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Mir ist aufgefallen, das wenn ich in meiner Krankheitsangst loslasse um zu sterben verschwindet die Angst.
• • 14.04.2012#1
4 Antworten ↓
HeikoEN Mitglied
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Ja!
Endlich einer der den Mut aufbringt!
Glückwunsch dazu! Echt.
Lass die Angst da sein. Gib ihr den Raum, den sie meint gerade zu brauchen. Bleibe ganz bei Dir.
Ganz wichtiger Schritt. Du "verstehst" dass nichts passiert, selbst wenn Du freiwillig "sterben" willst.
Was schliesst Du denn daraus? Warum ist das denn so?
•
#2
A
Lösung ?
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B
Beobachter Mitglied
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Hallo
Ich kann dies zwar nicht an Krankheitsängsten, aber an Existenz- ängsten und grossen Depressionen erklären:
Alle früheren Therapien, Neuanfänge und falschen Hoffnungen haben bei mir niemals wirklich geholfen. Erst als ich vor etwa drei Jahren mit dem Leben abgeschlossen hatte, es zufrieden und wohlüberlegt zu Ende bringen wollte, hat sich etwas positiv in mir verändert.
Die Akzeptanz des Todes befreit von "Zukunftszwängen" und in Folge von sehr vielen Ängsten und ihren belastenden Begleiterscheinungen.
Dies bedeutet natürlich auf keinen Fall, dass das Leben wirklich an die- sem Punkt zu ende sein muss, ganz im Gegenteil, es kann vielleicht an diesem Punkt überhaupt erst beginnen.
Liebe Grüsse, Der Beobachter
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#3
HeikoEN Mitglied
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Klingt spannend, so ein Verlauf...
Wenn sich mit allen Mitteln in Sachen Therapie usw. nichts tut an den Zuständen, dann ist Angst oder auch die Depri oft dafür da, um etwas was dahintersteht zu verbergen und so den Menschen zu schützen.
Vielleicht ist es aber bei Dir Beobachter auch so gewesen, dass Du an etwas festgehalten hast und es dann erst richtig loslassen konntest. Und siehe da, es kommt eine Änderung.
Wie gehst Du denn heute damit um? Also mit dieser Auseinandersetzung Tod? Ist das von der Überlegung her immer noch wählbares Mittel für Dich?
Ich glaube heute auch, dass es das Festhalten an dem Wunsch, ein völlig "normales und gesundes Leben" führen zu wollen (müs- sen?) war, der damals das Leiden (Ängste und Depressionen) nur noch verstärkt hatte.
Heute, also seit dem ich meine Probleme (Asperger-Persönlichkeit und traumatische Kindheit) akzeptiert habe, und nicht mehr thera- peutisch dagegen ankämpfe, und eben das Leben/Zukunft nicht mehr als "Zwang" ansehe/erlebe, geht es mir relativ gut. Glücklich wäre zwar übertrieben, aber die Probleme/Ängste/Depressionen be- stimmen nicht mehr den ganzen Tag. Der Gedanke (Erlaubnis) jederzeit Sterben zu dürfen, ist heute auch nur noch in Bezug auf mögliche spätere altersbedingte Leiden da.