App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

R
Mir kommen fast die Tränen, weil du noch sooo jung bist und schon so was durchmachen musst.

Ich kenne das mit der verdammten Herzangst.
Letztlich warst du beim Arzt, bist durchgecheckt worden und hast nix...
Die Erwartungsangst ist aber schlimm.

Wünsche dir viel Kraft und mach eine Therapie...

LG Ruby

#81


was soll ich aber bloss machen? habe dienstag einen termin beim psychologen.
aber im moment erscheint mir das ganze leben sinnlos und ich habe wenig hoffnung dass sich das bessertt

#82


A


Herzangst wie behandeln und bekämpfen / ist sie heilbar?

x 3


R
Hallo zusammen,

dass ich eine Herzangst/Herzphobie habe wurde mir erstmals bewusst nachdem ich zwei Belastungs-EKGs sowie mehrere Ruhe-EKGs ohne Befund erhalten habe. Gestern und vorgestern wurde ein Langzeit-EKG gemacht - die Ergebnisse stehen noch aus. Aber ich bin mir mittlerweile rational betrachtet nahezu sicher, dass ich eine Herzphobie habe. Jetzt während ich schreibe habe ich immer noch ein Brennen in der Brust - obwohl oder gerade weil mir meine Physiotherapeutin einigermaßen nachvollziehbar erklärt hat dass dies von extremen Rücken- und Nackenverspannungen kommt, die gerade behandelt werden.

Jetzt stellt sich für mich die Frage - was mache ich gegen diese verdammte Herzangst?

#83


F
Hallo, das geht weg, indem man sich den sog. ´Teufelskreis der Angst´ anschaut (meine Buchempfehlung: "Panik" von Jürgen Margraf/ Silvia Schneider) und verinnerlicht, was in den Gedanken falscht abläuft. Ich habe die Herzstiche innerhalb eines halben Jahres überwunden, allerdings nicht nur durch das Buch, sondern mit einer Therapie, die sich danach ausrichtete.

#84


S
hallo felixx! vielen dank, dreizweieins meins!

#85


R
Hm, danke für den Link. Aber irgendwie bringt mich das nicht weiter. Das macht mich eher noch mehr verrückt wenn nicht alles 100% so ist wie es im Text als "harmlos" bzw. rein psychisch dargestellt ist

#86


F
Hallo Ruhepuls,

das kann ich gut nachvollziehen. Deshalb der Rat, Lektüre in Verbindung mit Gesprächen, z.B. einer Therapie, oder als Vorbereitung hierzu.

Gruß von Felixx.

#87


T

Moinsen! Herzangst & Agoraphobie

Hallo allerseits!

Nach einigem Mitlesen melde ich mich hier nun auch mal an und sage Hallo.

Ich bin 30 Jahre alt, männlich.

Mein Leidensweg beginnt im Juni 2012.
Während einer Bahnfahrt zu meiner Freundin wurde mir urplötzlich schlecht ohne Ende und ich hatte ein Beklommenheitsgefühl. War kurz davor aus dem Zug auszusteigen aus Angst, ich müsste mich übergeben. Habs dann aber durchgezogen und siehe da kaum war ich raus aus dem Zug ging es mir wieder gut. Also nichts weiter dabei gedacht.
Ein paar Tage später in einer Besprechung in der Firma dann heftige Beklommenheit, Übelkeit und Druck auf der Brust verspürt. Also zum Betriebs-Sani, der mich dann nach Blutdruck Messung erstmal heimgeschickt hat und gemeint hat ich soll doch mal beim Arzt vorbeischaun. Kaum war ich aus der Besprechung raus gings mir dann auch gleich besser.

Beim arzt gabs dann Bluttest und EKG. Beides in Ordnung. Er hat mich dann zu jeder Menge Ärzten geschickt. Magen-Darm, Herz, Neurologe, Lungenarzt, Orthopäde. Ergebnis könnt ihr euch denken: Alles bestens. Lediglich eine minimale Magenschleimhautentzündung. Aber der Neurologe/Psychiater hat mich auf den Trichter gebracht: Panikstörung, Agoraphobie.

Und so ging es dann weiter. Alle Situationen die für mich "auswegslos" waren, also Feste, Kino, Besprechungen uswusw wo ein plötzliches Verschwinden quasi peinlich wäre, waren für mich heftig und lösten meist eine Panikattacke aus. Der Psychiater hatte mir Opipramol verschrieben, die ich jedoch nie genommen habe da ich nur im äußersten Notfall zu Medikamenten greife. Außerdem hatte er gesagt, ich muss mich den Situationen stellen, darf nichts vermeiden. Das tat ich auch unter größten Ängsten und Panikattacken. Und es wurde besser und besser je öfter ich mich dem stellte. Bis dann Ende 2012 die Agoraphobie nur noch eine kleinere Rolle spielte
Leider entwickelte sich aber aus dem ganzen auch eine heftige Herzphobie mit der ich bis heute kämpfe.
Ich war dann 20 Stunden in Psychotherapeutischer Behandlung und wurde hypnotisiert. Die Wirkung hiervon war wirklich gut.
Ich konnte auch wieder besser durchschlafen.

Leider kam dann der Schlag, mein Vater hatte im Mai einen Herzinfarkt. Ursache Bluthochdruck, Stress. Meine grade ausklingende Herzphobie wurde wieder befeuert. Ich habe ihn selbst ins KH gebracht da er über Brennen in der Brust klagte. Und dann stand ich da und hatte die heftigste Panikattacke überhaupt seit das alles begonnen hat.
Er hat es zum Glück fast unbeschadet überstanden.
Für mich aber hat es fast alles zurückgebracht. Leider war grade da die Therapie zu Ende.

Aber ich sagte mir, ich kenne den Weg ich schaffe es auch alleine da raus (ganz alleine bin nich ja nicht, meine Freundin unterstützt mich super, auch wenn sie etwas verzweifelt, da sie ja leider nicht viel helfen kann).
Ich mache wieder regelmäßiger Sport, gehe an meine Belastbarkeitsgrenzen. Wenn man eine Weile mit Puls von 150-170 einen Berg hochradelt gibt das ein Stück Vertrauen in den Körper zurück. Wäre irgendwas mit dem Herz hätte es da schon längst aufgegeben.
Außerdem mache ich Yoga.

Leider trotz allem habe ich immer noch fast permanent Gefühle in der Brustgegend die ich als Bedrohung empfinde, immer wieder auch kleine Attacken von Angst, dass es jetzt soweit ist.
Aber die kleinen Schritte vorwärts machen mir trotzdem Mut. Leider sind es immer 2 Schritte vor, einer zurück. Die Tendenz ist aber eher positiv.

Ich kämpfe weiter!

Falls ihr noch Tipps für mich habt immer raus damit.

LG Daumen hoch

#88


hoffelkopter
Super! Du bist auf dem richtigen Weg. Durchhalten, nicht lockerlassen, nicht vermeiden! Weiter so, du schaffst das. Ich weiß wovon ich rede! Ist oft zum verzweifeln......geht aber so vielen so! Wir müssen uns nur gegenseitig Mut machen! kichern

#89


D
Hallo Tyrion,

Ich bin oftmals mit dem selben Problem beschäftigt wie du.. aber du bist auf dem richtigen Weg wie hoffelkopter schon sagte..^^ ..Das "zwei Schritte vor einen zurück" kenn ich nur zu gut.. Ich war gestern erst wieder im Gespräch mit meinem Psychologen.. Ich bin selber 30, betreibe Kraftsport und Yoga und er meinte ganz frei raus, dass es doch sehr unwahrscheinlich sei bei der Lebensweise und meinem Alter.. Er meinte auch das 95% und mehr der Schmerzen, durch Verspannungen und reizungen/klemmung der Intakostalnerven zustande kommen.. Ich leider öfters mal an brennen, stechen oder reißen am brustkorb.. schmezhafte rückenverspannunen oder gar schmerzen im linken Arm.. Herz wurde untersucht.. ohne Befund.. Smile

Der beste Weg is natürlich wieder das Vertrauen in seinen Körper zurück zu gewinnen.. Wie du es schon selber sagtest, durch Sport einfach mal auf 180 gehen.. Das baut Stress und Anspannung ab und schenkt Selbstbewusstsein..


MfG Dee

#90


kyra96
Hey Tyrion,
mir geht's genauso wie Dir. Diese Todesangst und der ständige unangenehme Druck
in der Brust ist fürchterlich. Man zweifelt selber wenn man immer wieder hört "Alles ohne Befund". Es ist zwar schön, aber der Kopf spielt leider nicht so mit.
Mir hilft die progressive Muskelentspannung etwas weiter.
Ich bekomme jetzt Citalopram und befinde mich auch in therapeutischer Behandlung.
Stark sein und nach vorne schauen.
Wir schaffen das.

#91


T
Danke für eure Antworten!

kyra96: Ja diese ständigen Zweifel stinken mir. Vor allem bin ich ein sehr logisch denkender Mensch. Trotzdem lässt sich mein Kopf austricksen, bzw. trickst sich selbst aus... Evil or Very Mad

Aber irgendwann werden wir das schaffen davon bin ich auch überzeugt!

#92


E
Hi zusammen,

ich kann mich euch hier anschließen. Bei mir ist es das selbe.
Angefangen hat es nachdem mein Schwiegervater einen leichten Herzinfakt an Ostern hatte.
Seitdem habe ich ebenfalls eine Herzphobie die allerdings in der letzten Zeit wieder besser wurde nachdem ich feststellte das es alles von der Psyche kam bzw. kommt!
Der Befund nach EKG usw war natürlich alles ok bei mir!

Da ich in 2 Wochen heirate hab ich mir vorgenommen, danach einen Psychologen aufzusuchen. Schaden kann es nix.
Auch habe ich mir schon Geld zusammen gespart um mir nach der Hochzeit ein Bike zuzulegen um regelmäßig Sport zu treiben! Daumen hoch

#93


kyra96
Hallo,
ich war heute wieder beim Doc wg Schmerzen in der Brust... Wieder EKG, natürlich ohne Befund.
Irgendwann muss das doch mal aufhören....
Ich habe mir jetzt auch ein Rad zugelegt und versuche es mal damit.
Citalopram wurde jetzt erhöht auf 20 mg.
Vlt wird es ja besser.
Ist nur leider keine Lösung auf Dauer

LG

#94


FrozenSun

Herzangst und Untersuchungspanik

Hey ihr,

ich habe im Moment wieder täglich schlimme Herzängste und wollte mich nochmal an euch wenden.


Begonnen hat alles mit Extrasystolen.
In einer stressigen Phase habe ich damit iwie angefangen, das steigerte sich dann durch den ein oder anderen Arztbesuch, wo mir noch mehr Angst gemacht wurde. Im Echo wurde festgestellt, dass mein Herz bis auf einen kleinen, angedeuteten Mitralklappenprolaps ohne Insuffizienz morphologisch gesund scheint. Im LZ-EKG hatte ich ca. 550 ventrikuläre ES, die mein Arzt (Kardiologe) als nicht bedenklich eingestuft hat. Nach all dieser Diagnostik war ich auch erst einmal wieder beruhigt. Allerdings habe ich nun schon einige Male beim Sport plötzlich einen ziemlich schnellen Puls gehabt (über 200), dies dauerte wie anfallsartig immer nur wenige Minuten an und war dann ganz plötzlich wieder vorbei. Nun habe ich es endlich geachafft, mich diesbezüglich nochmals zum Arzt zu zwingen. Ich bin Medistudentin und lerne täglich Dinge über schlimme Krankheiten, denke dementsprechend immer an das schlimmstmögliche. So, ich hab mit ihm über meine Beschwerden gesprochen und er sagte, um die Frage endgültig zu klären, machen wir nun ein Stress-Herz-MRT. Ich hab also jetzt bis zu dem Termin Anfang Juli Todesängste .... Mr. Green Ich habe sowohl Angst vor der Untersuchung selbst, als auch vor den Ergebnissen und allem Drum und Dran. Außerdem fühlt es sich immer wahrscheinlicher an, schwer krank zu sein, wenn man was untersuchen lässt finde ich, wisst ihr was ich meine? Ich denke immer ich habe irgendeine Kardiomyopathie und falle irgendwann einfach tot um. Traue mich jetzt auch schon kaum noch, Sport zu machen...

Der Arzt meinte, die bisherigen Untersuchungen würden ja jetzt nicht auf was schlimmes hindeuten. Naja aber die ganzen ventrikulären ES machen mir ziemliche Angst. Ich frage mich auch, ob das an einem gesunden Herzen normal ist... stirnrunzeln

Und leider sind es noch zwei Wochen bis zum MRT...Was mach ich denn jetzt, um bis dahin zu überleben Embarassed


Danke schonmal.
Liebe Grüße
Frozensun

#95


F
Hallo, du fragst, was du machen sollst, um bis dahin zu überleben. In erster Linie, versuche deinem Arzt zu vertrauen. Er hat Erfahrung, er kann es einschätzen, er würde sicher eine schnelle Untersuchung veranlassen, wenn er Bedenken hätte.

Ich habe das auch manchmal, anfallartiges Herzrasen. Ist schon beängstigend, aber mein Arzt hat mir gesagt, ich sei herzgesund. Also, ich versuche, dem nicht mehr die Beachtung zu schenken.

Dass du als Medizinstudentin natürlich mehr über schlimme Krankheiten hörst und mehr Angst hast, kann ich verstehen! Ich habe mal gelesen, dass es vielen so geht. Vielleicht kannst du ja mal mit anderen darüber sprechen?

Ja, je mehr Untersuchungen man macht, desto kränker fühlt man sich. Deswegen wäge ich sehr genau ab, was ich wirklich untersuchen lasse. Aber lass das jetzt machen, und wenn echt was wäre, würde man es finden!

#96


S

Herzangst wird schlimmer

Hallo liebe Gleichgesinnte,

auch ich leide unter herzangst und einer somatisierungsstörung, oft war ich in therapie und das letzte langzeit ekg war im februar 2013 ohne pathologischen befund von 165000 herzschläge hab ich 6 extrasystolen. doch vor ein paar wochen war mir ein wenig schwummerig vor augen und mein kreislauf kam nicht so in gang als ich denn auf der arbeit ( autopflege ) meinen puls fühlte lag der im sitzen bei 54-56 schläge die minute, als ich aufgestanden bin und während der arbeit mal gefühlt hatte ging der kaum über 65 pulsschläge rüber, dieses hat mich paar tage begleitet auch ein gläschen rotwein hat nicht geholfen. ich habe dann beschlossen eine runde mit dem fahrrad zu drehen und hab bißchen hanteltraining gemacht, seit dem geht das wieder und mein puls ist seit dem wieder im höheren bereich. dennoch begleitet mich das jetzt immer noch das was mit dem herzen sein könnte. ich gehe regelmässig schwimmen und saunieren. am letzten wochenende hatte ich eine panikatakke im krankenhaus (wollte nur ne augensalbe haben da ich dort ein infekt hatte ), dann hat man blutdruck gemessen und dieser war 166/ 92 und 70 puls. als ich der ärztin sagte das ich eine panikatakke hätte und mir in der brust unwohl sei, meinte sie ich solle mir keine gedanken um blutdruck machen schließlich sei ich aufgeregt und unter panik, die zweite messung ergab 157/ 94 und 65 puls. am nächsten tag ging ich zum hausarzt der sagte der blutdruck sei bei mir bekannt durch die angst und ich würde ja auch das medikament metoporol 100 nehmen und dazu fluvoxamin 50 mg um mich bißchen zu dämmen. jetzt anfang nächsten monat gibt es zur sicherheit eine langzeitblutdruckmessung. ich fühle oft den puls und hab jetzt durch den blutdruck noch mehr angst, ach ja beim hausarzt war der blutdruck 130/80 und puls 65. trotzdem beglkeitet mich das erlebnis mit dem niedrigen puls auf der arbeit immer noch, sonst habe ich einen rundrücken. zu mir männlich 37 jahre, 184 cm 108 kg ( vor 7 jahren 122kg ) die letzte 24 std blutdruckmessung war 2010 in einer psychosomatischen klinik, dort wurde ich auch auf metoporol eingestellt. wenn ich zu hause am handgelenk messe liegt der bludruck bei 117/65 und puls liegt zu hause auch immer bei 56-65 in ruhe. was kann ich gegen meiner herzangst tun ? und woher kann der niedrige puls vor ca. 4-5 wochen kommen ? die ärztin im krankenhaus hat auch das herzabgehört und sagte nur das ich zwar aufgeregt sei aber die herztöne völlig in ordnung waren, auch die lunge war frei und machte keine geräusche. kennt ihr von euch solche beschwerden und was macht ihr dagegen ? ich mach mir immer sorgen um mein herz...vielen dank für eure antworten.

#97

Mitglied werden - kostenlos & anonym

M
das aller erste was du tun solltest ist dein blutdruckmessgerät entsorgen.
es ist doch ganz normal dass der bd und der puls immer schwanken... und durchs messen bist du ja vorher schon angespannt "ooh was zeigts wohl gleich an?"...
mir hat das sehr geholfen.

#98


F
Ich würde es einmal vernünftig abklären lassen und mich dann an den Rat des Arztes halten, ohne ständig selbst zu kontrollieren.

#99


HeikoEN
Einige Tipps vielleicht:

http://ratgeber-panik.de/umgang-mit-der ... erpers.php

Dazu ein Merkblatt für den Notfall:

http://ratgeber-panik.de/downloads/die- ... phobie.pdf

Erweiternd dazu:

http://ratgeber-panik.de/downloads/merk ... otfall.pdf

Ich kann nur empfehlen zu verstehen (z.B. durch Studium von Literatur oder auch der o.g. Webseite), dass die Angst z.B. um das Herz, nur ein Symptom ist, aber nicht die Ursache.

Die Ursache Deiner Ängste hat andere Gründe und die gilt es herauszufinden.

#100


A


x 4


Pfeil rechts




Prof. Dr. Heuser-Collier
App im Playstore