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Hallo.

Ich habe eine Angststörung mit vielen Panikattacken. Hatte zuerst Angst vor einem Herzinfarkt (wurde ärztlich abgeklärt alles super) dann hatte ich Angst vor einem Gehirntumor (wurde auch alles an Untersuchungen EEG, MRT kopf usw. abgeklärt auch alles super).Hatte auch bei allen angeblichen eingebildeten Erkrankungen immer die passenden Symptome, die immer nach der Diagnose verschwanden. Seit paar Tagen tut mir mein linkes Bein/Fuss und mein linker Arm weh. Fühlt sich so an wie Muskelschmerzen/Muskelkater/Verspannungen/Muskelschwäche.Habe auch eine Schwäche in der linken Hand z.b. wenn ich ein Glas festhalte fühlt sich meine Hand schwach an (beobachte mich dann auch sehr und versteife mich dann?) Bei Belastung z.b. spazieren tut es nicht mehr so weh nur in Ruhemomenten. Nachts merke ich nichts. Wenn ich heiß bade ist es auch okay. Es ist wirklich komisch, war noch bei keinem Arzt (traue mich auch irgendwie nicht mehr nach den ganzen Ärztemarathons). Habe dann halt auch wieder gegoogelt und hab mich auf die Krankheiten ALS und MS festgefahren. Habe bereits ein Kopf MRT und EEG und ganz viele Bluttests hinter mich gebracht die Ergebnisse waren alle super. Kann man bei einem Kopf MRT oder EEG solche Krankheiten wie MS oder ALS erkennen?
Bilde ich mir wieder alles ein? Was ist nur los mit mir? Hat jemand Erfahrungen?

28.12.2014 20:32 • 20.01.2015 #1


11 Antworten ↓


Hasi82
Hallo evy777

Ich kann Dich gut verstehen. Mir ging es mit fast gleichen Symptomen schonmal ähnlich. Ich habe auch eine Angststörung die sich symptomatisch immer wieder anders äussert. Im Jahr 2007 hatte ich während der Phase meiner Abschlussprüfung in der Musicalausbildung fast diesselben Symptome wie Du jetzt. Es war auch nur eine Seite betroffen. Es war auch wie seltsame Schmerzen in Arm und Bein und beim Laufen ein seltsames Ganggefühl. Und das mit dem Glas festhalten etc. war bei mir auch so ein ekelhaftes Schwächegefühl...ich natürlich panisch...dann begann mein ertser grosser Ärztemarathon. Erst zum Hausarzt, Blutwerte checken, Schilddrüse etc.die wurde bei mir nämlich 2004 operiert. War aber alles ok und er meinte es wäre der Stress wegen der Prüfung etc. damit gab ich mich nicht zufrieden und machte einen Termin beim Neurologen. Dann wurde ein MRT gemacht aber auch alles ohne Befund. Er bestätigte meinen Hausarzt und vermutete eine beginnende Angststörung mit psychosomatischen Beschwerden. Einerseits war ich erleichtert aber trotzdem nicht komplett beruhigt. Die Symptomen liessen nach Wochen nach und verschwanden dann ganz. Ende 2011 hatte ich vorher ziemlich viel familiären Stress und eines Tages waren sie wieder da nur heftiger und an beiden Seiten. mein Körper war schwer wie blei und es fühlte sich an wie immer schlimmer werdende Muskelschwäche und Lähmungsgefühl. Dann kam ich durchs Internet auch auf das Thema MS und konnte vor Panik nicht mehr schlafen. Zweiter Ärztemarathon begann, Orthopäde ob vielleicht Nerven eingeklemmt waren war aber nix, wieder Schilddrüsenwerte aber auch ok, nur starker Vitamin-D Mangel der kann auch die Muskulatur beeinflussen. Ich bekam dann Vigantoletten 100 Vitam D Tabletten. Und es wurde aufgrund meiner Angst speziell vor MS nochmal ein weiteres MRT vom Kopf gemacht. Natürlich wieder ohne Befund. Und ich fragte den Radiologen auch extra ob ein MRT ausreiche um MS oder andere neurologische Erkrankungen zu sehen und ob man nicht noch Kontrastmittel oder eine Punktion bräuchte. Er versicherte mir ein unauffälliges MRT reicht aus und eine Punktion macht man nur wenn man schon irgendetwas auf dem MRT sieht. Nach vielen weiteren Wochen waren alle Symptome komplett weg!:) ich war so froh. Da ich meine Angststörung aber nie wirklich behandeln liess bin ich momentan wohl wieder im nächsten Tief, diesmal mit Schwindel und Benommenheit, Panikattacken etc. Mein Neurologe sag es kann immer andere Körperregionen betreffen die diese Angststörung sichtbar machen aber rein psychosomatisch wären. Ich hoffe, ich konte Dir mit meinre persönlichen Erfahrung vielleicht etwas weiterhelfen. Liebe Grüsse und alles Gute!:)

28.12.2014 21:08 • x 1 #2



Komische Symptome Angst vor ALS oder MS

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Danke Hasi für deine Offenheit. Ich finde es so komisch und vorallem neu das ich meinen Körper den ganzen Tag so beobachte. Wenn ich morgens aufwache habe ich nichts, dann 5 Minuten später kommen die Symptome wirklich seltsam... Mein MRT war Ende November da wird sich denke ich in so kurzer Zeit nichts etwas geändert haben.

28.12.2014 22:06 • #3


Gibt es jemanden hier der auch solche Erfahrungen durchmacht bzw. dem es ähnlich ergeht?

01.01.2015 21:32 • #4


Mir kribbelt und brennt es im 5 Sekunden Takt am ganzen Körper seit über einem Jahr. Im März hatte ich totale Panik aufgrund meine HWS Beschwerden. Am 21. März wurde ich sehr gut operiert, die Angst lies aber danach nicht mehr nach. es kamen immer mehr Symptome dazu. Jetzt ist es so stark, daß ich mich kaum noch aus dem Haus traue und ein Dutzend todbringender Krankheiten vermute, MS, Neuroborreliose, ALS, Parkinson, Hirntumor, Knochenkrebs usw Ich gehe mit der Angst ins Bett und stehe mit ihr auf. Wahrscheinlich bin ich bereits im hypochondrischen Wahn aufgrund meiner Ängste. die Ärzte meinen, ich wäre gesund.
Ich fühle mich schwer krank und glaube, daß es mit mir zu Ende geht.
Ich habe dann auch die Symptome der Krankheiten auf die ich fixiert bin. ich weiß nicht mehr was ich noch glauben soll.
du siehst also, es gibt Fälle bei denen es noch schlimmer zugeht als bei deinen Beschwerden, die auch schon schlimm genug sind.
allerdings bin ich auch fast 62 Jahre alt, das ist schon alleine ein Grund Angst zu haben, da der Zenith längst überschritten ist. genieße Dein Leben so lange es geht.

03.01.2015 21:07 • #5


Ich denke das man mit 62 Jahren nicht zu alt ist, da man ja nicht mal die Rente erreicht hat ... Ich denke auch das jedes Alter gute wie schlechte Seiten hat.
Versuche mich in der letzten Zeit etwas zu verwöhnen gehe zur Mass., Schwimmen usw... Aber immer kommen diese Ängste zurück sowie die Schmerzen in den Beinen (nicht den ganzen Tag). Kann dann manchmal nicht glauben das alles von der Psyche kommt. Gehe auch im Kopf die Symptome von z.B. ALS (habe ja nicht den ganzen Tag Beschwerden und Schmerzen) durch und muss dann später über mich lachen....

03.01.2015 22:02 • #6


MisterIch
Du hast MS unter tödlichen Krankheiten aufgeführt. MS ist aber nicht tödlich.

03.01.2015 22:08 • #7


lieber MisterIch,
Natürlich ist Dein Hinweis richtig. Für mich wäre es trotzdem tödlich, denn in meinem Alter, falls man es überhaupt noch bekommt mit 62 Jahren, was unwahrscheinlich ist, wäre es tödlich. Ich will so wie es mir jetzt geht eigentlich nicht mehr..........
hoffentlich geht es Dir einigermaßen. Ich kenne Leute denen geht es seit 30 Jahren respektabel. Aber auch Andere muß ich mit ansehen, wo ich Angst bekomme, da nichts mehr geht.
hast Du als Betroffener vielleicht eine Erklärung warum wir Phobie Geplagten sehr oft unsere Angst auf MS projizieren. Das ist eine der häufigsten Ängste die geschildert werden. es sind meist nur eine Handvoll Erkrankungen, MS ist stets vorne dabei.

03.01.2015 22:15 • #8


MisterIch
MS bekommt man normalerweise in jungen Jahren. Je später desto weniger aktiv. Normalerweise ist unter der Normalbevoelkerung MS eine Krankheit, die man mit dem Rollstuhl verbindet, in Wirklichkeit sind es aber nur wenige denen dieses Schicksal blüht. Die Wahrscheinlichkeit aufgrund von anderen Krankheiten oder Sachen im Rollstuhl zu landen ist um einiges höher. Bei meinem Verlauf muss ich keine Angst haben. Ganz schlimme Verläufe sind selten. Warum Leute immer denken , dass sie MS haben kommt daher, dass Kribbeln in Füßen Händen und am Kopf typische Reaktionen eines gestressten vegetativen Nervensystems sind. Die googeln dann und haben Angst.

03.01.2015 23:33 • x 1 #9


Hasi82
Hallo evy77 ich auch nochmal dazu Ich kann dich mit deiner Skepsis wirklich sooo gut verstehen! Hatte dir ja schon in dem einen Beitrag geschrieben, wie es mir damals ging mit meiner MS-Angst. Jetzt momentan habe ich auch wieder so eine Phase aber diesmal mit Panikattacken und Schwindel und Panik rauszugehen. Wurde auch untersucht und Ärzte sagen es ist psychisch und eine Angststörung. Trotzdem grübele ich und die Symptome machen mich verrückt vor allem wenn man den ganzen Tag in der Wohnung ist. TV, schlafen, Laptop und das wars......dann sagt mein Neurologe ich solle mich meiner Angst täglich stellen habe es aber noch nicht geschafft So allmählich glaube ich dann inzwischen schon das die Psyche, die Angst und unsere Gedanken eine grosse Macht haben und einem alles mögliche an Krankheiten vorgaukeln können in Form von gefühlten Symptomen. @ Skeptiker Die gleichen Gedanken (Krankheiten) beschäftigen mich momentan auch u.a. Neurobrelliose etc. jetzt habe ich aufgehört zu googeln man wird ganz wirr davon aber die schei. Angst ist eingebrannt und wie soll man von dem Horrortrip wieder runter-das sagen einem die Ärzte nicht. Da gibts sofort Tabletten, die mir wiederum noch mehr Angst machen die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren-probiere jetzt mit Lasea und Baldrian rum, aber das dauert wohl bis es wirkt.

04.01.2015 04:03 • #10


Hachja...
Ich verstehe euch all zu gut! Auch ich leide seid Tagen unter panischer Angst vor ALS.
Ich verspüre ein Art schwäche im linken Bein. Und ständig zuckt es irgendwo an mir.
Ich komm garnichtmehr zur ruhe.
Ich bin total angespannt. Und das lustige ist, wenn es links aufhört, fängt es rechts an usw.
Ich achte natürlich jetzt besonders auf meine geschicklichkeit und auf die zuckungen.
War auch schon im Krankenhaus und hab dort in der neuro 3 Horror Nächte verbracht.
Und das ende vom lied war : MRT vom Kopf, Blutbild, Nervenleitgeschwindgkeit und Gehirnströme... alles Tip Top.
Ich fragte den Arzt extra ob er ALS UND MS ausschließen könne und er meinte das ivh ALS fix vergessen sollte, da dies eine andere Symptomatik wäre und das das Muskelzucken normal sei.
Mir gings dann auch kurz besser... Aber dann kam die angst mit samt den beschwerden wieder.
Mein ganzer Körper hat muskelkater und das zucken sowie das schwäche Gefühl sind immer da. Mittlerweile hab ich auch herausgefunden, das keine der bei mir gemachten Untersuchungen ALS ausschließen können.
Ich bin auch zum Psychater und dachte mir so Hey... Du hast die Angst und die wechselnden symptome seid 3 wochen, vielleicht ist das eine Angststörung.. Kann man ja bei Depressionen nicht ausschließen
So... Ich erzählte also dem Arzt wie alles anfing und er verschrieb mir sofort etwas Opipramol und meinte das ich auf dem richtigen weg sei.
Nunja... Das ende vom Lied ist.
Habe mir gestern schlaganfälle und ALS vorgestellt' und hatte die ganze nscht muskelzuckungen und Anspannungen am gesamten körper.
Erst als ich heute früh wieder eine halbe opipramol nehmen konnte schlief.ich nochmal ein und war aufeinmal sehr entspannt... Aber nun geht es wieder los. Und ich drehe bald durch.
Mit 16 Jahren sollte man sein leben doch genießen

18.01.2015 10:43 • #11


relief
hello, mir geht's genauso

20.01.2015 19:05 • #12



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Dr. Matthias Nagel