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Hallo zusammen,

seit einiger Zeit habe ich immer mal wieder Druck im linken Bauch bis in die Rippen gehabt. Das ging nach einem Tag wieder weg und kam irgendwann wieder. Dann habe ich irgendwann angefangen darauf zu achten und seitdem wird es immer schlimmer... Ich bin dann zu meiner Ärztin gefahren (ist Allgemeinmedizinerin und meine Psychologin) und sie fühlte eine Walze in meinem Darm und erklärte mir, dass ich entzündete Divertikel habe. Sie nahm mir außerdem Blut ab. Am nächsten Tag waren meine Blutergebnisse da, alle bestens (kleines Blutbild)! Ich habe dann gleich gedacht, das kann doch nicht sein, dass es dann eine Entzündung ist. Sie sagte dann das sich dort auch mal ein Magen-Darm-Infekt "absetzen" kann, aber ich sollte am nächsten Tag nochmal in die Praxis kommen. Am nächsten Tag hat Sie dann nochmal abgetastet und es war nicht mehr tastbar! Sie sagte, dass mein Kopf mir wahrscheinlich wieder einen Streich spielt...
Seitdem habe ich furchtbare Angst an Darmkrebs zu leiden. Dann kam auch noch eine Bronchitis angeflogen und ich fiel in ein tiefes Loch.
Ich bin total verspannt und habe dadurch überall schmerzen und merke auch das irgendwas gegen meine Rippen drückt. Jetzt kann ich kaum was Essen und habe keinen Appetit mehr...
Ich muss dazusagen, dass ich schon länger an einer Angststörung leide und meine Antidepressiva erst im August abgesetzt habe, da es mir blendend ging. Nun habe ich Sie wieder angefangen und bekomme auch die Nebenwirkungen zu spüren. Meine Gedanken kreisen ständig um das Gefühl in mir... Jetzt habe ich auch noch 3,5 kg abgenommen und ständig komme ich wieder auf Krebs. Meine Angst ist auch, dass ich wegen meiner Angsterkrankung nicht mehr richtig ernst genommen werde.

Ich bin gerade echt am Ende... Deshalb musste ich mal schreiben.

Liebe Grüße

Achso: Hier noch meine vergangene Geschichte, die ich schonmal hier gepostet hatte:

Hallo zusammen,

habe bis jetzt immer nur still gelesen und nie etwas geschrieben. Aber jetzt habe ich mich doch entschlossen zu schreiben...
Meine Angststörung begann im Jahr 2013. Ich erfuhr, dass ich operiert werden soll, weil meine Achillessehne von Geburt an zu kurz war. Kurz davor bekam ich Magenprobleme, die sich dann ins (für mich) unermessliche steigerten. Auch nach der OP waren diese nicht weg und immer neue "Schmerzen" und Ängste kamen hinzu. Ich hatte immer Angst an Krebs erkrankt zu sein. Alle Untersuchungen blieben ohne besonderen Befund. Nach mehreren Wochen suchte ich mir eine Psychologin, die mir auch Antidepressiva verschrieb und nach einer langen Zeit hatte ich die Ängste auch im Griff. Seit Ende 2014 nahm ich dann auch keine Tabletten mehr. Damals hatte ich schon die Angst Lungenkrebs zu haben. Ich hatte so ein komisches ziehen in der oberen rechten Brust und tierische Rückenschmerzen. Als ich daraufhin beim Lungenarzt war, machte dieser einen Lungenfunktionstest und lachte mich fast aus, als ich ihm von meiner Angst erzählte... Das war damals so furchtbar für mich... Aber mit Hilfe meiner Therapeutin schaffte ich es, die Angst in den Griff zu bekommen und die Symptome verschwanden mit der Zeit. Ende 2015 bekam ich noch mal einen kleinen Rückschlag, als ich wieder Schmerzen im Bauchbereich bekam und dachte ich hätte Bauchspeicheldrüsenkrebs. Meine Psychologin ist aber auch Allgemeinmedizinerin und als ich merkte, dass die Angst mich wieder bestimmt, bin ich direkt zu ihr in die Sprechstunde gefahren. Sie hat mich daraufhin untersucht und ihre Kollegin gebeten einen Ultraschall zu machen und nahm mir Blut ab. Ergebnis: Alles in Ordnung (außer das die Angst mir wieder einen Streich gespielt hat).
Jetzt zu meinem aktuellen Problem: Seit meinem ersten Urlaubstag (24.12.) hatte ich auf einmal wieder dieses ziehen in der Brust. Die Tage danach kamen immer mehr Symptome hinzu, die "für mich" wieder mal auf Lungenkrebs hindeuten. Dieses ziehen, dann schmerzen im ganzen Oberkörper, Nacken und in den Rippen. Ich habe auch wieder das Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen und seit 3 Tagen habe ich auch noch leichten Husten dazubekommen. Meine Arme sind auch total schwer. Jetzt hat mich die Angst wieder komplett gepackt. Ich weiß nicht was machen soll...

Hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir einen Tipp geben?

Liebe Grüße

28.11.2018 07:54 • 29.11.2018 #1


5 Antworten ↓


Angor
Hallo

Da mögliche Verdachte auf organische Erkrankungen ohne Befund abgeklärt wurden, kommen eigentlich nur Verspannungen in Frage.
Grade ein Angstpatient steht unter ständiger Spannung, die sich auch auf die Muskulatur und das Bindegewebe auswirkt.
Auch Atemprobleme können durch Verspannungen kommen
https://koerpertherapie-zentrum.de/beha ... erzen.html

Viele Verspannungen entstehen auch oft im Nackenbereich, das kann sich auf den ganzen Körper auswirken. (tippst Du viel am Handy oder arbeitest Du viel am PC?)

Dann habe ich noch eine Frage: Knirscht Du nachts mit den Zähnen, oder presst Du oft (unbewusst) die Kiefer zusammen?
Dann könnte eventuell auch eine CMD vorliegen
https://www.cmd-arztsuche.de/cmd-symptome/

Mein Rat: Einen Orthopäden bzw. wegen dem oben genannten eventuellem Knirschen einen Zahnarzt aufsuchen.

Bitte rede auch mit Deiner Therapeutin, eventuell kann sie Dir empfehlen, Dir vom HA (vorübergehend) ein Medi verschreiben zu lassen, was Deine Anspannung nimmt.

Doch nur die Symptome zu behandeln hilft nicht auf Dauer, die Ursache muss bekämpft werden, Du gehst ja auch nicht umsonst zur Therapeutin.

LG Angor

28.11.2018 08:12 • #2



Schmerzen im linken Bauch - schon wieder diese Angst

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petrus57
Ich hatte auch mit entzündeten Divertikeln zu tun. Die wurden bei der Darmspiegelung festgestellt. Hatte zu der Zeit auch immer stechende Schmerzen im Darm.

28.11.2018 08:24 • #3


Ich habe am 16.11.2018 wieder mit Paroxetin angefangen.

Aber können sich Verspannungen anfühlen, als wenn Sie vom Magen/Darm kommen?

Da ich gerade das Paroxetin noch "einschleiche" ist gerade alles noch schlimmer. Meine Ärztin meinte, dass dies normal ist und es 2 - 3 Wochen Dauern kann, bis ich die richtige Wirkung anfange zu spüren.

28.11.2018 08:25 • #4


petrus57
Wegen dem Paroxetin kannst du dich ja hier mit reinhängen:

medikamente-angst-panikattacken-f76/paroxetin-erfahrungen-t73907-1470.html#p1559339

28.11.2018 08:28 • #5


Maussi
Hallo Petrus ich bin auch ein angsthase ,und habe sehr viel mit Magen Darm zutun gerate jetzt habe ich schon seid 4wochen ein ganz lautes grummeln im Bauch Stuhlgang geht auch schwer und ich habe immer Angst einen Darmverschluss zu haben sobald so was kommt da ich auch eine Darm Verengung habe 2017 Koloskopie alles OK Ultraschall OK CRP wert10,8 der war etwas hoch gehe nochmal zum Arzt wegen dem grummmeln nervt sehr das gleiche wie bei dir wir gehen halt auf unseren Körper so sehr ein das wir immer das schlimme vermeiden LG maussi

29.11.2018 12:13 • x 1 #6




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