Zitat von Zustände:@Salzkristall am besten schreibt man hier gar nichts und geht seinen eigenen weg, siehst ja die Reaktionen, den gefällt es so wie es ist, Motivation und positive Sichtweise ist hier scheinbar nicht gewünscht.
Ja, dieser Gedanke kam mir mittlerweile auch. Man hat jetzt eine Sau gefunden, die man durch's Dorf treiben konnte - vielleicht einmal eine gelungene Abwechslung zum alltäglichen Trott hier drin. Dabei habe ich ja mehrfach betont, dass dies keine allgemeine Kritik an jedem Einzelnen hier ist und dass alle individuell unterschiedlich ausgeprägt sind und es daher auch verschiedenen Ansätzen bedarf, um mit seinem Problem fertigzuwerden.
Da ich allerdings primär mit Gürkchen44 geredet habe und auf seine noch sehr frische und daher vermutlich ebenfalls wie bei mir noch nicht sehr ausgeprägte Situation eingegangen bin (komisch, dass sich da gleich alle angesprochen fühlten), waren die Ratschläge unter diesen Umständen durchaus berechtigt.
Es leuchtet ein, dass diese Ratschläge nun nicht unbedingt auf jemanden zutreffen, der hier schon 20 Jahre lang mit einer sehr starken Depression oder sonstigen psychischen Problemen zu kämpfen hat - es gibt hier aber andererseits auch nicht nur solche schweren Fälle, sondern Fälle wie ihn und mich, die noch sehr genau wissen, wie ein normales Leben geht und die alles daransetzen, diesen Zustand auch wieder zu erreichen.
Zum Thema es gäbe nicht für alle ein soziales Umfeld... Nun, da bin ich nicht unbedingt der selben Auffassung, denn selbst wenn man im Verwandtenkreis niemanden mehr hätte, gäbe es zig Möglichkeiten, Kontakte aufzubauen. Selbsthilfegruppen, Vereinstätigkeiten (für jene, die dazu in der Lage sind, bevor jetzt hier gleich wieder geschrien wird), Wandergruppen, etc PP.
Für einige, die so sehr in einem Loch hängen, dass sie nicht mal durch den Tag kommen, mag sowas gewiss nicht zutreffen, aber es gibt auch zweifellos viele Leute, die die Möglichkeit hätten, sich aber dann doch eher gehen lassen und zu denen gehörte ich am Anfang nämlich selber, bis ich gerafft habe, dass es mir persönlich eben nichts bringt, wenn ich mich 24/7 nur in einem Medizinforum aufhalte und mich noch mehr ins Elend reinsteigere.
Gewiss gibt es User hier, denen nichts anderes bleibt als dies zu tun, das ist ja auch völlig verständlich. Aber ganz bestimmt nicht alle und genau an jene war der gut-gemeinte Ratschlag gerichtet.
Es ist eher schade und bedenklich, dass dies so fehlinterpretiert wurde, entweder gewollt oder ungewollt.