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Hallo,
ich bin Lisa 27 Jahre jung und stehe mitten im Leben. Eigentlich läuft alles perfekt, ich arbeite als Altenpflegerin und liebe meinen Beruf. Ich habe einen tollen Freund mit welchem ich auch zusammen ziehe, alles läuft perfekt, wenn da nicht diese verdammte Angst wäre.

Alles fing im Dezember des letzten Jahres an, ich war zu Besuch bei meinen Eltern und wollte mich gerade auf den Heimweg machen, als mir plötzlich ganz komisch wurde. Ich habe keine luft mehr bekommen und ich hatte wahnsinnige Angst davor jeden Moment sterben zu müssen. Meine Mutter hat einen Krankenwagen gerufen weil ich mich nicht mehr beruhigen konnte. Laut den Rettungssanitätern habe ich Hyperventiliert. Vor ein paar Wochen ist mir das gleiche auf der Arbeit passiert wieder mit Rettungswagen, doch es konnte auch dieses Mal nichts gefunden werden. Das Langzeit EKG und das Langzeit RR waren total unauffällig, doch seit diesen Attaken geht es mir überhaupt nicht mehr gut. Ich habe ständig dieses Gefühl nicht genug Luft zu bekommen, ein ganz komisches Gefühl im Hals. Es zieht ständig in der Brust. Ich habe Angst jeden Moment Angst tot umzufallen. Mit dieser Angst wache ich morgens auf und gehe mit ihr schlafen. Auch quält mich die Angst das ich wieder eine Attake bekomme, ich weiß langsam nicht mehr was ich machen soll, das überschattet mein ganzes Leben und ich kann an nichts anderes mehr denken. Als nächstes werde ich mal einen Lungenfacharzt aufsuchen, da ich Angst habe das dort auch etwas nicht stimmen könnte.
Manchmal habe ich auch das Gefühl ich Steiger mich da hinein, weil ich halt an nichts anderes mehr denken kann.

Kennt das jemand von euch? Vielleicht kann mir ja auch jemand Tipps geben wie ich damit umgehen kann. Ich danke euch schon einmal im voraus.

Liebe Grüße Lisa.

09.05.2019 19:53 • 09.05.2019 #1


10 Antworten ↓


MädchenMami
Hallo Lisa.... Ich hatte so eine Attacke das erste mal vor vier Jahren. Allerdings nicht mit Luftproblemen, sondern mit Herzrasen. Ich war sicher ich muss sterben und seitdem habe ich diese Angst leider immernoch. Mal mehr mal weniger. Mal mit extremen Symptomen, mal mit geringeren, die sich aber auch bedrohlich anfühlen. Ich habe Angst dass mit meinem Herzen oder meinem Kopf nicht stimmt. Oder vor Thrombosen.... und sobald ich lese dass junge sportliche Menschen einfach tot umgekippt sind wird es wieder richtig schlimm weil es einem zeigt, dass so etwas tatsächlich passiert.... Leider habe ich auch noch keinen Weg gefunden damit umzugehen. Außer mir immer wieder zu sagen dass ich doch schon so oft gedacht habe dass es das jetzt war und nie ist etwas passiert... aber so richtig hilft das leider auch nicht. Ich bin übrigens 32 und habe zwei Kinder von fast fünf und zwei Jahren. Und darum mache ich mir die meisten Sorgen, dass ich sie vielleicht nicht groß werden sehen darf und sie ohne ihre Mama aufwachsen müssen. Diese Gedanken brechen mir das Herz... :,( Jedenfalls bist du nicht alleine mit deinen Ängsten.... man muss den Ärzten vertrauen lernen, aber das habe ich auch noch nicht geschafft.... Ganz lieben Gruß!

09.05.2019 20:05 • #2



Probleme mit dem Herz oder der Lunge?

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Es ist erstaunlich wie viele Menschen unter dieser psychischen Folter leider müssen. Man sollte nicht jeden Tag denken ich muss sterben, man sollte den Tag genießen... Es ist so als wären da zwei Stimmen in meinem Kopf die eine sagt "oh mejn gott es sticht, hier stimmt was nicht. Ich bekomme Panik oh gott ich sterbe
!" und die andere sagt "es ist alles in Ordnung alle Untersuchungen waren okay, bleib ruhig und denke an was anderes."
Es ist zum verzweifeln

09.05.2019 20:27 • x 1 #3


MädchenMami
Ja das trifft es ziemlich genau auf den Punkt.... Man sollte jeden Tag genießen.... Und selbst wenn es irgendwann zuende ist sollte man es bis dahin genossen haben und die Tage nicht mit Ängsten und Sorgen verbracht haben.... zumal das nicht gerade gesundheitsfördernd ist.... Es ist wirklich verzwickt. Logisch denken geht. Danach handeln nicht....

09.05.2019 20:30 • #4


Das stimmt... Ich habe zum Beispiel auch das Problem das ich mich auf meinen Herzschlag konzentriere, ich Taste ständig meinen Puls oder halte meine Hand auf die Brust um meinen Herzschlag fühlen zu können... Ich überlege die ganze Zeit woher diese Angst kommt, bis vor einem Jahr war noch alles in Ordnung, ich habe das Gefühl verrückt zu werden.

Wenn ich beim Lungenfacharzt war und dieser bestätigt das alles in Ordnung ist, dann werde ich mir professionelle Hilfe holen denn ich glaube das ich es nicht schaffe aus dieser Gedankenhölle alleine heraus zu kommen.

Hast du es schon einmal mit autogenem Training versucht?

09.05.2019 20:36 • #5


domi89
Zitat von Lisa1992:
Hast du es schon einmal mit autogenem Training versucht?

Das hilft sehr gut, man muss aber dran bleiben.
Ich mache hin und wieder Achtsamkeit Meditation. Das hilft auch sehr gut.

09.05.2019 20:41 • #6


Achtsamkeit Meditation habe ich noch nicht probiert, aber ich werde es mal testen

09.05.2019 20:44 • #7


MädchenMami
Nein das habe ich noch nicht versucht aber immer schonmal daran gedacht..... ich weiß bei mir auch nicht woher es kommt. Keine prägenden Erfahrungen in der Kindheit machen müssen. Niemand nahestehenden verloren.... Ich kann es mir nicht erklären. Ich habe noch dazu sowieso einen ständig zu hohen Puls und das stößt das Angstkarusell auch immer wieder neu an. Es ist zum verrückt werden....

09.05.2019 20:49 • #8


Bella9016
Hey Leute,

ich fühle voll mit euch. Ich hab dieselbe Problematik wie Lisa seit 3 Monaten.. von einem Tag auf den anderen ominöse Atemnot und Angst. Wenn man einmal auf die Idee kommt, auf die Atmung oder den Herzschlag zu achten... dann kommt man so schwer wieder von diesem Denken weg ... So ein Mist, echt (. Die reinste Folter. Wir müssen stark sein, Mädels...

09.05.2019 20:51 • #9


domi89
Zitat von MädchenMami:
Ich kann es mir nicht erklären.

Es muss ja nicht immer Ursachen geben. Manchmal sind es auch Unterbewusste Sachen. Zum Beispiel der Umgang mit sich und seinem Körper, oder auch Erziehung generell, oder ob die Eltern schon psychische Probleme hatten.

Achtsamkeits Meditation muss man lange üben, ist echt schwer, vor allem am Anfang. Ich kann die Smartphone App "bambu" empfehlen zum üben, der Anfang ist dort kostenlos und reicht eigentlich auch.

09.05.2019 21:04 • x 1 #10


Autogenes Training kann ich nur empfehlen, es beruhigt und entspannt echt total und man man nimmt seinen Körper besser war. Ich glaube ich sollte es regelmäßiger machen um einen dauerhaften Erfolg zu bekommen.

Man darf diesen Gedanken keine Macht geben!

09.05.2019 21:08 • #11



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Dr. Matthias Nagel