Zitat von Insel der Hoffnung:Heute Nacht heute geliebte Hund von meinem Vater gestorben.allen geht es nicht gut. Erst habe ich mir gesagt...Er ist ja kein Mensch aber so kann ich nicht denken. Die kleine Dame war so liebevoll und mein Vater sein ein und alles. Mir geht es schlecht weil wir sie vermissen und weil ich mich sehr um mein Vater sorge. Ich leide unter hypondrischen Ängste und jetzt habe ich wieder angst...Da die kleine Dame jämmerlich erstickt ist weil zuviel Wasser in der Lunge war. Sie war 13 Jahre alt.
Wie gehe ich mit allem um.?
Vor rund 10 Jahren erging es uns ganz genauso. Es war unser Familienhund Emmy - mit ihr bin ich groß geworden. Ich hatte ein sehr enges und inniges Verhältnis zu ihr. Es war unser erster Hund und sie war ebenfalls so liebevoll. Jeden Abend nahm ich sie mit in mein Bett, obwohl sie bei meinen Eltern schlief und sie sie jeden Abend wenn sie ins Bett gingen, wieder aus meinem Zimmer holten. Ihr Geruch, ihr SchwanzWedeln, das Verbellen des Heißluftballons, ihr weiches, langes Fell - all das kann ich mir heute noch ganz genau vorstellen, obwohl es so lange her ist. Sie hatte Drüsenkrebs und ich wusste es bis kurz vor Schluss nicht

Ich lag zur Diagnose im Krankenhaus und meine Eltern versuchten mir leider alles zu verheimlichen, damit es mir nicht schlechter erging. Als ich nach Hause kam, sah Emmy ganz verändert aus. Sie war wie aufgeschwemmt, konnte sich kaum bewegen. Meine Eltern erzählten mir alles. Ab diesem Tag habe ich mich mehr und mehr mit dem Tod auseinander gesetzt. Ich habe als Kind viel am Fenster gestanden und zum Himmel geschaut - ich bin nicht gläubig - doch trotzdem sagte ich immer wieder leise vor mich hin: Lieber Gott, wenn es dich dort oben gibt, dann wünsche ich mir, dass mein Hund Emmy und meine ganze Familie ganz lange leben wird. Sie hatte ein sehr langes Leben - 15 Jahre wurde sie alt. Als ich gerade mein Fachabitur machte, war ich immer die erste die zu Hause war. Jeden Tag musste ich mehr mit ansehen, wie sie sich quälte. Sie fraß kaum noch etwas und bekam sehr starke Medikamente. Eine Tages ging ich mit ihr raus, doch sie kam keinen Meter vorwärts. Immer wieder blieb sie stehen. Und dann eines Abends - wir wollten sie wie immer die Treppe rauftragen zum Schlafzimmer meiner Eltern - da jaulte sie so herzzerreißend vor Schmerzen, weil sie das Wasser im Körper zerdrückte. Am nächsten Tag fuhren meine Eltern und ich zum Tierarzt. Ich blieb draußen. Dann kamen meine Eltern mit ihr auf dem Arm nach draußen und weinten jämmerlich. Ich sah Emmys leblosen Kopf auf den Armen meiner Eltern hängen und fragte ob sie tot sei. Mein Vater schüttelte den Kopf. Sie ist eingeschlafen.....mir liefen die Tränen und ich drückte und streichelte sie ganz doll. Auf dem Weg nach Hause lag sie neben mir im Auto auf ihrer Lieblingsdecke. Mein Vater und mein damaliger Freund gruben ein großes Loch im Garten meiner Eltern und dann legten wir sie hinein mit all ihren Lieblingsdingen. Mein Vater pflanzte ihr ein wunderschönes Grab, dass auch heute noch steht. Bis zum heutigen Tag macht mein Vater Grabkerzen auf dem kleinen Grab von Emmy an. Sie haben sich nie wieder einen anderen Hund gekauft. Mein Vater hatte sehr lange Zeit damit zu kämpfen. Er hat sich damals eine kleine Haarlocke von Emmy abgeschnitten und sie mit einem kleinen Bändchen an einem Foto von ihr befestigt. Überall in ihrem Haus hängen Bilder von ihr. Auch heute noch, wenn wir alte Videos sehen, bemerkt man eine kleine Träne in seinen Augen. Leider ist er ein Mensch, der nicht viel über seine Gedanken spricht. Aber ich weiß, dass er es nie wirklich verkraftet hat

Nachdem unser Hund gestorben war, habe ich selbst begonnen mich sehr stark mit dem Thema Tierschutz auseinander zu setzen - was mir sehr über den Kummer hinweg geholfen hat. Ich habe mir selbst wieder einen Hund zugelegt - mit meiner eigenen kleinen Familie - und dazu habe ich einen Patenhund in Rumänien. Vielleicht ist das auch etwas was deinem Vater helfen würde - für einen Patenhund im Ausland da zu sein. Jedes Leben ist vergänglich und man sollte an den schönen Erinnerungen festhalten. Sag ihm, dass es eurem Hund hinter der Regenbogenbrücke nun viel besser gehen wird - ganz ohne Schmerzen. Das er dort wartet auf euch alle...irgendwann werden alle wieder vereint sein. Manchmal wenn ich in die Sterne sehe, stelle ich mir diese Regenbogenbrücke vor über die auch unsere Emmy gegangen ist - ich weiß, dass sie es dort toll haben wird und mit den vielen anderen Hunden über die Wiesen tollen wird. Unser Vorstellvermögen kann Vieles - so schwer es ist - aber eben auch Positives. Und da draußen warten Millionen andere Fellnasen die jaulend nach einem liebevollen Zu Hause suchen - nicht als Ersatz - sondern als neuer Lebensabschnitt.
Die Regenbogenbrücke erwartet dich kleine Dame...vielleicht lernst du meine Emmy ja kennen...

...RIP