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Zitat von hereingeschneit:
Patientenverfügung

ich habe meine schon lange vor corona gemacht - ohne lebensverlängernde maßnahmen. Ich möchte in würde sterben und nicht noch wochen- oder monatelang an irgendwelchen Apparaturen hängen. Mit meiner verfügung nehme ich auch meinen kindern die Entscheidung ab.

Zitat von Fauda:
Ich würde da mal ein paar Gänge herunterschalten, weniger Spekulationen anstellen und hypothetische Fälle entscheiden, sondern dafür werben, dass wir uns alle so verhalten, dass solche ethisch problematischen Fälle gar nicht eintreten.


Sag das mal dem Coronavirus

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Angst vor Corona Virus (Covid-19)

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Zitat von Fauda:
Liebe Schlaflose,nach deiner von dir vertretenen sachlichen Unterscheidung könnte man heute die Alten aussortieren und morgen die psychisch Labilen und Kranken. Denn wer ist nützlicher für die Gesellschaft und hat die besseren Aussichten? Ich würde da mal ein paar Gänge herunterschalten, weniger Spekulationen anstellen und hypothetische Fälle entscheiden, sondern dafür werben, dass wir uns alle so verhalten, dass solche ethisch problematischen Fälle gar nicht eintreten. Liebe Grüße


Das Ding ist nur, auch wenns keiner lesen will, das was hier grade hypothetisch genannt wird ist Realität und nennt sich Triage. Gelebte Realität in vielen vielen Ländern während der ersten Infektionswelle, zum Glück war es in D. kein Thema da wir alle gemeinsam es durch unser Verhalten geschafft haben das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. ABER guck dir doch mal an was momentan hier abgeht die Zahlen steigen und steigen in einem rasanten Tempo und im Gegensatz zur ersten Welle sind die Maßnahmen diesmal deutlich lascher und das Verhalten vieler Menschen leichtsinniger wenns so weitergeht dauert es nicht mehr allzulange bis Triage hier in D. auch ein Thema werden wird. Ich würde mir allerdings wünschen dass dem medizinischen Personal dies erspart bleibt.

Dieses Aussortieren nachdem, welches Leben erhaltenswerter bzw. höher gestellt ist, erinnert mich an was.
Das ist alles was ich dazu schreibe, denn anscheinend sind ja viele Schlafloses Meinung und ich möchte nicht wieder als Mobber da stehen.

Die Mütter Theresa und Robin Hoods sind ja auch wieder fleißig.

Zitat von Angor:
Dieses Aussortieren nachdem, welches Leben erhaltenswerter bzw. höher gestellt ist, erinnert mich an was.Das ist alles was ich dazu schreibe, denn anscheinend sind ja viele Schlafloses Meinung und ich möchte nicht wieder als Mobber da stehen.Die Mütter Theresa und Robin Hoods sind ja auch wieder fleißig.


Das hat doch mit Aussortieren nichts zu tun, sondern mit der Entscheidung, wenn z.b. nur ein Beatmungsgerät zur Verfügung steht..und beispielsweise ein 85jähriger und ein junger Mensch beatmet werden muss. Wer kommt dann an die Beatmung. Diese Entscheidung ist für Ärzte unsagbar schwer, auch wenn der Patient schon 85 oder älter ist.
Auch wenn ich nicht immer mit Schlafloses Ansichten einverstanden bin, finde ich es trotzdem gut, wie sie ihre Meinung äußert. Sie verletzt dabei niemanden.

Zitat von Angor:
Dieses Aussortieren nachdem, welches Leben erhaltenswerter bzw. höher gestellt ist, erinnert mich an was.Das ist alles was ich dazu schreibe, denn anscheinend sind ja viele Schlafloses Meinung und ich möchte nicht wieder als Mobber da stehen.Die Mütter Theresa und Robin Hoods sind ja auch wieder fleißig.


Was ist denn dein Alternativvorschlag WENN es zu der Situation käme in der es mehr Beatmungspflichtige Patienten als Beatmungsplätze gibt? Was macht man dann aus deiner Sicht?
Diese Situation gab es dieses Jahr bereits in vielen Ländern. Also WER entscheidet dann und vor allem WIE?

Triage mit Eugenik/Nationalsozialismus gleichzusetzten ist schon... äääh, ja... Speziell...

robinhoodisguterjunge

Mal etwas anderes. Heute unterhielt man sich im Radio darüber welche Altersgruppe am meisten unter den sozialen Einschränkungen litte, es waren nicht die Älteren sondern die jungen Menschen.
Am meisten betroffen war die Gruppen 35 bis 40jähriger Frauen.

Habe gerade über die Situation in Belgien gelesen. Da könnte es es wohl soweit kommen dass nicht mehr alle Kranken beatmet werden können.

Das Problem wird in Deutschland nicht aufteten, denn die Bundesregierung hat zusätzlich zu den für Corona Erkrankte (reservierten) vorhandenen 20 000 Beatmungsgeräte bestellt. Da meine Info von März 2020 ist, werden sie wohl schon geliefert worden sein.

Die Kapazität von Intensivbetten inkl. Beatmungsgeräten würde nach Berechnung der Dauer auf der Intensivstation 14.000 bis 40.000 TÄGLICHE Corona-Neuerkrankungen verkraften.

Schwerstintensivpatienten können dadurch auch durchaus aus anderen Lädern, wie jetzt schon, behandelt werden.

Zusätzlich könnten von Bundeswehr noch 10000 Geräte zur Verfügung gestellt werden.
Niemand in Deutschland würde vor die Entscheidung gestellt, Menschen einfach zugunsten andere Patienten sterben zu lassen.

Andere Länder scheinen einfach gepennt zu haben, als es um das Aufrüsten der KH wegen Corona ging, oder haben einfach nicht die finanziellen Mittel, weil sich lieber die Regierung das Geld einsteckt.

Man könnte ja auch mal hier anfragen, ob man ein paar Beatmungsgeräte über hat.

Das Problem sind doch im Grunde nicht die Beatmungsgeräte sondern die Leute die sich nicht an Regeln halten, ohne Masken unterwegs sind und in großen Gruppen feiern.

Ich schlage vor, jedem der dabei erwischt wird, einen Tag Knast bei Wasser und Brot zu spendieren, ich überlasse es euch ob ihr ihr dies für Ironie haltet oder nicht.

Nicht nur die Beatmung oder das Bett ist das Problem allein, sondern die Pfleger die das wuppen müssen !
Wenn jeder sich so verhalten würde wie gefordert, bekommen wir das Problem nicht. Ein frommer Wunsch !

Zitat von kritisches_Auge:
Mal etwas anderes. Heute unterhielt man sich im Radio darüber welche Altersgruppe am meisten unter den sozialen Einschränkungen litte, es waren nicht die Älteren sondern die jungen Menschen.Am meisten betroffen war die Gruppen 35 bis 40jähriger Frauen.


Warum gerade diese Altersstufe? Wie wurde das begründet?
Frauen in dem Alter sind doch oft familiär stark eingebunden, oft auch zusätzlich / oder im Job. Viele haben da für Kontakte außerhalb gar nicht so viel Zeit. Kritisch wird es eben bei Schul- und Kitaschließungen und Homeschooling, dann sind diese Frauen oft arg unter Druck und gestresst.

Wer redet denn eigentlich über Singles? Darüber wird im Grunde gar nicht gesprochen. Gerade für uns Singles sind soziale Kontakte und soziale Aktivitäten sehr wichtig. Für mich ist es schon eine Belastung, und wenn ich mir vorstelle, was in den nächsten Wochen evtl auf uns zukommt, merke ich schon, wie mir das seelisch zu schaffen macht. Auch im März, April hat es mich psychisch belastet, und ich glaube dass ich eine zweite Phase sozialer Isolation schlechter verkraften würde als vor einem halben Jahr.

Zitat von Grashüpfer:
(...) merke ich schon, wie mir das seelisch zu schaffen macht. Auch im März, April hat es mich psychisch belastet, und ich glaube dass ich eine zweite Phase sozialer Isolation schlechter verkraften würde als vor einem halben Jahr.


Liebe Grashüpferin,
du musst dich nicht sozial isolieren, sondern nur physisch. Es geht um Abstandhalten, damit Ansteckungen so weit vermieden werden wie nur möglich. Man muss erfinderisch sein, aber es besteht kein Grund, sich sozial zu isolieren.
Mitfühlende Grüße

Zitat von Emelieerdbeer:
Was ist denn dein Alternativvorschlag WENN es zu der Situation käme in der es mehr Beatmungspflichtige Patienten als Beatmungsplätze gibt? Was macht man dann aus deiner Sicht?Diese Situation gab es dieses Jahr bereits in vielen Ländern. Also WER entscheidet dann und vor allem WIE?
Ich bin mir nicht sicher, ob streng logische Entscheidungen richtig sind. In der Praxis dürfte in so manchem Land zudem Macht, Geld und Ansehen eine größere Rolle bei der Entscheidung spielen.

Wirklich gerecht in der Hinsicht, dass man jedem dieselbe Chance auf eine Behandlung gibt, ist der Zufall mit Gleichverteilung, beispielsweise ein Münzwurf. Das bedeutet aber nicht, dass es eine optimale Entscheidung ist. Wenn beispielsweise ein Kind ohne Behandlung eine größere Überlebenschance hat als ein Greis, könnte man beide retten, wenn man den Greis behandelt.

Wenn nicht die Kranken selbst zugunsten des einen oder anderen entscheiden, hat man ein Dilemma, dem man nicht entkommt. Ein unabhängiger und ausgebildeter Arzt könnte dann entscheiden. Die Entscheidung könnte aber je nach Arzt verschieden ausfallen, so wie es beispielsweise auch mit Urteilen in Gerichten ist.

Oder man geht nach Listen vor. Ist ja durchaus auch üblich, beispielsweise bei Organtransplantationen (wobei ich nicht weiß, welche ärztlichen Entscheidungsfreiheiten es hier gibt und wie genau diese Listen entstehen).

Wir haben eine Menge betten, aber ist genug Personal da? Das ist was mir eher Gedanken macht.
reicht ja nicht, wenn da alles nagelneu herum steht... Sonst geht das alles noch viel stärker als eh schon zu Lasten der Schwestern und pfleger.

Zitat von Cloudsinthesky:
Wir haben eine Menge betten, aber ist genug Personal da? Das ist was mir eher Gedanken macht.reicht ja nicht, wenn da alles nagelneu herum steht... Sonst geht das alles noch viel stärker als eh schon zu Lasten der Schwestern und pfleger.

Nein wohl nicht. Ich hatte gestern einen Bericht von einem Pfleger gesehen, der genau das erklärte.
Die ausgebildeten Leute werden ja nicht plötzlich mehr, nur weil es mehr Betten und Beatmungsgeräte gibt.
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Zitat von Cloudsinthesky:
Wir haben eine Menge betten, aber ist genug Personal da? Das ist was mir eher Gedanken macht.reicht ja nicht, wenn da alles nagelneu herum steht... Sonst geht das alles noch viel stärker als eh schon zu Lasten der Schwestern und pfleger.


Stimmt, es mangelt nicht an Betten in Deutschland, es mangelt je nach Lage dann an Personal. Also auch beschissen. Und wenn das Personal nimmer mit der Versorgung hinterher kommt, hat man auch die A. rschkarte gezogen.

Ich vermute eh, dass dieses Szenario jetzt abgewartet wird. Sollte es dann tatsächlich so eintreten, werden wir definitiv Ausgangssperre bekommen. Fahrt zum Arbeitsplatz, zum Arzt und Einkauf werden weiterhin möglich sein. Aber nix mehr mit mal lustig unterwegs sein.

Das ist nämlich irgendwie typisch... Weil unser Gesundheitssystem ist das absolute Stiefkind gewesen und ich bewundere jeden, der da arbeitet unter diesen Bedingungen.

Nun haben wir Betten und keine pfleger. Na schauen wir mal...

Was uns bleibt , ist Abstand und Abwehr stärken

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Dr. Matthias Nagel
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