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Hallo Leute,

ich leide im Moment stark unter meiner Herzangst und weiß mir keinen Rat mehr. Es belastet mich so stark, dass ich permanente Herzgefühle habe. Komisch zu beschreiben, aber es fühlt sich an wie ein schwerer Stein auf der linken Brust. Dazu die ganze Zeit Angst, dass ich gleich einen HI bekomme oder es einfach aufhört zu schlagen.
Puls ist immer ok. Fühl den ja auch ständig .

Hausarzt schrieb schon min. 10 EKGs in der letzten Zeit, aber alles ohne Befund. Blutdruck bei allen Messungen im normalen Bereich bzw. mal durchs aufgeregt sein etwas höher, aber nichts bedenkliches. Blutwerte auch alle ok.

Nachdem ich meinen Schwindel letzte Woche beim MRT abgeklärt habe und da nix zu finden war im Kopf, schlug es sich nach wenigen Tagen auf mein Herz.
Habe eine permanente linkslastige Unruhe in der Brust und male mir schon meine schlimmsten Ängste aus .

Wem gehts ähnlich?

Ich habe einfach nur noch Angst und war so glücklich, dass das MRT ohne Befund war, weil ich wirklich glaubte einen Hirntumor zu haben. Nun das und immer wieder abwechselnde Symptome, allerdings diese jetzt schon 6 Tage am Stück.

Hilfe, ich brauch für die Seele dringend jemanden, der genau das kennt .....

Dieses Gefühl als wäre in der linken Brust oder auch im linken Rücken etwas so derart verspannt oder eingeklemmt, dass es diese Missempfindungen macht.
Hab enorme Rückenprobleme und manchmal starke Bewegungseinschränkungen, aber wer weiß ob das zusammenhängt.

Bitte um Antworten ....

Ach ja und einen Reflux habe ich auch. Sodbrennen manchmal auch, aber immer Druck im Oberbauch dadurch. Kann das so komische Symptome machen?
Sono vom Bauch war auch alles ohne Befund.

LG

10.06.2012 21:16 • 22.09.2019 #1


35 Antworten ↓


Hallo Bellami,

mir ging es am Anfang ähnlich: es fing mit Muskelzittern an und starken Zuckungen und der massiven Angst vor ALS... Total reingesteigert.

Als das dann abgeflaut ist, das Muskelzucken weniger wurde und schliesslich kaum noch wahrnehmbar war, ging es mit dem Herzen los: Herzrasen, extremes Herzstolpern, manchmal Blutdruckentgleisungen, stark empfundenes Herzklopfen, Druck auf Brust, Brennen in Brust... etc pepe.

Mehrere Ruhe-EKGs, 2 LZ EKGs und 3 Herz-Sonos später glaube ich nun halbwegs, dass mein Herz nicht einfach so stehen bleibt. Es ist zwar nicht immer einfach, aber meistens habe ich die Kontrolle darüber, ausser ich bin mit den Kindern alleine zu Hause. Die Symptomatik hat sich aber eindeutig verlagert. Vom Zucken aufs Herz. Nach der ersten eingehenden Untersuchung des Herzens waren sogar meine Herzsymptome fast weg. Oder wohl eher noch da und ich habe sie kurzzeitig anders beurteilt oder wahrgenommen. Auch die Unruhe, dieses innere Vibrieren kenne ich.

Aber: Magenprobleme können durchaus die Tätigkeit des Herzens beeinflussen. Wenn der Magen z.B. stark aufgebläht ist, drückt die Luft aufs Zwerchfell und der ganze Klumaptsch u.U. auch noch aufs Herz. In einem Buch über Panikattacken ging es z.B. um ein Fallbeispiel, wo der Typ ständig nach dem Essen Panikattacken bekommen haben soll. Nach einer Nahrungsumstellung und Vermeidung von Lebensmitteln, die ihn aufblähen, solls besser geworden sein. Naja, wenn man empfänglich ist, empfindet man das, was nach einer üppigen Mahlzeit im Körper passieren kann als Bedrohung. Andere trinken einen Schnap. und gut ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: wenns im Magen-Bauchraum bläht, kann man davon auch "Herzsymptome" bekommen. Auch Verspannungen und Rückenprobleme können da Probleme machen. Bei mir ziehts sich manchmal, wenns ganz übel ist, wie ein Korsett um den Brustkorb zu und ich denke, ich kann nicht mehr atmen. Ist aber alles nur der Rücken.

Was machst Du denn im Moment gegen deine Ängste?

Liebe Grüße
Seitanschnitzel

10.06.2012 21:30 • #2



Herzangst und Angst vor Bluthochdruck, Herzversagen usw.

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Hallo ja das kenne ich zur Genüge, Angefangen hat alles um 2009. Herzstolpern, Schmerzen.
Wie ein hysterischer Depp war ich beim Internisten ohne Befund, Superschilddrüse und 125/70 Blutdruck, war mir irgendwie sehr peinlich.

Bei mir war es so, dass das Ganze immer wieder bei Stress auftritt. Es war immer eine Gesamtsituation, Job mit vielen Überstunden kombiniert mit Sterbefälle im Freundes, Bekannten, Familienkreis, als ich mich vor einigen Wochen registrierte war da wieder so eine Stressituation.

Zusammenfassend habe ich für mich selber gelernt. Der Körper meldet sich mit verschiedensten Symptomen. Zu Extremzeiten habe ich immer wieder was am Leben geändert, mit dem Einem oder Anderem in mir Frieden geschlossen, dann verging das wieder.

Solche Sprüche, du hast etwas am Herzen oder es hat dir das Herz gebrochen, begann ich zu verstehen was es heisst, als ob das Herz etwas ist was Empfindungen spürt.

Diese Unruhe mit Zuckungen kannte ich zur Genüge, war ich in Bewegung wars weg, kaum war ich in Ruhe wars da.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes, Körper und Seele kommen nicht zur Ruhe, doch welche Grunde könnten es bei dir sein? Gibt es Dinge die dich ungemein ärgern, stressen, die du ändern könntes oder die Einstellung dazu.

Aufgrund deiner Ängste oder unserer Ängste verspannt sich der Körper, du ziehst die Schultern rauf, dein Halsnacken könnte extrem verspannt sein und verursacht gelegentlich Schwindel, lasse von einem Bekannten deine Rückstrecker abtasten, sind sie extrem verspannt, können Muskelschmerzen irgendwo ausstrahlen auch auf deine linke Brustseite, ein blöder Kreislauf, aber ein Zeichen, dein Körper schickt dir Signale, meistens sind es seelische Schäden, welche weiss man nicht, kann alles mögliche sein, bis zu Kinderheit zurückgehend und im Erwachsenenalter in irgendeiner Form ausbrechend.



lg
Mark47

10.06.2012 22:33 • #3


bellami1983

Ist das Dein Geburtsdatum? Die Wahrscheinlichkeit geht dann fast gegen null, dass das wovor Du Dich ängstigst eintrifft.

10.06.2012 23:59 • #4


Hallo Bellami,
ich habe die gleichen symptome wie du und kenne die ganze symptoatik.
genau wie du habe ich eine engegefühl und schmerzen in der linken brust und rücken.
ekg, ultraschall etc alles ok.
ich weiß wie schwer es ist zu verstehen das die symptome nicht körperlich sondern psychisch sind! das ist super schwierig.
Wenn du untersucht wurdest ist da auch nix, und wenn du schon in ein angstforum schreibst und hinzu auch noch sagst du hast rückenprobleme, dann weißt du doch eigetlich tief in deinem inneren, dass das ganze eine mischung aus verspannungen, rückenprpblemen und der psyche ist.
wenn man verspannungen in der nähe oder am linken schulterblatt hat, strahlen diese in die herzgegend aus.
Ich weiß es ist ein schwerer weg und auch mir gelingt es nicht immer damit umgehen zu können, manchmal weiß ich auch nicht wie ich diese ständige angst ertragen soll....
Aber es ist halt eine schei. beängstigende stelle die sich unsere psyche da ausgesucht hat.
Wir müssen lernen damit umzugehen.
Machst du eine Therapie?
Alles Liebe

11.06.2012 09:57 • #5


Hallo ihr Lieben,

danke für eure Antworten

@Seitanschnitzel: Wie kommt du eigentlich auf diesen Nick? .

Ich weiß wie schwer es ist, auch alles mit zwei Kindern zu bewältigen. Meine sind 6 und 3 Jahre alt und es ist so kraftraubend immer alles zu managen mit beiden und vor allem auch noch dann, wenn sie beide in Quengel-phasen stecken.

Bei mir fing es auch mit Blutdruckentgleisungen an, aber mein damaliger Hausarzt hat gleich gesagt, dass ich eine Herzangst habe, da ich solche enormen Ängste verspüre und mein rationales Denken flöten geht, wenn ich Angst habe.
Mein Hausarzt hier sowie deren Kollege, beide haben mich schon untersucht, immer wieder EKGs gemacht, Blutdruck gemessen und so weiter und es blieb immer alles ohne Befund. Dass bei meiner Angst der RR mal zu hoch, mal normal ist, ist wohl üblich und normal, vor allem auch, weil ich zudem übergewichtig bin.

Aber meine Hausärzte haben die Ruhe weg und ich bin wie eine hysterische Kuh, die jeden Moment, von morgens bis abends mit dem Tod rechnet, weil ich nur auf meinen Körper und im Moment mein Herz fokussiert bin.
Hatte noch kein LangzeitEKG und auch keine Sono, aber meine Hausärzte sehen dafür auch keine Indikation, hab davor aber auch panische Angst, weil ich denke dass da was Schlimmes rauskommt .

Genauso war es mit dem Schwindel. Ich habe mir alles eingebildet, schlimmste Symptome entwickelt und was war? NICHTS!

Dieses Korsett um meinen Brustkorb kann ich auch spüren. Seitdem am Montag meine Vermieterin hier war und wir eine Menge psychosozialen Stress haben, der auch noch ungerecht und absolut unfair ist, geht es mir mit dem Herzen so. Kann das eine Ursache sein, dass mein Körper jetzt eben halt mal so auf Stress und Angst reagiert, gibts das?

Meine Hausärzte schreiben jetzt als "erzieherische Maßnahme" kein EKG mehr, solange nicht wirklich Grund dafür besteht. Und mir ist es auch unangenehm, da immer wieder hinzulaufen mit dem Verdacht auf HI meinerseits.
Hab einfach enorm Stress im Moment und hab keine Ahnung wie ich Abstand von den kreisenden Sorgen nehmen kann.

Im Moment bin ich zu wöchentlichen Gesprächen beim sozialpsychiatrischen Dienst bis meine Therapie anfängt.

@Mark:
Ich kann bestätigen, dass all das bei Stress auftritt, geht mir genauso. Dann dreht mein Körper sozusagen durch.
Aber dann lese ich auch immer wie schlimm Stress für den Körper und vor allem das Herz ist und bekomme noch mehr Panik.
Hab wirklich enorme Angst durch den ganzen Stress, wo mein RR schon hoch ist dabei, auch noch einen HI zu bekommen, eben vor lauter Angst und Stress.
Cholesterinwerte sind traumhaft und auch sonst besteht kein Grund zur Sorge sagen meine Ärzte, aber was ist wenn sie sich irren??

Es gibt im Moment sehr viele Dinge, die mich ärgern und auch stressen. Sehr viele und auch belastende dazu. Als im Februar meine geliebte Schwiema gestorben ist, sind diese Herzprobleme wiedergekommen. Anfangs erst sporadisch und immer wieder weg nach wenigen Tagen. Ich spürte mein Herz, es tat weh, es verstand nicht. Es schmerzte wirklich, aber ich nahm dies bewusst als Trauerreaktion wahr. EKGs waren auch alle sehr gut.
So summierten sich dann die letzten Wochen mit Stress und Trauer und körperlichen Symptomen.
Ich habe eine sehr große Angst vorm Tod und seitdem Schwiema tot ist, wurde mir das so richtig bewusst. Meine Kinder, mein Leben, alles am seidenen Faden.
Verfalle in Schonverhalten wegen meines Herzens usw. trau mir nichts mehr zu, weil der Tod überall lauert und ich noch nicht gehen will!
29 Jahre bin ich erst hier und ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen.

Dazu psychosozialer Stress ohne Ende. Finanziell, Existensängste, hin und wieder Beziehungsprobleme, OP meines Sohnes steht an und so weiter. Ich habe einfach Angst .

@crazy: Ja, 1983 ist mein Geburtsjahr. Ein Arzt des ärztlichen Bereitschaftsdienstes sagte mir auch, dass ich zwar das Problem mit dem Übergewicht hätte, aber weder rauche noch trinke, dazu dennoch mit 29 recht jung sei und wenn meine Hausärzte schon viele EKGs geschrieben hätten sowie die inneren Organe geschallt hätten (ein krankhafter Hochdruck wäre auch an den inneren Organen zu erkennen und dass meine Blutdrücke keine Aussagekraft unter seelischer Anspannung hätten, da dies die Gefäße auch zusammenzieht), sowie Cholesterin bestimmt wurde und da da alles ok ist, ist meine HI-Angst fehl am Platze und wirklich dringend eine Therapie zu machen, da ich nicht mehr runterkäme sonst von meinem hypochondrischen Wahn.
Mag sein dass er wie die anderen auch Recht hat. Aber es kommt in meinem Kopf nicht an....

Schon vorm Abholen meiner Kinder aus dem Kiga hab ich riesen Angst, weil ich da Treppen laufen muss und meine Fitness so schlecht geworden ist, dass da meine Pumpe schon im Galopp läuft.
Oh man, kann das einer verstehen?

@todo:
Ich hatte noch keinen Ultraschall des Herzens, nur zig EKGs und Sauerstoffuntersuchungen des Blutes sowie Blutwerte an sich und abgehört wurde es von einer Kardiologin.
Oh weia, muss ich jetzt doch Angst haben?
Mich verunsichert das jetzt .... meine Hausärzte sehen keine Indikation für weitere Untersuchungen, aber dringende Therapie muss sein.

Diese fiesen Verspannungen habe ich wirklich auf der linken Seite. Nacken-Schulter-Armsyndrom meine ich. Wenn ich z. B. auf der linken Seite auf den Ellenbogen aufgestützt eine Weile liege (min. 5 Minuten) dann kann ich danach nicht mal gerade laufen und habe Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auf der linken Seite. Manchmal auch wie eine Muskelschwäche im linken Arm.



Ach man, ich bin so verzweifelt und habe einfach Angst.... danke für eure Zeit, das tut mir sehr gut!

11.06.2012 10:44 • #6


Zitat von bellami1983:
Schon vorm Abholen meiner Kinder aus dem Kiga hab ich riesen Angst, weil ich da Treppen laufen muss und meine Fitness so schlecht geworden ist, dass da meine Pumpe schon im Galopp läuft.
Oh man, kann das einer verstehen?


Hallo Bellami,
jaaa, kenn ich. Ich habe auch jedwede Anstrengung vermieden (dazu rauche ich allerdings auch noch, wenn auch wenig, dafür schon seit 18 Jahren). Nun fange ich langsam mit Joggen an. Und lasse den Aufzug zur meinem Büro im 3 Stock links liegen. Und ich merke, seit ich anfange mich wieder mehr zu belasten, bekomme ich auch wieder mehr Vertrauen in meinen Körper. Und in die gute alte Pumpe im Brustkorb.

Ich würde an Deiner Stelle wirklich anfangen mich langsam wieder zu belasten. Sprich doch sicherheitshalber mal Deinen Arzt darauf an, ob etwas gegen diese oder jene Sportart spricht und dann fang an. Wir müssen ja nicht zu Olympia. Du kannst dabei Stress abbauenund es tut gut!

Wie ich übrigens auf Seitanschnitzel kam... hm, ich bin...naja... war lange Vegetarier. Deswegen wahrscheinlich. Ich hätte auch "Sojabratstreifen" nehmen können.

Liebe Grüße
Seitanschnitzel

11.06.2012 12:44 • #7


Hallo Seitanschnitzel,

finde es sehr toll, dass du dich wieder sportlich fit halten möchtest.
Manchmal denke ich, diese Herzangst entsteht wegen meiner mangelnden Fitness, da ich durch die Angst eine schreckliche Couch-Potatoe geworden bin und bei egal was ich tun muss, ich schnell schwitze und einfach Angst bekomme.
Kennst du das denn auch?
Dazu kommt eben auch, dass ich viel zu dick bin und dringend was daran ändern muss. Es liegt nicht am Essen, das weiß ich, denn ich esse bewusst. Aber, ich bewege mich nur wenn es nötig ist, damit ich auch ja mein Herz schonen kann. Das ist doch völlig bescheuert, was ich auch weiß, aber die Symptome machen mich echt fertig.

Fühle mich oft einfach totkrank. Wirklich, das ist keine Übertreibung, sondern ich schwitze, bin total schnell kaputt, kann oft nicht richtig durchatmen (das wurde auch schon abgeklärt ohne Befund) und trau mir immer weniger zu . Ist echt zum Heulen und das mit mit zwei Kindern, die eine belastbare Mama brauchen.

Meine Hausärztin hat mir schon gesagt dass ich mich bewegen muss und ich anfangen soll, mich leicht zu belasten, nicht sofort volle Power, aber langsam und kontinuierlich.

Ach mensch, ich komm mir so blöd vor, weil ich so schrecklich unfit bin und wahrscheinlich auch deswegen es mir körperlich nicht gut geht oder seelisch und deswegen körperlich, ich habe keine Ahnung .

Nach min. 10 EKGs sollte ich mal Ruhe geben, ich weiß.........

Sojabratstreifen find ich auch super

Wie wuppst du das denn alles mit den Kids?

LG Bellami

14.06.2012 11:46 • #8


Zitat von bellami1983:
Hallo Seitanschnitzel,

finde es sehr toll, dass du dich wieder sportlich fit halten möchtest.
Manchmal denke ich, diese Herzangst entsteht wegen meiner mangelnden Fitness, da ich durch die Angst eine schreckliche Couch-Potatoe geworden bin und bei egal was ich tun muss, ich schnell schwitze und einfach Angst bekomme.
Kennst du das denn auch?
Dazu kommt eben auch, dass ich viel zu dick bin und dringend was daran ändern muss. Es liegt nicht am Essen, das weiß ich, denn ich esse bewusst. Aber, ich bewege mich nur wenn es nötig ist, damit ich auch ja mein Herz schonen kann. Das ist doch völlig bescheuert, was ich auch weiß, aber die Symptome machen mich echt fertig.

Fühle mich oft einfach totkrank. Wirklich, das ist keine Übertreibung, sondern ich schwitze, bin total schnell kaputt, kann oft nicht richtig durchatmen (das wurde auch schon abgeklärt ohne Befund) und trau mir immer weniger zu . Ist echt zum Heulen und das mit mit zwei Kindern, die eine belastbare Mama brauchen.

Meine Hausärztin hat mir schon gesagt dass ich mich bewegen muss und ich anfangen soll, mich leicht zu belasten, nicht sofort volle Power, aber langsam und kontinuierlich.

Ach mensch, ich komm mir so blöd vor, weil ich so schrecklich unfit bin und wahrscheinlich auch deswegen es mir körperlich nicht gut geht oder seelisch und deswegen körperlich, ich habe keine Ahnung .

Nach min. 10 EKGs sollte ich mal Ruhe geben, ich weiß.........

Sojabratstreifen find ich auch super

Wie wuppst du das denn alles mit den Kids?

LG Bellami


Hallo Bellami,

ich denke auch, dass wir es noch schlimmer nachen, wenn wir uns schonen, obwohl wir organisch gesund sind. Wir verlieren dann noch mehr das Vetrauen in uns und unseren Körper und schlaffen auch total ab, wenn ich das mal so sagen darf . Vielleicht kannst Du mit den Kindern zusammen etwas anfangen. z.B. Fahrradfahren?

Ich fühle mich wie eine uralte Frau. Aber ich versuche trotzdem meinen Tag mit den Kindern zusammen möglichst gut zu verbringen. Das klappt auch nicht immer so optimal. Aber es wird besser, habe ich das Gefühl. Am besten geht es mir eigentlich, wenn wir unterwegs sind (Spielplatz etc.) Am schlimmsten ist es daheim, wenn mein Mann nicht da ist und ich mit den Kindern alleine bin. Ich versuche dann nicht allzuviel auf meinen Körper zu horchen was die Symptome betrifft...oder an richtig guten Tagen nehme ich sie einfach als gegeben hin.

Und ich versuche auch nicht allzu perfektionistisch zu sein. Ich hatte manchmal so Vorstellungen, vonwegen meine beiden Kleinen spielen schön miteinander, während ich mich dann mal 2 Stunden lang um den Haushalt kümmere und alles natürlich blitzsauber ist. Keine Ahnung in welchem Takkatukka-Land ich da geistig gelebt habe... Tatsache ist, dass die beiden sich alle 10 Minuten zoffen, ich dann unterbrochen werde und schlichte, oder die beiden spielen schön, was dann aber mit Kleiderschrankausräumen und dem großflächigen Verteilen von Zeug in der Wohnung verbunden ist...

Seit ich das nicht mehr sooo eng sehe (naja, daran arbeite ich noch) lässt sich so ein Tag viel besser bewältigen. Es leben nun mal Kinder bei uns in der Wohnung.

Aber Du brauchst Dir nicht blöd vorzukommen, weil Du Dich unfit fühlst. Vielleicht bist Du fitter als Du glaubst und Du musst es einfach angehen. Selbst wenn nicht, jeder Mensch wird untrainierter, wenn er nichts unternimmt. Und was Du schilderst (sich kaputt fühlen usw.) kenne ich auch. Überleg Dir doch mal, was Dir Spaß machen könnte. Gab es einen Sport, den Du früher gerne ausgeübt hast? Oder - wenn Du der Typ dafür bist - vielleicht kannst Du Dich einem Lauftreff o.ä. anschliessen, jedenfalls etwas gemeinschaftliches.

Freut mich, dass ich Dich zum Schmunzeln bringen konnte. Das darf auf keinen Fall zu kurz kommen.

Liebe Grüße
Seitanschnitzel

14.06.2012 12:37 • #9


Hallo Bellami, ja dein Beitrag trifft auch auf mich zu. Habe auch Probleme mit dem Magen. Sodbrennen, Druckgefühl usw. Bei einer Sono kann man nicht in den Magen schauen. Nur bei einer Spiegelung hatte alles am Magen, Geschwür usw. Bei der letzten Spiegelung war "nur" eine chronische Gastritis zu sehen. Aber die körperlichen Symptome blieben. Habe auch eine Hiatushernie und Krämpfe in der linken Seite. Manchmal denke ich diese Hernie, dann Muskulatur und dann Herz. Dadurch habe ich auch Herzangst und Beklemmungen. Und Angst. Mein Papa hatte das auch mit dem Magen, aber keine Angst. Durch die innerliche Verspannung habe ich auch natürlich richtige Verspannungen. Hatte früher schon 2 mal die Angstprobleme. Gingen dann aber wieder weg, wenn auch nach längerenn Phasen. Und Magen und Angst ging wieder los seit meine Schwiema im Jan 2011 verstorben ist. Führe ein Tagebuch und da habe ich geschrieben letzten Sommer"seit Schwiema tot nur gesundheitliche und psychische Probleme" Dieser Satz erklärt alles. Nur mein Gehirn begreift es nicht. Und es gab auch viele Situationen, Tod und HI und Krebs in meinem Umkreis der mir Angst macht und mir zeigt das Leben ist endlich. Mein Sohn 8 lenkt mich oft ab und gibt mir nicht so viel Zeit zum grübeln, deswegen geht es aber auch nicht weg. Sind nur Stunden wo man nicht so viel darüber nachdenkt. Finde es nicht toll für dich, aber dein Beitrag zeigt mal wieder,Hey wird sind nicht alleine mit unseren Wehwehchen. Finde es immer schade das man sich nicht kennt und sich nicht treffen kann zum richtig quatschen. Das würde bestimmt viel helfen. Und man könnte ab und an mal darüber lachen. Wusste bis vor kurzem nicht das es meiner Schwägerin in dieser Hinsicht auch nicht gut geht. Sie sagte, stell dir vor, ich war mal wieder tief depremiert und musste weinen weil meine Katze so traurig geschat hat. Ihr Mann sagte "Spinnst du jetzt?" Und über diese Situation mussten wir am Telefon mal wieder so richtig lange lachen.
Huch, mein Geschreibsel wird immer so lange.
@ Todo, hallo montag wieder 1. Osteopathie Termin. werde berichten.
Liebe Grüße an Euch
Stregaline

14.06.2012 12:52 • #10


Hmm kann es sein das ein naher Verwandter von dir verstorben ist?

Mir geht das nämlich so seit meine Mutter 2008 gestorben ist denke ich ständig das mein herz aufhört zu schlagen und messe alle 30 min meinen Puls

mfg

14.06.2012 16:50 • #11


@tommy, sie schreibt ja Schwiegermama verstorben.
Gruß Strega

14.06.2012 17:02 • #12


Ja ihr habt schon Recht, meine Schwiegermama ist im Februar gestorben und schon in der letzten Zeit ihrer schweren Erkrankung ging es mir zunehmend schlechter.

Aber ich war so positiv und habe ihr so viel Mut gemacht und das Schlimme ist, ich habe doch wirklich fest daran geglaubt, dass sie das alles schafft und erst sah es auch gut aus. Sie ging dann eigentlich unerwartet und seitdem machen mich meine körperlichen Symptome fertig.

Ich habe wirklich seit Tagen jetzt rund um die Uhr Herzangst. Konzentriere mich nur noch auf mein Herz und richte den Blick nach innen. Meine Augen kommen mir vor wie ein beschlagenes Fenster und ich schau nicht raus. Klingt komisch, aber so empfinde ich das.
Heute ist es wieder mal ganz schlimm. Mir wird abwechselnd heiß und kalt (kalter Schweiß, OMG *heul*), das Gefühl gleich umzukippen, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können.... kennt es so denn auch jemand, dass man den ganzen Tag über derartige Symptome hat?
Ach ja und Übelkeit kommt dann auch nochmal hinzu .

Kann mich einfach mit dem Tod nicht abfinden, auch wenn das Blödsinn ist; ich kann es nicht.

Und diese ganzen Symptome, die können doch nicht seelisch sein . Ich meine, kann man anhand von zig normalen EKGs, Abhören des Herzens und der Lunge, Sauerstoffmessungen, MRT Schädel und der Gefäße dazu im Kopf und ewigen Arztgesprächen wirklich davon ausgehen, dass da körperlich nichts ist?

@stregaline: darf ich fragen wie alt du bist und woher du kommst? Es wäre wirklich schön wenn man in unmittelbarer Umgebung wirklich Menschen hätte, die einen verstehen!

Zum Thema Magen und Darm kann ich auch ein Lied singen. Hatte noch keine Magenspiegelung, soll aber aufgrund des öfteren Sodbrennen gemacht werden. Schätze dass ich auch eine Hernie habe, da ich auch nach dem Essen starke Probleme habe, insbesondere bei blähenden Speisen und Getränken. Da fiel schon mal Roemheld, wenn euch das was sagt.
Mein Vater hat es auch mit dem Magen, aber er hat auch keine Angst. Der sieht das alles ganz locker. Irgendwas mach ich verkehrt scheinbar.

Hattest du zu deiner Schwiema auch ein gutes Verhältnis? Ich denke auch dass der Satz alles erklärt, dass seit ihrem Tod alles schlechter ist oder überhaupt vorhanden ist.
Hast du denn auch eine Fülle an Symptomen?

Solche Situationen mit Tieren kenne ich auch sehr gut, so wie sie deine Schwägerin kennt. Mein Hund kommt in der letzten Zeit auch ständig an und legt seinen Kopf auf meinen Oberschenkel. Schieb schon Paras, dass das jetzt ein Zeichen meines baldigen Ablebens sind . Hört sich schräg an, aber ich muss sowas denken. Es ist wie ein furchtbarer Zwang.

@Seitanschnitzel:
Ich fühle mich auch wie eine uralte Frau: verschwommenes Sehen, Schwitzen, dauernd Schwindel, das Gefühl gleich umzukippen, dann Hitzewallungen und auch kalten Schweiß, Übelkeit, Herzstolpern, Blähungen und und und. Das ist doch echt unmöglich. Was genau lässt dich wie eine alte Frau fühlen??

Bei mir ist es auch am schlimmsten wenn mein Mann nicht da ist, was leider sehr oft ist. Allerdings gehts mir auch wenn er da ist oft genug sehr schlecht. Habe einfach Angst schwer krank zu sein und sterben zu müssen. Das zieht sich durch mein ganzes Leben im Moment. Und die Symptome machen es noch viel schlimmer. Wenn ich z. B. jetzt nur denken würde, aber nein, ich fühl mich ja auch noch so elend .

Den Perfektionismus lege ich auch gerade ab bzw. bin ich dabei. Aber es ist sehr sehr schwer für mich. Kann kaum sitzen, muss immer was tun. Schlimm.....

LG Bellami

14.06.2012 18:45 • #13


Zitat von bellami1983:
@Seitanschnitzel:
Ich fühle mich auch wie eine uralte Frau: verschwommenes Sehen, Schwitzen, dauernd Schwindel, das Gefühl gleich umzukippen, dann Hitzewallungen und auch kalten Schweiß, Übelkeit, Herzstolpern, Blähungen und und und. Das ist doch echt unmöglich. Was genau lässt dich wie eine alte Frau fühlen??

Bei mir ist es auch am schlimmsten wenn mein Mann nicht da ist, was leider sehr oft ist. Allerdings gehts mir auch wenn er da ist oft genug sehr schlecht. Habe einfach Angst schwer krank zu sein und sterben zu müssen. Das zieht sich durch mein ganzes Leben im Moment. Und die Symptome machen es noch viel schlimmer. Wenn ich z. B. jetzt nur denken würde, aber nein, ich fühl mich ja auch noch so elend .

Den Perfektionismus lege ich auch gerade ab bzw. bin ich dabei. Aber es ist sehr sehr schwer für mich. Kann kaum sitzen, muss immer was tun. Schlimm.....

LG Bellami


Hallo Bellami,

bei mir sind es ähnliche Dinge wie bei Dir, bei denen ich mir uralt vorkomme. Bis auf die Hitzewallungen und das Schwitzen. Ansonsten der Rest. Dazu dann noch schwere Beine, Kribbeln, Pieksen usw... Heute war es in dieser Hinsicht auch bei mir schlimm und ich war auf der Arbeit kurz versucht einen Arzt zu rufen einen klitzekleinen Moment lang. Aber dann habe ich einfach weitergemacht. Ich habe mir versucht zu sagen, es ist jetzt so, Dein Herz stolpert, der ganze andere Mist nervt auch, aber es ist halt so. Mach einfach weiter, leg heute Abend die Beine hoch, mach noch was mit den Kids, es passiert nichts. Es ist tatsächlich nichts passiert, aber irgendwo in meinen Hirnwindungen scheint ein Knoten zu sein, der diese Information noch nicht in alle Ecken durchlässt.

Und die Sätze "Habe einfach Angst schwer krank zu sein und sterben zu müssen. Das zieht sich durch mein ganzes Leben im Moment. Und die Symptome machen es noch viel schlimmer." können genau so von mir kommen. Meine Mama ist 2002 an Krebs gestorben. Sie war erst 50. Dabei wirkte sie noch so optimistisch. Und ich glaube, ich habe ihr bis heute nicht verziehen, dass sie einfach so gegangen ist. Naja, ich will nicht jammern... ich habe jedenfalls irgendwann danach - das ist so bescheuert, dass ich es eigentlich gar nicht erzählen sollte - mit Zahlenspielereien angefangen. Ob ich aus den Todesdaten meiner nächsten Angehörigen meinen eigenen Tod voraussagen kann... denn je näher es auf meine Generation zuging, desto früher sind meine Angehörigen gestorben. Meine Uroma mit 92, meine Oma mit 73 und meine Mama mit 50. Das muss man sich mal vorstellen, ich setz mich original hin und fange an rumzurechnen...

Jedenfalls kam ich dann irgendwann auf 37....

Ich kann die Rechnung heute nicht mehr nachvollziehen. Aber ich glaube, ich habe damals den Grundstein für den heutigen Mist gelegt. Und ich glaube manchmal, was ich fühle, meinen Körper, das Herz, das Pulsieren des Bluts im Kopf, die Unruhe, das ist keine Angst, das ist das Leben. Mein Leben. Und es winkt und fuchtelt und gestikuliert und ruft "HAALLLLOOOO! Nicht da rum sitzen und rumgrüblen. Leben! Hallo? Halloooo! Hat die es immer noch nicht kapiert?" Es möchte gelebt werden und nicht ängstlich beäugt werden, wann es denn vorbei sein könnte. Also wenn ich es mir aussuchen könnte, dann möchte ich lieber wenn ich abtrete wissen, dass ich noch was gerockt habe und nicht den Tag davor mit meiner Blutdruckmanschette auf der Couch mit den Rescuetropfen verbracht habe.

Liebe Grüße
Seitanschnitzel

14.06.2012 19:19 • x 1 #14


Zitat von bellami1983:
Zum Thema Magen und Darm kann ich auch ein Lied singen. Hatte noch keine Magenspiegelung, soll aber aufgrund des öfteren Sodbrennen gemacht werden. Schätze dass ich auch eine Hernie habe, da ich auch nach dem Essen starke Probleme habe, insbesondere bei blähenden Speisen und Getränken. Da fiel schon mal Roemheld, wenn euch das was sagt.
Mein Vater hat es auch mit dem Magen, aber er hat auch keine Angst. Der sieht das alles ganz locker.


Aber ich denke, dass es das eben auch ist. Wir nehmen körperliche Symptome wahr, die viele verspüren, die oft auch keinen Krankheistwert haben, aber wir interpretieren sie anders. Ein Zustand der Erschöpfung nach einem anstrengenden Tag hätte mich vor 2 Jahren noch erleichtert ins Bett fallen lassen, wenn endlich die Kinder schlafen und Ruhe einkehrt. Jetzt mal schön ab ins Bett und schlafen. Die Begleiterscheinungen eines solchen Zustandes (verschwommenes Sehen, Taumeln, schwindelig, starkes Herzklopfen) hätten mich eher dazu veranlasst möglichst bald ins Bett zu gehen und nicht jetzt noch um 22:00 die Küche putzen zu wollen. Der gleiche Zustand nach einem anstrengenden Tag versetzt mich heute in Panik, so dass ich es nicht wage ins Bett zu gehen und mir ausmale, dass ich am nächsten Tag nicht mehr wach werde.

Da hat sich etwas verschoben in der Art wie wir die Signale verarbeiten. Aber warum?

14.06.2012 20:23 • x 1 #15


Ja wir sind wohl alle nicht alleine mit unseren Geschichten.

Psyche und Seele sind machesmal im Laufe des Lebens einfach überfordert, es ist zuviel, man reagiert irgendwie. Deswegen habe ich bei viel Stress ungefähr solche Panikattaken, so wie es Bellamie ergeht.

Dennoch habe ich Fortschritte gemacht, mein Zustand besser.

Ich habe Ängst zu meinem Vorteil genützt. Ich habe mir gesagt, aha, du hast Angst um dein Herz, dann tu was dafür. Als Beispiel ich habe begonnen Sport zu betreiben seit Feber.

Dazu habe ich gegoogelt und einfach Mahlzeiten geköchelt welche gut auf das Herz und Kreislaufsystem wirken wie zb Fisch und auch regelmässig Blutdruck gemessen, dabei kam ich drauf dass dieser überhöht war, aber durch moderaten Sport und Ernährung ist er jetzt normal.

Ich glaube einfach man kann positives aus der Angst machen, sich Stück um Stück zum Wohlergehen erarbeiten.

@Bellamie1983
Ich kann es dir ganz genau nachempfinden wie das ist und war mit Schwiemu. Ich hatte es bei meinem besten Freund bei der Sterbebegleitung und währenddessen passierte das mit dem Herzstolpern was eigentlich keines war.

Du hattest einfach Dauerstress und bist noch lange nicht mit der Verarbeitung fertig. Psyche und Seele sind keine Maschinen. Manchmal kann es zuviel werden, aber nach und nach glaube ich wirst du wieder rausfinden in kleinen Schritten.

Momentan habe ich einige Schritte geschafft und hoffe, dass bei mir wenigsten wieder ein bisschen Ruhe einkehrt, sei stolz auf dich, denn du hast alles gegeben und würdest es wahrscheinlich in der selben Situation wieder machen.

lg
Mark47

15.06.2012 22:39 • #16


Hallo Bellami, bin "Huch, schon 46 jahre" wo ist die Zeit hin und aus München. Du kommst wahrscheinlich aus einer ganz anderen Ecke Deutschlands?! Oder?
LG Strega

16.06.2012 20:39 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und erkenne mich aber hier teilweise wieder. Dazu meine Geschichte. Vor ziemlich genau einem Jahr fing es an. Wir sind in Urlaub gefahren und plötzlich hatte ich Angst mein Herz bleibt stehen. Es hat mich erst irritiert, dachte aber es geht wieder weg. Dazu muss ich erwähnen dass ich in meinem Verwandten und Freundeskreis vorher schon 2 Todesfälle wegen Herzinfarkt hatte und beide noch recht jung waren.

Ok jedenfalls hat mich die Angst nicht losgelassen. Ich hatte diffuse Symptome. Immer so gegen Nachmittags kam es vor dass ich ein Druckgefühl auf die Brust bekommen habe und ich plötzlich sehr müde wurde. Ich hab mich dann übers internet informiert, was natürlich immer ganz schlecht ist. Internet, Schmerz in der Brust = Herz (eine Seite hatte als diagnose Koffeinentzug )
Die Wochen vergingen und es wurde immer schlimmer. Ich konnte nicht mehr schlafen, hatte teilweise das Gefühl neben mir zu stehen und hatte manchmal sogar Selbstmordgedanken. Eine typische Depression wie man vielleicht denken kann. Dazu wurden die Symptome schlimmer. Ich hatte öfters stechende Schmerzen meist in der linken Brusthälfte und dieses Druckgefühl. Außerdem bekam ich immer schlecht Luft. So nach 1,5 Monaten habe ich angefangen Ärzte aufzusuchen. Ich war beim Hausarzt, der hat mich nicht wirklich ernst genommen. EKG alles gut. Ich war bei einem Kardiologen, EKG, BelastungsEKG und Ultraschall, alles perfekt. Die Schmerzen in der Brust kommen nicht vom Herz war seine Aussage. Orthopäde, ein meiner Meinung nach sehr guter Orthopäde, hat bei mir eine Fehlstellung festgestellt von der die Schmerzen kommen könnten. Hat mich zu einem sehr guten Zahnarzt geschickt wegen einer Aufbissschiene. Soweit so gut. Die Herzangst hatte ich trotzdem. Habe in der Zeit auch einiges an Gewicht abgenommen. Vor allem in der Arbeit war es schlimm. Ich fühlte mich meistens nicht gut, manchmal wurde mir schwindelig und dachte ich kippe gleich um. Meine Symptome waren und sind sehr diffus ich kann das auch den Ärzten nicht immer erklären. Ich war zweimal im Krankenhaus Notaufnahme weil ich plötzlich wirklich starke Schmerzen in der Brust hatte die bis in den Kiefer raufzogen.
Trotz alledem war ich mir nie sicher ob die Herzangst nicht doch körperliche Ursachen hatte. Es gab vor allem auch immer mal Tage an denen es mir manchmal ganz gut ging. Bis eine Bekannte meiner Frau erzählt hat, dass sie jemanden kennt (und ich finde es immer noch verwunderlich dass diese Information diesen Weg genommen hat) der wegen einer Laktoseintoleranz Depressionen hatte. Ich war ziemlich verzweifelt dass ich einfach mal alle Milchprodukte weggelassen habe (dran geglaubt ich allerdings nicht). Eine Woche und was soll ich sagen, es wurde um einiges besser. Ich fühlte mich viel freier, konnte wieder schlafen und meine Herzangst war stark reduziert. Und ja, ich weiß das klingt unglaublich und bis jetzt glaubt mir das auch nur ein Arzt (meine Zahnärztin ). Jedenfalls habe ich einen Laktosetest gemacht und der ist mehr als eindeutig ausgefallen. Eine leichte Intoleranz bekommt bei einem Atemtest ne 20 ne mittlere ne 30 oder 40. Ich hatte eine 150. Dazu kam noch eine Sorbitolintoleranz. Ich bekomme aber keine Bauchschmerzen wenn ich Milch trinke.

Gleichzeitig war ich ja in der Behandlung von der Orthopäden und der Zahnärztin (die eine Zusatzausbildung Kiefer und Wirbelsäulen hat und ne Heilpraktikerin soweit ich weiß). Sie hat mir gesagt ich muss beim Sport aufpassen, da meine Zwischenrippenmuskeln so verspannt sind, dass die Rippen aufs Herz drücken könnten. Nachdem ich von meinen Intoleranzen erzählt habe, sagte sie: Alles klar, das erklärt alles. Im Prinzip kann man es so ausdrücken: Meine Verspannungen ziehen meinen Brustraum zusammen und meine Intoleranzen steigern meine Luft im Bauch (und lösen bei mir leichte Depressionen aus). Somit bleibt wenig Platz für das Herz. Ich kann zb auch kein Cola oder B. mehr trinken weil das einfach im Magen schäumt. Das führt bei mir zur Herzangst. Leider ist Intoleranz und Depression scheinbar nicht schulmedizinisch anerkannt (steht aber auf Wikipedia).

Ein Beispiel noch: Mir ging es ein oder zwei Wochen ganz gut. Diät gehalten, alles klar. Ich hatte herbsttypisch mit den Bronchen zu kämpfen. Ne typische Erkältung. Also hab ich mir ACC-Akut geholt und getrunken. 10 min später hatte ich plötzlich eine krasse Herzangst. Ich war mir sicher dass ich gleich umkippe. Ich hab dann erst mal überlegt, was habe ich gegessen/getrunken und hab auf die Packung geguckt ACC-Akut enthält laktose. Nach 2 Std. war die Angst wieder weg.

Aber auch wenn ich das genau weiß und mir überlege, was zum Teufel hab ich denn jetzt wieder gegessen (in der Kantine auf der Arbeit kann ich nichts mehr essen, deswegen gings mir da auch immer am schlimmsten), die Herzangst habe ich dann trotzdem. Und das Gefühl gleich zu sterben kann man sich leider mit Logik nicht wegdiskutieren. Jedenfalls arbeite ich jetzt dran. Ich bekomme Physiotherapie, Sensomotorische Einlagen und eine Aufbissschiene die meine Fehlstellung verbessern sollen. Ich versuche etwas Sport zu treiben und mich vor allem anders zu ernähren. Leider kein MacDonalds mehr und keine Kantine und keine Milch und auch kein Zucker, was nicht immer leicht fällt. Aber ich bereue es jedesmal wenn ich schwach werde. Vor allem kann es bis zu einer Woche dauern bis mein Magen sich wieder beruhigt hat. Somit einmal schwach werden 1 Woche Herzangst

Und ich kann euch nur raten sucht euch die richtigen Ärzte und vielleicht mal einen Heilpraktiker. Die Herzangst muss nicht immer nur ein Fall für den Psychiater sein.

Gruß

Lakto

11.12.2012 22:32 • #18


hallo

habe mal eine ganz banale frage , an alle die in beziehungen, Ihr sterbt fast bei de rangst wie oft habt Ihr Körperliche Liebe, den wenn ich ds immer so lese garnicht mehr und wenn nur schongang .

würde mch wirklich interessieren.

11.12.2012 23:27 • #19


hallo,

ich kenne deine angst total..

Ich bin 18 und habe seit einigen Monaten genau das selbe Gefuehl.
Meine linke seite tut den ganzen Tag weh.
oben im Brustbereich habe ich das gefuehl es ist alles verspannt und es liegt an meinem Herzen.
Mein Linker Arm tut auch den ganzen Tag weh.

Ich habe Herzrhythmusstoerungen *gutartige* und seitdem bin ich total auf meine linke Seite fixiert.

Woher kommt deine Angst ?
Hast du irgendwo was gelesen oder gehoert.
Das ist bei mir immer so wenn ich was im Fernsehen sehe, kriege ich Angst dass ich das habe

12.12.2012 09:10 • #20



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