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Guten Morgen,

angesichts der Tatsache, dass ich im Augenblick das Gefühl habe, nicht mehr zu können und mich nur noch durch den Tag zu schleppen, frage ich mich das wirklich.

Ich habe den Satz letztes als Buchtitel gelesen und seitdem beschäftigt er mich.

Warum mache ich mir Gedanken um Dinge, die vielleicht nie eintreten und vermiese mir so das Leben? Manchmal habe ihc das Gefühl, mich einfach nicht zu trauen, glücklich zu sein?

geht es euch auch so?

Raphaela

08.12.2008 09:15 • 19.12.2008 #1


28 Antworten ↓


Hi Raphaela,

mir geht es doch genau so!! Ich traue mich auch nicht, denke, wenn ich glücklich wäre oder sorglos würde ich ganz schlimm dafür bezahlen müssen.
Ich könnte auch nie sagen: warum gerade ich oder so viel Pech habe ich bestimmt nicht, Es ist wie irgend eine Bescheidenheit oder so!

Aber den Satz: warum nicht einfach glücklich sein? ist echt interessant! Das ist für mich unvorstellbar! aber warum eigentlich? Tag täglich vermiese ich mir das Leben auch. Ich würde gerne sorglos sein, kannst du dir das vorstellen, sorglos? bezüglich Krankheiten?. Mir erscheinen alle weitere Problemen im Leben nicht so schlimm und denke das schaffe ich irgendwie schon, aber meine Angst schafft mich dann doch immer!

Ich warte immer noch auf Ergebnisse und habe Unterleibsschmerzen, die bilde ich mir bestimmt nur ein... wie schlimm!

Alles liebe und ja, warum sollen wir nicht einfach glücklich sein, sterben müssen wir ja sowieso und wer weiß wann, vielleicht haben wir noch mind. 50 Jahre zu leben, nochmal 50 Jahre mit Angst??

LG Kat

08.12.2008 10:00 • #2



Warum nicht einfach glücklich sein?

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Hallo Kat,

genau das frage ich mich manchmal auch. Vielleicht sitzen wir in 50 Jahren auf einer Bank und ärgern uns, warum wir unser Leben so lange mit Angst vertan haben.

Ich hatte schon so viele Situationen, die ich mir mit der Angst kaputt gemacht habe.

Meine Schwangerschaften konnte ich vor lauter Angst nicht genießen. Und, ist etwas passiert? Nein!

Aber das hält mich nicht davon ab, immer und immer wieder Angst vor Dingen zu haben, die kommen könnten.

Mein Therapeut hat zu mir gesagt sie kommen vor lauter Angst nicht dazu, zu leben und er hat recht damit.

Raphaela

08.12.2008 10:10 • #3


Klar hat er recht,
das blöde nur ist, wie weiß ich, wie ich dazu komme zu leben ohne Angst zu haben, was hat dein Therapeut denn gesagt? Einfach die Sorgen wegdenken (wie meine Therapeutin meinte) ging bei mir gar nicht, sie hat aber mir auc nicht gesagt, wie ich dazu kommen kann, die soweit zu sein um die Gedanken wegzudenen !! Weningstens hatte ich bei meiner Therapeutin zeitweise keine Angst sondern war nur noch sauer auf sie Ich habe mich über sie soo geärgert, dass sie als Auslöser der Tod meines Vaters als ich 8 Jahre alt war, einfach festgelegt hat!! Ich habe ihr mindestens 10000 gesagt, dass ich seit dem ich mich erinnern kann, Angst vor dem Tod hatte, das war bevor mein Vater starb!! Natürlich hat der Tod das wahrscheinlich verschlimmert und was alles danach kam bis jetzt, trotzdem, wie nervig, oder?

Tatsache ist, dass wir unser Leben tatsächlich vergeuden, ich habe auch 2 Schwangerschaften hinter mir, da plagte mich die Angst nicht so sehr, wegen den ganzen Bluttests am Anfang der Schwangerschaften, war ich recht beruhigt. Schade für meine Kinder, die haben meine ANgst diesmal mitbekommen, ich erziehe sie regelrecht dazu, genau so Angsthasen zu werden wie ich!

Gut, ich überlege weiter, dir alles Liebe
Kat

08.12.2008 13:30 • #4


angst ist so sch.... heute is wieder richtig schlimm

08.12.2008 13:40 • #5


Speedy,

ich fühle mit! Wir müssen gucken, dass wir wirklich mal eine Lösung finden!

Alles liebe
Kat

08.12.2008 13:44 • #6


Hallo Kat,

ich versuche auch immer, meine Kinder nichts von meiner Angst merken zu lassen. Ich möchte auf keinen Fall, dass sie die selben Probleme bekommen wie ich.

Ich grübel auch immer darüber nach, was die Angst ausgelöst hat bei mir.

Früher war ich nicht so, irgendwann hat es einen Knacks gegeben und die Angst ging los.
Ich habe früher auch in einem Beruf gearbeitet, in dem ich viel von schlimmen Krankheiten mitbekam. Das habe ich auch noch alles im Hinterkopf und es fällt mir immer dann ein,wenn ich bei mir irgendwelche Symptome entdecke.

Mein Therapeut meinte, meine Angst sei nur ein Symptom für ein anderes Problem in meinem Leben-mangelndes Selbstbewußtsein, mich nicht trauen, mein Leben zu leben.

Das mag ja sein, aber deswegen ist meine Angst leider nicht weniger geworden.

08.12.2008 14:22 • #7


Hey Raphaela,
mangelndes Selbstbewußtsein? ...ich weiß nicht recht, ob ich das glauben soll.

Von mir wissen sehr wenige Menschen, dass ich diese Angst habe. Bin aber lustigerweise dafür bekannt, selbstbewußt und lustig zu sein. Auf der Arbeit würde wohl niemand darauf kommen, dass ich hier total unglücklich bin, ich spiele auch kein 'Theater, ich habe einfach immer nur einen schwarzen Humor ohne Ende und das wiederrum kommt von der Angst...

Selbstbewußt bin ich schon im normalem Leben, ok, ich denke ich habe zu viel Gewicht, meine Nase ist auch nicht die schönste... aber ich komme echt sonst gut klar, es ist nur Krankheitsangst und die Todesangst was mein Leben wirklich wirklich langsam echt kapputt macht. Die Freude am Leben ist echt kleiner geworden und dabei habe ich immer Angst, mein Leben zu verlieren... ist das nicht echt furchtbar!

Ich Lebe das Leben, dass ich soo unbedingt behalten will total unglücklich, weil ich dieses Leben nicht verlieren will!! Das ist echt krank Ich traue mich auch nicht mein Leben zu leben!

Doch vielleicht doch, ich habe auch nicht genug Selbstbewußtsein! Warum nur?
Vielleicht finden wir einen Weg irgendwann! Therapeuten gehen mir leider immer noch auf dem Keks!

Bis dann Kat

08.12.2008 16:10 • #8


Hallo Kat,

wir sind schon merkwürdig, oder?

Deine Formulierung trifft es total. Ich möchte auch das Leben, das ich habe, unbedingt behalten. Und deswegen habe ich Angst, dass etwas passiert und vermiese mir das Leben damit.

Vom Verstand her weiß ich das alles, aber es reicht eben nicht bis an meine Gefühle. Die Angst ist ständig da.

Lasse ich vom Arzt etwas untersuchen, bin ich kurzzeitig beruhigt, aber dann fällt mir garantiert das nächste ein, weswegen ich Angst habe. Das ist so bescheuert.

Immer und immer wieder plagt mich z.b. die Anst wegen Brustkrebs. Seit Jahren.

Und obwohl ich erst beim Arzt war und er abgetastet hat, habe ich schon wieder Angst und bin kurz davor, wieder hinzugehen. Das ist so ...

Gehst du eigentlich oft zum Arzt, oder wie machst du das mit deiner Angst? Sitzt du sie aus?

Raphaela

08.12.2008 16:27 • #9


Hallo!
..ich sitze aus! Ich habe panische Angst vor Ärzte, sogar wenn ich meine Oma hinbringe, sie ist 92 und muss ständig hin, ist es eine Quall für mich, ich rieche die Praxis und mir wird schon mulmig.

Beim Bluttest letztens bin ich einfach abgehauen ich schäme mich so! Die Krebsvorsorge beim Gyn. mache ich immer, jedes Jahr, da war ich ja mit dem HP Virus auffällig, so dass nach 1 1/2 Jahre, alle 3 Monate hinmüssen, die Gebährmutter entfernt wurde. Diese Warterei!! und alle 3 Monate waren die Zellveränderungen nicht besser bis schließlich endlich festgestellt wurde voran es liegt. Da habe ich komplett das Vertrauen in meinem Körper verloren, ich dachte jedes Mal, Krebs oder es ist weg, und was war, es war NOCH kein Krebs, aber befallen war ich schon!

Denke, ab damals hat sich doch alles sehr verschlimmert!! Ich lebe immer noch mit dem Gefühl, irgendwas stimmt nicht, aber zum Arzt durchchecken gehe ich auch nicht! Ich kann ja nicht mal meine eigene Brust anfassen!

Oh Jeh! Die Mamographie möchte ich jetzt aber machen lassen, mit 43 ist es echt Zeit + die Ärztin meinte ja letzte Woche, zu 99% ist da nichts! So traue ich mich vielleicht... vielleicht....

LG Kat

09.12.2008 14:25 • #10


Hallo Kati,

ich habe gerade reingeschaut und deine Antwort gelesen.

Ich war erst im Oktober beim FA. Er meinte, mein Muttermund sei so sehr gerötet, das sähe nicht gut aus.

Der Abstrich war aber völlig in Ordnung. Letztes Jahr war das schon mal so, da hat er sogar eine Probe entnommen. Auch alles ok.

Jetzt muss ich in 4 Monaten wieder hinOje.

Meine Angst vor Darmkrebs bekomme ich auch nicht richtig in den Griff, obwohl ich schon zweimal Stuhlbriefchen abgegeben habe und kein Blut zu entdecken war.

Trotzdem habe ich jedesmal Angst, wenn ich auf Toilette muss, dass ich Blut entdecke.

Blöd, nicht.

So, jetzt muss ich leider mit meinem Sohn lernen.

Raphaela

09.12.2008 14:34 • #11


Ich klinke mich mal bei euch ein

Ich persönlich finde es auch sehr schlimm, dass ich nicht einen einzigen Tag einfach nur mal LEBE. Ich lebe quasi an meinem Leben vorbei, Tag für Tag und Stunde für Stunde, seit 6 Jahren. Ich beneide sehr oft die anderen in meinem Alter, die spontan in die Disco gehen, die irgendwo in der Walachei Urlaub machen ohne sich vorher zu informieren, ob denn da in der Nähe überhaupt ein KH ist und ob sie sich nicht besser noch Thrombose-Strümpfe kaufen, welche sie auf dem Flug tragen. Ich beneide die, die ihr Leben LEBEN, weil ich es einfach nicht gebacken krieg'. Das macht mich oftmals wahnsinnig traurig.
Meine ganzen Gedanken sind geprägt von der Angst. Hab ich dann irgendein Symptom abgeklärt, kommt am nächsten Tag das nächste Symptom. Hab jetzt heute beim Neurologen die Bestätigung für ein gutes EEG bekommen, die Diagnose ist gerade mal 6 Stunden her und was hab ich wieder? Eine Thrombose! Ich könnt nur noch kotzen, das geht mir sowas von auf den Wecker. Warum muss ich immer Symptome haben. Schenke ich meinem Körper, meinem ICH, nicht genug Aufmerksameit? Vernachlässige ich mich? Habe ich zu wenig Selbstbewusstsein und vertraue mir und meinem Körper nicht?
Aber eins weiss ich mittlerweile, dank meiner guten Therapeutin: Meine ständiges Kontaktieren eines Arztes ist die verdammte Suche nach Aufmerksamkeit. nach der Aufmerksamkeit, die mir einige Jahre im Teenager-Alter von meiner Mama gefehlt hat. In den Jahren, in denen ich sie am meisten gebraucht hätte, hat sie lieber einen anderen Mann auf Platz 1 in ihrem Leben gestellt.

Sorry, aber das musste jetzt mal raus....

Einen schönen Abend noch und seid lieb gegrüßt

09.12.2008 21:18 • #12


Linus42
Hallo Kat und Raphaela!

Ich habe Eure Beiträge gelesen und hoffe, daß Ihr mich in Eurer Schisser-Runde aufnehmt! Ich fühle GENAU wie Ihr!! Auch ICH habe die Schnauze sowas von voll, mir STÄNDIG das Leben zu versauen. Wir lassen es einfach nicht zu, daß es uns gut geht. Und ich stimme Euch zu: Ich habe ANGST, daß es mir gut geht, weil ich ANGST habe, daß ich dann symptomtechnisch wieder eines in die Fresse kriege!

Ich finde JEDEN Tag was NEUES oder ich ziehe mich an Kleinigkeiten hoch! Ein Ziepen, ein Zucken, etwas komisches hier, etwas komisches dort und ich tille aus. Das ist manchmal soooo schlimm, daß ich mich fast übergeben muß, ehrlich! Es ist IMMER was Neues! Und genau wie bei Dir, Kat: Sobald ich nur mal in die Praxis muß, um ein Rezept zu holen, werde ich fast ohnmächtig vor Schiss. Ich muß die Praxis nur riechen, die Ärzte nur sehen. AUS!

Die meisten Krebsarten habe ich durch. Im Moment ziehe ich mich an Leukämie hoch. Ich mache mir seit MONATEN das Leben zur Hölle! DAS ist doch ein Symptom. Dann ist wieder JENES ein Symptom. Dann paßt wieder DAS auf ein Symptom. Ablenken geht gar nicht mehr!! Ich kann machen und hingehen wo ich will. ABLENKUNG FUNKTIONIERT NICHT MEHR!

Ich soll zum Arzt gehen? IM LEBEN NICHT! Dann sitze ich es lieber aus, in der Hoffnung, daß meine Spinnerei irgendwann wieder endet. Aber es geht insgesamt seit über einem Jahr so und seit dem Sommer ist es ganz extrem. Kaum noch zu ertragen, dieses Gefühl. Tja, liebe Mitleidende, wie kommen wir DA wieder raus?

In zwei Wochen fliege ich in den Urlaub. Ich BEREUE es, gebucht zu haben. Denn mir gelingt es JEDESMAL, mir den Urlaub EBENSO zu vermiesen. Ein Ziehen im Kopf: HIRNTUMOR! Dann tat es mal hinterm linken Auge weh in meinem letzten Sommer-Urlaub: Das kann doch nur ein Tumor sein. ALLES verdorben, der teure Urlaub. Geht es Euch ähnlich?

Egal, was ich mache - ich mache mich VERRÜCKT! Oder, wenn ich mal eine neue Anschaffung plane. Wie zum Beispiel einen schönen Flachbildschirm. WOZU? Ich lasse es doch eh nicht zu, daß es mir gut geht. Ich könnte mich daran gar nicht erfreuen....

Kennt Ihr das?

Viele Grüße und eine angstfreie Advents-Zeit (sehr witzig, ich weiß )

Linus42

10.12.2008 00:31 • #13


Linus42
Hallo Miriam!

Habe jetzt eben DEINEN Artikel gelesen! Außer das mit Deiner Mama, stimme ich Dir in ALLEM zu!! Wir sind uns zu 100% einig! Auch MICH kotzt es langsam an, IMMER was Neues zu finden. Ich habe die Schnauze voll

Ist das eine Symptom weg, kommt das nächste Symptom! Will ich mal ganz STARK sein und habe dann auch einen SCHÖNEN Tag, kommt am Abend ein neues Symptom! Es reicht mir ebenso! Ich kriege immer wieder eines in die Fresse

Am 28.12. fliege ich nach Amerika. Wozu? Ich bin doch eh nur dort, um mich dann wieder DORT verrückt zu machen. Weil ich eh wieder was finden werde. ICH FINDE WAS! Und es ist nicht das erste Mal, daß ich einen Urlaub wegen dem Dreck abbreche und nach Hause fliege. Is wahr!

Viele Grüße
Linus42

10.12.2008 00:42 • #14


Warum nicht einfach glücklich sein?

Tja, DASS frage ich mich auch oft... Ich bin ja anscheinend körperlich gesund, warum also mache ich mir ständig Gedanken und den Tod und um schlechte Dinge?

Ich habe doch eigentlich ein so schönes Leben, eine klasse Familie, einen tollen Freund, zwei süsse Katzen und einen Job, der mir Spass macht. Warum also all diese Quälerei und Symptome?! Ich weiss es nicht!

Einfach alles ignorieren kann ich leider auch nicht...

10.12.2008 08:00 • #15


Hallo ihr,

man bräuchte wirklich etwas, um den Kopf auszuschalten, oder?

Seid ihr denn alle in Therapie? Wenn ja, bringt euch das etwas? Nehmt ihr Medikamente gegen die Angstzustände?

Ich habe vor kurzem eine Therapie begonnen, aber leider schon wieder beendet, da der Therapeut sehr merkwürdige Vorstellungen hatte, was Terminvereinbarungen, Bezahlung der Stunden etc. anbetrifft.

Raphaela

10.12.2008 08:58 • #16


Zitat von Raphaela:
Seid ihr denn alle in Therapie? Wenn ja, bringt euch das etwas? Nehmt ihr Medikamente gegen die Angstzustände?

Ich bin nicht in Therapie, möchte aber bald eine machen. Je nachdem, wie man halt einen Platz bekommt. Ich hatte bisher nur ein paar Probestunden, dass hatte mir aber schon ganz gut getan. Medikamente nehme ich gar nicht, habe mal eine zeit lang Antidepressiva zum schlafen genommen. Momentan nehme ich nur Betablocker und abends öfters mal Baldriantabletten.

10.12.2008 12:27 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo alle!

Ich finde es interessant und leider unheimlich traurig, dass wir alle das selbe Problem habe. Nun ist mir aber bewußt, dass ich echt nicht die einzige bin.

Ich finde es auch interessant, wie und wann ihr denkt, dass dieses verdammte Problem angefangen hat.

Ganz ehrlich? ICH HABE SCHISS SEIT DEM ICH MICH ERINNERN KANN!! Ich bin 43! 43 Jahre mit mal stärker mal schwächer Angst! Als ich noch ganz klein war, vielleicht 5-6 Jahre, habe ich immer gedacht, ich wache nicht auf, ich bin dann tod! Ich habe immer Abends versucht Gründe zu finden, warum ich jetzt vielleicht nicht sterben werde. Da war ich noch so klein! Die Krankheitsangst kam von der Todesangst, warum ich mit 5 schon Todesangst hatte weiß ich wirklich nicht!!

Habe jetzt Bücher über Leben nach dem Tod gelesen, das hat mich beruhigt, wenn ich versuche, daran zu glauben

Leute, Weihnachten muss doch schön werden, schon wg. Kids! Na also, jetzt habe ich wieder einen Grund gefunden, die Mamographie zu verschieben, danach traue ich mich nich mehr!

Ich bin so was von unmöglich.......

Alles liebe Euch allen
die unmögliche Kat

10.12.2008 13:31 • #18


Kat,

ich denke mir auch immer, es ist doch Advent, du könntest doch die Vorweihnachtszeit genießen, aber Pustekuchen.

Kann ich mal öfter am Tag auf die Toilette oder habe gar mal Durchfall, bekomme ich schon Panik, kann ich mal zwei Tage gar nicht, genauso.

Ich bin doch blöd!!

Ich grüble immer darüber nach, wann die Angst angefangen hat, aber ich weiß es schon gar nicht mehr.


Am meinsten macht mich dabei fertig, dass ich nicht mehr für meine Kinder dasein könnte. Das ist meine größte Angst dabei.

Raphaela

10.12.2008 14:26 • #19


Huhu Ihr!

Irgendwie sitzen wir doch alle im selben Boot. Einen Rat oder TIpp hab ich nicht wirklich, im kämpfe ja selbst wie eine Blöde mit meinen Ängsten. Aber aus einem mir nicht erklärlichen Grund gehts mir seit einigen Wochen besser, und das, obwohl ich nach wie vor viele Symptome habe, teilweise auch in passender Kombination. Komisch, ich seh's irgendwie locker. ICh habe meine Medikamente vor kurzem abgesetzt. Nach meinem letzten Absetzversuch wurde ich quasi hysterisch und war dauer-sterbenskrank (also jede Sekunde im Wahn). Jetzt plötzlich seh ich alles so aus einer gewissen Distanz raus. Ich hab keine Ahnung, ob es daran liegt, dass ich jetzt über einen Punkt raus bin (also in Bezug auf das Absetzen), der das bewirkt, oder ob ich mich einfach irgendwie entwickelt habe oder ob es einfach Zufall ist. Aber ich habe schon das Gefühl, dass ich in diesem Jahr - auch wenn meine Ängste phasenweise massiv waren wie nie zuvor - kleine SChritte nach vorne gemacht habe.
Für euch wünsche ich mir, dass ihr das auch schafft, und für mich, dass es so bleibt!

Übrigens: Die Sorge mit den Kindern hab ich auch immer. Ich denke, die Tatsache, nicht mehr hier zu sein, macht mir weniger Angst als das Wissen, dass meine Kinder mich vermissen und ohne mich leben müssen. Mein größerer Sohn ist ein absolutes Mamakind, er hängt unglaublich an mir, und die Vorstellung, er müsste mich verlieren, schnürt mir den Hals zu. Andererseits gibt es immer wieder den Fall, dass Kinder ihre Eltern verlieren und dann weiterleben und auch ihren Weg gehen. Eine Freundin von mir meinte mal: Man darf sich nicht zu wichtig nehmen auf dieser Welt. Unsere Zeit kommt erst nach dem Tod. Tja, vielleicht hat sie Recht?

Also, ich wünsche euch eine schöne restliche Adventszeit und ganz wunderschöne Weihnachten, mit viel Ruhe und wenig Angst! Lasst euch drücken!

Wonnie

10.12.2008 15:37 • #20



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