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Hab dir gerade auch auf deine PN geantwortet: du könntest dir zur Überbrückung für einige Tage z.B. Atosil (Promethazin) in z.B. einer psychiatrischen Notfallambulanz verschreiben lassen. Damit wird - nach ca. 1,5-2 h nach der Einnahme - das Einschlafen erleichtert und das Durchschlafen gefördert. Macht auch nicht abhängig. Ich habe das "damals" für 7 Nächte genommen und dann ging es wieder ohne. Zwar nicht direkt perfekt, aber immer besser.

09.01.2021 20:04 • #181


Zitat von Darcyless:
Hallo kricke, GENAU das ist mir auch passiert! Ich bin grade so happy dich gefunden zu haben, da es allgemein zwar mega viele Leute mit Insomnie ...




Hallo liebe Darcyless,

ich bin so froh, dass ich auf dein Kommentar gestoßen bin! Ich kämpfe seit Juni20 mit anfangs sehr starker Schlaflosigkeit, die kurz mal über 3 Nächte gingen. Zuerst dachte ich mir nix dabei und wollte mich einfach checken lassen. Bevor ich jedoch ins Krankenhaus ging, habe ich "Doktor" Google gefragt.. Das Ergebnis war nicht sehr schön..

Als ich das Wissen über FFI oder SFI hatte, war dann der Zug so gut wie abgefahren. Ich wurde aus Angst in die Psychiatrie eingeliefert. Die ersten 2 Nächte waren da der Horror. Kein Medikament hat geholfen und ich dachte das ich im Krankenhaus dahin raffe. Nach 2 Wochen Aufenthalt auf Mirtazapin wollte ich gegen ärztlichen Rat aus der Psychiatrie raus ( habs da nicht mehr ausgehalten). Daheim ging die Forschung dann weiter. Ich habe mich verrückt gemacht und wollte nur noch mein altes Leben zurück. Ich muss noch anmerken, dass ich 1 Jahr vorher eine Panikattacke hatte, seit dem eine Derealisation habe und ein Hypochonder bin. Meine Panikattacken haben sich nach 6 Monaten fast komplett aufgelöst. Meine Derealisation hingegen sind noch 24/7 da.

Ich konnte einfach nicht verstehen, wie mein Schlaf, der so konstant in meinem Leben immer auf Abruf bereit war ( egal ob auf Konzert, Club oder selbst wenn ich nicht mal müde war), plötzlich nicht mehr da ist. Ich fiel dann in einer Depression hinein und hatte Angst das ich (falls ich dieses FFI nicht haben sollte) die Antidepressiva für immer nehmen muss um zu schlafen. Also stellte ich mein Leben komplett um. Ich habe 3 mal versucht die Medikamente abzusetzen. Jedesmal ging es 5-14 Tage gut und dann kamen wieder die schlaflosen Nächte. Beim 4 Versuch hats dann irgendwie geklappt und seit dem war mein Schlaf mal mehr mal weniger gut. Gerade ist mein Schlaf etwas mehr aus den Fugen gerissen und bin wieder auf dieses FFI Thema gestoßen obwohl ich es zeitweise vergessen hatte. Meine Angst schaukelte sich wieder hoch und ich bin am überlegen ob ich wieder diese Antidepressiva nehmen soll. Alles in allem bin ich dir sehr dankbar, dass du deine Recherche mit uns teilst!

Ich habe dazu auch sehr viel auf Deutsch recherchiert aber nie solche Infos gelesen wie du es beschrieben hast. Man liest immer nur Nächte lang kein Schlaf, bis man dann überhaupt nicht mehr schläft und dahin rafft.

Die Wahrscheinlichkeit ist so gering und dennoch kann ich meinen Verstand nicht zu 100% beweisen, dass ich es nicht habe. Diese Angst kennst du ja ziemlich gut. Ich wollte eigentlich schon wieder ins Krankenhaus und mich diese Tests unterziehen, um endlich Gewissheit zu haben.

Es ist jetzt schon fast 1 Jahr her und meine einzigen Symptome sind an Nächten wo ich nicht schlafen kann, habe ich sehr schnelle Augenbewegungen und mir wird es meistens warm oder kalt (seltener). Dazu kommen noch Leichte einmalige Zuckung am ganzen Arm. Ich bewege praktisch meinen ganzen Arm kurz hektisch irgendwohin + Tnnitus. Aber nur in Nächten wo ich nicht schlafen kann. An Nächten wo ich schlafen konnte waren einfach keine Symptome.

Ich bete jeden Tag zu Gott das dies endlich ein schönes Ende hat. Zufälligerweise war mein Gebet heute etwas stärker als sonst und dann fand ich dein Kommentar. Könnte vielleicht ein Zeichen sein, dass ich mich unnötig verrückt mache und es einen besonderen Menschen da draußen gibt, der sich die Mühe gemacht hat, so viel darüber zu recherchieren um anderen zu helfen.

Liebe Grüße, Benny!

Gestern 01:29 • #182



Schlafstörung Insomnie und Angst vor FFI Austausch

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Hallo Benny, wenn ich es richtig verstehe, hast du immer noch Angst, FFI zu haben. Zwei Argumente sprechen aber ja eindeutig dagegen:

1.. das was @Darcyless schreibt: die Menschen mit dieser Krankeheit "schlafen", kommen aber nicht mehr in den Tiefschlaf.

2. dieses FFI ist ganz eindeutig genetisch bedingt. Es müsste bei dir väterlicherseits oder mütteelicherseits auf jeden Fall Fälle gegeben haben. Da FFI so selten ist, müsste deine Familie auch tatsächlich bei den entsprechenden Forschern bekannt sein. Du wüßtest also, dass es das in deiner Familie gibt.

Gestern 07:58 • x 1 #183


Hallo Pauline,

danke für die schnelle Antwort Naja um ehrlich zu sein, weis ich nicht mal ob ich Tiefschlaf bekomme oder nicht :/ Ich hab ein sehr leichten Schlaf bekomme und schlafe momentan die erste Phase 1 1/2h und nach 2h später schlafe ich dann 3-4h. In meiner Familie hat sowas Gott sei dank niemand. Allerdings gibts von dieser Krankheit auch eine sporadische Version. Es muss also nicht zwingend erblich sein. Was mich auch beunruhigt ist, dass auf englischen Foren, Menschen die diese Krankheit habe, von den gleichen Symptomen sprachen, wie es ganz normale Insomnie Patienten haben. Deswegen hat es mich zuerst gewundert was die @Darcyless gelesen haben soll. Was es für mich noch doppelt so schwer macht, ist die Tatsache, dass ich zusätzlich diese Derealisation habe. Das ist ein Zustand der vom Bewusstsein als Gefahr interpretiert und die Welt als unwirklich erscheinen lässt. Diesen Zustand bekam ich 1 Tag nach meiner Panikattacke. Aber wenn ich mein Leben so Revue passieren lassen, dann wird mir klar, dass es alles wegen Stress passiert ist. Ich hatte die letzten 5 Jahre sehr viel liebeskummer, finanzielle, familiäre und Existenz Ängste. Ich hätte mir niemals erahnen können, dass meine komplette Schlaflosigkeit mit sowas zusammen hängen könnte, weil ich vom Typ her mental sehr stark bin. Ich versuche schon seit 1 Jahr mir Strategien anzueignen, die mal mehr mal weniger funktionieren. Das größte Problem meines Verstandes ist einfach "was wäre wenn?" Was wäre wenn ich diese Krankheit doch habe? Aber dank @Darcyless kann ich hoffentlich bald damit abschließen.

Liebe Grüße, Benny

Gestern 12:14 • #184


Wenn man Schlafprobleme hat und dementsprechend zu wenig Tiefschlaf bekommt, macht das ja auch Symptome. Wieviel Tiefschlaf du bekommst, kannst du zum einen an deinem Leistungsstand und deiner Konzentration ablesen. Vor allem über den Tag betrachtet.
Ob man genug Schlaf bekommt soll man übrigens nicht morgens beurteilen, sondern abends (wie fit ist man abends?).

Außerdem gibt es auch Fitnesstracker, die den Schlaf hinsichtlich seiner Qualität beurteilen. Ich have mir so eine zugelegt und bin beruhigt, dass die Müdigkeit, die ich in letzter Zeit öfter verspüre, tatsächlich an den betreffenden Tagen mit einem leichten Mangel an Tiefschlaf einhergehen.
Ich probiere nun einiges aus, das zu verbessern.

Gestern 13:33 • x 1 #185




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