App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

205

H
Laut meiner Therapeutin und diversen Stimmen in der Health Anxiety Szene, soll man lernen die Unsicherheit auszuhalten. Gelingt mir, gelinde gesagt, meist null. Wenn Amy (Amygdala) das Steuer übernimmt, kann ich mich nur noch festhalten und warten bis die wilde Fahrt vorbei ist. Ich bin dann eher Amys Werkzeug und befeuere die Angst mit Googlen. Oft passiert das zwar nicht mehr. Ich weiß: Google=böse, aber manchmal kann ich mich gegen Amys Wucht nicht wehren. Also ist mein Ziel: Amy das Steuer nicht überlassen. Ihr sagen: ich brauche dich, den Autopiloten, nicht. Ich hab das hier im Griff. Aber wie gesagt: gelingt selten…
Beim nackig tanzen wäre ich daher dabei.

x 2 #81


H
In diesem Sinne: heute, Weichteilsarkom.

#82


A


Heute auf der Ich sterbe daran-BINGO Karte

x 3


dudeson_89
@Suse123 braucht man fürs *beep* an der Weggabelung tanzen eine gute Bikini-Figur? Wenn ja, dann bin ich leider raus. Ich hab meine Bauchmuskeln vor Jahren, bei der Geburt meiner Tochter im Kreiszimmer gleich mit abgegeben.

Ansonsten, wenn das nicht so streng ist, bin ich auch mit von der Partie.

Und ja, den Gedanken, dass das nie wieder ganz weggehen wird bzw. was mache ich denn erst wenn dann wirklich mal was daher kommt, habe ich auch oft.

#83


dudeson_89
@Hascherl123 Amy gefällt mir. So nenne ich sie ab sofort auch. Macht's irgendwie persönlicher, bzw. kann ich dann bewusst auch auf jemanden grantig sein, wenn die Tante wieder komplett am Rad dreht lachen

x 2 #84


H
@dudeson_89 und die dreht ja wirklich immer nur am Rad, die Gute.

#85


iquique
Zitat von Suse123:
Wie geht ihr es an, wenn ihr mal wieder gerade eine tödliche Krankheit auf magische Art und Weise überstanden habt? Was habt ihr ausprobiert? Was tut euch gut?

So seltsam es klingt, aber ich kann oft am besten eine eingebildete gefährliche Krankheit überwinden, indem ich mich einfach vom (Fach-)Arzt untersuchen lasse. Denn bisher kam meistens folgendes heraus: nichts. Und wie ein Wunder, sobald ich die Diagnose bekommen habe, verschwinden in der Regel auch die Symptome, die mich zuvor gestresst hatten.

Die einzige Ausnahme war meine Knie-Arthrose: in diesem Fall kam im MRT wirklich eine Arthrose Grad 3 plus Knochenentzündung heraus, und nach dieser Diagnose ging mein Kopfkino erst richtig los. Ich stellte mir bei jedem Schritt bildlich vor, wie mein Knie sich zerbröseln würde. Das hat dazu geführt, dass ich vor lauter Angst um mein Knie nur noch wie auf rohen Eiern gegangen bin. Da habe ich dann eine Weile gebraucht und habe mehrere Orthopäden "verschlissen", bis ich einen gefunden hatte, der mich beruhigen konnte.

Inzwischen habe ich auch mit meinem Knie meinen Frieden gefunden und nach einer umfangreichen Physiotherapie geht es mir auch wieder ganz gut damit.

#86


H
Leider wurde bei mir auch kürzlich eine Grad 3 Arthrose hinter der Kniescheibe festgestellt. Ich bin seitdem nicht mehr dieselbe. Eigentlich war ich immer sehr aktiv mit Sport, Wandern und Radfahren. Seit ich diese Beschwerden und die dazugehörige Diagnose habe, bin ich sehr traurig und zurückgezogen. Seitdem bin ich auch ultrasensibel auf alle anderen Körpervorgänge. Die Arthrose hat mich in der Health Anxiety krass zurückgeworfen. Seit ich „Knie habe“ „hatte“ ich schon: ALS, MS, Rheuma, Weichteilsarkom, Osteosarkom, Knochenkrebs…
Also mein gesamtes Nervensystem ist seit 2 Monaten on fire.
Normalerweise beruhigte mich ein Arztgang auch. Aber dieses Mal, ist ja was da, was ich mir nicht einbilde. Dennoch denke ich, dass die Bewertung meinerseits übertrieben ist. Ich bin ja nicht die erste Person mit Arthrose. Aber für mich ist das wie ein Todesurteil.

#87


iquique
Zitat von Hascherl123:
Leider wurde bei mir auch kürzlich eine Grad 3 Arthrose hinter der Kniescheibe festgestellt.

Dasselbe ist bei mir auch diagnostiziert worden, und auch bei mir hat das vorübergehend eine Art Schockstarre ausgelöst.

Inzwischen sind aber seit meiner Diagnose ca. vier Jahre vergangen. In der Zwischenzeit habe ich ziemlich viele Physiotherapien gemacht, sowie eine sogenannte multimodale Therapie (eine Kombination aus Physiotherapie, Mass., Wassertherapie im Schwimmbecken und therapeutisch begleiteter Kraftsport). Seit dem Ende dieser Therapien mache ich außerdem wieder regelmäßig Krafttraining. Ernährungsmäßig habe ich es mit viel Omega3-Fettsäuren und auch mit Kollagen versucht.

Mein Fazit ist, dass mich mein Knie eigentlich momentan nicht mehr stark beeinträchtigt. Zwar könnte ich wohl keinen Marathon laufen, aber "normale" Wanderungen etc. sind wieder möglich. Die Beschwerden verschlimmern sich seit der Diagnosestellung nicht - im Gegenteil, sie sind deutlich zurückgegangen. Das Knie funktioniert gefühlt fast wieder reibungslos.

x 1 #88


H
Ich hoffe auch, genau dorthin zu kommen. Dass ich wieder normal laufen kann und nicht immer wieder Reizergüsse bekomme. Ich nehme seitdem alles mögliche an Nahrungsergänzungsmitteln in der Hoffnung, dass ich wieder in den Zustand von davor zurückkehre. Bis dahin hatte ich noch nie ein Knieproblem oder einen Knieschmerz. Es hat sich nicht langsam angebahnt, sondern plötzlich, zack, grad 3 Arthrose.
Danke für deine Erfahrung!

x 1 #89


iquique
Zitat von Hascherl123:
Ich nehme seitdem alles mögliche an Nahrungsergänzungsmitteln in der Hoffnung, dass ich wieder in den Zustand von davor zurückkehre.

Wenn du kannst und magst, würde ich es auf jeden Fall mit Physiotherapie, ggf. Wassergymnastik und - soweit möglich und nach ärztlicher Beratung - medizinischem Krafttraining versuchen. Bei mir hat das vermutlich am besten geholfen.

Aus eigener Erfahrung würde ich außerdem sagen: es braucht Geduld, und man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Und selbst wenn ein Orthopäde schlechte Prognosen abgibt, muss das nicht stimmen (bei mir hieß es zunächst auch, dass man da nichts machen könnte, außer operieren).

x 1 #90


Minime
Heute, genau genommen in zwei Stunden, sterbe ich garantiert an falsch dosierten Schmerzmitteln bei der Zahnop. Bis dahin sterbe ich wie gewöhnlich weiter an meiner imaginären Herzkrankheit, vor lauter Angst davor nachher zu sterben 🤪🙄Ist doch vollkommen logisch, oder? Macht Sinn, jedenfalls zwischen meinen Ohren. Manchmal möchte ich mich einfach an der nächsten Garderobe abgeben. Wie weit ist die Medizin eigentlich in Sachen Kopftransplantation? Ich würde eine Birne mit fröhlichem Hirn und ohne Zähne nehmen 😁

x 4 #91


Minime
Lebe noch ☺👍

x 3 #92


H
@iquique ich danke dir für die Tipps. Ich werde alle Register ziehen. Ich war schon bei zwei Osteopathen und bei der Lymphmassage. Ich war auch im Schwimmbad nur um im Wasser zu gehen. Morgen gehe ich zu einer anderen Physiotherapeutin mit einem anderen Ansatz. Sie will gar nicht den MRT-Befund, sondern will sich ihr eigenes Bild machen.
Hattest du Hyaluron- oder PRP-Injektionen?
Mittlerweile beklagt sich mein besseres Knie, weil ich das so arg belaste seit drei Monaten. Wegen des Ergusses und diversen Missempfindungen denke ich ständig an noch schlimmere Diagnosen. Keine Ahnung warum. Die „echte“ Diagnose ist ja schlimm genug.

x 1 #93


iquique
Zitat von Hascherl123:
Hattest du Hyaluron- oder PRP-Injektionen?

Nein. Man hatte mir das vorgeschlagen, aber irgendwie war mir der Gedanke unheimlich, dass man mir Substanzen ins Knie spritzt.

Zitat von Hascherl123:
Mittlerweile beklagt sich mein besseres Knie, weil ich das so arg belaste seit drei Monaten.

Ja, ich kenne das Problem auch, dass nach einer Weile aufgrund der ungleichen Belastung auch andere Gelenke anfangen zu schmerzen. Bei mir wars z.B. die Hüfte.


Zitat von Hascherl123:
Morgen gehe ich zu einer anderen Physiotherapeutin mit einem anderen Ansatz.

Ich hatte zwischenzeitlich auch zwei verschiedene Physiotherapien parallel laufen. Ich wollte damals so viel wie möglich unternehmen, um das Knie wieder zu verbessern. Und dann kam noch die Multitherapie dazu, die ihrerseits ja auch aus verschiedenen Therapieformen und -ansätzen bestand. Da gab es unter anderem auch Elektrotherapie, kalte Güsse, Schröpfen, Bürsten, Fangopackungen.

Da ich so vieles parallel gemacht habe, kann ich nachträglich gar nicht sagen,was wirklich am besten geholfen hat.

x 1 #94


J
Heute mit Kopfschmerzen aufgewacht.
Es könnte daran liegen, dass ich:

A: schlecht geschlafen
B: hormonelle Schwankungen
C: gestern über Kopf gearbeitet
D: einen Gehirntumor

habe.

Natürlich ist es Antwort D, was anderes macht gerade in meinem Kopf keinen Sinn.

x 1 #95


Suse123
Zitat von dudeson_89:
@Suse123 braucht man fürs *beep* an der Weggabelung tanzen eine gute Bikini-Figur? Wenn ja, dann bin ich leider raus. Ich hab meine Bauchmuskeln vor Jahren, bei der Geburt meiner Tochter im Kreiszimmer gleich mit abgegeben. Ansonsten, wenn das nicht so streng ist, bin ich auch mit von der Partie. Und ja, den ...

Was denkst du denn, wie straffleibig ich mit fast 60 (am Ostermontag, falls ich den noch erlebe) ich noch bin? 😂

#96


Suse123
Zitat von Hascherl123:
In diesem Sinne: heute, Weichteilsarkom.

Bei mir seit ca 2.5 Wochen Lymphdrüsenkrebs. Was mich fertig macht: neben all meinen guten Vorsätzen ist da immer eine Stimme im Kopf, die gehässig wispert: aber sie SIND ja geschwollen, das passiert ja nicht einfach so. Da kann ich mir nen Wolf meditieren und klopfen, es ist immer die Überzeugung, dass es mich DIESMALS bestimmt IN ECHT erwischt hat. Und wenn dann die Entwarnung kommt (hoffentlich diesmal auch), dann der Schwur mir selbst gegenüber, dass ich beim nächsten Mal reflektierter und reifer und nicht panisch damit umgehen werde. Ratet mal... Die Zyklen, in denen ich Ruhe habe, werden auch immer kürzer. Die letzte Ruhephase war genau zwei Tage. Nach Magenkarzinom *zack* Lymphdrüsen dick. Ich finde das so unfaßbar erschütternd, ich bin mir ja kognitiv sehr bewußt, was da passiert und habe auch Ideen darüber, warum das so ist. Und dennoch ist ja, das weiß wohl jede/r hier, die Angst jedesmal wieder brennend, real, lebensbedrohlich. Ich hasse es so sehr.

#97

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Suse123
@iquique Das hat für mich auch zwei Jahrzehnte funktioniert, aber die symptomfreie Zeit nach einer ärztlichen Entwarnung wurde immer kürzer und ist jetzt nicht mehr existent. Zudem hat mir meine Therapeutin (bei der ich wegen kPTBS bin) erläutert, dass genau diese Entlastung durch einen Facharzt kontraproduktiv sei. Nichtsdestoweniger gehe ich auch immer hin. Ansonsten hätte ich vermutlich das Gefühl, "selber Schuld zu sein", weil ich mich nicht angemessen gekümmert habe.

x 2 #98


Julychka
Ich gedenke eventuell einen bösartigen Knoten in der Brust zu haben. Ich gehe halbjährlich zur Vorsorge mit Ultraschall vaginal und der Brust und nächste Woche am Mittwoch ist es wieder soweit. Ich taste meine Brust jeden Monat einmal ab, jetzt vor dem Termin häufiger und hab natürlich einen Knubbel ertastet bei dem ich mir nicht sicher bin on der schon immer da war. 😬 Ich weiß nie ob das knubblige Brustgewebe ist oder ein Knoten.

#99


H
Heute: Fibromyalgie - ein bisschen. Falls ich es falsch geschrieben habe, dann, weil ich NICHT recherchiert habe. Leider ist mein eigenes Gehirn schon eine Suchmaschine. Manchmal ertappe ich mich dabei, in Gesprächen mit anderen, von Krankheiten zu sprechen, von denen diese noch nie gehört haben. Ich versuche momentan trotzdem, meine Angst-Autobahn immer mehr zu verlassen. Erfolg: bisher mäßig!

#100


A


x 4


Pfeil rechts



Youtube Video

Dr. Matthias Nagel
App im Playstore