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Hallo,

Ich bin neu hier und wollte mal Meinungen von Leuten hören die ich nicht Persönlich kenne.
Zu meiner Person ich bin 24 Jahre alt 1.90 groß und wiege knapp 95 kilo.
Ich liebe das Zocken am PC, das unterwegs sein und ich liebe die Freude am Leben.

DAS ALLES IST VORBEI

Alles fing an Mai 2014. Meine erste erfahrung mit einer Panikattacke.
Mir war schlecht und ich fühlte mich sehr unwohl, der Druck in der Brust war unerträglich.
Auf einmal bekamm ich Herzrasen und Atemnot, das stechen in der Brust muss ich nicht erwähnen.
Natürlich hab ich einen Arzt gerufen der auch recht schnell kam. Er meinte nur sofort ins Krankenhaus was
meine Angst zusätzlich verstärkte. Nja und was war nichts ohne Befund.

Alles ging wieder gut bis Heute. Seit 3 - 4 Monaten ist alles nicht mehr so wie es war.
Ich habe jeden Tag JEDEN Tag Panikattacken (nicht 10 oder 20min nein 4-7 stunden)
Mein Brustbein tut mir weh, stechen im linken Arm, Brustschmerzen allgemein (Druck in der Brust), mir wird schwindelig.
Zudem hab ich verdauungsprobleme ich muss bis zu 3 mal an Tag aufs WC (meist nur wasser) und das Sodbrennen das
ist wirklich schlimm. Zudem hab ich noch eine schiefe Wirbelsäule die mir aber keine Angst macht.
Mir fällt das Atmen schwer über den ganzen Tag. Kribbeln in den Armen und Beinen.

Folgendes hab ich schon gemacht:
Lungenfacharzt - Lungenröntgen alles in Ordnung. Atemaussetzter hab ich auch keine.
EKG, Blutbild und Blutdruck auch alles bestens (Am Donnerstag hab ich noch einen Termin bei einem Internisten)
CT alles besten.

Vor 2 Wochen hab ich Meine Deprission wilkommen geheißen. WAHNSINN
Ich hab nämlich mit mein Freundin Schluss gemacht das ich es nicht mehr ausgehalten habe.
Blöd ist nur das wir uns jetzt zum 4ten mal getrennt haben (Grund weil ich ein Ar***lo** bin)
Ich Liebe Sie nur wenn ich mir ihr zusammen bin will ich Single sein und wenn ich Single bin will ich bei Ihr sein.
Ich bin momentan Single und ich kann nicht wieder zu Ihr zurück. Mir tut das Weh wenn ich ihr das Herz breche.
Ich weiß nicht was ich da machen soll. Es tut mir leid das ich Hier sowas schreibe was garnicht hier hin gehört. Ich
wollte das nur mit jemandem teilen.
Ich geh nicht mehr außer Haus, mach keine Partys mehr, triff mich mit keinem mehr und hab alle meine Hobbys aufgegebn
weil ich einfach nicht mehr wollte. Egal wo ich hinge meine Panikattacken leisten mir immer Gesellschaft.
Das einzige was hilft ist B.. Betrunken ist mir alles egal.

Ich hoffe ihr könnt mir irgenwie helfen.
Danke euch fürs durchlesen.

Liebe Grüße

16.06.2015 20:38 • 16.06.2015 #1


3 Antworten ↓


HeikoEN
Deine kurze Beschreibung umfaßt eigentlich schon alles.

Was Du schnell brauchst, ist akute Hilfe, damit sich Depris und/oder Ängste etc. nicht fest manifestieren. Weil daraus können viele weitere Probleme entstehen, wie z.B. sozialer Rückzug usw. (schon so, wie Du es beschreibst aktuell).

Sehr gut ist, wenn Du körperlich ALLES abklärst, was in Frage kommen könnte. Damit hat man einen Status.

Der weitere Weg heisst Therapie, denn was Du im zweiten Teil Deiner Nachricht beschreibst, scheint schon ein Teil wiederzuspiegeln des ursächlichen Problems.

Man muss grundsätzlich verstehen, dass sowohl Ängste, als auch Depressionen und andere psychische Erkrankungen NICHT OHNE Grund da sind. Die haben eine Aufgabe/Sinn sozusagen (wie jede andere Erkrankung auch) und damit auch eine Ursache. Diese Ursache gilt es einzugrenzen und daran zu arbeiten.

Bei der Psyche läuft das aber anders, als bei rein physischen Erkrankungen ("Pflaster drauf und fertig"). Da geht die Therapie, also Behandlung, NUR und ausschließlich über Dich. Ein Therapeut hilft Dir dabei. Medikamente in Akutphasen ggf. ebenfalls.

Was Du aber zeitnah machen solltest wäre, einen Therapeuten suchen. Die Wartelisten sind lang für Kassenpatienten. Darum mehrere anrufen und auf die Liste setzen lassen.

In der Zwischenzeit kannst Du ein wenig Selbsttherapie betreiben, z.B. durch Wissensanhäufung.

Eine Webseite, die ich Dir empfehle ist:

http://www.ratgeber-panik.de

Dort findest Du auch viele Arbeitsblätter, Praxishilfen für den Alltag usw., was sowohl die Hintergründe klar macht, aber auch Möglichkeiten aufzeigt, wie Du aus den Panikattacken herauskommst.

Fragen?
Gerne!

16.06.2015 21:39 • #2



Herzneurose und Deprission, die Angst vor der Angst

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Hi,

Ohhh wie du recht hast... Ich hab mein Job aufgegebn und wie gesagt ich geh nicht mehr außer Haus.
Und ja es Stimmt Privat Psychologen sind teuer ich kann die mir nicht leisten aber ich bin dabei, ich suche einen guten therapeuten
denn ich will wieder LEBEN. Blöd nur das ich fast 2 Monate auf den Termin warten muss.

Nur was mache ich jetzt mir meiner deprission mir ist einfach alles zu viel und 2 Monate warten

16.06.2015 21:48 • #3


HeikoEN
Also nur als Randbemerkung, die ich aber für wichtig halte...wenn es wirklich akut wird, ggf. sogar Suizidgedanken o.ä. aufkommen, ist JEDE Akutklinik 24h anfahrbar. Dort wird auch geholfen, problemlos. Und wenn alle Stricke reissen, Taxi anrufen, reinsetzen und hinfahren.

Davon ab, wäre erstmal Dein Hausarzt der Ansprechpartner dafür. Er kann Dich auch sofort überweisen an einen Facharzt, der u.a. auch Medikamente verschreiben kann. Die Medikamente sorgen dafür, dass Du therapiefähig bist (und nicht komplett in Depris, Ängsten etc. absäufst).

Wenn kein Hausarzt vorhanden, dann gehe DIREKT in eine Facharztpraxis. Zur Not sitzt man halt da 3-4 Stunden, bis zum Ende der Sprechstunde, aber man bekommt ein Rezept und kann sich damit ggf. über Wasser halten.

16.06.2015 22:04 • x 1 #4




Dr. Matthias Nagel