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Hallo allerseits,

ich war gar nicht wie lange es her ist, seit ich mich hier im Forum abgemeldet hatte... damals auf Anraten meiner Therapeutin zu Beginn meiner Verhaltenstherapie. Aber im Moment habe ich das Bedürfnis, mich mit Menschen auszutauschen, die nachvollziehen können, wie es mir geht. Also nochmal ganz kurz zum Einstieg: ich bin Ende 30, habe zwei Kinder (eines davon im Grundschulalter), bin berufstätig und meine erste Panikattacke, die ich eigentlich auch direkt als solche empfunden hatte, hatte ich im Dezember 2011. Seit dem habe ich vieles von dem durchgeackert, was die meisten hier sicher kennen: diverse Arztbesuche, Konsultation von Dr. Google..., Angst vor diversen Krankheiten (Herz, Hirn, Krebs, ALS, MS...), diverse Untersuchungen (Langzeit EKG, EEG, Blutuntersuchungen, Echo vom Herz, Schilddrüsencheck...). Ok, manches fehlt noch, einen Blick in das Innere meines Schädels hätte ich schon gerne geworfen, aber dazu konnte sich dann doch kein Arzt durchringen.

Die Verhaltenstherapie hilft mir in vielen Belangen, meine Bedürfnisse besser einzuschätzen und langsam darauf hinzuarbeiten die Baustellen in meinem Leben zu erkennen und zu beackern. Manchmal hatte ich in den letzten Wochen sogar einen Anflug von "Hey, mir gehts gut! Ich bin geradezu glücklich!"

Ich habe immer wieder diverse Symptome gehabt, die ich aber weitesgehend akzeptieren konnte. Herzstolpern - ok, das vergeht. Und tatsächlich, nach ner Woche wars weg. Muskelzucken - macht nix - paar Tage später ist es weg.

Aber aktuell hat es mich akut erwischt. Es ging vor etwa 1,5 Wochen mit starken Rückenschmerzen los, die ich darauf schob, dass ich eine schlechte Haltung habe. Auf meine To Do Liste kam der Vermerk "Fitnessstudio", weil ich dort schon lange an einem Rückenprogramm teilnehmen will. Plötzlich wurde mir dann aber massiv schwindelig und es kam ein allgemeines Schwächegfühl dazu. Das ging über zwei/drei Tage, die ich primär im Bett vebracht hatte. Dann war es nochmal für 2 Tage ok, nur der Schwindel blieb massiver als ich ihn sonst kenne. Am Samstag schlich sich eine latente Übelkeit ein. Ich konnte kein Essen mehr sehen, fühlte mich, als hätte ich einen Basketball veschluckt. Sonntag und gestern war es besonders schlimm, ich konnte kaum etwas essen, mir war latent übel, schwindelig und ich fühlte mich schwach. Heute nun musste ich auf eine Fortbildung (die noch einige Zeit dauern wird). Die Zeit brachte ich Magenteetrinkend hinter mich, bin dann nach Hause getaumelt und hänge nun hier rum, mit starken Kopfschmerzen, starkem Schwindel (der im Sitzen und Liegen weg ist), Schwäche in Armen und Beinen und Ziehen im Nacken. Und meine Angst schwerkrank zu sein hat mich wieder voll im Griff. Vor allem die Angst hier umzufallen und meine Kinder stehen dann alleine herum und wissen nicht was sie tun sollen. (Mein Mann ist seinerseits heute Abend nicht da.). Aktueller Favorit: ich habe eine Hirnhautentzündung. Meine Angst: ich werde heute im Laufe des Abends das Bewusstsein verlieren, meine Kinder bemerken es entweder nicht, weil sie schon im Bett sind oder bekommen es mit, wissen aber nicht was sie machen sollen, während ich dann quasi vor ihren Augen sterbe. Und diese Gedanken wälze ich, während ich hier rumtappe, meinen Kids das Abendessen zubereite, sie bettfertig mache... schon krank. Anstatt das Zusammensein mit ihnen zu genießen. Mir selbst wenn sie schlafen einen gemütlichen Abend zu machen, ein Buch zu lesen, einen Film anzuschauen, was auch immer. Statdessen ringe ich mit mir nicht nach Symptomen zu googeln. Zum Arzt möchte ich auch nicht gehen, denn ich habe Angst, da er mich kennt und das letzte Jahr mitbekommen hat, dass er meine aktuelle Befindlichkeit gleich auf meine Ängste schiebt und mich nicht ernst nimmt. Aber so wie es mir im Moment geht, das kann ich mir doch nicht einbilden. So habe ich mich zu heftigsten Panikattackenzeiten nicht gefühlt.

Puh, also wie ihr seht, im Moment hat mich ein akuter Rückfall gepackt und fest im Griff. Damit hatte ich gerechnet, aber ich hatte gehofft, dass es noch etwas dauert.

Vielleicht mag ja jemand etwas dazu schreiben.

Danke fürs Lesen und viele Grüße
Seitanschnitzel

05.11.2013 20:24 • 06.11.2013 #1


3 Antworten ↓


Willkommen zurück,
auch wenn dich nicht so schöne Dinge wieder hier her führen.
Ich hab bei dir das Gefühl,dass du sehr überfordert bist,mit Beruf,Kindern,Haushalt.
Du hast geschrieben,dass du grade eine Therapie hinter dich gebracht hast,
hat dich denn deine Therapeutin nicht mal darauf
hingewiesen,dass du ein bißchen kürzer treten solltest?
Ich glaube wirklich,dass du mal Ruhe und Zeit für dich brauchst....

05.11.2013 20:56 • x 1 #2



Starke Kopfschmerzen & Schwindel - Hirnhautentzündung Symptome?

x 3


Wenn du eine Meningitis haettest wuerdest du hier nicht Schreiben!.

Meningitis= Hohes Fieber Starkes Krankheitsgefuehl.

Bleib mal in deiner Mitte und entspann dich! Du bist voellig Ueberfordert.

06.11.2013 11:06 • #3


marcel_man
Also eine Meningitis ist eine sehr schwere Erkrankung, die sogar tödlich enden kann.
Meist sind Kinder oder Jugendliche betroffen.
Man bekommt aber nicht mal einfach so eine Meningitis.
Man hat dann extreme Kopfschmerzen, man liegt dann auch nur flach und der Kopf bohrt sich dabei sehr tief ins Kissen.
Man liegt mit einer Meningitis auch im KH, auf Intensiv!
Also können wir das bei Dir Gott sei Dank ausschliessen!

06.11.2013 21:00 • #4




Dr. Matthias Nagel