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Zitat von Fiora:
Jeder Kontakt lässt sich jedoch leider nicht vermeiden, nicht in einer häuslichen Gemeinschaft, Familie oder WG, es sei denn, du begibst dich präventiv in Quarantäne. Für wichtig halte ich es, alle direkten Kontaktpersonen gleich zu informieren, also die häusliche Gemeinschaft, den Arbeitgeber, die Schule... Besuche von Freunden oder Vereinen würde ich in der Übergangszeit auf jeden Fall vermeiden und grundsätzlich besonders auf die Einhaltung von körperlicher Distanz achten.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe von mir gesprochen.

Zitat von Fiora:
Fast zeitgleich mit Corona in Deutschland wurde ich krank, schwere Depressionen und Angststörungen. Ich habe inzwischen viele Kliniken durchlaufen und benötige weiterhin psychische Unterstützung. Mein Zustand hat sich nur geringfügig verbessert. Zu meiner Angst wegen Job - und Strukturverlust und wegen sozialer Isolation schleicht Corona ständig wie ein Damoklesschwert um mich herum. Ich sollte jetzt, wo soziale Distanz gefragt ist, neue soziale Kontakte aufbauen und meinen Tag strukturieren. Wie kann ich das umsetzen, so frage ich mich verzweifelt? Die Ausnahmesituation mit Corona und all das Chaos, das dadurch ausgelöst wird, hält mich in Angst und Depressionen. Ich bin wie gelähmt vor Angst, traue mich kaum noch, unter Menschen zu gehen. Jeder Weg durch die Stadt führt mir diese furchtbare Epidemie vor Augen, mit jeder Maske, mit jeder Schlange vor einem Geschäft, mit all den Hinweisen zu Corona. Es ist wie ein Alptraum, die Vorstellung, dass diese Epidemie weltweit wütet, dass man gerade jetzt besonders stark und gefestigt sein müsste, um die Krise zu überstehen. Es lastet ein riesiger Druck auf mir, schnell wieder gesund werden zu müssen. Dieser Druck lässt mich erstarren und führt zum Gegenteil, er hält mich in der Depression. Kennt einer von euch diesen Zustand? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Liebe Fiora,
ich lehne mich einmal weit aus dem Fenster, um dir Mut zu machen: deine Erkrankung mit Angst Depression und die Corona-Krise haben gar nichts miteinander zu tun. Gäbe es Corona nicht, würde dich nun etwas anderes plagen. Die Corona-Krise bietet der Angst eine große Bühne. Das musst du nicht zulassen. Du bist nicht verpflichtet, der Angst diese Bühne zu schenken. Gerade ein ängstlicher Mensch kann in der Corona-Krise auf die andere Seite gehen und seine Ängste unter anderem mit Vernunft bändigen und bewältigen. Die Tödlichkeit des Coronavirus ist sehr gering, aber das Virus ist (noch) unberechenbar und Massenansteckungen überlasten die Gesundheitssysteme. Wir bekommen die Krise in den Griff, indem wir darauf achten, uns nicht gegenseitig anzustecken. Insofern ist jede Maske, die du siehst, ein gutes Zeichen. Die Masken zeigen, dass die Menschen aufeinander aufpassen. Leider ist es zur Zeit schwierig mit den sozialen Kontakten, die so wichtig sind im Leben. Da muss man erfinderisch sein und sie weitgehend ohne physische Nähe pflegen bzw. neue anbahnen. Dafür bietet das Internet zahllose Möglichkeiten. Schade, dass es heute keine Brieffreundschaften mehr gibt. Ich erinnere mich an die Zeit, in der Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen durch das Briefeschreiben, teils mehrmals die Woche, wertvolle und dauernde Beziehungen pflegten. Ein Brief im Briefkasten ist sogar physisch
Den Tag zu strukturieren, ist eine sehr gute Methode, um das Versinken in Ängsten zu beenden. Ich habe mir beim ersten Lockdown im März einen Stundenplan erstellt, ausgedruckt und an die Wand gehängt. Ich erinnerte mich an eine Kur, in der ich vor Jahren war, und da musste man um sieben aufstehen, Frühstück gab es um acht, die Anwendungen im Stundenrhythmus. Das war so gut (wenn auch etwas früh für mich), dass ich es nun wiederaufnahm. Gymnastik, Einkaufen, Homeoffice, Spazieren, Mittagsruhe, Tagebuchschreiben, Kochen, Putzen, all solche und viele weitere Tätigkeiten kannst du dir nach deiner Maßgabe als Stundenplan aufschreiben, du wirst dich wundern, wie hilfreich das ist und wieviel Sicherheit du daraus ziehen kannst. Zusammenfassend: die Corona-Krise muss keine Bedrohung für dich sein, sondern kann eine Aufgabe sein, die du selbst gestaltend in den Griff bekommst und mit der du anderen sogar ein Vorbild wirst.
Mutmachende Grüße

A


Angst vor Corona Virus (Covid-19)

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Ich habe einen Stundenplan schon immer hilfreich gefunden, auch vor Corona, er gibt Struktur und auch gerade nach der Zeitumstellung finde ich ihn hilfreich um schneller die andere Zeit zu verinnerlichen.

Allerdings wird mich nichts dazu bringen früh aufzustehen , ich bin ein Nachtmensch und bleibe lieber länger auf.

Jetzt hat meine Schwägerin sich testen lassen, warum das verstehe ich nicht.
Bißchen Husten und bißchen Temperatur.

Zitat von Abendschein:
Jetzt hat meine Schwägerin sich testen lassen, warum das verstehe ich nicht.Bißchen Husten und bißchen Temperatur.


Naja, lieber einmal zu viel getestet, als zu wenig. Momentan können alle Erkältungssymptome auch Corona sein. Im Endeffekt ist es vorbildlich von ihr, denn wenn sie positiv ist, kann sie sich in Quarantäne begeben.

Meine Ärztin , bei der ich am Donnerstag war , ist in Quarantäne. Da bin ich mal gespannt , ob ich mich auch testen lassen muss.

Zitat von Abendschein:
Jetzt hat meine Schwägerin sich testen lassen, warum das verstehe ich nicht.Bißchen Husten und bißchen Temperatur.


Das ist doch absolut ok so. Genau das ist doch Thema Nr. 1, dass man simple Erkältung von Covid19 unterscheiden kann. Sehr löblich.

Gestern bei Anne Will war im Abspann zu sehen, dass sich plötzlich die Teilnehmer sehr nah gekommen sind, ohne Maske, ohne Abstand, nach 60 Minuten Diskussion. Ich habe zu meinem Mann gesagt, ich brech jetzt ins Essen, ich geb's auf, wie soll Otto Normalverbraucher damit umgehen, wenn sich Verantwortliche so saudumm verhalten?

https://www.google.com/url?sa=tsource=...FCwfyVwh-t

Tja manchmal kommt es einen vor als ob die Politiker die Vorbild Funktion vergessen... Und das ist Politikern schon öfters passiert... Klar sind auch nur Menschen aber dann sollen sie nicht quer durch das Land Kutschen

Zitat von Icefalki:
Gestern bei Anne Will war im Abspann zu sehen, dass sich plötzlich die Teilnehmer sehr nah gekommen sind, ohne Maske, ohne Abstand, nach 60 Minuten Diskussion.

So sind sie eben , Wasser predigen und Wein saufen.

Zitat von Tahnee:
So sind sie eben , Wasser predigen und Wein saufen.


So etwas habe ich schon immer gehasst.

Was ich ebensowenig verstehe, ist das Verhalten der Fußballer. Am Samstag habe ich die Sportschau gesehen und da haben sich die Spieler nach jedem Tor stürmisch umarmt. Ich dachte ich fall vom Glauben ab.

Die Fußballer werden ständig getestet soweit ich weiß. Die können im Training ja den Abstand gar nicht einhalten.

Zitat von Luna70:
Die Fußballer werden ständig getestet soweit ich weiß. Die können im Training ja den Abstand gar nicht einhalten.


Das habe mir auch schon gedacht, aber es stellt sich die Frage, ob sie wirklich vor jedem Spiel getestet werden. Ich fände auch als Geste für die Allgemeinheit ein Jubeln ohne Umarmung besser, vielleicht indem man die Füße aneinanderschlägt oder so.

Da wundert es mich nicht das die Aktzeptanz der Maßnahmen sinkt

Hallöchen, ich bin wieder hier mit großer Angst. Der Sommer war sehr entspannt, hatte ganz wenig Angst vor Ansteckung, da die Zahlen ja nicht hoch waren. Aber jetzt kämpfe ich wieder mit Angst und Panik. Ich gehöre zur Risikogruppe und weiß nicht ob ich noch zum Einkaufen gehen kann oder nicht. Ich weiß auch nicht mehr wie ich mit der Angst umgehen soll. Die Angst ist so groß dass ich wieder keine Luft bekomme. Kennt das jemand? Bitte um Hilfe

Huhu, ich komm nicht dran vorbei, mich mal eben kurz zur Situation der Triage und zur Frage wem soll man das Beatmungsgerät geben und wem nicht zu Wort zu melden (auch wenn die Diskussion schon vorbei ist. Ich finde aber, dass sie hier rein gehört, denn natürlich habe auch ich Angst davor, beatmet werden zu müssen und dann ist kein Platz mehr..oder einer meiner Liebsten oder oder oder..)

wenn ich einigermaßen allwissend wäre und ich wüsste, dass der 20-Jährige Jemand ist, der einen Sch**ss auf die Coronaregeln gibt, ein überzeugter Querdenker und Bommel-und-Aluhutträger ist, dem seine geliebte Freiheit über alles geht und Party macht und sich auf Coronaleugner-Demos rumtreibt, dann würde ich ohne zu Zögern
mit einem Lächeln im Gesicht dem 80-Jährigen das Gerät anbömseln. Es sei denn, der 80-Jährige war in seinem Leben ebenfalls ein Ar**chloch (hat Tiere gequält oder sonst was)..dann würde ich keinen von beiden das Ding geben.

Da ich aber nicht allwissend bin, sondern nur n verka*kter kleiner Angsthase, hoffe ich, dass Niemand in die Lage kommen muss, sowas zu entscheiden.

Schon gar nicht das Ärzte- oder Pflegepersonal, vor denen ich den allergrößten Respekt habe und die mir unendlich leid tun, weil sie total überfordert,
unterbelegt und unterbezahlt sind. Und da hilft auch leider kein Klatschen oder aufm Balkon singen oder ne Kerze ins Fenster stellen mehr.

Aber trotzdem ein Danke an alle hier, die in medizinischen Berufen arbeiten!

P.S.
gut würde ich aber trotzdem finden, wenn die Attilas, Xaviers und neuerdings auch Wendlers dieser Welt Erklärungen unterschreiben, dass sie im Falle einer Covid-Erkrankung nicht behandelt werden. Oder wenn doch, dann bitte nur mit imaginären Medikamenten und Geräten, denn das Virus gibts ja schließlich (laut deren Auffassung) auch gar nicht in echt.

P.P.S.S.
Hab grad n Anruf von meinem Doc bekommen. Mein Test ist negativ! Puuuh! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es mir gerade geht! (meine Lunge und mein Hals tun aber immer noch weh... ist aber nur n normaler Infekt! Juchhu!)

Zitat von Pressline63:
Ich gehöre zur Risikogruppe und weiß nicht ob ich noch zum Einkaufen gehen kann oder nicht.


Du kannst dich jetzt entscheiden, was für dich persönlich die schwierigste Lage ist. Wegen dir Corona so sehr Angst macht, dann bleibt so gut es geht isoliert. Wenn Isolation zuviel ist, dann abwägen.

Man braucht bei Angst Strategien und zwar die eigenen. Je mehr du das Gefühl hast, du bist einigermassen Herrin einer Lage, desto besser kann du mit umgehen. Bei Corona darf man Angst haben, denn bei Angstpatienten herrscht immer Hilflosigkeit: Sich einer Gefahr ausgesetzt zu sehen, die man nicht im Griff hat. Das ist jetzt der Fall.

Allerdings unterliegt das Gefühl einer Gefahr der eigenen Bewertung. Ich persönlich vertraue da meinen FFP Masken, rein subjektiv und logisch, also meiner Bewertung entsprechend , fühle ich mich so sicher. Heisst aber nicht, dass ich das tatsächlich bin. Aber ich bewerte es selbst so.

Also, was für Möglichkeiten, ganz für dich alleine, hast du, damit du dich ohne Panik, aber durchaus mit Respekt vor dem Virus, bewegen kannst?
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Zitat von Islandfan:
Das habe mir auch schon gedacht, aber es stellt sich die Frage, ob sie wirklich vor jedem Spiel getestet werden. Ich fände auch als Geste für die Allgemeinheit ein Jubeln ohne Umarmung besser, vielleicht indem man die Füße aneinanderschlägt oder so.


Ja werden sie sich und nicht nur vor den Spielen sondern auch zwischendrin.

Ich trage seit letzter Woche beim Arzt als auch in Öffis nur noch FFP3 Maske. Die hang jetzt fast 6 Monate im Flur an der Tür, extra für schlimmere Zeiten.

Habe mir noch eine bei Real bestellt, damit ich wechseln kann.

Mittlerweile bin ich aber auch so sehr in der Angstschleife, das mir die Maske subjektiv auch nicht mehr ein Gefühl von Sicherheit gibt. Sehr sehr ätzend.

Zitat von Nannsen:
Huhu, ich komm nicht dran vorbei, mich mal eben kurz zur Situation der Triage und zur Frage wem soll man das Beatmungsgerät geben und wem nicht zu Wort zu melden (auch wenn die Diskussion schon vorbei ist. Ich finde aber, dass sie hier rein gehört, denn natürlich habe auch ich Angst davor, beatmet werden zu müssen und dann ist kein Platz mehr..oder einer meiner Liebsten oder oder oder..)wenn ich einigermaßen allwissend wäre und ich wüsste, dass der 20-Jährige Jemand ist, der einen Sch**ss auf die Coronaregeln ...

Ich freu mich für Dich

A


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