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Hallo zusammen,

nun habe auch ich den Weg hierher gefunden. Grund dafür ist, dass es mir momentan leider nicht so gut geht. Leider ist es für Nicht Betroffene so schwer das nach zu vollziehen, weswegen ich hoffe, dass das hier anders ist.

Die vergangenen Wochen hatte ich ständig Kopfschmerzen, insbesondere im Liegen. Teilweise war es so schlimm, dass ich nachts zum Notdienst gefahren bin. Der Arzt meinte, es seien Spannungskopfschmerzen, spritzte mich und schickte mich heim. Allerdings wurde es in den nächsten Tagen, trotz weiterer Spritzen, Muskelrelaxen usw nicht besser, so dass ich ins Krankenhaus bin. Die machten ein MRT und tada alles ok im Kopf. Die Kopfschmerzen sind eigentlich auch weg, hier und da nochmal ein Stechen, aber das wars. Nun kribbelt ständig meine Kopfhaut und mein Gesicht, ich fühle mich etwas schummrig im Kopf und beschäftige mich die ganze Zeit mit meinen Symptomen und der daraus resultierenden Angst. Bin mir nicht mal mehr sicher, ob diese Symptome nicht eigentlich von meiner Angst kommen. Ich weiß auch gar nicht, was ich glaube, dass ich nun habe, da laut MRT alles ok ist. Auch meine Blutwerte waren alle gut. Eigentlich habe ich nichts, aber ich bin davon überzeugt, dass da irgendwas sein muss und bin momentan total in meiner Angst gefangen.

Vielleicht kennt das ja der ein oder andere von euch?

LG

26.12.2013 16:09 • 30.12.2013 #1


12 Antworten ↓


Was du beschreibst klingt sehr vertraut. Das Problem ist, je mehr Angst du hast desto mehr achtest du auf die Symptome was wiederum deine Angst steigert. Ein echter Teufelskreis. Versuch auszubrechen in dem du dich so gut wie möglich ablenkst, egal womit. Wenn du dadurch die Symptome weniger beachtest wird auch die Angst weniger.

26.12.2013 16:18 • #2



Ständig ein neues Leiden

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Herzlich Willkommen

Könnte sein das du unter Migraene leidest ich kenne diese Symptome nur zu gut und bei mir wurde vor Jahren ne atypische Migräne diagostiziert.

Angst hat sich bei mir dann später nach ein paar grösseren Anfällen draufgelegt
Trigger sind bei mir der Hormonhaushalt und Wetterumschwünge

War es das erste mal dann mach mal Termin bei Neurologen und führe ein Tagebuch über Symptome Dauer und Ernährung dann kann man einen Zusammenhang feststellen.

LG cooky

26.12.2013 16:19 • #3


Vielen Dank für eure Antworten!

Cooky, ich habe auch Migräne und war auch erst der Meinung, es könne eine Attacke sein. Jedoch wirkte kein Migränemittel und es fühlte sich auch anders an als bisher. Ende Februar habe ich allerdings einen Termin beim Neurologen. Die Idee mit dem Schmerztagebuch find ich gut. Werde ich bis dahin mal führen.

Chaoslexikon, ja leider ist das so. Versuche auch stets mich abzulenken, aber bin da leider recht erfolglos, weil immer was neues dazu kommt. Eigentlich bin ich es so unendlich leid von dieser Angst so beherrscht zu werden.

LG

27.12.2013 11:27 • #4


Hallo Jane!

Wie geht es Dir denn jetzt?
Ich kenne das Problem mit den Spannungskopfschmerzen sehr sehr gut.
Solltest Du öfter damit zu kämpfen haben, empfehle ich Dir mal ein anderes Kopfkissen auszuprobieren. Es gibt ja unterschiedliche Arten davon. Ich kenne das sehr gut, daß man vor Schmerzen nicht liegen kann, die dann sogar noch schlimmer werden.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß Deine Symptome immer noch von den Verspannungen im Nacken kommen. Da laufen ja viele Nerven zusammen und die werden ja gedrückt und somit gereizt, wenn die Muskeln stark verspannt sind. Ich habe das auch sehr oft, daß die Schmerzen weg sind, aber noch andere Symptome dann da sind. Komisches Gefühl im Kopf, irgendwie leicht schwindelig, leicht wackelig auf den Beinen, um nur einige Symptome zu nennen. Die Nerven müssen sich erst mal wieder regenerieren und das dauert halt etwas. B- Vitamine können da helfen.

Ich empfehle Dir Saunagänge, warme Umschläge für den Nacken. Ich schwöre ja auf Thermacare für den Nacken. Die sind zwar teuer, aber helfen echt super. Die Wärme ist viel angenehmer als diese ABC-Wärmepflaster.

Wenn man Probleme mit dem Nacken hat, dann können sehr schnell etliche andere Symptome dazukommen. Man denkt dann immer, man ist krank, dabei ist der Nacken und die Muskeln da Schuld.

Gute Besserung wünscht Dir Jess

27.12.2013 11:29 • #5


Jess,

wie gesagt die Kopfschmerzen sind eigentlich weg. Was bleibt ist dieses schummrige Gefühl im Kopf und Schwindelattacken. Im Liegen gehts mit gut, auf den Beinen bin ich unsicher. Also habe ich alle Aktivitäten auf ein Minimum beschränkt.
Im Sanitätshaus habe ich mir ein Spezialkissen ausgeliehen, um zu schauen, ob meine Symptome besser werden.

Generell macht mir die Angst zu schaffen. Ich war dieses Jahr gesundheitlich sehr angeschlagen, hab viele OPs hinter mir und daraus resultierend große Ängste entwickelt. Bei jedem Symptom denke ich, dass es etwas schlimmes ist und ich sterben muss. Wie gesagt, ich kann mir auch vorstellen, dass meine Symptome nun auch psychosomatisch sind. Ich kann mir das auch alles ganz logisch erklären, aber leider bringt mir das in akuten PA nichts. Ich will einfach nur ganz normal leben, ohne diese Angst. Ohne irgendwelche Symptome und PA, die mein Leben dermaßen einschränken. Momentan fühle ich mich einfach nur gefangen. Aber es tut gut sich hier austauschen zu können.

LG

27.12.2013 17:34 • #6


Hallo Jane!

Das kenne ich nur zu gut. Ich hatte seit 2006 Ruhe. 2005 hatte ich erstmals PA bekommen. Dann habe ich immer ein AD genommen. Aber als ich dann auf Venlafaxin umgestiegen bin, begann die Hölle. Und die Psychiaterin tut alles ab und hört nicht mal richtig zu. Seitdem ich das Venla absetze und bei etwa 10 mg (von 225mg) angekommen bin, bekomme ich so viele Sachen, die ich nie hatte. Depersonalisierungsgefühl, so neben sich zu stehen und nicht alles mitzubekommen, Aggressionen, absolute Reizbarkeit, starke Müdigkeit (vielleicht nun auch vom Opipramol, was ich immer zur Nacht nehme), Schlafstörungen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und nun auch wieder Panikattacken. Wegen der PA wurde ich ja anfangs behandelt. Und nun weiß keiner, ob ich zu schnell ausgeschlichen habe oder ob es die Grunderkrankung ist. Die Ärztin sagt gleich Grunderkrankung und macht mich an, daß man so gar nicht unter dem Entzug leiden kann. Mein Hausarzt sagt, mein Nervensystem ist total irritiert. Ich hatte von dem Venla sehr hohen Blutdruck, Herzprobleme und Darmblutungen bekommen.

Derzeit kommen bei mir auch immer neue Symptome dazu und ich wünsche mir die Zeit vor Mitte November zurück, wo es mir richtig gut ging!
Mir machen die nächtlichen PA sehr zu schaffen.
Die kommen immer abends, tagsüber habe ich Ruhe. Vielleicht weil abends die Wirkung vom Venla nachläßt? Keine Ahnung. Eine ganz furchtbare Zeit!

Vielleicht ist ja geteiltes Leid, halbes Leid...

Laß den Kopf nicht hängen!

LG Jess

28.12.2013 12:42 • #7


Genau aus dem Grunde versuvhe ich immer ohne Medis auszukommen ausser Pflanzlich
die Therapie und die Konfrontation steht bei mir im Fordergrund

28.12.2013 13:16 • #8


Jess, tut mir leid, dass es dir momentan so schlecht geht und scheinbar keiner weiß woher es nun wirklich kommt. Finde solche Situationen total frustrierend. Wenn deine Ärtzin dich anmacht, dass du dich anstellen würdest, würde ich überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre zu wechseln. Solche Vorwürfe in Zeiten, in denen es dir eh nicht gut geht, sind so unnötig. Generell sollte man so etwas als Arzt nicht äußern. Ist denn angedacht, dass du ein anderes Mittel nehmen sollst, sobald das Venla ausgeschlichen ist? Machst du dabei noch eine Therapie?

Als es mir dieses Jahr das erste Mal so schlecht ging, habe ich zwischenzeitlich Opipramol und anschließend Sertralin versucht. Aber das Opi hatte bei mir gar keine Wirkung und das Sertralin zu starke Nebenwirkungen. Nehme also momentan gar nichts. Habe damals Tavor als Bedarfsmedi bekommen, versuche aber weitestgehend ohne klar zu kommen. Die verganenen Jahr lief es auch komplett ohne. Da reichte mir die Therapie. Seit diesem Jahr sind nur leider die PA dazu gekommen. Wenn ich morgens aufsteh, ist auch alles ok. Aber je länger ich wach bin, desto stärker diese Benommenheit. Beim Einkaufen dachte ich heute, ich kippe gleich um. Ich habe in zwei Wochen einen HNO Termin. Mal sehen, ob da was raus kommt. Sollte es mir bis dahin weiterhin so schlecht gehen, überlege ich allerdings doch nochmal ein anderes Medi zu versuchen.

Jedenfalls wünsche ich uns, dass es bald wieder aufwärts geht.

28.12.2013 17:19 • #9


Hallo Jane!

Oh ja, uns muß es bald besser gehen!
Also Therapie mache ich nicht mehr, ich bin aber auf der Suche nach einem Therapeuten. Ich gehe zu der Ärztin auch nicht mehr hin. Ich hatte damals ja nur die PA und mir ging es die ganzen Jahre echt sehr gut! Keine PA, ein ganz normales Leben. Und seit dem Venla geht's abwärts.

Derzeit bin ich ja noch beim Ausschleichen und halte mich da lieber an die Ratschläge, die ich beim adfd.org bekommen haben. Ich bin aber soweit, daß ich gerne wieder ein anderes AD haben würde. Ich habe auch ganz oft gelesen, daß das Venla noch nach dem Absetzen solche Symptome herruft, als wenn man eine Depression hat. Ich bin auch gerade dabei einen anderen Arzt zu suchen um eine zweite Meinung einzuholen.

Ich habe aber bislang nur mit dem Venlafaxin so ein Problem. Mit den anderen war ja alles OK, bis auf Müdigkeit. Ich ärgere mich aber sehr, daß ich das Venlafaxin ausprobiert habe.
Ich würde aber an Deiner Stelle überlegen, ob ein AD nicht doch sinnvoll für Dich wäre. Ich sehe es ja an mir. Mit den anderen Medis hatte ich keine Probleme und die haben mir die PA echt genommen. Aber immer nur Angst und PA zu haben ist doch auch kein Leben.

Lieben Gruß von Jess

28.12.2013 19:26 • #10


Hallo Jess,

mein Therapeut meint ja stets, dass man halt mal was aushalten müsse, um ohne Medis zu bleiben. Aber momentan steh ich dem doch etwas anders gegenüber. Ich bin bereit einiges auszuhalten, aber wenn ich das Gefühl habe keine Lebensqualität mehr zu haben, nehm ich lieber Medis. Ich weiß auch, dass Medis bei jedem anders wirken und es seine Zeit dauert bis man das passende gefunden hat. Werde mir nach Neujahr einen Termin beim Psychiater machen. Fürchte nur, dass das ne Weile dauert ehe ich einen bekomm.

Das Venla kenn ich gar nicht. Was hattest du denn vorher? Und warum bist du umgestiegen, wenn es mir denen ganz ok war?

Heute war übrigens ein Tag, an dem es mit der Benommenheit einigermaßen erträglich war. Obwohl ich diese Nacht mit ner Schwindelattacke aufgewacht bin und gestern Abend kurzzeitig der Meinung war, ich hätte nen Tumor an der HWS. Oh man diese Einbildung nervt so

LG

29.12.2013 18:10 • #11


Hallo Jane!

Dein Therapeut ist ja gut. Einiges aushalten. Die müssen es ja auch nicht ertragen sich durch den Tag zu schleppen.

Ich hatte vorher Citalopram, davon habe ich aber zugenommen und das bei Essstörungen ist nicht gut, also abgesetzt. Paroxetin hatte ich 2005 als erstes. Davon wurde ich aber sehr müde. Hatte dann Cymbalta bekommen, war ganz gut, aber auch immer wieder Müdigkeit. Ich habe dann Venla bekommen, weil das auch sehr gut gegen Muskelverspannungen sein soll, was ich im Nacken immer habe und ich deswegen häufig Wirbelblockaden hatte. Also habe ich das Venlafaxin bekommen. So im Nachhinein sage ich mir immer, wie blöd ich doch war nicht bei dem alten geblieben zu sein. Aber nun muß ich durch die Venlahölle.

Wenn es Dir aber immer schlechter geht, dann würde ich trotzdem ein Medi für die schlimme Zeit nehmen. Kannst das ja wieder absetzen, wenn es besser geht. Aber sich ohne Lebensqualität durch den Tag quälen ist doch auch nichts.

Du wirst den richtigen Weg finden, ob Du was nehmen sollst oder nicht. Ich will Dir da nicht reinreden. Höre auf Dein Bauchgefühl, denn das hat meistens recht.

Lieben Gruß von Jess

30.12.2013 12:48 • #12


Hallo Jess,

ja find das auch gut, wenn Therapeuten solche Ideen haben

Ich hab überhaupt kein Problem damit Medis zu nehmen, wenn es mir schlecht geht. Sehe das ja ähnlich wie du. Bisher war es halt so, dass ich mit meinen Ängsten gut leben konnte und sie mich nicht im Alltag eingeschränkt haben. Wie gesagt, werde das nach Neujahr auch angehen.

Kann verstehen, dass du es nun bereust das Venla ausprobiert zu haben. Vorher kann man das aber auch nie wissen. Helfen dir bei deinen Muskelverspannungen keine Muskelrelaxantien? Da habe ich ganz gute Erfahrungen mit gemacht. Hab ja auch vor allem im Nacken und den Schultern immer mit argen Verspannungen zu tun. Wünsche dir jedenfalls, dass du das Auschleichenn schnell überstehst und es dir bald wieder viel besser geht!

LG

30.12.2013 18:47 • #13



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