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wer hat von euch hat mal extrem geschwitzt und ist jetzt wieder 100% "trocken"? bitte erzählt mal davon. und nennt das "wundermittel"!

ich halt das so wirklich nicht mehr lange aus!!

14.02.2003 22:25 • 08.03.2003 #1


10 Antworten ↓


Liebe Leidensgenossin!

Sprich doch einmal mit deinem Arzt über das Medikament Rivotril.
Ich bin jetzt bald 54 Jahre alt und kämpfe wohl seit über 40 Jahren gegen mein generalisietes Schwitzen. Ich habe schon fast alles ausprobiert. An den Händen bin ich durch die Leitungs-Iontophorese ganz trocken geworden, unter den Achseln schwitze ich dank ACL nicht mehr. Diese Mittel wurden mir vor fast 15 Jahren von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf - Schweißsprechstunde - verabreicht.
Heute habe ich gelernt, mit meinem Problem umzugehen.
Lass dich von deinen Gedanken und Erwartunghsängsten nicht fertigmachen.
Nimm dich nicht so wichtig und denke nicht immer, dass andere deine Schweißausbrüche unbedingt bemerken. Du steigerst dich nur in etwas hinein.
Ich weiß, das ist leicht gesagt.
Aber ich wünsche dir viel Glück.

17.02.2003 17:04 • #2



Die perfekte lösung

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Hallo Günther,

hat man Dir dieses Medikament tatsächlich verabreicht / verschrieben, wie lange hast Du es genommen und hat es auch geholfen. Gemäß dem Beipackzettel handelt es sich hier um ein Medikament vornehmlich für Epilepsien (siehe unten).

Rivotril®

Anwendungsgebiete Wirksamer Bestandteil Hersteller
Epilepsie, Psyche, Clonazepam Hoffmann-La Roche AG
Gehirn und Nerven

Wie wirkt der Inhaltsstoff?
Clonazepam wird zur Behandlung von Krampfanfällen (Epilepsie) eingesetzt. Es verstärkt die Wirkung eines Botenstoffs (Gamma-Amino-Buttersäure) im Gehirn, der die Weiterleitung von erregenden Nervenimpulsen und damit die Gehirnaktivität dämpft. Das Auftreten von epileptischen Anfällen wird so verhindert. Clonazepam wird auch zur Unterbrechung eines epileptischen Anfalls verwendet. Zu diesem Zweck wird der Wirkstoff gespritzt. Chemisch gesehen, gehört Clonazepam zur Gruppe der Benzodiazepine, die hauptsächlich als Schlaf- und Beruhigungsmittel eingesetzt werden. Clonazepam wirkt bei unterschiedlichen Arten von Epilepsie (Grand-mal und Petit-mal-Anfälle). Bei langfristiger Behandlung kann sich jedoch eine Toleranz (Gewöhnung) entwickeln. Das Medikament wirkt nicht mehr so gut, es können vermehrt Krampfanfälle auftreten. Dadurch ist Clonazepam in diesem Fall nur Mittel der zweiten Wahl oder wird in Kombination mit anderen Antiepileptika eingesetzt, wenn eine Therapie nicht anschlägt.

Anwendungsgebiete
Unterschiedliche Formen von Anfallsleiden (Epilepsie)
Vorbeugung von Anfällen bei Epilepsie

Warnhinweise!
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alk..

Die langzeitige und hochdosierte Einnahme dieses Medikaments kann zu Abhängigkeit führen. Wird es plötzlich abgesetzt, treten Entzugserscheinungen mit Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Zittern, Schwitzen und die Gefahr von Gehirnkrämpfen auf.

Schwangerschaft und Stillzeit
Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft sollte das Medikament nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für dringend erforderlich hält. Halten Sie daher bitte vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt. Die Substanz geht in die Muttermilch über. Daher sollte dieses Medikament während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden.

Nebenwirkungen
Nachfolgend sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen aufgeführt. Sie können zwar, müssen aber nicht auftreten, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente reagiert.

 Kopfschmerzen
 Magen-Darm-Beschwerden
 Schläfrigkeit und Schwindel
 Müdigkeit und Benommenheit
 Muskelschwäche
 Überempfindlichkeitsreaktion auf einen Inhaltsstoff
 Vermehrter Speichelfluss und Bildung von Schleim in den Atemwegen
bei Säuglingen und Kleinkindern
 Erregungszustände, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst. Diese genau
entgegengesetzten Wirkungen treten am ehesten bei Kindern oder bei
Erwachsenen in höherem Alter auf.
 Bei einer zu schnellen Dosiserhöhung treten neben Benommenheit und
Müdigkeit auch Bewegungs- und Gehstörungen sowie Sehen von
Doppelbildern als Zeichen einer Vergiftung auf.

Gegenanzeigen
 Bekannte Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine
 Erkrankung der Nerven, die sich in Bewegungsstörungen äußert (Ataxie)
 Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
 Medikamenten-, Dro. und Alk.
 Störungen der Atemfunktion

Wechselwirkungen
Während der Behandlung mit Clonazepam darf kein Alk. getrunken werden. Die Wirkung von anderen beruhigenden und Müdigkeit erzeugenden Medikamenten wird verstärkt. Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Antiepileptika kann es zu Wirkungsverstärkungen oder -abschwächungen kommen, so dass gegebenenfalls eine Dosisanpassung notwendig ist. Vor allem bei Phenytoin kann es zu einem starken Anstieg des Phenytoin-Blutspiegels kommen.

17.02.2003 19:04 • #3


Ey Leute,

geht von den Medikamenten weg, ich habe bis jetzt genau so gelitten wie ihr. Immer nasse Hände und Achseln. Die Achseln hab ich schon früh trocken bekommen mit ALCL und meine Hände zu 100 % jetzt auch und das für 5.15€. Probiert es auch! Es lohnt sich, geht einfach in die Apotheke und besorgt euch Antihydral, dass ist eine Creme und die wirkt schon innerhalb von drei Tagen. Neht es zwei Wochen und ihr seit eure Sorgen los. Abens einfach Dick auftragen, trocknen lassen und auglein zu. Am nächstem Tag verspürt man schon eine Wirkung.


Viel Erfolg

Mathias

17.02.2003 21:26 • #4


Hallo
kann mir jemand sagen , ob nun ALCL 30% oder die Antihydralcreme besser wirkt an den Händen ?
Tschau Tomm

17.02.2003 23:21 • #5


manche finden das eine wirkt besser, andere meinen, das andere.

also: ausprobieren!

bei mir wirkt antihydral besser.

18.02.2003 00:27 • #6


Hallo Karlo!

Ich nehme dieses Medikament schon seit vielen Jahren und komme eigentlich gut damit zurecht, obwohl ich zum Glück kein Epileptiker bin. Es wirkt auf das zentrale Nervensistem und macht mich ruhig und gelassen.
Die Ärzte setzen hierbei auch auf die Nebenwirkungen und das ist in diesem Fall das verminderte Schwitzen.
Ich habe das Medikament im Urlaub immer ausschleichend abgesetzt und nehme zur Zeit morgens regelmäßig eine halbe Tablette. wenn ich eine Stresssituation am Tage erwarte, erhöhe ich auf 1 Tablette.
Ich komme gut damit zurecht. Die Erfolgserlebnisse, die ich dadurch verzeichnen konnte, lasen mich natürlich an dieses Medikament glauben und stärken mein Selbstbewusstsein.
Als weiteres Medikament wurde mir damals Amuno empfohlen. Ich habe es nie genommen. Aber es soll die Haut auch trocken machen.
Sprich mit deinem Arzt darüber und lass dich regelmäßig kontrollieren.

Viel Erfolg!

Günter

18.02.2003 11:39 • #7


aber WENN IRGEND MÖGLICH nimm salben oder gels oder sonstwas, solche pillen sind die letzte möglichkeit und bei den meisten einfach nicht nötig!

günter hat vielleicht eine besonders schwere hh, aber die meisten leute fahren am besten so:

unter den achseln: ALCL 20%
an den Händen: ALCL 30% oder antihydral-creme (rezeptfrei für ca. 5 Euro in der apotheke)

oder iontophorese. oder schweissdrüsenabsaugung. oder ets.

ABER MEDIKAMENTE NUR ALS ALLERLETZTE MÖGLICHKEIT!

denn wenn sie dich beruhigen, ändern sie natürlich auch deinen charakter und deinen umgang mit anderen leuten etc. und das sollte man nur im äußersten notfall in kauf nehmen!!

18.02.2003 16:05 • #8


Hallo Steinchen,

gebe Dir inhaltlich grundsätzlich recht bzw. stimme Dir voll zu! Es ist für mich nur immer wieder erstaunlich, was wir HH’ler so alles auf uns nehmen um das Problem wenigstens einigermaßen in den Griff zu bekommen. Wenn Günter damit gut umgehen und leben kann, und so schreibt er, ist das für Ihn in Ordnung (für Günter eben die perfekte Lösung). Jedenfalls war es ein Tip, welchen man sich mal an sehen bzw. hinterfragen kann. Was man letztlich damit macht, bleibt jedem selber überlassen.

Selber nehme ich seit längerem Odaban und es hilft mir auch (habe aber auch nie was anderes ausprobiert).

Falls Odaban bei mir mal nicht mehr wirken sollte (was ich nicht hoffe), würde ich es erst mal mit Iontophorese versuchen (weil aus meiner Sicht relativ ungefährlich). Da bin ich in der Anschauung genauso „konservativ“ wie Du. Eine OP (ob ETS oder Schweissdrüsenabsaugung) würde ich nur als letztes Mittel in Erwägung ziehen, da jeder Eingriff mit „Risiken und Nebenwirkungen“ (fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker ) verbunden ist. Genauso wie bei z.B. Rivotril. Aber das ist eben nur meine persönliche Einstellung dazu; andere haben damit kein Problem und sind glücklich und zufrieden wenn die OP geklappt hat und sie trocken sind.

Viele Grüße - Karlo

18.02.2003 21:41 • #9


liebes blümchen

ich habe mich einer "ets"op bei dr. tarfusser in meran unterzogen und bin dieses leid ein für allemal los.
ich LITT unter extremen gesichtsschweißausbrüchen, und das bei wind und wetter und in sämtlichen situationen.
das hatte zur folge dass ich vielen dingen des lebens einfach aus dem weg ging.
nun, nach der op, bin ich wie ausgewechselt: da ich ja keine schweißausbrüche mehr zu befürchten habe gehe ich auch wieder viel lockerer mit allem um.
ich kann für mich behaupten: diese op hat mein leben absolut positiv beeinflusst.

liebe und staubtrockene grüße,
schielaa

07.03.2003 14:23 • #10


Wieso haben Sie sich nicht operieren lassen ?!

Es gibt doch (neue?!) Methoden diese Beschwerde ambulant zu beseitigen

08.03.2003 15:48 • #11



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