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Ayano
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Denke zur Zeit wieder nur über Krankheiten nach .Es macht mich ganz verrückt .Habe schon manchmal richtig Kopfweh kann aber einfach nicht aufhören damit .Geht es noch jemanden so ?Hab schon immer ganz Angst vom nächsten Tag weil es dann schon wieder los geht .Mit den nach grübeln kann überhaupt nicht mehr abschalten.

29.11.2020 #1


42 Antworten ↓
Calima

Calima
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Zitat von Lottikarotti:
Kommt drauf an wie man damit umgeht, und ob man den Anderen mit einschränkt.


Das gelingt aber leider nur wenigen. Solange man in der Angst festhängt, ist das Risiko enorm, das Leben der Umgebung dem eigenen unterzuordnen. Letzten Endes ist es purer Egozentrismus, sich permanent mit der eigenen Angst zu beschäftigen. Das, so wie du, mit sich selbst auszumachen, ist nach meiner Erfahrung schon ein ziemlich großer Schritt aus der Angst selbst.

Zitat von Shyiox:
Man macht es ja aber auch nicht aus Spaß.


Natürlich nicht. Das macht aber für die Familie keinen Unterschied. Für Kinder spielt es beispielsweise überhaupt keine Rolle, warum sich ihre Mutter/ ihr Vater nicht so mit ihnen beschäftigen, wie es gesunde Eltern tun. Es ist egal, ob die Erwachsenen Gründe für ihre Ängste haben mögen, das ist nicht ihre Verantwortung. Sie haben ein Recht auf eine gesunde, fröhliche, unbeschwerte Kindheit. Und wir haben kein Recht, ihnen diese zu verderben.

Und es ist auch nicht das Problem des Partners. Natürlich wird in einer guten Partnerschaft ein Partner den anderen ein Stück weit tragen, aber das entbindet den psychisch gestörten Partner nicht von seiner Verantwortung, sein Leben in den Griff zu kriegen.

Es ist so einfach, zu klagen, dass es einem ja so schlecht geht und dass man sooooo gern wieder gesund wäre, aber gleichzeitig immer wieder seine Angstmuster zu bestätigen und nichts zu verändern.

Und ja: Ich weiß, dass das keiner hören mag. Wir tun uns viel lieber leid. Trotzdem ist es nicht die Aufgabe unserer Umwelt, Verständnis für uns aufzubringen, sondern unsere Aufgabe, unsere Probleme selbst in den Griff zu kriegen. Verständnis tut gut, ganz ohne Zweifel. Zuviel davon bedingt aber, dass wir erst recht keinen Veränderungszwang sehen. Solange alles irgendwie weiterläuft, können wir unsere Ängste weiter pflegen.

28.11.2020 19:16 • x 3 #33


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Ständig nur noch über Krankheiten nachdenken

x 3


Calima

Calima
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Zitat von kritisches_Auge:
Die Betreffenden haben sich das nicht ausgesucht und sie leiden genug, niemand würde daran denken, jemandem zum Vorwurf zu machen eine schwere Krankheit zu haben,


Zum einen hat man im Gegensatz zu einer körperlichen Krankheit bei einer psychischen Krankheit - die oft keine solche ist, sondern bestenfalls eine Störung - eigene Handlungsmöglichkeiten. Zum anderen können auch Menschen mit einer physischen Erkrankung damit so oder so umgehen. Und je nachdem, wie sie das tun, kann man ihnen ihr Verhalten sehr wohl zum Vorwurf machen.

Das VERHALTEN, nicht die Krankheit. Und um nichts anderes geht es mir. Wenn ich zurückschaue auf die Art und Weise in der ich mich um mich selbst und meine Befindlichkeiten gedreht habe, dann empfinde ich rückblickend eine Menge Scham und Reue. Ich habe meinem Mann Jahre seiner Lebenszeit gestohlen. Zeit, in der wir gemeinsam die Dinge hätten unternehmen können, die er so gerne mit mir unternommen hätte.

Nun bin ich zwar raus aus der Angst, aber ihn hat eine körperliche Erkrankung erwischt, die es ihm unwiderruflich unmöglich machen wird, das durch mich Versäumte nachzuholen. Er wirft mir das nicht vor. Dass muss er auch nicht, denn das tue ich selbst.

Ich bereue zutiefst jeden an die Angst verschwendeten Moment, der nun unwiderruflich verloren bleiben wird.

Zitat von kritisches_Auge:
Ich finde es völlig falsch, Eltern die unter Ängsten leiden auch noch Schuldgefühle zu machen.

Ich bin da doch eher Anwältin der Kinder. Es reicht nicht, das Beste zu wollen. Wollen tun alle Eltern. Wie bei allem im Leben ist auch hier das TUN entscheidend. Wer Kinder in die Welt setzt, übernimmt Verantwortung. Eine Menge Leute kriegen die Krise, wenn auch nur der Anschein entsteht, einem Tier könnte es nicht gut gehen. Da spielt erstaunlicherweise auch die potentielle psychische Verfassung des Tierhalters keine Rolle.

Wagt man aber anzumahnen, dass Eltern mit psychischen Störungen dennoch in der Verpflichtung stehen, ihren verdammten Job als Eltern ernst und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, ist das eine Diskriminierung der erkrankten Eltern.

28.11.2020 20:40 • x 2 #36


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MiniMami30
Jup hier. Im Moment ist es corona . Sad

#2


aliecinein1
Bei mir hängt es auch im allgemeinen mit der Angst/Hypochondrie und Depression zusammen ...
Ich muss auch echt aufhören alles zu googeln was ich für kleine Wehwechen habe ... das macht mich auch so wahnsinnig
Man muss sich einfach ablenken

x 1 #3


A
Ganz schlimm hab ich Angst vor Tollwut .Und wen ich da drüber nicht nachdenke ist es bei mir auch Corona .Im Sommer hab ich auch nicht so viel nachgedacht aber im Winter ist es ganz schlimm wieder.Hab auch starkes Asthma und trau mich gar nicht mehr einkaufen oder in Läden.Und dann denk ich halt noch mehr nach als sonst .Kann aber einfach nicht aufhören mit den nachdenken .Und abends brummt mir dann richtig der Kopf .

#4


Hoffnungsblick
Du kannst vielleicht, wenn du wirklich davon loskommen willst, gezielt versuchen, dich abzulenken.
Du könntest dir einen Plan machen, was du erlernen oder tun willst. In dieser Zeit kannst du dann zumindest weniger über Krankheiten nachdenken.

Du könntest über deine Lebensziele nachdenken, die du in deiner Lebensspanne erreichen willst.
Klar, wir können nicht ewig in unserem Körper leben. Wichtig ist, dass du weißt, was du in deiner Lebensspanne hier auf der Erde willst und das dann tust. Dann kannst du zufrieden sein, wenn du mal gehen musst.

Du kannst dich auch mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Mir hat es geholfen, mir in Youtube einige Nahtoderfahrungen anzuschauen.

Was nützt die Krankheitsangst?
Nehmen wir an, du hast eine Krankheit vollkommen im Griff und wirst vollständig gesund. Aber das heißt nicht, dass du alle Krankheiten im Griff hast. Es ist also völlig nutzlos und ganz sinnlos, sich ständig vor Krankheiten zu fürchten. Wir können nicht alles kontrollieren und haben nicht alles im Griff. Ein Stück weit muss man dem Leben vertrauen.
Es ist schon besser, die verbleibende Lebenszeit zu nutzen und dorthin die Gedankenenergie zu lenken.

x 4 #5


miriam0707
Zitat von Hoffnungsblick:
Du kannst vielleicht, wenn du wirklich davon loskommen willst, gezielt versuchen, dich abzulenken. Du könntest dir einen Plan machen, was du erlernen oder tun willst. In dieser Zeit kannst du dann zumindest weniger über Krankheiten nachdenken.Du könntest über deine Lebensziele nachdenken, die du in deiner Lebensspanne erreichen willst.Klar, wir können nicht ewig in unserem Körper leben. Wichtig ist, dass du weißt, was du in deiner Lebensspanne hier auf der Erde willst und das dann tust. Dann kannst du zufrieden sein, wenn du mal gehen musst.Du kannst dich auch mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Mir hat es geholfen, mir in Youtube einige Nahtoderfahrungen anzuschauen.Was nützt die Krankheitsangst? Nehmen wir an, du hast eine Krankheit vollkommen im Griff und wirst vollständig gesund. Aber das heißt nicht, dass du alle Krankheiten im Griff hast. Es ist also völlig nutzlos und ganz sinnlos, sich ständig vor Krankheiten zu fürchten. Wir können nicht alles kontrollieren und haben nicht alles im Griff. Ein Stück weit muss man dem Leben vertrauen.Es ist schon besser, die verbleibende Lebenszeit zu nutzen und dorthin die Gedankenenergie zu lenken.



Das hast du wirklich sehr treffend und gut geschrieben, sehr schön

x 1 #6


C
Zitat von aliecinein1:
Bei mir hängt es auch im allgemeinen mit der Angst/Hypochondrie und Depression zusammen ...Ich muss auch echt aufhören alles zu googeln was ich für kleine Wehwechen habe ... das macht mich auch so wahnsinnig Man muss sich einfach ablenken

Oh ja dieses Googeln ist das schlimmste.

x 1 #7


C
Obwohl ich hier manchmal auch nicht alles lesen darf Laughing

x 2 #8


Calima
Zitat von Ayano:
Mit den nach grübeln kann überhaupt nicht mehr abschalten.


Wie lange machst du das schon? Und wie oft hat sich deine Phantasie bestätigt?

Und warum machst du dann immer weiter?

x 2 #9


C
Zitat von Hoffnungsblick:
Du kannst vielleicht, wenn du wirklich davon loskommen willst, gezielt versuchen, dich abzulenken. Du könntest dir einen Plan machen, was du erlernen oder tun willst. In dieser Zeit kannst du dann zumindest weniger über Krankheiten nachdenken.Du könntest über deine Lebensziele nachdenken, die du in deiner Lebensspanne erreichen willst.Klar, wir können nicht ewig in unserem Körper leben. Wichtig ist, dass du weißt, was du in deiner Lebensspanne hier auf der Erde willst und das dann tust. Dann kannst du zufrieden sein, wenn du mal gehen musst.Du kannst dich auch mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Mir hat es geholfen, mir in Youtube einige Nahtoderfahrungen anzuschauen.Was nützt die Krankheitsangst? Nehmen wir an, du hast eine Krankheit vollkommen im Griff und wirst vollständig gesund. Aber das heißt nicht, dass du alle Krankheiten im Griff hast. Es ist also völlig nutzlos und ganz sinnlos, sich ständig vor Krankheiten zu fürchten. Wir können nicht alles kontrollieren und haben nicht alles im Griff. Ein Stück weit muss man dem Leben vertrauen.Es ist schon besser, die verbleibende Lebenszeit zu nutzen und dorthin die Gedankenenergie zu lenken.

Das schlimme zur Zeit bei mir ich Vertraue garnicht mehr. Es quält mich so sehr.

x 1 #10


A
Zitat von Calima:
Wie lange machst du das schon? Und wie oft hat sich deine Phantasie bestätigt? Und warum machst du dann immer weiter?

Schon ewig und kann einfach nicht aufhören .Ist wie eine art zwang .

#11


C
Ich kann auch noch nicht mal annehmen, dass es etwas psychisches ist. Auch wenn ich das schon so lange habe. Es will nicht in mein Kopf rein

#12


C
Ich erlaube meinem Körper noch nicht einmal krank zu. Einfach Zusagen es braucht seine Zeit um eine Erkältung auszukurieren.

#13


MiniMami30
Jetzt zb hab ich grad im TV gesehen das der ehemalige Fußballer Maradona gestorben ist an einem Blutgerinnsel im Gehirn. Zack bumm spinnt meine psyche und hab Angst dass ich auch eins bekomme weil ich den ganzen tag Kopfschmerzen habe. Weil meine Angst wegen eventueller Infektion mit corona durch meinen Bewohner in der Arbeit reicht ja heute nicht schon aus oder .. sowas ist doch nicht normal

x 1 #14


C
Zitat von MiniMami30:
Jetzt zb hab ich grad im TV gesehen das der ehemalige Fußballer Maradona gestorben ist an einem Blutgerinnsel im Gehirn. Zack bumm spinnt meine psyche und hab Angst dass ich auch eins bekomme weil ich den ganzen tag Kopfschmerzen habe. Weil meine Angst wegen eventueller Infektion mit corona durch meinen Bewohner in der Arbeit reicht ja heute nicht schon aus oder .. sowas ist doch nicht normal

War das nicht ein Herzinfarkt?
Lg

#15


C
Momentan darf ich auch nur Kinderfilme schauen nichts mit Krankheiten oder Tod Wink

#16


A
Doctor House darf ich nicht schauen da hab ich alles Wink.

#17

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R
Hi,
ich kenne das aktuell auch nur zu gut.

Hab leider auch noch kein wirkliches mittel gefunden :/ versuche optimistisch zu bleiben und sobald der Gedankenkreislauf einsetzt mache ich Atemübungen bei denen ich versuche den Gedankenkreislauf zu durchbrechen und ich mich stark aufs Atmen Konzentriere.

Auch der ehrliche Austausch mit Freunden hilft mir, Kann man nicht mit jedem machen, aber mich beruhigt das da ich merke andere Menschen haben auch die Angst / Bedenken und im Gegenseitigen Austausch motiviert man sich manchmal auch und nimmt sich gemeinsam die Angst aber ich habe sehr lange gebraucht bis ich mich anvertrauen konnte.

Ich drücke uns die Daumen !

x 1 #18


Hoffnungsblick
Zitat von chrispisrsen:
Das schlimme zur Zeit bei mir ich Vertraue garnicht mehr. Es quält mich so sehr.


Ja, es ist manchmal nicht einfach, zu vertrauen und loszulassen, wenn man in dieser Hinsicht negative frühkindliche Erfahrungen gemacht hat.

Nur, wenn man dann stattdessen denkt, man hätte alles im Griff und könnte alles steuern und kontrollieren, dann ist das halt falsch und darum auch nicht vertrauenserweckend.
Das Universum ist zu komplex, als dass man jedes Problem lösen kann. Manchmal muss man das Wagnis Vertrauen ein Stück weit eingehen.
Das ist sicherer, als ständig durch Ängste Leben und seine Probleme und Aufgaben vermeiden zu wollen.
Du darfst auf die große Weisheit des Lebens, in dem du deinen Platz hast, vertrauen.

x 1 #19


Schlaflose
Zitat von MiniMami30:
Jetzt zb hab ich grad im TV gesehen das der ehemalige Fußballer Maradona gestorben ist an einem Blutgerinnsel im Gehirn. Zack bumm spinnt meine psyche und hab Angst dass ich auch eins bekomme weil ich den ganzen tag Kopfschmerzen habe. Weil meine Angst wegen eventueller Infektion mit corona durch meinen Bewohner in der Arbeit reicht ja heute nicht schon aus oder .. sowas ist doch nicht normal

Am Blutgerinnsel war er vor 2 Wochen operiert worden und hat es gut überstanden. Gestorben ist er an einem Herzinfarkt. Er hatte schon vorher 2. Aber schau dir mal seinen Lebenswandel an. Da muss muss man mit so etwas rechnen. Das hat, schätze ich, mit deinem Leben überhaupt nichts zu tun.

x 1 #20


A


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Dr. Matthias Nagel
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