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Phibie88
Hallo,

da meine Periode ausblieb, habe ich gestern einen Urintest gemacht.... positiv....

Vor 4 Jahren wollten mein Mann und ich noch unbedingt Nachwuchs... leider hat es ganze 3 Jahre nicht geklappt, trotz Kinderwunschzentrum...

Vor einem Jahr haben wir dann damit abgeschlossen und sind nach Spanien gezogen...
Das Thema Nachwuchs war somit vom Tisch...

Ich weiß nicht wie ich mich fühlen soll...
Besser gesagt, ich habe Angst, das alles mit meiner Angsterkrankung "durchzustehen".
Bin in psychologischer Behandlung und nehme Escitalopram... Leide unter Krankheitsängsten. Depressionen habe ich zum Glück keine...

Gibt es hier noch Betroffene, die während ihrer Angsterkrankung/Behandlung schwanger geworden sind?

03.12.2018 11:55 • 14.12.2018 #1


23 Antworten ↓


hi,
Ich habe mich nicht behandeln lassen und daher unnötig viele Jahre gelitten und die Kids auch. Da Du in psychologischer Behandlung bist, hast Du schon einmal eine gute Stütze =) Musst Du die Stunden selber bezahlen? Vielleicht kann die Therapeutin später auch Hausbesuche bei Dir machen? Seit ich in 2015 in Therapie bin, geht es aufwärts und meine Angsterkrankung rückt in den Hintergrund.

Ich würde ein paar Vorkehrungen treffen wegen Schlafmangel/genügend Vitamine etc. denn der monate/jahrelange Schlafmangel wird an deinen Reserven zehren und wenn Du nicht an Dich denkst (an deine Gesundheit) wird es richtig anstrengend.
Solange ich mit den Kids beschäftigt bin/war (Windeln wechseln,füttern,dauernd beaufsichtigen) habe ich keine Zeit für meine Krankheitsängste gehabt (ausser wenn sie schlafen). FAlls Du mehr wissen willst, kannst Du mich auch gern anmailen.

Je nach Schwere deiner Angsterkrankung würde ich einfach zur Sicherheit regelmässige Besuche beim Arzt Deines Vertrauens anstreben, der deine Stabilität mit beurteilen kann und klare Prioritäten setzen (insbesondere Freundeskreis wird sich verändern und das ist auch gut so. Ich habe alle Kontakte zu kinderlosen Freunden beendet, die mich mit ihren Problemen unnötig und zu oft belastet haben. Dafür neue Freundschaften gewonnen mit ähnlichen Lebensthemen)

Es ist eine gewaltige Veränderung und diese macht natürlich auch Angst. Ein Stück weit lernen wir daraus loszulassen und dem Leben auch zu vertrauen.

03.12.2018 14:10 • x 1 #2



Ungeplant schwanger bei Angsterkrankung

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Icefalki
Phibie, erstmals herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.

Ich sehe das als ein positives Zeichen, also freue dich. Bzgl. deines AD, ich würde schnellstens abklären lassen, ob bzw. wie das mit der Einnahme weiterhin durchzuführen ist. Hier kann ich nicht mitreden.

Mitreden kann ich insofern, dass ich trotz Panik die 2. Schwangerschaft und ohne Medis problemlos überstanden habe, und mein Sohn bis heute gesund ist.

Das Leben besteht nunmal aus Überraschungen und Veränderungen. Jetzt erlebst du mal eine schöne Überraschung. Ist doch supertoll.

03.12.2018 14:30 • x 1 #3


...wenn es nach sooo langer Zeit doch klappt, dann sollte es wohl so sein. Ich würde den positiven Aspekt versuchen zu nutzen. Klar, jede Schwangerschaft läuft anders, aber ich muss sagen, dass es mir, zumindest nach den ersten 12 Wochen, in Sachen Angst recht gut ging. Ich kann dir nicht sagen warum, aber der Fokus lag beim Kind.

03.12.2018 15:19 • x 1 #4


Herzlichen Glückwunsch! Ja, habe ich ebenso durch. Bin ca. 10 Monate nach Diagnose ungeplant schwanger geworden. War zu diesem Zeitpunkt in VT, die mir auch viel Halt gegeben hat und bin in dieser bis zur Geburt geblieben. Bei vielen Frauen verändert sich die Panikstörung durch den Hormoncocktail automatisch. In meinem Fall zum Positiven. Meine häufigen nächtlichen Albträume mit Panikattacken waren wie weggeblasen. Am besten war die Stillzeit. Ich war die Ruhe selbst, war voller Energie und fühlte mich auch wie ein anderer Mensch.

Solange du in Behandlung bist, kann ich dir auch nur nahelegen, diese Schwangerschaft als Geschenk anzunehmen. Du hast den nötigen Halt und dein Fokus wird sich immer mehr auf dein Baby legen. Wenn es erstmal da ist, bleibt sowieso keine Zeit für Krankheitsängste. Dann ist da ein kleines Wesen, was deine 100%ige Aufmerksamkeit benötigt.

Wegen deines ADs wirst du dich mit deinem FA kurzschließen müssen. Bei Sertralin und Citalopram gibt es zB eine deutlich größere Datenlage, die von einer Ungefährlichkeit innerhalb der SS sprechen. Letztendlich wird dein FA dies aber individuell abwägen. Manche sind zum Ende der SS so stabil, dass sie das AD in den letzten Monaten langsam ausschleichen oder aber zumindest die Dosis halbieren können. Ich würde mir da aber generell nicht großartig den Kopf machen, sondern den Dingen ihren Lauf lassen und vorallem Vertrauen fassen.

03.12.2018 19:33 • x 1 #5


Phibie88
Ich danke euch für eure Worte...

Ich war gestern beim Frauenarzt...
Der Urintest war dort ebenfalls positiv...
Leider konnte man am Ultraschall keine Fruchthöhle sehen...

Die Ärztin meinte, dass es entweder noch zu früh war, bin 4+6 oder es sich um eine Eileiter SS handelt

Ich bin verzweifelt ...
Morgen und Freitag bekomme ich nochmal Ultraschall und Blutabnahme, hoffe man sieht bis dahin was und es ist keine Eileiter SS

04.12.2018 12:45 • #6


4+6 ist schon arg früh. Eine Eileiter SS würde ich erstmal nicht in Betracht ziehen - sind zu selten. Viel wahrscheinlicher ist, dass die befruchtete Eizelle sich nicht eingenistet hat, so dass der HCG Wert im Blut langsam wieder sinkt, der Urin-Test aber weiterhin positiv ausfällt. Kann aber auch sein, dass dein Eisprung später stattgefunden hat und man daher nichts sehen kann.

Das Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter ist tatsächlich die größte Hürde und geht bei ca. 80% der Frauen zunächst schief, bis es dann irgendwann mal klappt. Viele wissen nicht einmal, dass sie kurzzeitig schwanger waren, sondern bemerken nur den verspäteten Einsatz ihrer Periode.

Mehr als Abwarten geht aktuell erst mal nicht. Alles Gute!

04.12.2018 13:31 • x 2 #7


Bei mir hat man auch lang nichts gesehen. Ich weiß es ist schwer, aber mehr als abwarten kannst leider nicht machen.

04.12.2018 13:33 • x 2 #8


Phibie88
Ich danke euch...
Finya, und wann hat man dann was gesehen bei dir?

Soeben hat mich meine Ärztin angerufen.
Mein HCG liegt bei 400...
Sie meinte, es könnte demnach ganz normal sein, dass sie nichts gesehen hat...
Bei einem HCG von 1000 sollte man dann was sehen...
Muss ich also noch bis Freitag abwarten...

04.12.2018 16:42 • #9


Catharina
Ich glaube in der 6. Woche sieht man das Herzchen schlagen. Ich war beim ersten auch so früh und da hat man auch eine fruchthöhle gesehen, aber noch nichts drin.

04.12.2018 18:05 • x 1 #10


Phibie88
Ja ich habe im Internet gelesen, dass man oftmals erst ab einem Wert von 1000 HCG eine Fruchthöhle sehen kann...

Schwanger bin ich definitiv, hoffen wir das beste...

Ich hoffe nur, dass mich meine Angsterkrankung meine Schwangerschaft einigermaßen genießen lässt....

Am liebsten würde ich (mal wieder) zu sämtlichen Ärzten rennen um mich untersuchen zu lassen...

Dabei hatte ich erst vor 1 Woche eine sehr ausführliche Blutuntersuchung die unauffällig war...

Ich war ja beim Arzt wegen meiner anhaltenden Müdigkeit... er konnte dafür aber keine Ursache finden und hat Entwarnung gegeben...
Jetzt in der SS wird das ja bestimmt nicht besser mit der Müdigkeit, hoffe ich mach mir damit nicht so nen psychischen Stress...

Momentan fühl ich mich ziemlich durcheinander und weiß nicht wohin mit meiner Gefühlswelt...

04.12.2018 21:22 • #11


Catharina
Ja, die Müdigkeit wird auf jeden Fall mehr
Mir hat zu Beginn meiner Schwangerschaft immer ein Spaziergang gut getan und am Abend hab ich mir immer einen melissentee gemacht-mit dem Ergebnis dass der kleine sehr entspannt ist

04.12.2018 21:50 • #12


Fairerweise muss man sagen, dass man von einer gesichterten Schwangerschaft wirklich erst dann spricht, wenn der FA eine Fruchthöhle mit Embryo feststellt. Erst dann wird die Diagnose 'schwanger' an die Versicherung weitergeleitet. In D bekommst du zB dann erst auch den Mutterpass. Alles andere vor dieser Diagnose wird als Symptom einer möglichen Schwangerschaft behandelt.

Aktuell lebe ich in den USA. Hier bekommt man zB erst einen Termin zum US zwischen der 8. und 10. SSW. Zu diesem Zeitpunkt sollte man definitiv etwas erkennen können.

Die bleiernde Müdigkeit sowie das Frieren am Morgen sind wesentliche Anzeichen in der Frühschwangerschaft. Bleibt diese bestehen, also die SS, kommen mit steigendem HCG Wert oftmals Symptome wie Übelkeit, Kreislauf und Unterleibsschmerzen hinzu.

04.12.2018 22:22 • #13


Tines-Dana
Hallo meine Liebe, herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Ich selbst bin aktuell in der 20 SSW und verstehe deine Sorgen.

Bei mir war Anfangs auch der Verdacht einer Eileiterschwangerschaft. Die Fruchthöhle hat man erst in der 5+6 sehen können bei mir. Ist nicht ungewöhnlich.

Zum Thema Escitalopram ... Ich selbst nehme auch Escitalopram 20 mg und es soll unbedingt weiter genommen werden!
Laut meinem Psychiater und Nachforschungen ist es relativ unbedenklich fürs Kind. Man sollte wenn möglich gegen Ende der SS langsam reduzieren aber das ist das einzige.

Ich drücke dir auf jeden Fall weiter die Daumen und bin gespannt wie es weiter geht.

04.12.2018 22:53 • x 1 #14


MsVerständnis
Dass du dich völlig überforderst fühlst ist ja auch mehr als normal, Phibie, und "genießen" ist ohnehin immer so eine Sache bei einer Schwangerschaft, selbst ohne deine Vorgeschichte. Schreib dir einfach alles von der Seele, wenn irgendwie möglich. Gerade wenn du so unsicher bist, würd ich dir eine Art Tagebuch - zumindest für dich selbst - empfehlen, dann kannst du zumindest ein kleines bisschen gegen dein Gefühlschaos tun. Und natürlich auch mit uns hier und anderen teilen aber du hast bei der Hintergrundgeschichte ja sicher schon 1000e mehr oder weniger gute Hinweise erhalten.

Ich freue mich für dich und bin sicher, deine Sorgen werden auch, wenn es passiert ist, von einer positiven Welle überfraut werden. Wünsche dir ganz viel Kraft!

05.12.2018 19:01 • x 1 #15


Phibie88
Ich danke euch, für eure aufbauenden Worte!

Ich war heute nochmal beim Ultraschall... heute sah man die Fruchthöhle und den Dottersack

Mein Mann und ich freuen uns...

Ich hoffe nur, dass meine Angst etwas fern bleibt...
Aber in 2 Wochen geht es erstmal für 3 Wochen in den Urlaub, den wir hoffentlich in vollen Zügen genießen können....

07.12.2018 18:06 • #16


Freu mich für dich, geniesse den Urlaub und Pack die Angst in einen kleinen Beutel und sammele so viele schöne Momente im Urlaub

07.12.2018 22:05 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Herzlichen Glückwunsch ich hab bisher nur mitgelesen, aber nun da es offiziell ist, freue ich mich mit dir. Wenn du nicht bereit für eine Schwangerschaft wärst, hätte dein Körper das Einnisten gar nicht zugelassen....Der ist nämlich ziemlich schlau Sieh es also als gutes Zeichen, dass er es dir zutraut Mama zu werden. Schau nach dir, lass dich von deinem Partner und deiner Umwelt unterstützen, ruh dich aus, wenn dir danach ist. Ich hab schon von so vielen Menschen gehört, dass sich die Ängste zum Positiven verändert haben in der Schwangerschaft... Das wünsche ich dir auch alles Gute!

08.12.2018 07:38 • x 1 #18


Phibie88
Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich mal wieder melden...
Meine Schwangerschaft zehrt wirklich ordentlich an mir....
Ich war ja vorher schon immer chronisch müde (immer ohne Befund), aber jetzt, seitdem ich schwanger bin, bin ich so dermaßen platt, dass ich den ganzen tag nur schlafen könnte oder auf der Couch rumgammeln... selbst die Hausarbeit ist mir momentan zu viel...

Ansonsten habe ich nur eine eher leichte unterschwellige Übelkeit bei normalem Appetit..

Und der untere Rücken schmerzt etwas...
Großes Blutbild von vor 3 Tagen ist normal...

Hattet ihr das in eurer SSW auch so extrem?

Möchte mir nicht wieder unnötig Sorgen machen, dass mein Zustand eine andere Ursache als die SSW haben könnte...

14.12.2018 15:27 • #19


Icefalki
Ich hab gekotzt und war müde. Und stolz und glücklich. Der Körper muss sich eben umstellen und das merkt man.

Freu dich. Klingt alles absolut normal.

14.12.2018 15:36 • x 3 #20



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