e i n und hol mich ! (gemeint war der Tod) ... heute ließt sich das selbst für mich komisch. Aber hab dann dadurch wieder mein Leben in die Hand genommen ... an meinem Leben viel verändert ... an der Ernährung ... meinem Umfeld ... Arbeit ... Freunde, die keine waren und noch so einiges. Mich mal wirklich hinterfragt in jeder Beziehung.
Aber es hat mir geholfen ... Stück für Stück und heute geht es mir momentan und schon seit längerem richtig gut und ich hoffe ! das es auch so bleibt !
... und an noch was anderem ... aber das gehört hier nicht hin ... ist für manche Humbug

09.01.2018 10:37 • x 2 #7


Genau auf den Moment warte ich. Mich nervt es total. Schöne Momente zb ein Urlaub wird dadurch verdorben das man diese angstgedanken bekommt. Man kann diese Momente garnicht genießen.

Ich bin eigentlich auch nicht eingeschränkt in meinem Leben, ich mache alles wie früher auch. Ich hab meine Familie, gehe arbeiten, einkaufen, feiern, fahre in den Urlaub etc... wenn es mich erwischt, dann in ruhigen Phasen, wenn man eben nicht abgelenkt Ist, zb ein schlechter Film im tv läuft oder eben Grad eine muskelgruppe oder kopfschmerz auftaucht, so aus dem nichts...

Ob mir eine Therapie wirklich helfen würde weiß ich nicht, da es ja nur mal vorkommt, ich schätze so ein-zwei mal die Woche für ein paar Minuten, wochenlang aber auch mal garnichts.

09.01.2018 10:51 • #8


resalu
@HannaZ
Was ist das andere?

@Stefma09
Probiere eine Therapie! Schaden kann es mit Sicherheit nicht!

09.01.2018 10:57 • #9


Doch ... also mir hat es schon geholfen. Habe seit November 2016 Therapie ... jetzt nur alle 14 Tage für 50 Minuten (die meistens überzogen werden) ... aber wenn ich mit irgend etwas nicht klar komme ... dann suche ich mit ihr gemeinsam eine für mich annehmbare Lösung ... einen Weg. Ich finde das schon wichtig ...
Es ist nicht so ... dass ich jetzt keine Angst mehr habe zu sterben ... oder dass ich Menschen verliere, die mir viel bedeuten oder meinen Hund.
Wenn ich in einer ruhigen Minute daran denke ... oder einen traurigen Film schaue, ich dann nicht Rotz und Wasser heule ... aber irgendwie hat es dazu geführt ... dass ich mir immer wieder sage: Hier ist das Leben und ich habe jetzt zwei Möglichkeiten ! Entweder ich verpasse die ganze schöne Zeit mit meinen Lieben und die letzten schönen Jahre mit meinem Hund - ODER ... Ich nutze diese Zeit !
Es ist nicht so ... dass es mich nicht bewegt ... ich sitze hier und schreibe Dir das und kann die Tasten nur verschwommen sehen ... weil ich Tränen in den Augen habe ... Kopfkino ... aber gleich, wenn ich meinen Kaffee getrunken habe - stehe ich auf ... ziehe mich an und sage mir ... noch eine runde KäseSuchSpiele in der Wohnung mit dem Felltier und eine große GassiRunde ... einfach ihm alles geben bevor wir losfahren ... eine lange Strecke, weil ich nicht weiß was nachher kommt.
Das Gestern kann man nicht mehr ändern und das Morgen weiß ich nicht ... ich kann nur heute Leben und das Schönste daraus machen. Ich glaube ... so ein Stück weit war tief im Unterbewusstsein bei mir ... wenn ich sterbe - einfach vergessen zu werden und vielleicht doch nach dem Tod bestraft zu werden für Dinge, die man nicht getan hat. Ich hoffe ... Du kannst Dir ein bisschen vorstellen wie ich das meine. Und ich persönlich glaube daran ... wenn man ob Mensch oder Tier verliert ... was ja auch mit Angst vor dem Tod zu tun hat ... es eine Rolle spielt ... wie man die Zeit mit diesem Menschen oder dem Tier genutzt hat ... nicht nur sinnvoll ... sondern in Liebe.
Und wenn dieses Gefühlsleben aus der Bahn gerät ... kann man auch nicht pauschalisieren ... woran es liegt oder gelegen hat. Weil die Ursachen meistens mehrere sind und grundverschieden und mit Sicherheit einige davon, die einen Dauerschaden in der Verarbeitung von Gefühlen verursacht haben. Der Mensch mit all seinen Beschaffenheiten ... die ja auch sehr unterschiedlich sind ... spielt dabei auch eine riesengroße Rolle.

09.01.2018 11:12 • x 1 #10


resalu
@HannaZ
du hast das hier geschrieben: . und an noch was anderem ... aber das gehört hier nicht hin ... ist für manche Humbug

Was ist das andere mit dem HUmbug? Oder war das obere schon das andere?

09.01.2018 11:16 • #11


Zitat von resalu:
@HannaZ
du hast das hier geschrieben: . und an noch was anderem ... aber das gehört hier nicht hin ... ist für manche Humbug

Was ist das andere mit dem HUmbug? Oder war das obere schon das andere?


... na die Heilpilze

09.01.2018 11:21 • #12


Es ist ja so das ich die Momente egal ob mit Mann Kind oder Hund, Freunden und allem was dazu gehört genieße und eigentlich auch immer Freude daran habe was zu Unternehmen und sowas, aber eben oft diese Gedanken ins Spiel kommen, aus dem nichts, nur weil man mal Kopfschmerzen hat oder es irgendwo zwickt und zwackt und schon ist man aus den schönen Gedanken raus und in dem Moment ist es nicht einfach kuscheln mit dem Kind sondern die Gedanken kreisen darum was los ist mit dem Körper und warum diese doofen Gedanken immer und immer Wieder eine Rolle spielen. Jeder ist mal krank, aber nicht jeder bekommt deswegen eine Angst vor Krankheiten. Man muss doch irgendwie daraus kommen...

09.01.2018 11:33 • #13


Zitat von Stefma09:
Es ist ja so das ich die Momente egal ob mit Mann Kind oder Hund, Freunden und allem was dazu gehört genieße und eigentlich auch immer Freude daran habe was zu Unternehmen und sowas, aber eben oft diese Gedanken ins Spiel kommen, aus dem nichts, nur weil man mal Kopfschmerzen hat oder es irgendwo zwickt und zwackt und schon ist man aus den schönen Gedanken raus und in dem Moment ist es nicht einfach kuscheln mit dem Kind sondern die Gedanken kreisen darum was los ist mit dem Körper und warum diese doofen Gedanken immer und immer Wieder eine Rolle spielen. Jeder ist mal krank, aber nicht jeder bekommt deswegen eine Angst vor Krankheiten. Man muss doch irgendwie daraus kommen...


Stimmt ... aber es hat eine Ursache ! Und die musst Du finden ! Ansonsten klebt die an Dir wie eine Klette ! Weißt Du wie ich das meine ?
Wenn Du möchtest ... kann ich Dir das anhand meines Beispiels erläutern ... aber nur wenn Du willst Ein bisschen Zeit hab ich noch ...

09.01.2018 11:36 • x 1 #14


Ja gerne. Vllt bringt mich das ein Stück weiter. Ich will diese Gedanken endlich los werden

09.01.2018 11:46 • #15


Ich mach das mal jetzt und ich hoffe ... dass ich es auch gut rüberbringen kann.

Meine Mutter ... Krankenschwester ... sehr pflichtbewusst und sozial ohne Ende. Sie war der Meinung ... alles was zählt ... ist ein guter Mensch zu sein ... koste was es wolle. Sie hat sich in einem Pflegeheim 20 Jahre wirklich aufgeopfert ... war beliebt ... hat alles für die alten Leutchen gemacht bis zur Selbstaufgabe. In den Ferien war ich immer mit auf ihrer Arbeit und hatte sogar schon fleißig mit geholfen bei allem.

Mein Vater ... Lehrausbilder ... sehr streng ... pflichtbewusst und dass hat er mir auch vermittelt. Krank gab es bei ihm nicht. Streng zu sich aber auch zu mir und zu allen.


10 Jahre lang habe ich in einem kleinen Dörfchen in einem Altenheim mit knapp 50 Bewohnern gearbeitet. Idyllisch gelegen ... morgens nur 3 oder 4 Leute in den Tag begleiten ... mit Hilfestellungen beim pflegen ... anziehen ... frühstücken. Eine schönes Arbeiten. Dann ging meine Ehe in die Brüche ... und ich bin dann irgendwann 500 km weit in eine große Stadt zu meinem Freund gezogen.
Heimat weg ... Freunde weg ... Familie kaputt ... neue Umgebung ... andere Menschen ... andere Arbeit. Eine Arbeit in einer Großstadt ... großes Altenheim über 365 Bewohner ... Stress ohne Ende. Satt ... sauber und trocken für die Bewohner ... mehr war nicht mehr.
Ein älterer Herr stürzte sich die Treppe runter ... landete im Keller ... und den Rest spar ich mir mal hier. Wenig später stellte sich eine ältere Dame oben auf das Dach und stürzte sich in die Tiefe ... weil ihr Sohn gerade vor ihr starb. Sie landete vor meinen Füssen ... als ich das Rollo von einem Fenster im Erdgeschoß hochziehen wollte.
Wir als Pflegepersonal ... haben keine Unterstützung erhalten. Wir haben uns hingesetzt ... einen Kaffee getrunken ... eine geraucht. Das war für mich normal ... dass war der Job und ich musste funktionieren.
Dann kam für mich noch einmal eine Ausbildung. Anatomie ... mein Lieblingsfach. Auf den ersten beiden Zeugnissen nur Einsen außer zwei Zweien.
Alles gut ... ausser dass ich während der Unterrichtsstunden Hitzewallungen bekam ... hochrot die Klasse oft verlassen müsste ... zitterte. In dieser Zeit mehr als 80 Tage krank war. Nicht lange ... immer nur 1 ... 2 Tage ... Kopfschmerzen ... Übelkeit ... Erbrechen ... erschöpft und zu nichts in der Lage.
Hinzu kam beim Waldspaziergängen mit meinem Hund ... komisches Sehen ... unwirklich ... bunter ... schärfer ... fast wie im Film. Wenn es mir keine
Angst gemacht hätte ... wär es sogar schön gewesen.
In meiner Ausbildung ... hatte ich ja auch Praktika und dass in einem Altenheim ... unterbesetzt ... die Wohnbereichsleitung versteckte sich ab Dienstbeginn im Dienstzimmer ... holte sich vom Bewohnerfrühstück ihre Mahlzeiten ... schrieb im Handy mit ihrem Liebsten ... ließ andere ... selbst bei absoluter Unterbetzung allein arbeiten. Ab und an schrie sie morgens kurz nach halb sieben über den Flur ... machte Mitarbeiter klein obwohl ich zum Beispiel ihr mehrfach die benutze Einlage eines Bewohners aus dem Waschbecken entfernen musste und von ihr angeblich gemachte Verbände erneuert habe ... obwohl sie als neu verbunden dokumentiert waren.
Es gab in diesm Team wirklich super Arbeitskräfte ... aber es gab auch einige ... die nach jeder Grundpflege sich einen Kaffee gönnten und nicht nur eine Zig. rauchten. Und es ist nun mal so ... die, die alles perfekt machen möchten und es gut meinen mit den Leuten ... denen brummt man noch ein bisschen mehr Arbeit auf und erfindet Strategien ... damit das auch funktioniert.

Dann kamen massive Schlafstörungen ... Aggressivität ... Selbstverletzung ... Schuldzuweisungen ... Ausbrechen ... nächtliches Herzrasen bis zu fast 200 in der Minute ... Blutdruck von fast 200 zu in die 110 ... Anrufe bei der SMH ... Selbsteinweisungen ... und immer wieder Ängste vorm Herztod und jedem Ziepen irgendwo im Körper ... Leberkrebs ... Brustkrebs ... Herzmuskelentzündung ... ach alles ... wirklich alles ...

Von da an ging es dann bergab ... jeden Tag immer mehr. Schwindel ... verschwommenes Sehen ... irgendwelche Flecken auf der Haut ... komisches Aussehen wenn ich in den Spiegel schaute ... blass ... Augenringe ... immer war da irgendwas ....
Nachts hab ich geweint ... auf der Bettkante gesessen ... mir vor Verzweiflung dauernd über die Knie gestreichelt um mich glaube ich ... noch zu spüren. Andere Tage Fluchtgedanken ... aus der Wohnung ... vor meiner Ehe ... vor Menschen ... vor Freunden. Die Wohnung wurde meine Festung.
Ich wollte einfach keinen Kontakt mehr. Es triggerte mich ... volle Städte ... volle Kaufhäuser ... Restaurants mit vielen Leuten ... Feierlichkeiten, die ich gar nicht wollte ... oder mit Hund in irgendwelche Park's ... die rappelvoll waren.
Inzwischen war ich ein Frack. Jeden Tag was anderes ... sass nur noch am Tisch ... trank Tee ... kontrollierte meinen Puls ... meinen Blutdruck ... hing im Google und suchte nach sämtlichen Symptomen und ihrer Ursache. Hatte Ärzte durch ... konnte nicht mehr alleine bleiben ...
Ich hatte mich verloren ... hatte kein vertrauen mehr. Nicht zu mir und schon gar nicht zu anderen.

Die Wende kam mit meiner Reha ... fast 6 Wochen.
Ein Einzelzimmer ... und ganz viel Zeit zwischen den Therapien zum Nachdenken und eine super Therapeutin ... die mit mir gearbeitet hat. Sie hat mir den Weg gezeigt ... mich zu hinterfragen und ich glaube ... das war der Anfang aus diesem Loch.

Ich habe mich gefragt ... ob ich wirklich ein so sozialer Mensch bin ... weil ich mich so verausgabe in meinem Job. Ich bin dann darauf gekommen ... dass ich wirklich jedem geholfen habe ... um meinen Wert zu steigern. Ansehen zu erlangen ... als positiv bewertet zu werden ... weil ja meine Mutter mir schon beigebracht hatte ... alles was zählt ist ein guter Mensch zu sein. und mein Vater ? Pflicht ist alles ... egal wie !

Ich habe also dort auch alten Meschen die Füsse geküßt wo ich genau wußte ... dass sie überhaupt keine tollen Menschen sind und sogar das Personal hinter dem Rücken richtig schlecht machen und nur auf ihren Vorteil aus sind. Ich habe gearbeitet ... bin fix und fertig heim ... und einige sind nach der Arbeit frisch und frei aus dem Haus gewandert und waren fit für die Freizeit. Ja ... aber das war mein Problem ! Sozial und Mensch sein war ganz in Ordnung ... aber ich hatte Abgrenzungsschwierigkeiten ... wie ich in der Reha und auch mit meiner jetzigen Therapeutin erarbeitet habe. Ich darf auch NEIN sagen. Selbstbewußtsein musste her. Es musste mir ein Stück weit egal sein ... was andere von mir denken. schei. der Hund drauf. Sorry ... Durch meinen Job habe ich auch im Unterbewußtsein registriert ... dass ich irgendwann auch so alt und krank bin. All das was ich in der Altenpflege erlebt und gesehen habe und ich noch zusätzlich in der Ausbildung in der Krankheitslehre vermittelt bekommen habe ... waren wohl das Tüpfelchen auf dem I ... und dann noch die faulen Mitarbeiter zu beobachten und sich ganz unbewußt irgendwann in der Situation eines alten Menschen ... der dem ausgesetzt ist ... zu sehen ... war meinen Ängsten auch nicht grad dienlich.

So um jetzt nicht noch mehrere Seiten zu schreiben ... dass ist jetzt nur ein Beispiel von vielen Baustellen bei mir ... und wie ich sie geändert habe.

MIR wurde so langsam klar ... dass ich eigentlich nur funktionierte ... nur in der Gesellschaft akzeptiert werden wollte ... funktionieren so wie Mutter und Vater es ja vorgegeben hatten. Ging aber nicht ... ich war gerade am kaputt gehen ... nicht mehr funktionstüchtig !
Und dass hat eine Menge Denkprozesse in Gang gebracht und glaub mir ... mit einigen Abweichungen worauf ich heute nicht grad stolz bin.

Ich habe meinen Job ... die Ausbildung gekündigt. Arbeite heute in einem ganz anderen Job ... von zu Hause aus und im Aussendienst, weil ich auch gelernt habe ... dass ich meine Ruhe brauche oder besser Abstand von allem zu haben.
Ich bin auch heute noch sozial ... spende ... helfe. Aber ICH entscheide wo ! ... und ich lass mich nicht mehr ausnutzen ... ich lebe mein Leben ... und schaue genau hin ... was mir gut tut an Zeit zu investieren für andere ... und den Rest nutze ich für MICH und für Menschen ... die mir gut tun. Ich liebe SIE aber ich weiß auch ... dass SIE es sind ... die mein eigenes ICH bereichern sollen um mich glücklich zu fühlen. Und das ist es auch ... was aus der Bahn gerät ... das Verhältnis ... was uns im tiefsten Innern ... das ICH befriedigt und was DEM auf der anderen Seite schadet. Zumindest brauchen wir ein Gleichgewicht.
Durch hinterfragen von noch ganz anderen Dingen ... habe ich heute nur noch sehr wenig Freunde ... ein bisschen mehr Abstand zur Familie ... eine andere Ernährung ... eine andere Einstellung zu vielen Dingen und weniger Konfrontation mit der Gesellschaft und oberflächlichen Menschen.
Aber wie geschrieben ... es ist immer die Summe aus vielem und ich bin heute nur noch ein kleines Stück wie früher und wie ich gehandelt habe ... aber dafür bin ich jetzt ECHT ICH

09.01.2018 13:17 • x 3 #16


Das klingt nach einer ganzen Menge Arbeit die du geleistet hast, seelisch wie auch körperlich.

09.01.2018 13:41 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Stefma09:
Das klingt nach einer ganzen Menge Arbeit die du geleistet hast, seelisch wie auch körperlich.


Stimmt ... und dazu kommt noch ... dass ich hier mal vor sehr langer Zeit unter einem anderen Nick angemeldet war. Selbst dass war der Prozess !
Aber meine Geschichte bleibt immer gleich ... weil dahinter immer ICH stecke ...
Und wer jetzt nur krampfhaft überlegen würde ... wer ich denn mal gewesen sein kann ... der hat glaube ich auch nicht den Sinn verstanden ... was ich in meinem langen Text geschrieben habe und warum und ist genauso unsensibel ... wie die Menschen ... die hier mit FakeAccount reinkommen um die Leute zu tyrannisieren.
Und wenn man mal meine garstige Seite verfolgt ... ist es genau das was mich hier in diesen Forum hat böse und abartig werden lassen oder bei Menschen ... die sich genauso unter dem Preis verkaufen ... wie ich es Jahrzehnte getan habe.
Und so hat alles einen persönlichen Bezug ... egal was man sagt ... schreibt oder tut. Man muss es nur erkennen und hinterfragen ...

09.01.2018 13:51 • #18


Das klingt für mich alles logisch und plausibel, wäre es für mich mal genauso einfach eine Lösung gegen die Angst zu finden. Ich denke heute den ganzen Tag schon darüber nach und schreibe hier immer wieder. Ich hatte nicht ein Anzeichen von Angst. Alles super. Ich könnte darauf Wetten das es mich heute, morgen oder einen anderen Tag wieder aus dem nichts heraus überkommt.

Hab schon versucht heraus zu finden warum es nur manchmal ist... liegt es am hormonspiegrl, an mangelnder Bewegung, an fehlenden Vitaminen, an verspannungen... Ich finde einfach keine Lösung warum das auftaucht. Das ist es was mich am meisten stört. Ich weiß nach verschiedenen arztbesuchen zb das der Kloß im Hals von der Wirbelsäule kommt. Das klingt für mich logisch und daher ist es in dem Moment halb so wild. Aber den Grund nicht zu wissen warum diese Ängste wieder kommen macht mich kirre

09.01.2018 14:47 • #19


Zitat von Stefma09:
Das klingt für mich alles logisch und plausibel, wäre es für mich mal genauso einfach eine Lösung gegen die Angst zu finden. Ich denke heute den ganzen Tag schon darüber nach und schreibe hier immer wieder. Ich hatte nicht ein Anzeichen von Angst. Alles super. Ich könnte darauf Wetten das es mich heute, morgen oder einen anderen Tag wieder aus dem nichts heraus überkommt.

Hab schon versucht heraus zu finden warum es nur manchmal ist... liegt es am hormonspiegrl, an mangelnder Bewegung, an fehlenden Vitaminen, an verspannungen... Ich finde einfach keine Lösung warum das auftaucht. Das ist es was mich am meisten stört. Ich weiß nach verschiedenen arztbesuchen zb das der Kloß im Hals von der Wirbelsäule kommt. Das klingt für mich logisch und daher ist es in dem Moment halb so wild. Aber den Grund nicht zu wissen warum diese Ängste wieder kommen macht mich kirre


Glaub mal nicht ... dass bei mir auf einmal alles da war ! Angefangen hat es mit ab und an mal einem ÜberDrehtSein bei viel Stress oder zu viel Freude ... bei Autobahnfahrten ein komisches Gefühl zu haben mit dem Gefühl das die Strasse schwimmt ... oder Angst in großen Einkaufzentren ... als ich auf einmal allein war ... weil mein Mann sich auf einmal entschlossen hatte nur mal kurz rüber zum MediaMarkt zu gehen und ich ihn nicht gleich finden konnte. Oder wenn sich ein Kind melden sollte und es nicht per Handy tat ... oder ich in den Bergen im Schnee alleine zur Arbeit fuhr ... oder ich aus heiterem Himmel nicht zu meinen Schwiegereltern fahren wollte, weil auf dem Weg dahin etwas passieren könnte. Oder mir jemand im Dunkeln entgegen kam der nicht ganz fröhlich aussah oder ich allein im Flugzeug saß von Köln nach München ... ANGST ! Ich habe nach organischen Ursachen gesucht und alles auf meine körperliche Verfassung geschoben ...
Ich habe eine kaputte HWS ... eine Schiefstellung der Wirbelsäule ... Zysten in der Brust ... Zysten in der Niere ... mehrere großflächige Hämangiome in der Leber ... ein Myom in der Gebärmutter ... eine GallenOP ... Knoten in der Schilddrüse und es wurde mit Radiojodtherapie therapiert ... und das wusste ich alles schon vorher ... bevor alles begann. In der Angstphase hatte ich Beschwerden ohne Ende ... alles und überall und JETZT ! ... NICHTS MEHR aber all das existiert nach wie vor ... ist noch da.
Weil ich begriffen habe ... dass mein Problem nicht im Körperlichen liegt ... sondern in meinem Bewußtsein ... mein ICH war krank ... meine Seele war es, die schreit ...

Und davor war eine Zeit ... wo Freunde und Familie immer wieder davon fasziniert waren ... was ich doch für eine selbstbewußte PowerFrau bin ... ich hatte alles im Griff ... äusserlich ... aber innerlich begann ein langer Prozess der auf Dauer richtig krank gemacht hat !

09.01.2018 15:08 • #20



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