Zitat von kritisches_Auge:Ich würde gerne noch einmal auf die Frage zurückkommen oib es eine Möglichkeit gibt den Jungen zu ihrem Recht zu verhelfen und die Alten zuriedenzustellen.
Welches Recht? Wenn es um Recht geht, dann wohl um das auf Leben. Ein Recht auf Wohlstand würde ich diesem doch definitiv unterordnen.
Ich vermute aber mal, es geht in deiner Frage darum, wie man alle Bedürfnisse und Interessen vereinbaren kann. Nach meiner Wahrnehmung passiert das gerade. Es wird mehr und mehr gelockert bei dem gleichzeitigen Bestreben, zumindest relative Sicherheit zu gewähren.
Und natürlich kann das nur ein Kompromiss sein. Wenn Leute alles so tun möchten, wie vor Corona, werden sie sich aktuell ebenso eingeschränkt und unwohl fühlen, wie die, die den Lockdown gerne noch länger streng gehandhabt hätten.
Ich fände gut, wenn Risikogruppen - auch Menschen ab 60 - nicht mehr zur Arbeit müssten. Wenn Homeoffice möglich ist, gut, wenn nicht, dann Unterstützung durch den Staat, um den Arbeitsplatz zu erhalten. Oder eine frühere Berentung ohne Abschläge bei der Rente.
Damit wäre ein großer Gefährdungsbereich entschärft und Arbeitsprozesse könnten wieder einfacher gehandhabt werden. Das könnte auch für neue Arbeitsplätze für junge Menschen sorgen.
Wenn in den Kindertagesstätten keine älteren Erzieher*innen mehr Präsenzdienst hätten, wäre das eine deutlich geringere Gefährdung, würde aber den ohnehin eklatanten Fachkräftemangel dort p.otenzieren. Hier könnte über Elterninitiativen bzw. -beteiligungen evtl. einiges abgefedert werden, doch müsste man mittelfristig für Nachwuchskräfte sorgen. Das wiederum könnte endlich bedeuten, Erzieher*innen angemessen zu bezahlen, damit dieser Job auch finanziell interessant wird.
Begegnungen von alten und jungen Menschen im privaten Bereich kann man diese selbst regeln lassen. Hier lassen sich gut kreative Lösungen finden. Für die professionelle Altenbetreuung braucht es ausreichend Testungen für das Personal und ansonsten Begegnungskonzepte für die Angehörigen. In vielen Heimen gibts da ja schon gute Ideen.
Masken-, Abstand- und Hygieneregeln sind in in der Öffentlichkeit in meinen Augen unverzichtbar, solange es weder Heilmittel noch Impfung gibt.
Unbequem, aber nach aktuellem Kenntnisstand wirksam.