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Hallo ich bin neu hier und erhoffe mir Hilfe durch Austausch von von Erfahrungen.
Seit ca. 8 Monaten leide ich an einer Angststörung. Alles begann mit der Geburt meines zweiten Kindes. Seitdem habe ich (in meiner Vorstellung) schon einige schwere Krankheiten gehabt. (Leukämie, Brustkrebs, Hautkrebs, Hirntumor, Darmkrebs und nun MS) Schon nachdem ich mich wegen einem Lymphknoten und anhaltenden Halsschmerzen völlig verückt gemacht habe (habe mich den ganze Tag nur auf dieses Thema kozenriert als auf die tolle Zeit mit meinem Baby) habe ich mir einen Termin bei Psychotherapeuten geben lassen (Warteliste ist sehr lang) Ich habe die Einstellung, wenn man z.b. Zahnschmerzen hat, geht man zum Zahnarzt und wenn es mir seelisch sehr schlecht geht, hole ich mir auch da vom Experten Hilfe. Zwischenzeitlich ging es mir dann wieder besser, bis ich plötzlich zurückfiel. Ich machte mich verrückt wegen Leberflecken, nachdem ein Verwandter wegen angeblich schwarzen Hautkrebs eine Woche bangen musste, bis Befund da war. Ich habe mich da so reingesteigert, dass ich auch bei mir und auch meiner Familie anfing diese abzusuchen. Hab dann gleich 3 bei mir entfernen lassen, Termin für Kind steht.Ich hatte mich bis zur OP weiter reingesteigert, viel geoogelt. Plötzlich begann die Haut in der Nähe der Leberflecken zu kribbeln, spannen. Es war so schlimm. Natürlich und zum Glück war alles gutartig. Aber wahrscheinlich durch das Konzenrieren auf das Kribbeln, fing es an am Knöchel, Beinen, Armen zu kribbeln. Hatte das gefühl, dass meine Lippe anschwillt, Taubheitsgefühle in Fingern, Gesicht, Augendruck usw. .... weiter gegoogelt und seitdem denke ich, ich habe MS. Kenne natürlich alle möglichen Symptome dafür. Inzwischen habe ich MRT, alle Messungen und Lumbalpunktion hinter mir. Es ergab keine Hinweise. Nur im MRT waren ältere Läsionen zu sehen, die auf Migräne zurückgeführt werden. Eigentlich müsste ich beruhigt sein. Aber nein, vlt waren zu diesem Zeitpunkt die Symptome noch zu schwach (deswegen nicht sichtbar als frische Läsionen), also geht der Gedanke weiter. Nebenbei wurde Hashimoto (Schilddrüse ist aber eingestellt) und Vitamin B12 Mangel festgestellt, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die Symptome davon kommen. Jetzt schlafen mir ständig die Hände und Füße ein bzw. kribbeln auf diese Art. Habe zwar auch starke Rückenschmerzen und mit den Händen könnte auch von eingeklemmten Nerven (weil ich Kind viel tragen und heben muss) aber der Gedanke MS bleibt. Vor 4 Wochen dann plötzlich starker Harndrang, leichtes brennen. Panik! Bestimmt eine Harnentleerungsstörung wie bei MS typisch. Bin erstmal nicht zum Arzt, weil ich Angst hatte, man stellt nichts bakterielles fest. Aber nach 5 Tagen dann doch und es wurden doch viele Bakterien festgestellt. Puh doch eine Blasenentzündung. Aber erst nach 3 Antibiotika ware die Bakterien weg, aber nicht der Harndrang. Aso doch MS? Nochmal getestet, es war ein Pilz entstanden. Trotzdem Unsicherheit ist geblieben. Bis jetzt :/
Zum Glück hatte ich den Termin (gehe jetzt ca. 5 Wochen) bei dem Psychotherapeuten nicht abgesagt, weil ich die Hilfe jetzt sehr gut gebrauchen kann. Während ich das alles schreiben, merke ich, dass ich eigentlich weiß, dass es alles von der Psyche kommen kann. Aber jetzt schlafen wieder beide Füße ein, und gleich ist wieder der gedanke da.... Füße können doch nicht durch Psyche einschlafen oder? Aber vlt. habe ich beim schreiben einfach nur verkrampft dagesessen...?

Es ist schlimm, wie so eine Angst einem im Griff hat.

08.09.2016 22:07 • 12.09.2016 x 1 #1


12 Antworten ↓


Hallo Caleo,
es ist doch zunächst mal sehr mutig und stark von dir, all diese Arzttermine wahrzunehmen.
Schon bei dem Wort "Lumbalpunktion" simuliere ich schlagartig, dass ich mich doch eigentlich SO schlecht gar nicht fühle.

Ist eine Lumbalpunktion einigermaßen auszuhalten?

Auch ich habe derzeit sehr viele Symptome, die mich an eine ernste Krebserkrankung denken lassen.
Aber zum Arzt gehen?
Nur als Liegend-Transport, wenn gar nichts mehr geht!

"Es ist schlimm, wie so eine Angst einem im Griff hat", schreibst du.
Aber immerhin tust du alles dafür, deine Symptome abzuklären.
Hut ab meinerseits dafür!
Und: Kopf hoch!
Du machst doch alles genau richtig.
Gute Besserung und alles Gute wünsche ich dir!
Liebe Grüße
Tom

09.09.2016 02:17 • #2



Krank durch die Psyche

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petrus57
Das mit den eingeschlafenen Füssen habe ich auch sehr oft. Das kommt bei mir von der Wirbelsäule.

09.09.2016 07:22 • #3


Danke Tom,

Ob das mutig ist sich abchecken zu lassen oder die krankhafte Absicherung keine ernsten Krankheiten zu haben? Wohl eher das letztere. :/

Ich hoffe durch die Therapie wieder so zu werden wie ich es noch vor Ca einem Jahr war ..

die Lumbalpunktion selbst war überhaupt nicht schlimm, nur danach hatte ich Ca eine Woche starke Kopfschmerzen.

Wenn du Symptome hast würde ich die aber abklären lassen.

09.09.2016 13:14 • x 1 #4


Petrus 57 Danke für die Antwort. Ja mit den Füßen könnt ich mir das auch erklären aber warum auch die Hände?

09.09.2016 13:28 • #5


Schlaflose
Das hatten wir doch in deinem anderen Thread schon heute Morgen geklärt.

09.09.2016 16:35 • #6


Hallo Caleo...mir geht es genauso wie dir. Für mich ist es genauso schrecklich. Ich weiß das unser Gehirn sich alles aneignen kann . Wir steuern was mit unserem Körper passiert. Vielleicht können wir uns gegenseitig aufbauen?
Lg

09.09.2016 19:18 • #7


Hallo Simona gern können wir uns aufbauen aber am Ende muss jeder selbst mit seinen Problemen fertig werden denn die Gedanken hat man Nunmal nur selbst im Kopf :/

Aber ich weiß dass man die Angst besiegen kann auch wenn es schwer wird. Ich hatte vor einigen Jahren eine Depression wegen Zukunftsängsten. habe eine Therapie gemacht und bin seitdem davon völlig weg. Hatte viele Jahre keine Probleme. Biss eine neue Angst kam. aber ich habe gelernt dass es sich lohnt an sich zu arbeiten.

Machst du denn eine Therapie?

09.09.2016 20:53 • #8


Ich habe bis letztes Jahr eine Verhaltenstherapie gemacht, jetzt ist halt die 2 Jährige Pause die die Krankenkasse vorgibt. Die nächste könnte ich erst nächstes Jahr beginnen. Ich habe einen sehr kompetenten und netten Hausarzt der sich viel Zeit für mich nimmt und auch viele Untersuchungen durchführt, bringt mir aber leider nicht lange Ruhe.

09.09.2016 21:05 • #9


Hat die Therapie denn nichts gebracht?

09.09.2016 21:08 • #10


Ich muss dazu sagen, das ich vor der Angst vor Krankheiten eine ganz andere Angst hatte..ich konnte das Haus nicht mehr verlassen ohne Panik zu bekommen. Die Therapie hat mir geholfen das ich wieder frei leben konnte. Jetzt ist es eine ganz andere Art von Angst , die für mich persönlich viel schwieriger ist .

09.09.2016 21:23 • #11


Oh das tut mir leid. Aber gibt es da keine Ausnahmeregelung für die Therapie wenn es einem so schlecht geht?

12.09.2016 13:24 • #12


Zitat von Caleo:
Oh das tut mir leid. Aber gibt es da keine Ausnahmeregelung für die Therapie wenn es einem so schlecht geht?




So viel ich weiß nur eine Stationäre .
Hab wieder mit dem Sport begonnen, vielleicht ist das eine Hilfe.

12.09.2016 13:44 • #13



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