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Hallo

Ich bin Lilly, 32 Jahre alt, habe einen Mann und 4 Kinder. Familiär ist alles gut. Leider leben wir im Ausland und so ist "meine Familie" (Eltern, Geachwister) sehr weit weg.

Ich hatte vor 2,5 Wochen eine Fehlgeburt in der 8. Woche. Ich war während dem Abgang völlig ruhig. Auch wenn ich sehr viel Blut verlor, war ich total rational. Als es nach einer Woche nicht aufhörte und ich sehr schwach wurde ging ich nochmal zum Doktor und ein Stück war auf halbem Weg stecken geblieben. Es wurde entfernt und die Blutung hörte auf/war nur noch sehr leicht.

Gut dachte ich jetzt ist es vorbei. Am nächsten Tag fühlte ich mich voller Kraft und wollte mit meiner Freundin und den Kindern zum Spielplatz. Plötzlich bekam ich Herzstechen und Herzrasen und keine Luft mehr. Ich setzte mich hin. Fuhr heim. Herzstechen den ganzen Tag. Am nächsten Morgen rang ich nach Luft. Mein Mann fuhr mich in die Notaufnahme. EKG, Blutbild und alle Werte ok. Diagnose: Stressreaktion.

Ging einen Tag später zum Arzt. Die machte gar nichts und schickte mich heim. Dann plagte mich an diesem Tag ein Kloß im Hals und ein trockener Mund. Am Abend Kopfschmerzen und starke Übelkeit. 2 Tage später abends heftiges Kopfstechen und die linke Seite war taub und kribbelig. Ich konnte sie noch bewegen aber bekam Panik. Wieder in die Notaufnahme. Alle Werte ok und ein CT vom Kopf wurde gemacht. Keine Blutungen oder Tumore. Alles ok.

Heute beim Arzt. Kopfweh ist weg. Dafür nun Übelkeit und Ekel gegen alles Essbare sowie Magenschmerzen. Der nahm mich ernst. Es wurde eine Blasenentzündung festgestellt. Muss jetzt Antibiotika nehmen. Außerdem nahm er viel Blut ab und möchte sehr viel testen u. A. Auch die Werte der Bauchspeicheldrüse usw. Außerdem hab ich nächste Woche einen Termin zum großem Check Up bei ihm.

Er überwies mich auch an eine Psychologin bei der ich nächste Woche vorstellig werde. Am Samsatg bin ich beim Zahnarzt da meine Zähne auch so schmerzempfindlich sind.

Mann, ich bin so am Ende. Kann mich kaum noch richtig um Haus und Familie kümmern. Nur noch dieses Gedankenkarusell schwer krank zu sein. Weiß grad nicht mehr weite. Ist das eine Angsstörung oder eher eine schreckliche Krankheit im Busch?

Lg Lilly

06.02.2018 23:17 • 08.02.2018 #1


7 Antworten ↓


petrus57
Zitat von Lillychen:
Ist das eine Angsstörung oder eher eine schreckliche Krankheit im Busch?


Aus der Ferne schwer zu beurteilen. Ich würde da eher auf eine Angsterkrankung tippen. Aber dein Arzt hat ja schon das Notwendige eingeleitet. Warte doch erst mal die Laborergebnisse ab. Versuche dich nicht verrückt zu machen.

07.02.2018 09:43 • #2



Totales Chaos im Kopf wegen ständiger Krankheiten

x 3


kopfloseshuhn
Hallo liebe Lilly.
Es tut mir Leid, dass du dein Baby verloren hast. Ich fühle mit dir.
Vor fast 5 jahren ging es mir genauso.

So eine Fehlgeburt kann einen psychisch schon sehr mitnehmen und das Vertrauen in den eigenen Körper sehr erschüttern.
Auch bei mir setzten danach so einige körperliche Symptome ein - eines davon war mehr oder weniger Zufall, dass es danach begann und rein körperlich die anderen waren psychischer Ursache.

Lass dich ruhig durchchecken aber schon allein das spontane springen der Symptome nachdem du untersucht wurdest (und Erleichterung erfahren hast) scheint mir schon ein deutlicher Hinweis darauf zu sein, dass die Symptome deiner psychischen Situatuon entspringen.

Gib dir Zeit deinen Verlust zu betrauern und wenn du gar nicht zurechtkommst, dann nimm ruhig die professionelle Hilfe dafür in Anspruch.
Alles Liebe

07.02.2018 09:53 • #3


Frozen93
Hallo liebes ich hatte auch eine Fehlgeburt 2011 und war total fertig. Habe aber drei gesunde Kinder geschenkt bekommen worüber ich sehr dankbar bin. Habe auch eine Angststörung und würde das bei dir auch auf eine Angststörung hindeuten. Ich bin vor kurzem in Ohnmacht gefallen seitdem lässt mir das keine Ruhe Messe Blutdruck usw. der Arzt hat nur ein EKG und einmal Blutdruck gemessen das war alles in Ordnung und er meinte das kommt von der Psyche. Ich solle meinem Körper vertrauen wäre ich 60 Jahre dann würden die das ernster sehen aber da ich erst 25 bin war das halt einfach Mal so. Und gerade da ist das Problem Kontrollverlust was ich nicht leiden kann aber soll.

07.02.2018 10:19 • #4


Danke für die Antworten.

Gestern Abend hat mein Arzt noch versucht anzurufen und ich habe es nicht gehört. Hab es auch nicht erwartet da die Blutwerte erst nächste Woche besprochen werden sollten. Natürlich hatte ich Panik und konnte nicht schlafen.

Rief gleich in der früh an und mittags rief er endlich zurück. Ich hätte starke Anämie. Das könne gerade hier (wir leben sehr hoch und die Luft ist sauerstoffarm) durchaus zu Herzrasen, Herzstechen, Atemproblemen und tauben bzw. kribbelnden Gliedmaßen führen. Die Übelkeit wäre ungewöhnlich, aber es sind ja auch noch einige Blutwerte ausstehend. Er vermutet dass ich die Symptome hatte und mich dann hineinhesteigert hätte.

Obwohl ich doch die Fehlgeburt hatte und sehr viel Blut verloren hab, hab ich jetzt Angst unentdeckte innere Blutungen zu haben und Angst, dass bei den anderen Werten was Schreckliches herauskommt. Ich bin so ein Nervenbündel.

Muss jetzt Eisentabletten nehmen viel ruhen. Und irgendwie die Tage bis zum nächsten Termin rumbekommen.

Lilly

08.02.2018 00:34 • #5


la2la2
Zitat von Lillychen:
Mein Mann fuhr mich in die Notaufnahme. EKG, Blutbild und alle Werte ok. Diagnose: Stressreaktion.

Zitat von Lillychen:
Rief gleich in der früh an und mittags rief er endlich zurück. Ich hätte starke Anämie.

War in der Notaufnahme ein echter Arzt tätig oder hat da grad mal der Hausmeister nen Dienst übernommen?
Eine schwere Anämie könnte alle Symptome bei dir erklären.....

Zitat von Lillychen:
Er überwies mich auch an eine Psychologin bei der ich nächste Woche vorstellig werde.

Kann sicher nicht schaden, auch wenn du es derzeit (noch) nicht als belastend empfindest, was da tragisches passiert ist....

Zitat von Lillychen:
Ist das eine Angsstörung oder eher eine schreckliche Krankheit im Busch?

Das ist weder ne Angststörung noch ist eine schreckliche Krankheit im Busch.
Eher ein Zusammenhang verschiedener unglücklicher Umstände: Verlust des Kindes --> akute schwere Belastung und erhebliche Umstellung des Körpers (hormonell etc.), starke Anämie/Eisenmangel und eine Blasenentzündung, die das Immunsystem belastet.
Frühestens in nem Monat (und wenn sowohl der Hämoglobinwert als auch der Ferritinwert wieder in Ordnung ist), wenn die Symptome dann immer noch bestehen, darf man sich auch nur ansatzweise die Frage stellen, ob es eine Angststörung oder ein anderes psychisches Problem sein könnte.

08.02.2018 00:50 • #6


Hi,

Der Arzt im Krankenhaus sagte mir, dass ich Blutarmut hätte, was nach einer solchen Fehlgeburt zu Hause normal wäre. Er fragte ob ich Flüssigkeit als Infusion möchte. Ich brãuchte keine Blutkonserve.

Den Rest müsse der Hausarzt klären. Diese hat aber nicht mal Blut abgenommen.

Jetzt habe ich Gott sei Dank einen anderen Arzt.

Lilly

08.02.2018 01:26 • #7


la2la2
Achso.... klang in deinem Beitrag so, als ob der Arzt im Krankenhaus die Anämie nicht erwähnt hatte.....

Gute Entscheidung dir nen vernünftigen Hausarzt zu suchen, der seinen Job ernst nimmt.

08.02.2018 01:45 • #8




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