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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Icefalki
Zitat von DummerMensch:
Hallo, ich bin 13 Jahre alt und ziemlich sicher, dass ich Panikattacken habe.


Panikattacken sind heftig und je früher du das behandeln lässt, desto besser. Ich denke nicht, dass deine Mutter enttäuscht von dir sein wird, eher, dass sie das anfänglich nicht versteht. Aber auch mit 13 Jahren kann man krank werden. Sei einfach tapfer und sage ihr, was du für ein Problem hast.

Dann sucht ihr Adressen mit Kinderpsychologen in eurer Umgebung raus und telefoniert die alle ab. Zusätzlich noch Termin beim Hausarzt, zur Abklärung, ob nicht eine körperliche Problematik deine Symtome verursacht.

Mit Panikattacken ist man nicht "verrückt", sondern kommt mit Problemen nicht klar, die man meistens gar nicht wirklich bemerkt.

#121


Lillibeth
Sage ihr das Du Dich nicht gut fühlst und zu Deinem Arzt gehen möchtest. Ich nehme an es ist noch ein Kinderarzt. Da kannst Du das Thema dann ansprechen. Du musst ja nicht gleich sagen das Du meinst das es Panikattacken sind. Erzähle wie Du Dich fühlst, er kommt dann schon von selber drauf und wird Mit Dir und Deiner Mutter besprechen was gut für Dich ist. Ansonsten könntest Du auch mit einem Lehrer sprechen dem Du vertraust

#122


A


Panikattacken, was tun?

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D
Hallo, erstmal danke für die ganzen schnellen Antworten.
Das mit meiner Mutter ist so: sie ist schon ZIEMLICH streng und sie vergleicht mich oft mit meiner 29- Jahre alten Cousine, die eben nicht so die hellste ist und dessen Leben auch nicht grade das beste ist. Jedesmal wenn ich etwas falsch mache, sagt meine Mutter so etwas wie: du wirst genau so wie (nennen wir sie mal Marie) Marie enden, wenn du dich nicht änderst!
Und vor kurzem habe ich erfahren, dass auch sie unter psychischen Krankheiten leidet, was es nicht besser macht.
Eine Freundin von mir hat mir übrigens vorgeschlagen, dass sie mit mir zum Therapeuten gehen könnte, damit dass auf ihrer Krankenkassenkarte landet. Ihre Mutter ist damit auch einverstanden. Sollte ich zusagen?

#123


E
Meine Mutter ist ähnlich. In jungen Jahren hatte ich noch ein paar andere Probleme dazu und dann hieß es: du wirst wie blablabla enden.
Das war nicht hilfreich....
Ob du das mit der Freundin so machen solltest, dazu kann ich dir leider kein Rat geben. Kenne mich da nicht aus.
Aber fühle dich gedrückt.

x 1 #124


D
Danke ich glaube ich werde das wirklich mal so probieren. Fühl dich noch gedrückter hahah.

x 1 #125


M
Du willst die Krankenkasse betrügen, indem du dich auf Kosten der Versicherung deiner Freundin behandeln lassen willst? Das ist eine ganz, ganz dumme Idee, und auch noch strafbar! Lass das lieber.

Kommt deine Mutter immernoch mit, wenn du zum Kinderarzt gehst? Wenn nicht, erfinde einen plausiblen Grund dorthin zu müssen und erzähle dann deinem Hausarzt von deinen Problemen und der Zwickmühle mit deiner Mutter!

x 1 #126


D
So oder so, du musst erst einmal mit jemanden darüber sprechen

#127


Icefalki
Zitat von DummerMensch:
Eine Freundin von mir hat mir übrigens vorgeschlagen, dass sie mit mir zum Therapeuten gehen könnte, damit dass auf ihrer Krankenkassenkarte landet.


Ist Betrug, lass die Finger davon. Deine Mutter redet natürlich bissle Quark, aber auch nur, weil sie das beste für ihr Kind möchte. Manchmal wird echt Käse geredet. Aber bevor du sie nicht vernünftig darum bittest, dir jetzt zu helfen, und sogar daran denkt, selbst Mist zu machen, trau dich und warte ab, was kommt.

Andererseits kannst du immer noch mit der Freundin und deren Mutter mit deiner Karte zum Kinderarzt gehen, und nachfragen, was man tun könnte. Aber das ist erst Plan B. Plan A heisst: Mama einweihen, und in Kauf nehmen, dass sie doof reagieren könnte. Dann zeigst du ihr unseren Gesprächsverlauf und deine Angst, sie nicht verletzen zu wollen, aber trotzdem Hilfe zu brauchen.

Ich bin mir aber sicher, dass sie dir hilft.

#128


O
Hast du villeicht möglichkeit mit Schulärztin und Schulpsychologen darüber zu reden,das kannst du auch mit deiner Lehrerin ausmachen,damit andere Schüler nichts mitbekommen.Nimmt deine Mama dich ernst wenn du ein Problem hast?Warum glaubst du wird sie wütend du kannst doch nichts dafür.

#129


O
Bevor du irgend etwas unternimmst hinter Rücken deiner Mutter,rede bitte zuerst mit deiner Mama,auch wenn sie dich nicht vesteht,soll sie als erste erfahren wie es dir geht.Ich bin mir sicher sie wird versuchen dir zu helfen.

#130


K

Panikattacken nach Dro.

Guten Tag liebe Mitglieder,

wie ihr bereits im Titel sehen könnt geht es Rund um das Thema Panik- und Angstattacken. Dieses Thema begleitet mich erst seit ein paar Tagen. Vor genau zwei Wochen hatte ich meine erst Panikattacke. Zu dem Zeitpunkt war mir überhaupt nicht bewusst, dass es sich um eine Panikattacke handelte. Es war ein schrecklicher Moment in dem ich wirklich dachte, dass mein Körper sich jeden Moment verabschiedet. Ich hatte das Gefühl, dass mein Herz dies nicht aushält.
Schwitzige Hände, Herzrasen, Kopfschmerzen und panische Angst vorm Sterben. Dieses Gefühl kann ich nicht besser beschreiben.
Als dieses Gefühl nachgelassen hat kam ich Gott sei Dank wieder zur Ruhe.

Gestern kam es wieder. Ich hatte Todesangst und das Gefühl alles ist vorbei. Ich weinte bitterlich vor Angst. Sofort schnappte ich mir ein leeres Notizheft und fing an zu schreiben. Ich war guter Dinge und heute vormittags nach dem Einkaufen überkam mich wieder die Angst. Mein Herz und linker Arm haben weh getan und ich war mir wieder sicher, es stimmt was nicht mit meinem Herzen. Die Angst wurde immer größer und ich bin wieder in die nächste Attacke verfallen.
Ich schnappte mir meine Krankenkassenkarte und ging zum Hausarzt. Mein Hausarzt ist gleichzeitig auch Psychotherapeut. Es wurde ein EKG angerfertigt und Blutdruck gemessen. Die Werte sind top.
Ich warte nun auf meine erste Therapiestunde (ca. 6 Monate Wartezeit).
Trotzdem habe ich große Angst vor einer erneuten Attacke. Wie kann ich da am besten mit umgehen ?
Wichtig: ich habe über die letzten Monate regelmäßig Dro. konsumiert, was tatsächlich auch mit ein Grund für die Attacken sein kann. Dies hat mir mein Arzt mitgeteilt und ich war mir überhaupt nicht dessen bewusst. Der Konsum kommt für mich seit gestern überhaupt nicht mehr in Frage. Des Weiterem muss ich leider gestehen, dass ich es nie ernst genommen habe, wenn mir jemand davon mitgeteilt hat, dass derjenige an Panikattacken leidet. Ich weiß noch ganz genau, wie ich dachte: oh Mann Stell dich doch bitte nicht so an. jetzt bereue ich dieses Denken.
Das Thema liegt mir sehr am Herzen und ich würde mich unglaublich freuen, wenn mir jemand Tipps geben könnte und seine Erfahrungen mitteilt.

Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus.

#131


Icefalki
Naja, bist nun eben auch im erlauchten Kreise der Angsthasen angekommen. Kannst dich mal kreuz und quer durchs Forum lesen, da wimmelt es von Meinungen, Erlebnissen und und und.

Jetzt kommt die Angst vor der Angst und damit bleibt dein Stresslevel erhöht. Ist normal. Manchmal muss die Welt zusammenbrechen, damit man Veränderungen vornimmt.

Dein Dro. ist auch interessant. Warum du konsumiert hast, kann durchaus zu deiner Hintergrundsproblematik führen, warum du überhaupt diese Angst entwickelt hast. Bei Angst steckt viel Selbstunsicherheit dahinter.

x 2 #132


K
Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Rückmeldung Icefalki Smile
Ich habe mir über den Konsum nie solche Gedanken gemacht wie jetzt. Fakt ist, dass ich unbedingt daran arbeiten möchte, dass es mir wieder besser geht. Andere Erfahrungsberichte helfen mir sehr. Ich erkenne mich in diesen Berichten und fühle mich nicht mehr so allein.

Liebe Grüße

x 2 #133


Icefalki
Ja, in diesem Forum kannst du dich wohlfühlen. Hier hat jeder sein Päckchen zu tragen und man weiss, wovon der andere spricht.

Die gute Nachricht ist, dass Angst haben nur dazu dient, unbeschadet am Leben zu bleiben. Wenn die Angst dann so übermächtig wird, heisst das nur: Manno, jetzt denkt mal über dich nach, was ist in deinem Leben so doof, dass du das gar nicht bemerken willst? Soviel Stress, dass Adrenalin so viel ausgeschüttet werden muss, dann man beinahe ein Herzkasperle kriegt?

x 1 #134


K
Zitat von Icefalki:
Ja, in diesem Forum kannst du dich wohlfühlen. Hier hat jeder sein Päckchen zu tragen und man weiss, wovon der andere spricht. Die gute Nachricht ist, dass Angst haben nur dazu dient, unbeschadet am Leben zu bleiben. Wenn die Angst dann so übermächtig wird, heisst das nur: Manno, jetzt denkt mal über dich nach, was ist in deinem Leben so doof, dass du das gar nicht bemerken willst? Soviel Stress, dass Adrenalin so viel ausgeschüttet werden muss, dann man beinahe ein Herzkasperle kriegt?


Wie wahr. Vielen Dank für die Mühe und Rückmeldung Smile das gibt mit sehr viel. Die Angst darf nicht meinen Alltag beeinträchtigen. Ich muss lernen mit Stress anders umzugehen, als wie ich es bisher getan habe.

Liebe Grüße

x 1 #135


C

Unkomplizierter Austausch im Umgang mit Panikattacken

Hallo, ich bin neu in diesem Forum und würde mich gerne über Panikattacken austauschen und interessiere mich dafür, wie andere damit umgehen und es würde mir guttun einfach mal darüber "ranten" zu können.

Kurz meine Erfahrungen: Mit 15 hat es bei mir angefangen. Habe mich seit mehreren Jahren konfrontativ mit dem Thema auseinandergesetzt und nach Lösungen gesucht. Meistens auf eigenem Fuß, in meinem familiären Umfeld konnte mich niemand stützen, was das ganze noch verstärkte und es schmerzt mich sehr, dass ich nicht in einem Umfeld aufgewachsen bin, wo ich getragen wurde.

Mittlerweile geht es mir ziemlich gut, ich komme in meinem Alltag zurecht, nur gewisse Situationen triggern mich. Ich wünschte mir ich könnte mir den Halt geben, den ich in diesen Situationen brauche, aber es ist halt schwierig und oft wünschte ich mir Jemand anders könnte mir Halt geben, aber das ist halt nicht immer der richtige Ansatz und endet in Abhängigkeit, was ich auch nicht will.

Eine Panikattacke auszuhalten ist wahrscheinlich das anstrengendste auf der Welt und ich übertreibe nicht. In diesen Momenten ist ein Teil von mir sehr unsicher und verängstigt, während ich als bewusste Person versuche auf den Moment zu vertrauen, durchzuatmen und mich nicht auf die lähmende Angst einzulassen bzw. ich rede auf sie ein und versuch einfach loszulassen. Wenn ich etwas weiss dann ist es, dass die Dinge nicht so schlimm sind wie ich manchmal denke, das ist halt so eine angelernte Ohnmacht.

Meine Frage: Was um Himmels Willen macht ihr, wenn ihr voll in dieser Panik drin seid? Seid ihr auch so wütend, dass ihr lernen müsst euch selbst dieses Sicherheitsgefühl zu geben, weil eure Familie nicht dazu im Stande war?

Ich möchte hier nicht all zu sehr in der Tiefe graben, das habe ich schon hinter mir, aber ein unkomplizierter Austausch würde einfach guttun.

Lieber Gruss, Chanti

#136


fourofour
Zitat von Chanti:
Eine Panikattacke auszuhalten ist wahrscheinlich das anstrengendste auf der Welt und ich übertreibe nicht.

Gibt durchaus Sachen die noch mehr herausfordern.

Zitat von Chanti:
Meine Frage:Seid ihr auch so wütend, dass ihr lernen müsst euch selbst dieses Sicherheitsgefühl zu geben, weil eure Familie nicht dazu im Stande war?

Nope
Wut darüber hilft nicht. Im Gegenteil.

Zitat von Chanti:
Was um Himmels Willen macht ihr, wenn ihr voll in dieser Panik drin seid?

Aushalten und lernen das dies keine Bedrohung darstellt. Notfallstruktur, Reflektion danach.

x 1 #137

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fourofour
Zitat von Chanti:
Ich möchte hier nicht all zu sehr in der Tiefe graben,

Eine Panikattacke auszuhalten ist nur ein kleiner Teil eines ganzen.

Ohne in die Tiefe zu gehen, stelle ich mir das schwierig und langwierig vor es zu überwinden.
Denn der Umgang mit Angst ist ein komplexes Thema.

#138


Schlaflose
Zitat von Chanti:
Meine Frage: Was um Himmels Willen macht ihr, wenn ihr voll in dieser Panik drin seid?

Mein Motto war damals, als ich PAs hatte, sie einfach über mich ergehen lassen und zu erleben, dass nichts passiert, keine Ohnmacht, kein Sterben, obwohl es sich so anfühlte. Das nahm den PAs immer mehr den Schrecken, sie wurden weniger und hörten nach einem halben Jahr ganz auf.
Zitat von Chanti:
Seid ihr auch so wütend, dass ihr lernen müsst euch selbst dieses Sicherheitsgefühl zu geben, weil eure Familie nicht dazu im Stande war?

Ich habe gar nicht erwartet, dass meine Familie mir dabei ein Sicherheitsgefühl geben kann. Das hatte ich schon vorher gelernt, dass ich das selbst muss. Ich war damals schon 25.

x 1 #139


Calima
Zitat von Chanti:
Seid ihr auch so wütend, dass ihr lernen müsst euch selbst dieses Sicherheitsgefühl zu geben, weil eure Familie nicht dazu im Stande war?

Wütend war ich, aber nicht auf andere. Die sind ja nicht für meine Zustände verantwortlich, das ist meine eigene Baustelle.

Mir hat die Wut geholfen, gegen meine Angst anzugehen.

x 2 #140


A


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