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S

sarah2
Mitglied

Beiträge:
736
Themen:
35
Danke erhalten:
368
Mitglied seit:
Damit sind jetzt nicht so Dinge wie Verkehrsregeln oder andere strafbare Handlungen ( Beleidigung, Körperverletzung etc.) gemeint.
Sondern eher so Dinge wie Floskeln oder Wünsche äußern ( auch wenn es nicht ernst gemeint ist).
Smalltalk führen
etwas verschenken oder ausgeben
etc.
Wenn man diese Dinge nicht mag bzw keinen Sinn darin sieht.
Und auch nicht versteht warum es für andere so wichtig ist.
Welche Krankheit könnte das sein?
Autismus?
Persönlichkeitsstörung?
etwas anderes?

06.12.2024 #1


93 Antworten ↓
S

SteveRogers
Gast

Meine Vermutung ist nach wie vor, dass es vielleicht das (nicht seltene) Problem ist, dass es einem nicht egal ist, wie andere einen sehen und über einen denken.
Ich kenne das von mir selbst und kenne auch einige andere Leute, die da so sind.
Fast neidisch bin ich dagegen auf die Menschen, die "das Glück" haben, dass sie sich nicht viele Gedanken darüber machen, was andere über einen denken.

@sarah2
Deine aufgelisteten "Eigenschaften" sind eigentlich nichts Schlimmes und auch nicht besonders außergewöhnlich. Da gibt es viele Menschen, die ähnlich "ticken".
Versuche einfach zu akzeptieren, dass du so bist. Vernünftige Menschen akzeptieren das auch. Menschen, die das kritisieren oder nicht leiden können, finden meistens an jedem Menschen irgendwas, was sie kritisieren. Das liegt aber dann nicht an dir, sondern an diesen Menschen (die meist mit ihrem eigenen Leben unzufrieden sind und daher gerne woanders anecken und herummosern wollen - das ist sozusagen deren "Abreagieren an der Welt").
Solche "negativen Menschen" wirst du eh nie ändern können - die würden (egal, wie du bist) meist immer etwas finden, womit sie dir nicht gut tun (kenne da z.B. so einen Typen in unserem Sportverein - der mosert einfach immer rum an einigen Leuten).

Sarah...du bist keinem irgendetwas schuldig oder musst dich rechtfertigen.
Solange du mit deinem Verhalten keinem anderen aktiv weh tust oder jemanden kränkst, ist sozusagen alles "erlaubt". Wer deine Entscheidungen nicht akzeptiert, den solltest du einfach meiden und gedanklich abhaken und ja....ich weiß, dass genau das so schwer ist, weil du vermutlich nicht einfach abschalten kannst, sondern es dich ständig beschäftigt, was andere über dich denken. Liege ich damit richtig?
Das ist ein bisschen ein Problem des Selbstbewusstseins und hat auch mit Angst vor Ablehnung zu tun (ich bin da wie gesagt auch so ein Fall).

Eine Frage noch:
War es denn bisher der Fall, dass sich irgendjemand gemobbt oder abgewertet hat?
Sorry, falls ich hier überlesen habe.

19.04.2024 07:38 • x 3 #83


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Probleme mit gesellschaftlichen Regeln

x 3


S

SteveRogers
Gast

Zitat von -IchBins-:
Was die Arbeit betrifft, ist es vielleicht eine Art Zwang wie Betriebsausflüge oder Weihnachtsfeiern, das mochte ich nie und war auch oft nicht dabei.

Das ist ein gutes Beispiel.
Wer da nie dabei ist, gilt eben als "Abseiler". Ich kann schon verstehen, dass manche das nicht so toll finden, aber letztendlich sollte es eben jeder akzeptieren, wenn Menschen sich an den markierten Dingen nicht beteiligen. Die Gesellschaft tickt aber meist nicht so und so ist man eben schnell der Außenseiter, der sozusagen mit den anderen nix zu tun haben will. Die "Anderen" fassen das verständlicherweise dann eben manchmal auch so auf, dass der "Abseiler" die "Anderen" nicht leiden kann, obwohl das damit meist nichts zu tun hat.
Ist halt schwierig alles.
Wer es schafft, das so durchzuziehen (wirklich nur das zu machen, worauf er Lust hat) und gleichzeitig keine schlechten Gefühle bekommt (schlechtes Gewissen, Angst, dass Andere einen schief ansehen etc), dem zolle ich echt Respekt. Auch, wenn es bei mir besser geworden ist - 100% kann ich mich eben nicht ändern.

05.02.2024 10:59 • x 3 #26


Zum Beitrag im Thema ↓


Sonnenzauber
Ich finde nicht dass es eine Krankheit sein muss sondern einfach die eigene Persönlichkeit was man eben mag und nicht mag. Nur weil man kein Bock auf Smalltalk hat oder Nix verschenken mag ist man ja nicht gleich krank 🤗 wenn du ansonsten eher zurück gezogen lebst könnte vielleicht eine soziale Phobie dahinter stecken muss aber nicht.

x 4 #2


S
Und wie geht man besten damit um?

#3


Sonnenzauber
Das kommt drauf an wie sehr es dich in deinem Leben einschränkt oder belastet. Oder ob du drunter leidest bzw. dein Umfeld. Wenn es dir egal ist was andere denken mach dein Ding 🤗

x 2 #4


Sonnenzauber
Es ist einfach Persönlichkeits Sache ob man eher introvertiert ist oder extrovertiert. Ich bin da komplett das Gegenteil ich liebe smalltalk und schenke anderen ständig was 🙈 aber jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so.

x 1 #5


Sonnenzauber
Denke jeder ist so gut wie er ist und wenn du damit fein bist dann kann es dir auch egal sein was andere denken.

x 1 #6


Schlaflose
Zitat von sarah2:
Wenn man diese Dinge nicht mag bzw keinen Sinn darin sieht.
Und auch nicht versteht warum es für andere so wichtig ist.
Welche Krankheit könnte das sein?

Wenn man das nur nicht mag und keinen Sinn darin sieht, ist es gar keine Krankheit. Wenn man Angst davor hat oder sich dabei unwohl fühlt und körperliche Symptome wie Schwitzen, Rotwerden, Herzrasen u.ä. bekommt, ist es krankhaft und nennt sich soziale Phobie.

x 2 #7


Backaru
Das ist DEINE Persönlichkeit, und wenn du darunter nicht leidest dann ist doch alles i.O.
Nimm dich wie du bist.

x 2 #8


Hermine89
Liebe Sarah2, ich finde mich in deinen Worten wieder. Ich bin auch überhaupt gar nicht so. Das liegt aber nicht daran, dass ich menschenscheu oder ähnliches bin, sondern einfach an unserer Persönlichkeit.

Wenn du dich gut fühlst und dir diesbezüglich nichts fehlt, dann ist es dein richtiger Weg.

x 2 #9


S
Danke für die Antworten.
Beruflich kann das natürlich schon schwierig werden.

#10


M
Zitat von sarah2:
Wenn man diese Dinge nicht mag bzw keinen Sinn darin sieht.
Und auch nicht versteht warum es für andere so wichtig ist.

Bist Du Dir sicher, dass es für andere so wichtig ist?
Keine Handlung hat per se Sinn. Sinn geben wir ihr, wenn überhaupt.
Zitat von sarah2:
Welche Krankheit könnte das sein?
Autismus? Persönlichkeitsstörung? Etwas anderes?

Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Riten und Regeln kann man auch als geistige Gesundheit ansehen.
Vielleicht ist es eher die Frage, wieviel Unabhängigkeit man aushält. Für viele Menschen ist es eher anstrengend, gesund zu sein.

x 1 #11


S
Zitat von sarah2:
etwas verschenken oder ausgeben

Das einzige, was mir bei diesen Worten einfallen würde am möglicher Krankheit, ist das hier:
https://praxistipps.focus.de/dagobert-d...ter_145251
Wurde tatsächlich bei einem Kumpel von mir diagnostiziert.
Das ist aber wirklich nur bei Menschen, die extrem geizig sind und es (selbst mit irgendwann gutem Vermögen) nicht schaffen, "normal" Geld auszugeben.
Da liegt eine extreme Prägung durch die Eltern vor, welche dann zu dieser Störung führt.

Ansonsten: So, wie es hier schon etliche gesagt haben, ist es einfach die Persönlichkeit, also was man eben mag oder nicht so mag.

x 1 #12


S
Zitat von Schlaflose:
Wenn man das nur nicht mag und keinen Sinn darin sieht, ist es gar keine Krankheit. Wenn man Angst davor hat oder sich dabei unwohl fühlt und körperliche Symptome wie Schwitzen, Rotwerden, Herzrasen u.ä. bekommt, ist es krankhaft und nennt sich soziale Phobie.

Eine Sozialphobie habe ich auch.
An den genannten Dingen habe ich aber wirklich kein Interesse.

x 1 #13


S
Zitat von sarah2:
Eine Sozialphobie habe ich auch.
An den genannten Dingen habe ich aber wirklich kein Interesse.

Das musst du für dich halt ehrlich klären und herausfinden, ob dir z.B. Ratschen mit Freunden wirklich keinen Spaß macht oder ob du das unterschwellig nur als eine Art Ausrede für dich nimmst (oft unbewusst), den sozialen Kontakten aus dem Weg zu gehen.

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will dir hier keinesfalls eine "Krankheit" einreden, aber eine klar diagnostizierte Sozialphobie äußert sich sehr oft darin, dass die Betroffenen sagen, sie hätten einfach "nur kein Interesse, sich z.B. mit Leuten zu treffen oder zu unterhalten".
Das ist so, wie wenn ein Spinnen-Phobiker sagen würde: "Ich habe eigentlich gar keine Angst vor den Viechern. Sie gefallen mir nur einfach nicht!".

#14


K
Zitat von sarah2:
Sondern eher so Dinge wie Floskeln oder Wünsche äußern ( auch wenn es nicht ernst gemeint ist).
Smalltalk führen
etwas verschenken oder ausgeben
etc.
Wenn man diese Dinge nicht mag bzw keinen Sinn darin sieht.

Hat eher damit zu tun,
1.) WIE du dich in der Gesellschaft BEWEGST
und
2.) wie du dich in der Gesellschaft bewegen MÖCHTEST.

Möchtest du "dazu gehören", dann musst du einen gesellschaftlichen Konsens finden.

Wenn sich dir diese oberflächlichen gesellschaftlichen Normen nicht authentisch genug anfühlen, dann such dir bewusst Leute aus, die sich ebenso fühlen wie du oder sei bewusst alleine mit dir selbst.
(Viele Leute können nicht alleine sein und deswegen werden dann nach Floskeln und Smalltalk gesucht. Mit meiner Oma sind wir am Ende nur still da gesessen. Da war nichts komisches dabei. Im Gegenteil: wenn dieses "Suchen nach Gesprächsstoff" mal wegfällt, wird es ehrlich!)

x 2 #15


S
Ich würde sagen, dass ich teilweise dazugehören möchte bzw sehr ausgewählt.

#16


S
Beruflich muss man leider oft dazugehören wollen.

#17

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K
Zitat von sarah2:
Ich würde sagen, dass ich teilweise dazugehören möchte bzw sehr ausgewählt.

Das will ja jeder irgendwo. Wir sind ja soziale Wesen. Manche Leute wählen sich niemanden spezifisch aus, sondern wollen einfach per se dazugehören und fühlen sich schlecht, wenn sie abgelehnt werden von Menschen, die ihnen eigentlich nicht so wichtig sein müssten..
Zitat von sarah2:
Beruflich muss man leider oft dazugehören wollen.

Ja, dann musst du dort den Verhaltenskodex anwenden, der in deinem Beruf zum guten Ton gehört. Aber du musst nicht alles mitmachen!
Ich zum Beispiel wollte nicht an sogenannte "Plauschtreffen". Mir reichten die wöchentlichen Sitzungen und Mittagspausen.
Das wurde mir von der einen Kollegin negativ ausgelegt. Es ist jedoch in meinem Ermessen, ob ich meine Freizeit auch noch mit Arbeitskolleginnen verbringen möchte oder eben nicht!

x 2 #18


S
Ja so etwas meine ich.
Dass ich keine erzwungene Freundschaft/gute Bekanntschaft mit Kollegen bzw eigentlich mit niemandem haben möchte.
Mir gibt so ein Kontakt gar nichts.
Ich kann mit erzwungenen Kontakten nichts anfangen.

x 2 #19


S
Kommt aber wahrscheinlich auch auf den Beruf an.
Im Büro ist der Verhaltenskodex wahrscheinlich ein anderer als im Handwerk.

#20


A


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