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Zitat von Coru:
Ich denke es geht auch einfach darum, dass einige Menschen die Situation Angst macht. Es hat sich viel verändert. Es gibt viele Unsicherheiten. Ich kann das sogar nachvollziehen. Ich habe auch große Probleme mit Veränderungen und hatte auch viele Probleme mit Corona das sich die Welt verändert hat. Es gibt Tage da komme ich damit auch nicht klar. Immer wenn die Angst zu groß wird rede ich mit meinem Therapeuten auch darüber und nimmt mir dann die Ängste. Ich verstehe wenn man darunter leidet. Ich würde aber nie die Maske deswegen abnehmen. Das Problem liegt ja in der Situation der Veränderung, alte Ängste die hoch kommen und nicht an der Maske.


So fühle ich mich auch. Diese Krise trifft halt auch jeden anders

Mir hat die blöde Maske meine Attacken beim einkaufen wieder zurück gebracht, die 8 Jahre weg waren !
Und trotzdem würde ich nie auf den Gedanken kommen deswegen die Maske nicht auf zu setzen, und mir auch keine Befreiung holen.
Es ist meine Sch...Angst und der biete ich die Stirn. Ich halte es aus und jetzt gehts auch wieder.
Ich bin noch nie vor solchen Problemen weg gerannt, oder anderen dafür die Schuld gegeben.
Ich kann Zephyr verstehen , aber nicht nachvollziehen das er sich so zum Opfer macht.
Schade für ihn......er verpasst was.....sein Leben !

A


Angst vor Corona Virus (Covid-19)

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Die Corona-Krise ist für jede und jeden eine große Herausforderung und Belastung. Deshalb habe ich auch viel Verständnis für Ängste und Besorgnisse. Bewältigen kann man die Krise aber nur mit Vernunft, gutem Willen und Zusammenhalt. Klagen und Anschuldigungen helfen niemandem, ganz im Gegenteil, sie machen es noch schwerer als es so schon ist. Angstbewältigung ist eine Lebensaufgabe für jede/n und gerade wir Angstpatienten wissen ja, wieviel Arbeit das macht und Selbstbeherrschung es erfordert ...
Ich wünsche jedem, dass er die nötige Kraft und Besonnenheit aufbringt, um mit sich und seinen Mitmenschen gut durch diese Zeit zu kommen.

Zitat von Fauda:
Die Corona-Krise ist für jede und jeden eine große Herausforderung und Belastung. Deshalb habe ich auch viel Verständnis für Ängste und Besorgnisse. Bewältigen kann man die Krise aber nur mit Vernunft, gutem Willen und Zusammenhalt. Klagen und Anschuldigungen helfen niemandem, ganz im Gegenteil, sie machen es noch schwerer als es so schon ist. Angstbewältigung ist eine Lebensaufgabe für jede/n und gerade wir Angstpatienten wissen ja, wieviel Arbeit das macht und Selbstberrschung es erfordert ... Ich wünsche jedem, dass er die nötige Kraft und Besonnenheit aufbringt, um mit sich und seinen Mitmenschen gut durch diese Zeit zu kommen.
Sehr gut

Man kann sich an die Maßnahmen halten und trotzdem kritisieren das geht. Mach ich auch. Finde auch nicht alle Maßnahmen gut aber halte mich trotzdem dran

Zitat von Soulclaw90:
Man kann sich an die Maßnahmen halten und trotzdem kritisieren das geht. Mach ich auch. Finde auch nicht alle Maßnahmen gut aber halte mich trotzdem dran

Klar, mache ich auch. Finde auch nicht alles sinnvoll und konsequent umgesetzt.
Aber nach meiner persönlichen Meinung gehts eh nicht. Ich habe nichts zu entscheiden, und auch nicht den Kopf dafür hin zu halten.

Guten Morgen.
Meine Mutter war bei einer Kommunion, und ist jetzt leicht krank. Vorhin habe ich erfahren das eine Freundin, die ebenfalls dort war, jetzt positiv ist. Etliche Menschen sind ebenso krank, die dort waren. Und naja gestern hatte ich, zwar mit Abstand, aber dennoch leichten Kontakt mit meiner Mutter.

Und ja ich weiß ich bin erst 24, aber ich habe gerade wirklich Angst/Panik vor diesem Virus. Und das obwohl meine Mutter mit 54 da unten ist und mein Vater jetzt auch krank werden könnte, und er chronisch nierenkrank ist. Ich fühle mich so schuldig weil ich einfach auch für mich selbst Angst habe...obwohl ja bei jungen Menschen nicht so viel passieren soll..

Diesee ganze Thema macht mich nurnoch krank. Ich wünsche mir nurnoch die alte Zeit zurück.

Denkt ihr, ich habe Grund um Angst zu haben? Oder übertreibe ich?

Zitat von Draynur:
Denkt ihr, ich habe Grund um Angst zu haben? Oder übertreibe ich?

Dass deine Mutter infiziert ist, ist leider schon realistisch. Ein Test wird euch allen Gewissheit bringen. In jedem Fall solltest du dich bis dahin so verhalten, als seist du angesteckt.

Hallo Draynur, ich kann deine Ängste gut nachvollziehen. Solange jedoch deine Mama nicht positiv getestet wurde bist du Kontaktperson 2.Grades. Du kannst dich weiterhin frei bewegen. Erst wenn deine Mama ein positives Testergebnis hat, musst auch du, als Kontaktperson dich testen lassen und in Quarantäne gehen. In der Übergangsphase, bis zum Testergebnis deiner Mama würde ich Umgang mit anderen soweit wie möglich reduzieren.

Zitat von Fiora:
Hallo Draynur, ich kann deine Ängste gut nachvollziehen. Solange jedoch deine Mama nicht positiv getestet wurde bist du Kontaktperson 2.Grades. Du kannst dich weiterhin frei bewegen. Erst wenn deine Mama ein positives Testergebnis hat, musst auch du, als Kontaktperson dich testen lassen und in Quarantäne gehen. In der Übergangsphase, bis zum Testergebnis deiner Mama würde ich Umgang mit anderen soweit wie möglich reduzieren.

Ich persönlich würde aber wg des Gedankens der Solidarität dennoch jeden Kontakt mit anderen meiden. Maximal einkaufen. Bis zum Testergebnis der Mutter. Sind ja max 3 Tage.

Gestern waren wir bei der Freundin, die gegen Corona ist. Es war wieder mühselig. Obwohl wir drum gebeten haben, nicht von Corona zu reden, fing sie immer wieder davon an., Das Corona nicht so schlimm ist und das alle unter einer Decke stecken, um uns zu schaden. Die wußte alle Zahlen, rechnet alles auf, beschäftigt sich nur damit.

Aber mal ehrlich? Ich werde wütend wenn ich sowas höre, vor allen Dingen widersetzt sie sich ja dem, was wir sagen. Ich habe erstens keine Zeit, mich mit dem ganzen immer zu beschäftigen und auch keine Lust, denn es gibt noch etwas was ich lieber mache......Leben!

Zitat von Flocke1979:
Ich persönlich würde aber wg des Gedankens der Solidarität dennoch jeden Kontakt mit anderen meiden. Maximal einkaufen. Bis zum Testergebnis der Mutter. Sind ja max 3 Tage.


Jeder Kontakt lässt sich jedoch leider nicht vermeiden, nicht in einer häuslichen Gemeinschaft, Familie oder WG, es sei denn, du begibst dich präventiv in Quarantäne. Für wichtig halte ich es, alle direkten Kontaktpersonen gleich zu informieren, also die häusliche Gemeinschaft, den Arbeitgeber, die Schule... Besuche von Freunden oder Vereinen würde ich in der Übergangszeit auf jeden Fall vermeiden und grundsätzlich besonders auf die Einhaltung von körperlicher Distanz achten.

Zitat von Abendschein:
Gestern waren wir bei der Freundin, die gegen Corona ist. Es war wieder mühselig. Obwohl wir drum gebeten haben, nicht von Corona zu reden, fing sie immer wieder davon an., Das Corona nicht so schlimm ist und das alle unter einer Decke stecken, um uns zu schaden. Die wußte alle Zahlen, rechnet alles auf, beschäftigt sich nur damit.Aber mal ehrlich? Ich werde wütend wenn ich sowas höre, vor allen Dingen widersetzt sie sich ja dem, was wir sagen. Ich habe erstens keine Zeit, mich mit dem ganzen immer zu beschäftigen und auch keine Lust, denn es gibt noch etwas was ich lieber mache......Leben!


Das sind so Leute bei denen ich immer denke, dass ich nicht weiß, ob man mehr Angst vor dem Virus oder vor solchen Idioten haben soll. Da hilft kein Diskutieren, da würde ich mich auch eher zurückziehen.

Zitat von Abendschein:
Gestern waren wir bei der Freundin, die gegen Corona ist. Es war wieder mühselig. Obwohl wir drum gebeten haben, nicht von Corona zu reden, fing sie immer wieder davon an., Das Corona nicht so schlimm ist und das alle unter einer Decke stecken, um uns zu schaden. Die wußte alle Zahlen, rechnet alles auf, beschäftigt sich nur damit.Aber mal ehrlich? Ich werde wütend wenn ich sowas höre, vor allen Dingen widersetzt sie sich ja dem, was wir sagen. Ich habe erstens keine Zeit, mich mit dem ganzen immer zu beschäftigen und auch keine Lust, denn es gibt noch etwas was ich lieber mache......Leben!

Schaffst du das ? Also ruhig zu bleiben und ihr denken zu respektieren?
Ich kann das nicht ......über kurz oder lang würde ich den Kontakt abbrechen.
Und das nicht nur weil ich gefährdet bin mich bei ihr anzustecken.

Zitat von Lottikarotti:
Schaffst du das ? Also ruhig zu bleiben und ihr denken zu respektieren?Ich kann das nicht ......über kurz oder lang würde ich den Kontakt abbrechen. Und das nicht nur weil ich gefährdet bin mich bei ihr anzustecken.

Gestern habe ich es geschafft, ich habe aber auch, wenn ich ehrlich bin, nicht mehr zugehört.
Sie hat sich Testen lassen, war Negativ und wir saßen Draußen zusammen.
Letzte Mal hatte ich was dazu gesagt, aber sie läßt nichts anderes zu.

So schnell breche ich keinen Kontakt ab, zumal sie auch unsere Sponsorin ist. Wir kennen uns schon sehr lange.
Für mich ist es wichtig, damit umzugehen, oder es zu lernen, auch auszuhalten.

Fast zeitgleich mit Corona in Deutschland wurde ich krank, schwere Depressionen und Angststörungen. Ich habe inzwischen viele Kliniken durchlaufen und benötige weiterhin psychische Unterstützung. Mein Zustand hat sich nur geringfügig verbessert. Zu meiner Angst wegen Job - und Strukturverlust und wegen sozialer Isolation schleicht Corona ständig wie ein Damoklesschwert um mich herum. Ich sollte jetzt, wo soziale Distanz gefragt ist, neue soziale Kontakte aufbauen und meinen Tag strukturieren. Wie kann ich das umsetzen, so frage ich mich verzweifelt? Die Ausnahmesituation mit Corona und all das Chaos, das dadurch ausgelöst wird, hält mich in Angst und Depressionen. Ich bin wie gelähmt vor Angst, traue mich kaum noch, unter Menschen zu gehen. Jeder Weg durch die Stadt führt mir diese furchtbare Epidemie vor Augen, mit jeder Maske, mit jeder Schlange vor einem Geschäft, mit all den Hinweisen zu Corona. Es ist wie ein Alptraum, die Vorstellung, dass diese Epidemie weltweit wütet, dass man gerade jetzt besonders stark und gefestigt sein müsste, um die Krise zu überstehen. Es lastet ein riesiger Druck auf mir, schnell wieder gesund werden zu müssen. Dieser Druck lässt mich erstarren und führt zum Gegenteil, er hält mich in der Depression.
Kennt einer von euch diesen Zustand? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Zitat von Abendschein:
Gestern waren wir bei der Freundin, die gegen Corona ist. Es war wieder mühselig. Obwohl wir drum gebeten haben, nicht von Corona zu reden, fing sie immer wieder davon an., Das Corona nicht so schlimm ist und das alle unter einer Decke stecken, um uns zu schaden. Die wußte alle Zahlen, rechnet alles auf, beschäftigt sich nur damit.Aber mal ehrlich? Ich werde wütend wenn ich sowas höre, vor allen Dingen widersetzt sie sich ja dem, was wir sagen. Ich habe erstens keine Zeit, mich mit dem ganzen immer zu beschäftigen und auch keine Lust, denn es gibt noch etwas was ich lieber mache......Leben!


Oh ja das ist mühsam. Ich habe auch oft den Eindruck, diese Menschen machen das zu ihrer Haupt Beschäftigung, so wie es für uns teilweise die Angst ist.

Ich schau mir an was im Landkreis los ist, halte mich an die Maßnahmen und hoffe, der Kelch geht vorüber... Vor allem an meiner Familie.

Ich hatte kürzlich auch so ein Gespräch. es zehrt unglaublich an der ohnehin mangelnden Kraft
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Zitat von Fiora:
Fast zeitgleich mit Corona in Deutschland wurde ich krank, schwere Depressionen und Angststörungen. Ich habe inzwischen viele Kliniken durchlaufen und benötige weiterhin psychische Unterstützung. Mein Zustand hat sich nur geringfügig verbessert. Zu meiner Angst wegen Job - und Strukturverlust und wegen sozialer Isolation schleicht Corona ständig wie ein Damoklesschwert um mich herum. Ich sollte jetzt, wo soziale Distanz gefragt ist, neue soziale Kontakte aufbauen und meinen Tag strukturieren. Wie kann ich das umsetzen, so frage ich mich verzweifelt? Die Ausnahmesituation mit Corona und all das Chaos, das dadurch ausgelöst wird, hält mich in Angst und Depressionen. Ich bin wie gelähmt vor Angst, traue mich kaum noch, unter Menschen zu gehen. Jeder Weg durch die Stadt führt mir diese furchtbare Epidemie vor Augen, mit jeder Maske, mit jeder Schlange vor einem Geschäft, mit all den Hinweisen zu Corona. Es ist wie ein Alptraum, die Vorstellung, dass diese Epidemie weltweit wütet, dass man gerade jetzt besonders stark und gefestigt sein müsste, um die Krise zu überstehen. Es lastet ein riesiger Druck auf mir, schnell wieder gesund werden zu müssen. Dieser Druck lässt mich erstarren und führt zum Gegenteil, er hält mich in der Depression. Kennt einer von euch diesen Zustand? Wenn ja, wie geht ihr damit um?



Ich glaube, die wenigsten sind hier stark und grfestig. Ich bin es zb nicht und laufe zusätzlich Tag für Tag mit schwindel herum, was mich gefühlt noch angreifbarer sein lässt.

Corona fing im Februar an und du hast nun schon viele Kliniken durchlaufen wie du schreibst.

Ich denke, nicht Corona hält dich in der Depression, das tust du schon selbst. Wir tun das immer selbst.

Corona macht es schwerer, ja und es tut mir Leid, dass es für dich jetzt dadurch so doppelt schwierig ist, aber trotzdem kannst du auf jeden Fall deinen Tag strukturieren.

Auch kannst du an deinem Denken und bewerten vielleicht versuchen nicht zuzulassen . Solche Szenarien im Kopf nicht zulassen.
Es ist sehr schwer für uns alle, du bist nicht allein und ich hoffe, dass du hier auch Unterstützung findest.

Du hast ja weiterhin Therapie, wenn ich es richtig verstanden habe?
Dann erarbeitet einen Plan für dich, der dem Tag Struktur gibt.
Du wirst es schaffen, da bin ich mir sicher und es jetzt zu schaffen, wird Dich vielleicht sogar besonders stark machen.

Noch zu ergänzen, dass ich einen ziemlich starken Rückfall in die Angst hatte, als Corona los ging. Das war hart. Angst vor dem einkaufen und allem..
Ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich nicht alles glauben darf, was ich denke und das die Angst nicht das einzige ist, was mich ausmacht.
seit dem habe ich vor einem Rückfall in die Angst keine Angst mehr, denn ich weiß, dass ich es geschafft habe, obwohl es in dem Moment schrecklich schwer war und ich solche Ängste hatte.

Oh Mann, vorhin beim Aldi kam eine ältere Frau schnell zur TK mit den Angeboten gelaufen, fragte ob sie eben ran kann weil sie habe es sehr eilig.

Durch ein kurzes Gespräch kam aber raus, sie hatte es nicht eilig sie wollte nur schnell wieder aus den Laden, sie hatte panische Angst, sich mit Corona anzustecken.

Sie meinte immer nur: Ist das nicht schrecklich? und hatte sogar Tränen in den Augen.
Ich habe es dann aber geschafft sie etwas zu beruhigen, sie war auch ganz erstaunt, dass es bei uns im Dorf nur zwei Erkrankte gibt.

Medienaufklärung gut und schön, aber die Menschen werden dadurch total verunsichert und es werden Ängste geschürt.
Man kann auch informieren, ohne alles so reißerisch darzustellen, als wenn der Weltuntergang bevorsteht.

Ich habe der Frau geraten, sich weiterhin an die Hygienemaßnahmen zu halten wie bisher, und dann wird schon nichts passieren.
Wenigstens hat sich die Frau mit einem Lächeln verabschiedet.

Mich macht es irgendwie traurig, dass offensichtlich viele Menschen so mit ihren Ängsten allein gelassen werden.

Zitat von Draynur:
Guten Morgen. Meine Mutter war bei einer Kommunion, und ist jetzt leicht krank. Vorhin habe ich erfahren das eine Freundin, die ebenfalls dort war, jetzt positiv ist. Etliche Menschen sind ebenso krank, die dort waren. Und naja gestern hatte ich, zwar mit Abstand, aber dennoch leichten Kontakt mit meiner Mutter. Und ja ich weiß ich bin erst 24, aber ich habe gerade wirklich Angst/Panik vor diesem Virus. Und das obwohl meine Mutter mit 54 da unten ist und mein Vater jetzt auch krank werden könnte, und er chronisch nierenkrank ist. Ich fühle mich so schuldig weil ich einfach auch für mich selbst Angst habe...obwohl ja bei jungen Menschen nicht so viel passieren soll..Diesee ganze Thema macht mich nurnoch krank. Ich wünsche mir nurnoch die alte Zeit zurück. Denkt ihr, ich habe Grund um Angst zu haben? Oder übertreibe ich?

Lieber Draynur,
du brauchst überhaupt keine Angst zu haben und schon gar kein schlechtes Gewissen! Ich wünsche mir auch die Vor-Corona-Zeit zurück und ich denke, alle wünschen sich dasselbe. Nun zu deinem Erleben: leider können genau so, wie du es beschrieben hast, Ansteckungen erfolgen. Und die Wissenschaft nimmt zur Zeit das private Umfeld als Hauptquelle für die rasant steigenden Ansteckungen wahr. Wir haben uns alle im Verlauf des Sommers sicherer gefühlt als zu Beginn der Pandemie und während des ersten Lockdowns. Kaum jemand kannte einen an Covid-19 Erkrankten. Das führte zu Sorglosigkeit und sogar Ablehnung gegenüber den Empfehlungen und Verordnungen. Nun haben wir es mit einer vollen zweiten Welle zu tun. Du scheinst dich keinem besonders großen Risiko mit deiner Mutter ausgesetzt zu haben und falls du doch das Virus erwischt haben solltest, wird es zu über 90 Prozent mit gar keinen oder nur leichten Symptomen von deinem Körper erfolgreich bekämpft. Das ist die Realität für dich mit 24 Jahren. Dass du dich um deine Gesundheit sorgst, dafür musst du dich nicht schämen. Das ist deine allererste Verantwortung. Nur wenn du gesund bist, kannst du anderen eine Hilfe sein. Diese Reihenfolge ist richtig: zuerst du, dann die anderen, wenn es um die Gesundheit geht. Anders herum ist es nur beim Kuchenessen, da sollte man anderen den Vortritt lassen bevor man sich selbst bedient, das ist bescheiden, höflich und liebevoll. Dass du jetzt Sorge um deine Eltern hast, ist klar. Da solltest du ihnen vor allem mit Vernunft zur Seite stehen. Solange deine Mutter nicht getestet wurde, weiß man gar nichts. Auf jeden Fall sollte sie sich selbst für zwei Wochen in Quarantäne begeben und auch zu deinem Vater Abstand halten (getrennte Schlafzimmer, kein gemeinsames Essen, nicht im selben Zimmer aufhalten, falls möglich separate Badezimmer, klingt schlimm, es geht aber um möglichst viel Kontaktvermeidung, dann ist das Risiko einer Ansteckung sehr sehr gering). Bei der nächsten anstehenden Feier solltest du ihr raten, auf die Teilnahme zu verzichten. Gruppen in geschlossenen Räumen meiden. Das ist zur Zeit das A und O für alle!
Ganz liebe Grüße

A


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Dr. Matthias Nagel
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