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Kennt das jemand von euch, Bilder sehen oder Stimmen hören? Einmal war ich durch die Stimmen auf einer mit Autos befahrenen Straße gelandet und ich habe Angst, sowas könnte sich wiederholen.

Liebe Grüße
Finja

23.06.2012 18:42 • 17.03.2019 #1


33 Antworten ↓


Hallo Finja,
leidest du an einer Angststörung? Wenn ja, kann es sein, dass durch deine Ängste du das GEFÜHL hast, irgendetwas zu hören oder zu sehen.

Ansonsten würde ich an deiner Stelle zu einem Arzt gehen und ihm das erzählen. Je früher eine Krankheit festgestellt wird, desto besser sind auch die Heilungschancen (wie bei allen Krankheiten, egal ob psychisch oder physisch). Und ein Arzt kann dir dann auch sagen was du GENAU hast und NICHT hast.

Viele Grüße Sumi

24.06.2012 14:09 • #2



Stimmen hören im Kopf - die Ursachen?

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Hallo sumi,

erst mal danke für deine Antwort. Ja, ich leide an einer Angststörung und ich war auch schon beim Arzt, bekomme Medikamente. Ehrlich gesagt traue ich mich nicht, davon zu erzählen in meinem Bekanntenkreis, um nicht als verrückt abgestempelt zu werden.

Liebe Grüße
Finja

24.06.2012 17:14 • #3


Christina
Hallo Finja,

hast du richtig Stimmen gehört? Wenn ja, wie war das? Klar und deutlich, befehlend oder wie? Und wie bist du wegen der Stimmen auf die Straße geraten? Seit wann hörst du Stimmen?

Warst du beim Facharzt (Psychiater) und welche Medikamente bekommst du seit wann?

Tut mir leid, dich hier so auszufragen - musst ja auch nicht antworten... So auf den ersten Blick und ohne weitere Infos würde ich dir empfehlen, das schnellstens beim Psychiater abzuklären. Wenn's da morgen keinen Termin gibt, dann notfalls in einer Ambulanz.

Liebe Grüße
Christina

24.06.2012 18:13 • #4


Stimmen hören kann an einem chemischen Ungleichgewicht liegen. Da könnte die beste Anlaufstelle für dich ein Homöopath sein.

24.06.2012 18:21 • #5


Zitat von Christina:
Hallo Finja,

hast du richtig Stimmen gehört? Wenn ja, wie war das? Klar und deutlich, befehlend oder wie? Und wie bist du wegen der Stimmen auf die Straße geraten? Seit wann hörst du Stimmen?

Warst du beim Facharzt (Psychiater) und welche Medikamente bekommst du seit wann?

Tut mir leid, dich hier so auszufragen - musst ja auch nicht antworten... So auf den ersten Blick und ohne weitere Infos würde ich dir empfehlen, das schnellstens beim Psychiater abzuklären. Wenn's da morgen keinen Termin gibt, dann notfalls in einer Ambulanz.

Liebe Grüße
Christina


Hallo Christina,

die Stimmen haben immer meinen Namen gesagt und befohlen über die Straße zu gehen (ich meine da sind Autos gefahren und nicht gerade langsam), das ging ne ganze Weile. Ich hatte dann solche Angst und ich wurde dann eingewiesen. Vor dem Arzt war ich weggelaufen, weil die Stimmen das mir sagten. Aber dann wurde ich behandelt und schlief nur noch und wurde auf Risperdal eingestellt. Dann bekam ich längere Zeit das Medikament und es ging gut, bis ich drauf drängte, es ohne Medikamente zu versuchen. Eines Abends sah ich dann so komische Bilder, sahen aus wie Masken und ich ging erneut zum Arzt, weil meine Angst immer stärker wurde. Ich hatte totales Misstrauen vor anderen Menschen, auch in der Arztpraxis und wieder wurde ich eingewiesen und auf Risperdal eingestellt. Trotzdem bleibt die Angst, das sich das Ganze wiederholen könnte.

Liebe Grüße
Finja

24.06.2012 19:07 • #6


Zitat von Gina68:
Stimmen hören kann an einem chemischen Ungleichgewicht liegen. Da könnte die beste Anlaufstelle für dich ein Homöopath sein.


Hallo Gina

An einen Homöopathen habe ich auch schon mal gedacht. Muß man das selbst bezahlen oder wie läuft das ab?

LG

24.06.2012 19:09 • #7


Hallo,
lass dich auf jeden ! Fall ärztlich weiter behandeln!! es gibt heutzutage sehr gute Medikamente, welche bei einer Schizphrenie sehr gut helfen und du musst mit dieser Krankheit auch nicht dein ganzes Leben lang leben. Es gab da mal eine Statistik, bei welcher vorallem Frauen sehr gute Heilerfolge erzielt haben!! Es ist nur wichtig, dass du dich von Ärzten behandeln lässt, nur so können diese dir auch helfen!! Es gilt also deine Missgunst und dein Misstrauen, was ja zur Krankheit gehört!!, zu überwinden!! Mein Bruder hat leider auch eine Psychose, so wurde ich damit konfrontiert und musste mich damit auseinandersetzen. Es gibt da eine Seite, die mir der Psychiater vom Bruder empfohlen hat. Kannst da ja auch mal reinschauen und dich informieren: www.Psychose.de

Sumi

24.06.2012 19:31 • #8


Zitat von Finja:
Zitat von Gina68:
Stimmen hören kann an einem chemischen Ungleichgewicht liegen. Da könnte die beste Anlaufstelle für dich ein Homöopath sein.


Hallo Gina

An einen Homöopathen habe ich auch schon mal gedacht. Muß man das selbst bezahlen oder wie läuft das ab?

LG




Wenn du privat versichert bist und er eine Diagnose auf die Rechnung schreibt , wird es , je nach deinem Vertrag, bezahlt.
Ansonsten kannst du es auch selbst bezahlen, die erste Anamnese dauert ca 1,5 Stunden.
Danach sind einige Tage Pause, da das richtige mittel in Ruhe ausgesucht wird.
Dann gehst du wieder hin und bekommst das Homöopathische mittel. Entweder als globoli oder kann auch gespritzt werden, einiges.
Gute Homöopathen bieten dir dann an, alle paar Tage in die Praxis zu kommen, um zu besprechen, wie das mittel wirkt oder ob gewechselt werden muss.
Die erste Anamnese kann etwas teurer sein ( um die 100 Euro +/-) .
Die Globoli kosten nicht die Welt und diese folgetermine , um zu sehen, ob das mittel anschlägt sind entweder kostenlos oder kosten denke ich mal nicht mehr als 20-40 Euro ( Halbe Stunde ) kommt halt darauf an , was noch nebenbei gemacht wird und was zb an Material benutzt wird. Fragen kostet ja nichts...
Alles gute

24.06.2012 19:49 • #9


Christina
Hi Finja,

das klingt schon sehr nach Psychose, Schizophrenie muss es deswegen keine sein. Wenn die Stimmen und Bilder jetzt wieder zugenommen haben, musst du auf jeden Fall zum Arzt, damit deine Medikation angepasst werden kann. Wahrscheinlich reicht 'ne kleine Dosisänderung und du hast Ruhe. Nur schieb es bitte nicht auf die lange Bank, je früher du damit zum Arzt gehst, desto sicherer kannst du verhindern, nochmal richtig in eine Psychose zu rutschen. Es ist ja leider wirklich so, dass es sich wiederholen könnte und dass du dich in einer Psychose u.U. selbst gefährdest.

Man kann es gut behandeln, man kann auch Medikamentenauslassversuche machen. Nur sollte man dabei ärztlich und psychotherapeutisch begleitet werden. In einer Verhaltenstherapie lernt man z.B., gut auf sich zu achten, damit man nicht durch Stress noch anfälliger für Schübe wird. Und man lernt sich selbst besser kennen, um auf erste Anzeichen einer Psychose reagieren zu können - bevor Stimmen und Bilder auftauchen und die Angst zu groß wird, um sich dem Arzt anzuvertrauen.

Liebe Grüße
Christina

24.06.2012 20:18 • #10


Danke Sumi für den Tipp und auch Amy für deine Worte.

@ Christina

Damit hast du auch recht. Ich gehe nur noch alle drei Monate zur Therapie, ansonsten helfen mir die Gespräche sehr. In meinem Umfeld kann ich nicht über meine Wahrnehmungen sprechen. Damals als es so akut war, wurde das von meinem Mann einfach so abgetan (Mutti sieht Bilder, wo keine sind) vor meinen Kindern. Das fand ich ganz schön verletzend. Überhaupt traue ich mich nicht, über diese Erkrankung zu reden in meiner Umgebung, fühle mich ganz schön alleingelassen damit...

Liebe Grüße

24.06.2012 20:41 • #11


Christina
Hallo Finja,

es ist schwierig, mit Leuten aus dem näheren (oder auch weiteren) Umfeld über diese Erkrankung zu reden. Es kennt sich kaum jemand damit aus, die Leute sind dann überfordert und bekommen Angst - erstens weil ihnen klar wird, dass normale Menschen wie du und sie selbst so etwas bekommen können, zweitens weil es sie hilflos macht und drittens weil man schnell das Medienbild vom gemeingefährlich Durchdrehenden vor Augen hat.

Ich weiß ja nicht, wie alt deine Kinder sind, aber vielleicht war es das Beste, das dein Mann tun konnte, als er die Psychose vor den Kindern so abgetan hat. Das ängstigt und verunsichert die Angehörigen doch auch und Kinder ganz besonders.

Gibt es vielleicht in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe für Psychoseerfahrene oder Stimmenhörer?

Liebe Grüße
Christina

24.06.2012 20:54 • #12


Hi Christina

Sicher ist das für Angehörige nicht einfach, das zu erleben. Doch ich denke, eine größere Hilfe wäre es für mich gewesen, wenn er sich damit mal auseinandergesetzt und mit einem Arzt gesprochen hätte und mit mir reden würde, so das ich nicht das Gefühl habe, allein damit zu sein.
Ich bin seit kurzem in einer SHG für Ängste und Depressionen.

LG

24.06.2012 21:23 • #13


Zitat von Finja:
Hallo sumi,

erst mal danke für deine Antwort. Ja, ich leide an einer Angststörung und ich war auch schon beim Arzt, bekomme Medikamente. Ehrlich gesagt traue ich mich nicht, davon zu erzählen in meinem Bekanntenkreis, um nicht als verrückt abgestempelt zu werden.

Liebe Grüße
Finja


das is wieder sowass von bescheuert von den leuten. alle sind so verdammt unehrlich also soll bzw. muss mans in unserer gesellschaft eigendlich auch. iwie hass ichs iwie versteh ich dich

05.08.2015 16:57 • #14


Stimmen habe ich auch schon gehört. 3 Monate lang. Hatte eine schizoaffektive Psychose.

05.08.2015 17:23 • #15


Schizophrene Psychose nennt sich die Diagnose. Bevor es mir wieder schlechter ging, hatte ich mich
um meine Schwester zu Hause gekümmert, als sie einen Zusammenbruch hatte. Ich hatte sie noch in die Praxis begleitet, weil sie es nicht allein schaffte, also nahm ich ein Taxi. Sie wollte aber nicht in die Klinik und so kümmerte ich mich um sie. Als es ihr dann wieder besser ging, ging es mir wieder schlechter und ich schleppte mich mit der starken Angst zum Arzt, ich wurde eingewiesen und erneut auf Risperidon eingestellt, allerdings höher. Seitdem gehts mir besser, also ich habe keine Stimmen mehr gehört oder Bilder gesehen, ein Glück.

@ Mathias

Und bist du auf Medikamente eingestellt?

LG

05.08.2015 17:56 • #16


Mir ging es aber heute im Laufe des Tages wieder schlechter, so´n Gedankenkreisen. Kennt ihr das?
Kann kaum abschalten und habe erst in zwei Wochen meinen Arzttermin beim Psychiater/Neurologen.

05.08.2015 18:02 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hi!

Risperidon und Cipralex nehme ich. Das Gedankenkreisen nenne ich bei mir mal Gedankenrasen. Mehrere hundert mal am Tag die gleichen Gedanken, die abreissen, verschwinden und extrem sprunghaft sind. Logisch Denken ist fast nicht mehr drin und Konkretismus. Die Apathie/Autismus hab ich mal überwunden, das war besonders schlimm.

Dein Gedankenkreisen könnte auch von der Angststörung kommen. Ist "normal" bei sowas.

05.08.2015 18:06 • #18


Das könnte hinkommen Mathias und was hilft da am Besten dagegen? Ich versuche mich ja mit Musik abzulenken oder rausgehen, aber trotzdem reißen die Gedanken nicht ab. Oder habe in´s Tagebuch geschrieben. Wenn dann noch der Schlaf gestört ist, das ist auch nicht so toll.

05.08.2015 18:44 • #19


Zitat von Finja:
Mir ging es aber heute im Laufe des Tages wieder schlechter, so´n Gedankenkreisen. Kennt ihr das?
Kann kaum abschalten und habe erst in zwei Wochen meinen Arzttermin beim Psychiater/Neurologen.


hab auch in etwa 2 wochen n therapieplatz, hab da aber nicht wirklich lust drauf weil ich schnellsmöglich in ne langzeit will und genau weis, dass ich da wochen rumgammel bis ich in langzeit kann. auserdem kanns gut sein dass ich da endgiftet werd und dann wieder endlassen werd vor der langzeit= rückfall vorprogramiert weil ich nicht weiß wohin mit meinem Ar.. das mitm gedankenkreisen is auch so ne sache. macht kein spaß so ne schei.. also bist nicht allein wir psychos sind halt kopfgefickt, geht glaub jedem so.

05.08.2015 19:08 • #20



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