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Landa
Hallo,
ich wurde gestern abend von einem neuen Symptom überrascht.
Ich bin gerade zu meinen Freunden gekommen um für die Disco vorzuglühen.
Ich habe in letzter Zeit oft Angst, etwas mit ihnen zu Unternehmen, weil ich immer denke, mir passiert etwas Schlimmes (bezogen auf mein Herz).
Gestern habe ich allerdings versucht, meiner Angst nicht nachzugeben und bin hingegangen. Sogar mit einem relativ guten Gefühl.
Als ich den mitgebrachten Bierkasten in den obersten Stock getragen hatte und mich hingesetzt habe, überkam mich ein Herzstolperer.
Die habe ich ab und zu mal, und ich habe mir nichts schlimmes dabei gedacht.
Allerdings kam kurz darauf wieder ein Stolperer, worauf ich schonwieder leicht panisch wurde. Dann kam noch ein dritter und ich war wieder komplett verängstigt. Ich bin aufgestanden, habe verducht zu husten und mir gegen die Brust geschlagen.
Als ich dann gefragt wurde, was denn jetzt los sei, habe ich nur gesagt "sowas hab ich öfter mal", obwohl das natürlich keinesfalls stimmte. Ich war danach völlig aus der Situation gerissen, saß nurnoch wortlos da und habe mich schließlich wieder abholen lassen, worauf hin ich zuhause einen Anfall von gleichzeitiger Wut und Traurigkeit bekam, weil mir mein dummes Herz schonwieder mein Wochenende verdorben hat. Ich hatte allerdings keine Extrasystolen mehr.

Ich wurde im Oktober 2017 zuletzt untersucht (24h EKG und Ultraschall) - ohne Auffälligkeiten.
Am Dienstag habe ich ein "Check-Up" wegen meiner beginnenden Ausbildung.

Und obwohl ich eigentlich versucht hatte, meine Angst zu entschärfen, indem ich mir immer vor Augen geführt habe dass ich selbst kein Arzt bin, Herzkrankheiten nicht verstehe und deshalb den Ärzten vertrauen sollte, bin ich jetzt quasi wieder am Anfang. Ich weiß nicht, was ich von dieser Kette von Extrasystolen halten soll, aber jedenfalls bin ich erstmal beunruhigt. Ich hatte/habe Angst, dass das wieder passiert und ins Kammerflimmern übergeht und ich sterben muss
(Auch weil ich Angst vor einer Herzmuskelentzündung habe).
Meine Mutter sagte, dass sie solche Ketten ab und zu auch habe und dass sowieso viele Menschen dieses generelle Stolpern haben.
Ich bin allerdings immernoch verängstigt.

Wie soll ich jetzt damit umgehen?

24.03.2018 10:01 • 24.03.2018 #1


5 Antworten ↓


kopfloseshuhn
Gan einfach: Gar nicht!

Guck mal: Du warst aufgeregt, du hast unterschwellig Angst, hast etwas schweres die Treppe hochgetragen und bist wieder in körperliche Ruhe übergegangen aber nicht in psychische Ruhe.
Das Herz stolpert manchmal und setzt einen Schlag aus wenn es den Puls verlangsamen soll. Normal. Die Angst dabei, dahinter irgendwo und dein nervensystem überreizt.

Ich tippehier auf psychosomatische Ursachen. Nicht dein herz hat dir den Abend verdorben! Sondern ich könnte noch vermuten, dass dir beim ausgehen so unwohl war, dass du einenGrund brauchtest um dich deiner Angst nciht stellen zu müssen. Und dein Körper hat dir dabei geholfen.
Die Angst löst so vieles aus. Auch Extrasystolen. Auch ein paar hintereinander. Aber wie du siehst passiert was? Nichts. Außer halt Angst.

Dein Herz ist strukturell gesund. Und daher wird dir einfach auch nichts passieren.

24.03.2018 10:17 • x 1 #2



Mehrere Extrasystolen hintereinander

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Nilschen
In der Zeit wo ich Paroxitin nahm hab ich diese Stolper auch öfter extrem wahrgenommen. Mittlerweile nicht mehr. Du bist ja eine Treppe hochgegangen und hast was getragen und mir wurde erklärt das wenn der Puls sich wieder beruhigt, in dieser Phase dieses Stolpern ganz normal sei, da der Körper in diesem Moment seinen Ryhtmus ändert und anpasst.

EDIT:
UPS sehe grad das hat kopfloseshuhn ja schon beschrieben.

24.03.2018 10:54 • x 1 #3


mist. Da war der Abend ja schon gelaufen, bevor er angefangen ist. Das hatte ich mal im Kino. Kriegte gleich zu Anfang Extrasystolen. Bin dann raus, bevor der Film überhaupt angefangen hatte. BIn danach 11 Jahre nicht mehr im Kino gewesen. Wahrscheinlich aus Angst, das nochmal zu erleben. Obwohl Extrasystolen heute kein Thema mehr für mich ist. Merke auch keine mehr, obwohl ich bestimmt noch viele habe. Schon schlimm, wie es einen die Lebensqualität nehmen kann.

24.03.2018 12:08 • x 1 #4


Landa
Zitat von Alfred1974:
Schon schlimm, wie es einen die Lebensqualität nehmen kann.


Das ist wahr. Deshalb sollten wir alle versuchen, diese Agoraphobie zu besiegen, die mit solchen Krankheitsängsten einhergeht.
Ich finde es aber in solchen Situationen auch immer unheimlich schwer und peinlich, meinen Freunden oder anderen Leuten zu erklären, was mit mir los ist. Ich möchte sie eigentlich nicht mit sowas belästigen.

24.03.2018 13:03 • #5


Nilschen
Wenn es gute Freunde sind werden sie dir das nicht übel nehmen. Es ist natürlich für Menschen die solche Dinge nicht selber erfahren oft nicht nachvollziehbar. Du hast es dir ja nicht wirklich selber ausgesucht....

24.03.2018 13:05 • x 1 #6




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