@Kerstin
Ja, ich kenne das Gefühl.
Ich hatte lange Zeit den Wunsch, stark zu sein und meinen Papa zu ersetzen und hatte dann natürlich auch umso größere Angst, wie es meiner Familie geht, wenn ich mal nicht mehr da bin..
Aber inzwischen denke ich: Mein Papa war auch unser starker Mittelpunkt, der hat Alles für uns geregelt. Ich wette, er hätte gedacht, dass wir ohne ihn zu Grunde gehen. Sind wir aber nicht. Wir haben Halbwaisenrente und Witwenrente beantragt, wir sind finanziell abgesichert durch seine Lebensversicherung, meine Mama kommt mittlerweile problemlos mit dem Online-Banking zurecht und erledigt unsere Finanzen, und im Moment renoviere ich alleine mein Zimmer
Das hätte er uns wohl nie zugetraut, aber man schafft es einfach.
Egal, wie schlecht man es sich vorstellt, für die Hinterbliebenen geht das Leben weiter. Und die schaffen das, auch ohne einen selber. Das Einzige, was man hinterlassen kann, ist Liebe. Ist echt so, obwohl es kitschig klingt. Auf der Beerdigung meines Papas waren über 200 Menschen anwesend, und jeder hat um ihn geweint.. weil er so ein hilfsbereiter und guter Mensch war. Jetzt, wo er tot ist, bleibt uns Allen nichts als die Erinnerung daran, wie gut er war. So lebt er weiter. Ich selber verbinde mit ihm nur schöne Erinnerungen, er war der beste Papa der Welt -und ist es immer noch für mich.
Also, mach dir keine Gedanken darüber, was ist, wenn du nicht mehr bist -du kannst es nicht beeinflussen. Das Einzige, was du tun kannst, ist, solange du da bist, soviel wie möglich zu geben. Liebe, Fürsorge, Stärke, Kraft,.. Alles eben, was Kinder brauchen. Mehr wird nicht bleiben, wenn du einmal gehst. So sehe es auch ich inzwischen.
Und ich denke: Wenn ich gehen muss, will ich, dass die Menschen mich als fröhlichen und starken Charakter in Erinnerung behalten. Und so bin und bleib ich deshalb auch Das Leben ist zu kurz, um in Selbstmitleid oder Angst zu versinken! Mann muss leben und geben, solange man kann.
@Boxy
Die Signatur hat wenig mit dem Tod meines Papas zu tun, es ist der Leittitel aus dem schönen Familienfilm "Meet the Robinsons", der mich immer wieder zum Lachen bringt und aufheitert, wenn es mir mal nicht so gut geht. Denn dort ist die Devise: Scheitern gibt es eigentlich gar nicht. Wenn man einmal nicht sofort Erfolg hat, ist das nicht schlimm, denn aus Fehlschlägen lernt man oft mehr als aus Erfolgen. Und wenn doch mal ein Schritt daneben geht, ist das nicht so schlimm, solange man sich nur immer wieder aufrappelt und weiter macht.
Und ich wurde schon oft im Laufe meines Lebens zu Fall gebracht.
Aber ich bin immer wieder aufgestanden und hab weiter gemacht.
Und wenn mal ein Schritt daneben ging, war das kein Ding -es ging danach trotzdem wacker weiter.
Darauf bin ich stolz, und darum finde ich den Spruch schön.
Sehe nicht ein, wieso ich etwas daran ändern sollte