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Trebur
Hallo liebe Mitleser und Mitleserinnen,

Seit ca. 17 oder 18 Jahren, ist bei mir ein Aneurysma im Torax in Herznähe bekannt.
In der gesamten Zeit steht das Ding mit einer Größe von ca. 4,6 cm unverändert still.
Lediglich als ich vor ca. 6 Jahren anfing richtiges Krafttraining zu machen, meinte mein Kardiologe, das Ding hätte sich auf 4,63 cm erweitert.
Daher habe ich mit dem Training aufgehört und die Ausweitung steht wieder wie gehabt.

Mein Blutdruck hatte ich so weit, dass er mit unter 120 zu 70 im Schnitt gut eingestellt war, was bei meiner Länge von 1,87 m sich schon oft als zu nieder erwies.
Nun ist vor einiger Zeit während eines Panikanfälle mein Blutdruck bis 150/160 zu 90/95 angestiegen und ich habe seither eine riesige Angst, das Aneurysmena könnte reißen. Diese Angst beherrscht mich z.Zt völlig und ich komme nicht mehr von dem Gedanken los.
Panik wie auch Hypochondrie quälen mich schon über 30 Jahre.

Gibt es Forenmitglieder, die Aussagen zu einem Aneurysma geben können und was ihre Ansicht zu einem solchen Ding ist, das so lange unverändert fest steht.
Kann da ein Blutdruckanstieg im Rahmen von Angst und Panik richtig gefährlich werden?
Ein bekannter Arzt sagt immer, ich soll das Ding vergessen. Es würde nichts mehr passieren, weil sich so lange Zeit nichts Verändert hätte. Trotzdem beruhigt mich dies nicht.

Ich danke schon jetzt für eingehende Hilfe.

09.04.2017 18:05 • 12.05.2017 #1


9 Antworten ↓


Mein Ex-Schwiegervater hatte sowas und ist mit 72 dran gestorben. Allerdings nahm der starke Medikamente (Marcoumar).

Ich kann dir nur sagen, wie ich es machen würde. Ich würde das Aneurysma operieren lassen.

Der kurzzeitige hohe Blutdruck sollte jetzt aber noch nicht das problem darstellen. Solange die Gefäße elastisch und nicht verkalkt sind, geht das gut.

Jedenfalls denke ich, dass du deinem Arzt vertrauen kannst. Er hat lange genug studiert, um sich auszukennen.

09.04.2017 20:48 • x 1 #2



Todesangst wg Aneurysma

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petrus57
Mit so einer Zeitbombe im Körper könnte ich auch nicht ruhig leben. Aber ich denke bei einem einmaligen Blutdruckanstieg wird da nicht viel passieren. Du wirst ja auch außerhalb der Panikattacken Blutdruckanstiege haben.

Inwieweit dir Panikattacken gefährlich werden können, kann dir wohl nur der Arzt sagen können. Für solche Notfälle würde ich mir an deiner Stelle Tavor etc. verschreiben lassen.

10.04.2017 07:13 • #3


Du wirst hier keinen besseren Experten finden als deinen Kardiologen.

Wann eine Operation weniger risikoreich ist , als das Aneurysma unbehandelt zu lassen ,kann der am besten beurteilen.
Aber ich kann deine Angst gut verstehen, aber medizinisch bist du in guten Händen.
Und eine Garantie gibt es nun mal nicht.

10.04.2017 12:20 • x 1 #4


Mir ist ein Aneurysma im Gehirn, also der ACI (Arteria carotis interna) geplatzt. Nannte sich dann SAB, was für Subarachnoidalblutung steht. Vorher wußte ich nichts davon und hatte auch vorher nie medizinische Probleme. Ob das am Blutdruck lag kann man nicht sagen, da ich Notfallmässig in die Uni kam (Konnte schon nicht mehr laufen, nichts sehen und hab immer das Bewußtsein verloren). Worauf ich hinaus will ist, dass ich nun wieder kern gesund bin und keinerlei neurologische oder kognitive Defizite habe und das es dazu 2 Methoden gibt ein Aneurysma zu behandeln:
1.) Clipping - Das Aneurysma wird wie abgeklemmt.
2.) Coiling (wie bei mir) - Der Aneurysma Sack wird mit kleinen Metallstiften gefüttert bis dieser voll ist und kein Blut mehr reinfliessen kann und Druck auf die Wand ausübt. Dazu hat man bei mir davor 2 Flow Diverter installiert (moderne High Tech Stents) so dass die Wand nun doppelt geschützt ist.

Welche der Methoden angewendet wird und ob da überhaupt was gemacht werden muss solltest Du mit Deinem Arzt besprechen. Am besten eine zweite Meinung einholen und wenn beide sagen, dass die Wand dick genug ist (sieht man in der Untersuchung), dann las es so. Doch wenn Du was an dir machen läßt, dann kann ich Dir die Uni Düsseldorf nur empfehlen in jedem Punkt der dieses Thema betrifft. Ist auch eine Top Nachversorgung.

10.05.2017 23:44 • x 1 #5


Hallo! Ich lebe auch mit dem Wissen, dass ich ein Aneurysma im Kopf habe. Es wurde mehrmals per mrt untersucht und es ist wohl sehr klein und soll daher alle 2 Jahre untersucht werden. Warst du auch bei einem Neurochirurgen?

11.05.2017 12:27 • x 1 #6


Die eigentliche OP wurde von der Neuroradiologie gemacht, da sie durch die Leiste mit einem winzigen Katheter reingegangen sind. Bei der Beurteilung haben sie aber wohl mit der Neurochirugie zusammengearbeitet. Auf Grund der Bettenbelegung habe ich dann auch auf der Neurochirugie gelegen und da erlebt man echte Wunder und das am laufenden Band. *Daumen hoch* Werde nun erstmal jährlichins MRT müssen und dann auch alle zwei Jahre zur Kontrolle. Echt der wahnsinn was die Technik alles kann. Ob man bei so einer OP in die Neuroradiologie (Coiling) oder die Neurochirugie (Clipping) kommt häng auch davon ab wie das Aneurysma aufgebaut ist - soweit ich weiss.

11.05.2017 19:14 • #7


petrus57
Das mit dem Coiling kam auch gerade bei In aller Freundschaft

11.05.2017 19:26 • #8


Coiling ist halt minimal invasiv, sprich sie machen nur einen kleinen schnitt in der Leiste und gehen von da aus hoch. Beim Clipping müssen sie schon einen größeren Schnitt an der Stelle machen wo es halt ist.

12.05.2017 02:01 • #9


Trebur
Ich hatte gestern im Rahmen der Krebsnachsorge ein CT von Thorax und Abdomen. Dabei wurde dann auch das Thorax-Aneurysam erfasst und bewertet.
Der Internist sprach bisher immer von einer Größe von 4,6 bis 4,8.
Im CT wurde gestern die größte Weite mit 4,2 gemessen.
Ich bin dadurch sehr beruhigt. Da auch die Wand völlig i.O. sein soll.
Als Privatpatient, habe ich bisher alle 4 Monate ein Herzecho gehabt.
Ich betone Privatpatient.
Kopfschütteln.Man hätte mir keine solche Angst machen müssen. Bei einem Aneurysmena im Thorax sind 4 bis 5 mm Größenunterschied Welten.

12.05.2017 12:02 • #10



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