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Juris
Wie geht es euch heute. Ich habe heute morgen etwas leichtes Yoga gemacht, den Baum und meine Beine etwas gestreckt. Bloß nicht zu doll anstrengen , da die Beine immer irgendwie schwer sind. Heute morgen hatte ich nämlich spontan die Angst vor einer Thrombose bekommen, die sich ja durch mangelnde Bewegung entwickeln kann. Ich will nachher noch spazieren gehen, aber will es dennoch erst einmal ruhig angehen lassen. Ich fühle mich immer sehr ängstlich, obwohl ich solche Pulsabfälle noch nicht hatte. Habe in Ruhe immer so 60 - 70.

@ Andreas: Liegst du wirklich die ganze Zeit im Bett oder sitzt du auch viel?

19.08.2013 09:59 • #21


Hallo an Alle,

ich glaub mal nicht, dass hier 'Wichtigtuer' sind...soviel zum 1sten Beitrag.

Auch ich habe eine Herzneurose mit ebenso vielen Symptomen
-Herzstolpern
-Ziehen/Druck in der Brust
-komisches Gefühl am Brustbein
-Muskelzucken
-Schmerzen im linken Arm
-unterschwellige Übelkeit
-Gefühl gleich umzufallen
-Schwindel

wahrscheinlich sind es noch mehr, aber die Symptome variieren auch.

Gemacht habe ich
3 Belastungs-EKGs (und ja ich hab die durchgezogen! )
2 Ultraschall vom Herz
3 Ruhe-EKGs
Schellong Test (Kreislauf-Überprüfung,wie verändert sich der RR, wenn man liegt und dann aufsteht)
unendlich viele Blutuntersuchungen.

Die Diagnose hab ich mir eigentlich selbst gestellt. Hatte so etwas mit 11 Jahren schon einmal.
Heute bin ich fast 30 Jahre.

LG Verti Go

19.08.2013 19:32 • #22



Herzneurose Erfahrungsberichte von Betroffenen

x 3


Hallo Juris,

Ja es gibt Phasen wo ich über Wochen hinweg nur im Bett liege, außer ich muss zum Arzt oder auf die Toilette...
Wie gesagt, ich habe keine Angst und bekomme dann Symptome durch die Angst. Ich habe meist Dauerbeschwerden, und da ist Panik eigentlich ein sehr seltener Faktor.

Hallo Verti Go

Zitat:
Gemacht habe ich
3 Belastungs-EKGs (und ja ich hab die durchgezogen! )
2 Ultraschall vom Herz
3 Ruhe-EKGs
Schellong Test (Kreislauf-Überprüfung,wie verändert sich der RR, wenn man liegt und dann aufsteht)
unendlich viele Blutuntersuchungen.

Die Diagnose hab ich mir eigentlich selbst gestellt. Hatte so etwas mit 11 Jahren schon einmal.
Heute bin ich fast 30 Jahre.

LG Verti Go[/quote]


Wie oft hast du deine Beschwerden denn, in welchen Situationen werden sie hervorgerufen,
ist bei dir mal was anderes als die beschriebenen Untersuchungen gemacht worden z.B. Die Wirbelsäule untersucht worden oder mal ne Magenspiegelung gemacht worden?

Hattest du die Beschwerden mal mit 11 Jahren und jetzt mit 30 wieder?

Zitat:
Die Diagnose hab ich mir eigentlich selbst gestellt
Zitat:


Auf Grund von was? Bist du eventuell Neuro/Psychologe oder verfügst du sonst über irgendwelches medizinisches Fachwissen,
außer dem, was man sich so als Halbwissen im Internet aneignen kann?

Wie kommst du drauf das du, (wenn noch keine anderen Untersuchungen gemacht wurden, was ja nicht aus deinem Text hervorgeht) darauf eine Herzneurose zu haben?

Würde mich brennend interessieren, da ja wie schon erwähnt auch anfangs Differentialdiagnostik betrieben wird, wenn das Herz als Ursache ausgeschlossen wird....

Und zu Punkt 1, hier gibt es wahrscheinlich mehr Wichtigtuer als wirklich Kranke!

Will nicht persönlich werden, aber aus deinem Beitrag geht genau das hervor, was ich in Punkt 1 beschrieben habe...
Sorry, ist nicht böse gemeint, aber für mich stellt es sich so da... So nach dem Motto:"Ach ich hab im Moment nix zu tun, dann schreib ich mal schnell was, was genau dem entspricht, wo anfangs drum gebeten wurde genau das zu unterlassen".....

Ich mach auch noch den Fehler und reagiere darauf


Gruss
Andreas

19.08.2013 20:50 • #23


Üüüüff.... ja, ich hab medizinisches Fachwissen, Dr. Google ist nicht ausschlaggebend für meine Selbstdiagnose.

Bin auch in Psychobehandlung und dort wurde es bestätigt.
Vielleicht hab ich einfach auf mein Herz gehört...

Ich hatte soetwas ähnliches bereits mit 11 und viele Jahre nicht,jetzt aber wieder.
Habe täglich Symptome, wie gesagt die variieren.

Will nicht persönlich werden, aber aus deinem Beitrag geht genau das hervor, was ich in Punkt 1 beschrieben habe...
Sorry, ist nicht böse gemeint, aber für mich stellt es sich so da... So nach dem Motto:"Ach ich hab im Moment nix zu tun, dann schreib ich mal schnell was, was genau dem entspricht, wo anfangs drum gebeten wurde genau das zu unterlassen".....

Du bist sehr anmaßend! Wie willst du beurteilen, wer hier grad mal Langeweile hat und wer nicht?!
Ich glaube nicht, dass sich hier irgendjemand aus Spass so etwas ausdenkt.
Jeder hier in diesem Forum hat doch sein Päckchen zu tragen.

19.08.2013 20:58 • x 2 #24


Hallo,
du widersprichst dir doch gerade selber, in deinem ersten Text hieß es das du die dir Diagnose selber gestellt hast, aber nichts davon, das du doch von einem Psychologen eine Diagnose bekommen hast.

Anmaßend bin ich nicht, ich hab nur gesagt, wie sich dein Beitrag für mich darstellt.
Und glaub mir, es sind genug Leute in solchen Foren unterwegs, die nur Mist schreiben, weil sie im realen Leben keine Aufmerksamkeit bekommen.

Und bevor du dich noch weiter angegriffen fühlst, antworte doch mal ausführlich auf die Fragen die ich dir gestellt habe...

Gruss Andreas

19.08.2013 21:12 • #25


P.S.: Wegen den Schwindelattacken solltest du vielleicht doch mal zum HNO gehen und ein CT der Nebenhöhlen machen lassen, Schwindel hatte ich damals als ich 13-14 Jahre alt war "AUCH MAL" Sinusitis! Nasenpolypen wurden entfernt und siehe da, der Schwindel war weg... Wenn du schon beim HNO bist, würde ich auch direkt mal das Innenohr nach Ablagerungen untersuchen lassen, dadurch kann Schwindel auch entstehen...

19.08.2013 21:28 • #26


Hi, ich leide seit ca 8 Jahren unter Herzneurose! Es hat sich mit den Jahren ergeben , war etliche male Ekg , echos, Mrt, Belastungsekg alles ok mit Herz! leider habe ich die sym. den ganzen Tag über, genauso wie das sie aber manchmak auch ein paar Tage weg sind dafür wieder stärker kommen! ! Seit ca3 Wochen mache ich Therapie und seit dem geht es mir auch schlechter!
Mein sym. sind
Herzextrasystolen
Herzausetzer
Übelkeit
Druck Lunken Brust- Magenbereich
Appetitlosigkeit
Schwankschwindel frieren/ schwitzen
lunker Arm schmerzt Brustschmerzt
sehr oft Müde
Angst zu sterben
Angst vor Infakt
oft weinen

Muss dazu sagen mama hat vor 8 Jahren ein neues Herz bekommen!

20.08.2013 11:55 • #27


Sag mal Kopfkriese...
ich glaub du bist hier der Wichtigtuer! Meinst wohl du bist schlechter dran als andere?!

Vielleicht solltest du lernen mal über den Tellerrand zu schauen und dein Ego etwas runter zu fahren.
Ich finde dich wahnsinnig überheblich und du willst mir hier den Mund verbieten, weil ich deiner Meinung nach nur rumspinne...

Dir geht es wohl nicht schlecht genug?

Erstens hab ich mir selbst gedacht, dass ich eine Herzneurose hab und sie ist mir bestätigt worden.
Zweitens hab ich die Schwindelattacken seit ich Tabletten nehme nur noch selten.
Drittens musst du mir keine Untersuchungen empfehlen.

Und naja, so wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus. Überleg dir mal wie du dich hier gebärdest.
Jeder kann schließlich schreiben was ihn bedrückt.

20.08.2013 14:41 • #28


Ich muss Verti Go zustimmen, wobei man die Emotionen allerseits runterfahren sollte.
@kopfkriese:
Ein Blick auf die User-Daten links zeigt, dass VertiGo seit einem halben Jahr dabei ist und schon etliche Beiträge schrieb. Wichtigtuer, Spinner, Trolle sehen anders aus.

Jeder hier hat seine eigene Geschichte und seine eigenen Probleme. Der eine mehr, der andere weniger. Stark betroffene und weniger stark betroffene können voneinander lernen und sich helfen. Viele fühlen sich hier endlich mal verstanden, können mal ihr "Herz ausschütten" und die langen Beiträge von Andreas zeugen ja auch von einem großem Mitteilungsbedürfnis.
Gut ist, dass man sich hier zu seinen Problemen bekennen kann. Schlecht ist, wenn daraus eine geschlossene Gesellschaft wird, die am Ende regelrecht eitel mit ihren Neurosen umgeht.
Ich halte eigentlich wenig davon, dem Problem der Psychosomatik/Hypochondrie unterbewusste und ungelöste psychische Konflikte als Ursache zugrunde zu legen. Aber: Dem eigenen Körper endlich wieder zu vertrauen, den Ärzten zu vertrauen und sich selbst wieder mehr zu trauen - dafür könnte der erste Schritt sein, sein Misstrauen, seine Skepsis, seine Engstirnigkeit und seine Vorurteile zu hinterfragen und mal ganz bewusst zuallererst optimistische, freundliche und positive Annahmen zu machen, die gerade im zwischenmenschlichen Bereich oft selbsterfüllende Prophezeiungen sind.

20.08.2013 17:56 • x 5 #29


Hallo Verti Go,

Überheblich bin ich keineswegs, ich habe lediglich meine Meinung zu deinem Beitrag geschrieben. Was mir bei dir halt komisch vorkommt, ist, das du in all deinen Beiträgen, die du bis jetzt gepostet hast NIE was von Herzproblemen erwähnt hast... Da stand immer nur was von Schwindel... Soviel dazu.

2. Ich bin kein Admin oder habe irgendwelche Rechte auf dieser Seite gepachtet und kann niemandem den Mund verbieten, aber wenn ich Fragen zu einem bestimmten Thema stelle und auch noch darum bitte (AUSFÜHRLICH MIT AUSRUFEZEICHEN) genau solche Texte nicht zu posten und es kommen dann doch solche Konsorten mit ihren Langeweile-Texten, finde ich das anmaßend und anstandslos!

Und bis jetzt hat Verti Go immer noch nicht auf meine Fragen geantwortet, stattdessen kühmt sie rum und wird persönlich und beleidigend!

Nur weil jemand seit nem halben Jahr in irgendeinem Forum angemeldet ist, heißt das nicht, das der/die-jenige auch entsprechende Probleme hat. Bin selber auch schon seit Jahren in einem Forum für Herzpatienten angemeldet, heisst das jetzt automatisch, das ich doch herzkrank bin? Ich glaube nicht!

Deswegen Habe ich ja entsprechende Fragen über eventuell ausgelassene Untersuchungen gestellt.
Hab mir die Diagnose selbst gestellt, der Psychologe hat es mir bestätigt!

LOL aber ganz laut!

Jetzt werd ich mal überheblich, wenn du dich soo gut mit Medizin auskennst, würdest du auch wissen, das es nirgendwo auf der Welt so viele Psychosomatischen Patienten gibt wie in Deutschland... Ist auch das einfachste für die Ärzte, es müssen keine kostspieligen und aufwendigen Untersuchungen mehr gemacht werden, es werden Psychopharmaka (eine der BILLIGSTEM Medikamentengruppen überhaupt) verschrieben und damit sind die Ärzte fein raus...

Natürlich wird deine "Selbstdiagnose" dann bestetig, damit du als Patient keine Probleme mehr machst...
Tut mir leid aber was blöderes habe ich noch nie gehört.
Du hast so viel, was deine Probleme auslösen könnte noch gar nicht abklären lassen und frisst dann einfach mal so irgendwelche Tabletten die mitunter schwerste Nebenwirkungen haben...

Echt Sorry, aber denkst du eigentlich auch mal über das nach was du schreibst?

Hallo Die Jule

Du hast Recht, jeder kann und soll auch über seine Probleme reden und sich Luft machen dürfen.
Bloß sollte dann auch das Thema beachtet werden. Wenn Jemand ne Frage zu Agoraphobie hat und stellt die Frage aber in nem Threat über Höhenangst, werden die User wahrscheinlich auch darauf hinweisen, das man mit soner Frage dort am Falschen Platz ist.

Jeder hat ein Mitteilungsbedürfnis, aber mir geht es hier darum zuzuhören oder eher gesagt Erfahrungen anderer zu lesen. Damit man die eigenen Erfahrungen halt ein wenig damit abgleichen kann. z.B. Bennjamin und meine Geschichte ähneln sich im Werdegang sehr, Juris und Anni haben hingegen ganz andere Erfahrungen gemacht. Aber diese User haben Texte geschrieben, die was aussagen, wo man beim lesen wirklich merkt:"EY, DA STECKT ECHT WAS DAHINTER" und nicht son lrifari Text der aus 4-5 Sätzen besteht mit dem unterschwelligen Bedürfnis wahrgenommen zu werden, was jeder herauslesen kann, der nicht blind oder blöd ist. Ist ja nicht so, das wenn man sich minderwertig vorkommt, das kein Problem ist (was ich an dieser Stelle auch noch mal ganz kalr betonen möchte, das ich sowas nicht runterspiele) aber dafür gibt es doch eigene Themen und da muss man nicht nur weil man ein bisschen Aufmerksamkeit erhaschen will, irgendwas schreiben, was nix zur Sache beiträgt. Es gibt Foren für fast jedes Krankheitsbild, deswegen ist es garnicht so verkehrt wenn es zu einer "Spezifischen Unterhaltung wird" weil ja genau dafür auch entsprechende Foren überhaupt gegründet wurden! Was soll den jemand mit Rheuma in ner Gruppe für Krebspatienten?

Und wenn ich das Gefühl habe, das mit jemand nen Bären aufbindet, nur weil er bzw sie nix besseres zu tun hat und damit MEINE Zeit verschwendet, dann denke ich mal, das ICH dann auch das Recht habe mich dazu zu äußern!

Was auch jetzt auch noch mal richtigstellen will, Neurose und Neurose sind auch 2 Paar Schuhe:

z.B. Ich habe eine somatoforme Störung, die sich zum grössten Teil aufs Herz bezieht.
D.h. ich habe weniger mit Angst und Panik zu kämpfen sondern eher mit körperlichen Symptomen, was also eine somatische Herzneurose wäre.

Dann gäbe es noch die Menschen, die durch Angst bzw Panik Symptome entwickeln, was dann eher eine Panikstörung wäre.

Und es gäbe dann noch Menschen, die einfach nur Angst haben vor z.B. Herzinfarkt aber nicht wirklich mit Symptomen sondern eher mit der Angst davor zu kämpfen haben. Was dann in Richtung Hypochondrie gehen würde.

Dazu, zu diesen Themen können hier gerne alle schreiben, die auch wirklich was zu sagen haben. Alle anderen, die andere Probleme haben, sollen doch bitte dann auch im entsprechenden Threat ihre Beiträge zum besten geben, mehr habe ich von Anfang an nicht verlangt!

Wer nicht damit einverstanden ist kann sich ja gerne bei einem Admin beschweren...

Gruss Andreas

20.08.2013 23:00 • #30




Lange Rede, kein Sinn...
Überleg mal was du da schreibst.
Vielleicht will ich gerade DIR auch nichts mehr zum Thema sagen.
Also lass es einfach!

21.08.2013 21:30 • #31


Hast den Sinn wohl nicht verstanden....
Vielleicht hättest du besser von Anfang an nichts geschrieben......

Ertappt und eingeschnappt?!?!?!

Gruss Andreas

21.08.2013 21:53 • #32


jetzt hört aber auf..... bis einer weint....

21.08.2013 22:19 • #33


Hallo Andreas,

ich habe die Schilderungen Deines Problems sehr interessiert verfolgt. Ich selber habe keine Herzneurose, aber mein Vater hatte eine und es wird manche Kindheitserinnerung wach, wenn ich Deine Texte lese. Ein Kind hat Angst vor dem Verlust seiner Eltern. Wenn ein Elternteil wirklich schwer krank ist, stirbt, es aber mit Fassung trägt, dann könnte das für ein Kind weniger schlimm sein, als wenn ein Elternteil über Jahre hinweg durch psychosomatische Störungen und Hypochondrie Stress verursacht. Ich zumindest hatte permanent Angst und Sorge um meinen Vater, der unter dem Strich - ich muss das leider so sagen - ein jämmerliches Bild abgab (= "schwer kranker alter Mann"). Das Familienleben war eingeschränkt, meine Mutter belastet.
Nicht jede Frau macht das lange mit, selbst wenn sie will - nicht jede Frau schafft das. Und spätestens wenn Deine Tochter älter wird, wird sie unter Deinem Zustand leiden. Sie wird mitleiden und wird die Sorge frühzeitig kennenlernen. Sorge sollst aber Du als Vater für sie übernehmen und das verlangt auch Opfer. Denke Dir einfach, dass Du Deine Gesundheit für sie opferst. Denke Dir, dass Du sie beschützen musst und Dir Dein Puls, Dein Atem, Dein Blutdruck, Deine ganzen Symptome schei. sein müssen. Wenn Du dann tot umfällst, weil die Ärzte was übersehen haben, dann wird Deine Tochter traurig sein, aber sie wird ihren Vater für immer lieben und ehren. Das ist der vielleicht schönste Lohn den man kriegen kann.

22.08.2013 10:01 • #34


Hallo Jule,

auf der einen Seite hast du natürlich Recht, aber das ist immer sehr leicht gesagt. Du sagst ja selber, das du dieses Problem selber nicht hast, sondern es bei einem Familienmitglied erlebt hast. Deswegen wird es dir wahrscheinlich nicht möglich sein nachzuempfinden, wie sich Menschen mit so einer Störung fühlen. Es ist so, wie du gesagt hast, die Partnerschaft leidet darunter, das Kind bekommt es jetzt noch nicht wirklich mit aber später wird es wahrscheinlich so sein wie du gesagt hast. Man (bzw. ich) versuche auch, an guten Tagen so viel wie möglich an einem NORMALEN Familienleben teilzuhaben. Teilweise gelingt es auch diverse Symptome zu ignorieren oder eher gesagt zu tolerieren, da sie immer da sind und nie ganz verschwinden. Teilweise ist es aber auch so schlimm, das man da nichts ignorieren kann und einfach resigniert. So gerne man DAS was du geschrieben hast auch machen möchte, es geht einfach nicht oder nicht so einfach Das ist ja das Problem bei soner Erkrankung, man kann nicht genau abschätzen was der Tag oder die nächste Stunde wieder mit sich bringt. Eben noch ein leichtes Stechen im Arm und eine halbe Stunde später druck auf der Brust das man denkt es steht ein Panzer drauf, Atemnot, Beklemmungsgefühle usw usw.... Das nichts passieren wird, da denkt man in dem Moment nicht dran, auch wenn man versucht es sich einzureden, die KÖRPERLICHEN Symptome sprechen aber logisch dagegen... Das Problem ist halt, zumindest bei mir, das ich Angst als solche gar nicht wahrnehmen, die Angst ist unterbewusst und sogar unbewusst. Man ist eben "krank vor Angst" weil man Angst hat krank zu sein, die Angst selber aber keinen grossen Stellenwert hat, weil sie eben durch diverse körperliche Symptome nur als Folge von Schmerz oder Schwindel usw interpretiert wird und gar nicht als Auslöser angesehen wird. Und ich glaube sowas aus jemandem wieder raus zu bekommen, ist so gut wie unmöglich.... Und das so einfach zu überspielen, auch wenn es für seine eigenen Kinder ist, ist sehr , sehr schwer und manchmal sogar unmöglich...

Das ist ein sehr grosses Problem und darunter habe ich auch sehr stark zu leiden, das Gefühl nicht einfach mal das machen zu können was man will und das man nicht mal mit seinem Kind auf den Spielplatz gehen kann und immer NEIN sagt/sagen muss, das ist es, was im Endeffekt das Schlimmste daran ist...


Gruss Andreas

23.08.2013 11:35 • #35


Hallo,

Mache mir schon wieder nen Kopf und wollte mich auch noch dafür entschuldigen, das Ich so herablassend zu Verti Go war.
Im Moment ist halt wirklich KOPFKRIESE bei mir und ich bin ungewollt aggressiv und teilweise auch beleidigend zu gegenüber anderen, die gar nichts für meine Situation können. Ich kann mich auch nicht wirklich mit den hier angegebenen Leiden identifizieren und bekomme dadurch auch nicht die Bestätigung, die ich mir erhofft habe. Ist halt so das es mir wirklich jeden Tag ununterbrochen schlecht geht und ich halt (auch wenn physich nicht erklärbar) unter höllichen Schmerzen leide und auch die anderen schmerzlosen Missempfindungen sind nicht zu verachten. Da hat man schon mal den ein oder anderen Nevenzusammenbruch und denk sich "F**** euch doch alle" ihr hab doch keine Ahnung was ich grad durchmache... Ja, ich weiss, ich bin nicht der einzige dem es so geht und manche können besser damit umgehen als andere. ICH GEHÖRE DANN WOHL ZU DENEN DIE ES NICHT SO EINFACH VERKRAFTEN... Aber wie gesagt, dafür können andere ja nichts... Deswegen noch mal ENTSCHULDIGUNG!

Wisst ihr was somit das ironischste ist was bei so einer Krankheit der Fall ist?

Es ist mehr oder weniger schon fast ein Wunsch des Patienten eine reale wirklich schlimme Krankheit zu haben und man kann nicht froh darüber sein, das nichts organisches gefunden wurde... NEIN; NEIN! Ganz im Gegenteil sogar, man ist sogar schwer enttäuscht, wenn man mal wieder 10.000 Untersuchungen machen lassen hat und von genau so vielen Ärzten gesagt bekommt "DA IST NICHTS"...

Tief im Inneren weiss man das man "schwer krank" ist, und man ist auch wirklich sehr schwer krank (man ist meist sogar noch schlimmer dran, als Menschen die wirklich Krebs haben oder eine Herzkrankheit) bloss will meine Unterbewusstsein das irgendwie nicht akzeptieren und ich kann nicht einfach mal sagen:" EY DU! Ja genau du, du dummes Ar.! Jetzt hör endlich auf mit der mist und lass mich mein Leben genießen"

Für mich stellt sich das teilweise so da, als wäre mein Körper ein Gefängnis, in dem ich schon Fast 10 Jahre eingesperrt bin und zu jeder Tages und Nachtzeit, könnte der Folterknecht kommen um mir wieder schlimme Dinge anzutun.
Dann hat man irgendwann die Möglichkeit auszubrechen. Dann fühlt es sich so gut an, endlich wieder frei zu sein. Doch nach einiger Zeit wird man gefasst und wieder eingesperrt. Alles geht wieder von vorne los, jedoch hat der Folterknecht sich in der Zeit wo man weg war viele neue kleine Gemeinheiten ausgedacht um einen zu Quälen. Und das einzige was man machen kann, ist auf eine neue Möglichkeit zu warten in der man ausbrechen kann, auch wenn es nur wieder für kurze Zeit ist...

Das ist so schei. (sorry für die Kraftausdrücke, aber anders kann man es nicht beschreiben) es ist ein riesiger, dampfender, mit Mistfliegen überzogener HAUFEN schei. und auf die Frage nach dem "WARUM" bekommen nur die wenigsten eine Antwort....

Gruss
Andreas

23.08.2013 16:04 • x 1 #36


(bezieht sich auf Dein vorhergehendes Posting)
Wenn's leicht wäre, wäre es keine Krankheit/Neurose
Ich kann das, glaube ich, schon ganz gut verstehen, immerhin habe ich in der Richtung was geerbt, sonst wäre ich nicht hier. Aber ich habe den Vorteil, von vornherein zu wissen, dass es sowas gibt und was man von Anfang an dagegen tun kann. Nicht ins Bett verkriechen, die Bewegung suchen, nicht googlen, durchaus die Konfrontation mit den Symptomen suchen und riskieren, dass was passiert, vor dem man sich fürchtet - z.B. Ohnmacht. Aber es passiert nichts und das gibt Mut. Über einen längeren Zeitraum wird man gelassener. Man muss aber diszipliniert und hart gegen sich selbst sein.
Übrigens gehört es meines Wissens zum Krankheitsbild, dass sich der ganze Spuk so allmählich nach dem mittleren Lebensalter wieder verliert. War bei meinem Vater auch so und bei paar anderen Fällen, die ich kenne. Nur eben blöd, dass man sich die besten Jahre seines Leben davon vermasseln lässt.

23.08.2013 16:15 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo,
Naja, das es irgendwann dann mit 40-50 Jahren aufhört, ist zwar nur ein kleiner Trost, aber immerhin

Was mich noch so richtig ankotzt ist, das solche Erkrankungen oftmals bagatellisiert werden (zumindest was meine Erfahrungen angeht).
Ich habe bei vielen meiner unzähligen Krankenhausaufenthalte darum gebeten mich doch bitte in eine entsprechende Klinik zu überstellen, doch die antworten waren LEIDER immer die gleichen. "Es ist nichts was keinen Aufschub gewähren würde und das könne auch der Hausarzt machen"

Dann geht man zum zum Hausarzt, bekennt sich zu seinem Problem und wird zum Psychologen überwiesen, auf solche Termine wartet man mitunter 3-4 Monate oder noch länger. Dann hat man besagten Termin endlich und der Arzt sagt man sollte das besser bei so einem Beschwerdebild in einer Tagesklinik oder Stationär behandeln lassen. Ich war ja auch schon mal in einer Stationären Einrichtung, aber dort ging es eher darum die Leute möglichst ruhig zu halten, dann waren da noch 2 Jahre Tagesklinik Woche ich die erste Zeit 2 mal die Woche kommen sollte und dann nur noch 1 mal... Geholfen hat es mir nicht wirklich. Gewartet habe ich insgesamt bestimmt 1 Jahr bis ich behandelt wurde. Aber wenn es einem richtig schlecht geht und man denkt man stirbt gleich und zum 1.000 mal den Krankenwagen ruft und im Krankenhaus die Ärzte schon mit einem bescheuerten Grinsen im Gesicht einen nur Fliessbandmässig behandeln und man dann noch das Gefühl gegeben bekommt eh nur zu simulieren, fühlt man sich noch schlechter. Aber das der Fehler eig bei den Ärzten liegt, weil sie es so abtuen und nicht die richtigen Schritte einleiten, das will dann dort keiner hören...

Ich weiss noch wo man mich vor eiin paar Jahren eine Woche in eine geschlossene Anstalt gesperrt hat, nur weil ich zu einem Arzt gesagt habe "Ich bin 29 Jahre alt und führe momentan kein lebenswertes Leben" Wegen so einem Spruch sperren die einen ne Woche ein und behaupten das man suizidales Verhalten an den Tag legen würde... Naja, mein Vater hat dann sofort einen Anwalt beauftragt und ich glaube deswegen bin ich auch so schnell wieder da raus gekommen, aber danach, war nix mit Weiterbehandlung, das könne ja dann der Hausarzt übernehmen, obwohl man mich vorher eine Woche wegen angeblicher Siizidgefahr eingesperrt hatte... Ich habe auch schon 4 mal ne Reha-Kur beantragt, aber da ich ja mehr oder weniger Arbeitsunfähig bin wird mir dies von der Krankenkasse auch wehement verweigert. Ich werde daraus nicht mehr schlau..

Habt ihr da ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. machen müssen?

23.08.2013 17:31 • #38


@ Kopfkrise
ich kämpfe auch schon sehr lange mit meiner Herzphobie und ich fühle mich auch sehr oft unverstanden von den Menschen um mich herum... aber immer wieder kommt mir in den Sinn: wie sollen sie mich denn verstehen, wenn sie es nicht selbst erleben oder erlebt haben oder einfach keine Vorstellung davon haben?
Da hilft es auch nicht mit den Ärzten zu kämpfen. Denn auch da stelle ich immer wieder fest: Ärzte sind keine Psychologen und die meisten Psychologen keine Ärzte! Und da es ungefähr so viele verschiedene Phobien gibt ---> http://phobien.ndesign.de/4
braucht sich keiner mehr zu wundern, dass es schwer ist jemanden zu finden, der weiß um was es genau geht. Denn auch die Herzneurose baut sich bei vielen anders auf.. ich wurde z.B. gefragt, wie es sein kann, dass ich mit Herzphobie die Treppen hochrenne und nicht den Aufzug nehme....

ich versuche es gerade mit Ernährungsumstellung und ähnlichem weil ich ein Buch gelesen habe: Was die Seele essen will.
Vielleicht hilft dir das ja auch, da ist einiges erklärt, wie der Körper so funktionert, wenn wir gewisse Nahrungsmittel zu uns nehmen oder eben auch nicht.. kann mir vorstellen, dass man damit schon einiges erreichen kann. und dann hilft wohl nur die Psychotherapie.
und auch nur, wenn man wirklich will! Manchmal hat man sich an seine Ängste schon so gewöhnt, dass es schwer wird diese aufzugeben.......

23.08.2013 22:22 • #39


Hallo Andreas,

sicher wäre bei Dir ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik angezeigt. Aber wenn da jetzt kein Weg reinführt, musst Du selber irgendwie anfangen.
Laut neuester Forschung hilft kognitive Verhaltenstherapie besser als Psychoanalyse oder ähnliches. Man muss Denk- und Verhaltensmuster analysieren und ändern. Vielleicht reicht schon ein Buch in der Richtung, um neue Impulse zu bekommen (z.B. "Kognitive Verhaltenstherapie für Dummies").
So wie Vita B es macht, ist es gut - selber aktiv werden, etwas tun, etwas ändern, etwas anfangen. Den Teufelskreis durchbrechen. Ich nenne mal ein paar Punkte, mit denen Du sofort anfangen kannst.
1. Messgeräte weglegen und auch sonst nicht den Herzschlag erspüren, was auch immer.
2. Kein medizinisches Wissen mehr aufnehmen - weder Google, noch Apotheken-Umschau, noch Fernsehsendungen mit dem Thema.
3. Bewegen, bewegen, bewegen - viele Deiner Symptome ließen sich mit Rücken und Nacken in Zusammenhang
bringen. Bei sowas gilt eh immer Muskelaufbau als erste Therapiewahl - am besten im Fitnessstudio anmelden, wenigstens eine DVD mit Übungen holen und die wirklich mal paar Monate machen. Und andererseits Ausdauer: Erst spazieren, dann walken, dann laufen. Walkingstöcke geben Deinen schwachen Beinen anfangs Sicherheit.
4. Talente und Interessen entdecken, sich in neuen Dingen probieren: Schreiben, Musik, Malen, Fotografie, Natur, Schauspiel, Tanz - möglichst kreativ und nicht problemorientiert - Grübeln kannst du viel zu gut.
5. Ernährung und Lebensgewohnheiten ins Bewusstsein kommen lassen. Sämtliche "Nervengifte" wie Koffein, Alk., Nikotin usw. einfach mal über einen längeren Zeitraum meiden. Ernährung umstellen, eine Diät machen oder (unter Aufsicht) fasten.
6. Keinen direkten Zusammenhang zwischen Deinen Aktivitäten und dem Ziel der Gesundung herstellen nach dem Motto: "Ich habe jetzt schon 3 mal Sport gemacht und es geht mir noch nicht besser". Alles was ich nenne, ist langfristig für jeden Körper gut, erst recht wenn er wirklich organisch krank ist .
7. Dein Körper ist keine Maschine, sondern ein sich immer wieder regenerierendes System. Es muss für den optimalen Betrieb gefordert werden und nicht vorsichtig wie ein Oldtimer in der Garage gehalten und maximal sonntags mit Tempo 30 ausgefahren werden.

Dir geht es ziemlich schlecht - schlechter als anderen hier, aber an diesem Nullpunkt hast Du nichts mehr zu verlieren.

24.08.2013 16:46 • #40



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