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Hallo,
ich habe seit längerem ein Problem und bin jetzt zufällig auf dieses Forum gestossen, wäre schön, wenn mir hie rjemand helfen könnte:-)

Ich bilde mir seit längerem ein, dass ich nicht ganz gesund bin und habe jeden tag andere dinge vor dem einschlafen die mir beschwerden bereiten, sodass ich angst habe ins bett zu gehen um zu schlafen.
seit neuestem sind es schmerzen im linken arm und in der brust.
ich war deswegen auch beim arzt und er hat einen bluttest durch geführt, alle meine werte sind in ordnung und auch sonst hat er nicht sgefunden.

das komische ist, dass ich dieses problem nu rhabe, wenn es um das alleine schlafen geht, wenn ich mit meinem freund zusammen schlafe habe ich keine symptome und nichts, oder wenn ein anderer mensch bei mi rist. deswegen bin ich mir sicher, dass dies bei mir psychische ängste sind, die auf das allein schlafen zurückzu führen sind...

deswgen meine frage: kennt jemand ähnliche symptome und weiss jemand wie man dieses problem angehen kann?
ich habe nämlich jeden abend angst ins bett zu gehen und wieder nicht schlafen zu können bzw nachts aufzu wachen.
es wäre so toll, wenn mir jemand helfen könnte oder zumindest mich jemand versteht

Liebe Grüße, Sunny21

13.04.2010 20:30 • 14.04.2010 #1


3 Antworten ↓


Hi,

ich habe jedesmal Probleme wenn mein Mann Nachtschicht hat. Das kommt nur alle 6 Wochen vor, deshalb bin ich es nicht gewohnt alleine zu schlafen. Ich hab dann auch immer Angst vorm Schlafengehen. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt mir irgendwelche Geschichten mit Dialogen auszudenken sobald ich mich hinlege, oder ich lese so lange bis mir die Augen fast zufallen. Dadurch schlafe ich mittlerweile sehr gut ein. Die Angst habe ich, da wir in meinem Mehrparteienhaus wohnen mit etwas komischen Leuten (die fangen Nachts an sich anzuschreien). Dazu kommen die Geräusche von der Straße (wohnen mitten in der Stadt).

14.04.2010 08:38 • #2



Schmerzen im linken Arm und Brust aus Angst vorm Schlafen

x 3


jadi
habe auch seit etwa 3wochen schmerzen in der linken brust...aber den ganzen tag....bin meistens alleine mit den kids.....gestern wo ich bei meinen thera waren sie weg....erst als die sitzung zuende war waren sie wieder da.........

14.04.2010 09:04 • #3


Hi Sunny,

mir gehts genau so wie dir. Auch ich habe die Panikanfälle immer abends beim Schlafengehen wenn ich alleine zuhause bin. Mein Freund hat oft Nachdienste, aber komischerweise tritt die Angst bei mir meistens nur dann auf, wenn er außerplanmäßig nicht zuhause ist.

Bei mir sind diese abendlichen Panikattacken vor ca. 4 Jahren erstmals aufgetreten - meine Mutter war da schwer krank und ist dann gestorben und ich habe plötzlich Angst um meine eigene Gesundheit bekommen.
Schon wenn ich nur ans Schlafengehen gedacht habe und noch auf der Couch gesessen bin, habe ich oft die totale Panik vor allem bekommen, mir Symptome eingebildet, die sicher ein Herzinfarkt, Schlaganfall o.ä. sind, wo ich sofort dran sterben könnte und dann niemand da ist, der mir helfen kann, weil ich ja allein zuhause bin. Ich war dann komplett nervös, an schlafen war nicht zu denken und ich habe versucht, mich mit möglichst langweiligen Fernsehsendungen abzulenken. Oft war ich dann fast die ganze Nacht wach und konnte wegen der Nervosität und Angst überhaupt nicht einschlafen, erst um 4, halb 5 in der Früh weil ich dann schon so erschöpft war. Manchmal bin ich sogar vor lauter Panik in die Notfallambulanz eines Krankenhauses gefahren, wo ich die halbe Nacht herumgesessen bin, um traumhafte EKG- u. Blutwerte befundet zu bekommen.
Oft habe ich dann sogar auch noch zusätzlich Angst vor Einbrechern bekommen, bin kontrollieren gegangen ob die Wohnungstür gut zu ist und hab in jeden Winkel der Wohnung geschaut, ob dort keiner ist. Und ich habe begonnen, wenn ich alleine bin viele Fernsehprogramme zu meiden: Krimis, Arztserien, Dokumentationen und Berichte über Krankheiten, Krankheitsfälle und Kriminalfälle etc.

Nachdem ich einige Male wegen irgendwelchen Symptomen bei meinem Hausarzt war, hat er meine Angst durchschaut und mir eine Psychotherapeutin empfohlen (parallel dazu hat er mich auch zu allen möglichen Untersuchungen geschickt, um mich zu beruhigen).

Irgendwann, als diese vor Angst u. Panik durchwachten Nächte immer häufiger geworden sind und ich am Tag drauf immer müde war, hab ich mir gesagt dass es so echt nicht weitergehen kann und bin zu dieser Therapeutin gegangen. Im Endeffekt war ich vielleicht 10x eine Stunde dort. Abgesehen davon, dass sie mich viel über meine Kindheit, Familie und die Krankheit meiner Mutter gefragt hat und erzählen lassen hat, hat sie mir vor allem auch Tipps gegeben, um mit den Panikattacken zurecht zu kommen.
Z.B. habe ich damals begonnen, in solchen Fällen immer ein Angst-Tagebuch zu schreiben und während dem Schreiben ist es meistens besser geworden (mittlerweile habe ich nur noch sehr selten abendliche Ängste und das kaum mit Panik, aber ich schreibe dann immer hier ins Forum und dadurch gehts mir besser).

Jedenfalls hat's dann bei mir im Kopf irgendwann Klick gemacht und seither habe ich bei körperlichen Symptomen zwar auch noch oft Angst, was es nicht alles sein könnte, aber ich verfalle nicht mehr in Panik sondern ärgere mich sehr über mich selbst, weil ich mir solche Krankheiten und Notfälle überhaupt einbilde.

Ich glaube, ein wichtiger Schritt dazu ist, dass man - wie du ja offenbar auch - eigentlich vom Verstand her weiß, dass man nix ernsthaftes hat und gleich sterben wird. Von unerträglichen Schmerzen ist das, wovon wir hier sprechen, ja auch meilenweit entfernt!

ta

14.04.2010 22:42 • #4




Prof. Dr. Heuser-Collier