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Heller_Wahnsinn
Hallo,

manchmal habe ich den Eindruck, ich mache alles falsch.

Habe gestern bei einer Goldschmiedarbeit einen Fehler gemacht. Wollte einen Edelstein nicht vor einer Reparatur der Fassung aus der Silber-Fassung herausholen, weil die Fassung eh schon gemartert war und nicht mehr lange halten würde. Wollte nur schnell unten was an der Fassung löten, dafür muss das Silber rotglühend sein. Ich dachte, ich mach's ganz schnell, sind nur paar Sekunden. Beim Erhitzen hat dann plötzlich was gestunken, muß wohl irgendwas aus dem Edelstein gewesen sein, die bestehen ja aus verschiedenen Stoffen und Verbindungen. Und weil ich es gerochen habe, habe ich es ja auch eingeatmet. War nur kurz. Aber ich habe Angst. Irgendwie hat da was reagiert und dann auch an der Fassung niedergeschlagen. Bei Löten oxidiert ja immer was, bei Silber schlägt sich dann eine grau-schwärzliche Verfärbung nieder, die man abbeizt. Gestern aber war es etwas grünlich. Der Stein ist auch grün. Wird wohl damit zusammenhängen. Ich brauchte drei Anläufe, eh das mit dem Löten geklappt hat, gestunken hat es nur beim ersten Mal beim Erhitzen. Da muss irgendwas verdampft sein. Die grünlichen Oxidationsrückstände habe ich abgebeizt, ging wie bei den grauschwarzen Oxidationsrückständen ganz normal.

Ich wusste nicht, dass da was verdampfen würde, sonst hätte ich das Fenster sperrangelweit offengelassen und beim Erhitzen, was ja nur zwei drei Sekunden war, die Luft angehalten.

Manchmal denke ich, ich mache alles falsch und werde dafür irgendwann die Quittung bekomme, auch wenn das jetzt hier nur einmal und kurz war, ich hab den Raum erst viel später gelüftet, weil der Geruch auch nach ein paar Sekunden verschwunden war.

Andererseits sage ich mir (leider nur ein kleiner Teil von mir), dass Fehler nun mal zum Leben gehören. Aber ich habe trotzdem Angst, jetzt einen Tumor in den Atemwegen zu bekommen und auch noch selbst schuld zu sein daran.

Wie tolerant ist das Leben? Wieviel steckt der Körper weg?

10.01.2016 17:14 • 12.01.2016 #1


4 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey Heller_Wahnsinn,

der Körper steckt ne Menge weg und ist somit in vielen Bereichen tolerant. So etwas geschieht und es wird nichts gefährliches geschehen sein. Schau, Frisöre atmen auch ständig die Farben ein und finde sie ebenfalls sehr stark und ätzend riechend.

Mach Dir keinen Kopf, ok?

10.01.2016 17:17 • #2



Mach ich alles falsch?Dämpfe eingeatmet und jetzt Angst

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Heller_Wahnsinn
Das ist lieb von Dir. Danke. Ich mach mir immer so einen Kopf bei so was.

Ich habe immer Angst, was falsch zu machen. Einmal habe ich beim Seifeherstellen zu schnell das NaOH gelöst, dass dann das dest. Wasser zu schnell erhitzt hat, das dampfte dann auch und zwickte in den Atemwegen, ich hatte das Fenster offen, aber der Wind stand so, dass der Dampf nicht abzog sondern die frische Luft ihn eher noch im Raum verteilt hat. Ich hatte damals auch ein ganz schlechtes Gewissen und tagelang Angst, auch wenn das anderen auch ab und zu passiert ist.

Ich weiß nicht, warum der Stein (der kleine Risse bekommen hat und einen leichten Blaustich, aber immer noch schön aussieht) gerochen hat. Da soll u.a. Nickel drin sein. Aber Nickel verdampft nicht eben mal bei einer Temperatur, die unterm Schmelzpunkt von Silber liegt, das Silber war nur rotglühend, was man mit einem Sturmfeuerzeug schnell hinbekommt. Ich weiß nicht, was es war, was da beim ersten Mal verdampft ist. Aber es hat gerochen. Jetzt nicht ätzend oder beissend, aber unangenehm eben.

10.01.2016 17:22 • #3


Hallo @heller_wahnsinn,

mach Dir da bitte keine Gedanken.
Im Bereich der Hobbyelektronik ist man ständig kleinen Mengen von Bleidämpfen ausgesetzt trotz Vorsichtsmaßnahmen.
Das bestücken und verlöten einer Platine kann ja nach Aufwand schon soger 30 Minuten dauern und Blei ist nicht gerade gesundheitsfordernd um es milde zu sagen.

Also mach Dir keine sorgen..

Liebe Grüße
Lockenkopf

10.01.2016 17:50 • #4


Hallo,

Was könnte es denn für ein Stein sein? Grün sind meines Wissens nach Smaragde oder Malachit. Smaragd ist ein Beryll, enthält also Be2O3. Aber das würde weder verdampfen, sich auch nicht zersetzen u.v.a. nicht stinken. Malachit ist glaube ein Kupferkarbonat (kannst aber nochmal googeln), also noch viel unkritischer. Generell sind die meisten anorganischen Stoffe, die in Frage kämen, geruchlos. Vielleicht war der stein aber eingeklebt und du hast den leim gecrackt. Mach dir mal keine Sorgen, bei der Menge ist eine Vergiftung vollkommen auszuschließen, selbst wenn es blausäure gewesen wäre.

12.01.2016 22:41 • #5




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