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Hallo,

vielleicht kann ich mich hier mit jemandem einmal austauschen über ein Problem, unter dem auch andere leiden.

Vor ca. 3 Jahren kam ich ins Krankenhaus, weil ich unwahrscheinliche Bauchschmerzen hatte. Damals wurde mein Blutdruck auch gemessen (130:90), aber ärztlich nicht kommentiert. Ich dachte, dies ist ja ein unglaublich hoher Wert u. habe meinem Hausarzt hiervon berichtet. Der hat meinen Blutdruck dann gemessen u. ich habe dabei plötzlich einen enorm hohen Erwartungsdruck bekommen (Puls stieg auf 140 und BD auf 160:100). Dann gab es 'ne 24-h-Messung (bei der ich die ganze Nacht unter starker Angst vor den möglichen Blutdruckergebnissen litt) aus der hervorging, dass mein Puls zu hoch sei (die BD-Werte aber i. O. sind, da nachts eine gute Absenkung stattfand). Der Arzt meinte ich sei in Ordnung (er verschrieb mit jedoch Betablocker wg. des hohen Pulswertes, was mich sehr schockte, denn mein Puls war ohne das Messen bei ca. 60 bis 65 tagsüber; Betablocker dann abgesetzt, da ich Schwächeanfälle bekam). Dennoch höre ich seit nunmehr jeden Tag in mich hinein, habe Angst vor hohem Blutdruck.

Wenn ich in Streßsituationen kommen, ist es so, dass ich innerhalb von Bruchteilen von Sekunden unglaublich übertrieben nervös werde. Mein Kopf kribbelt u. ich bekomme sehr unangenehme Adrenalinschübe. Mein Hirn "kribbelt" quasi usw. (ich könnte schreien vor Angst) Ich habe zu Hause mehrmals dann meinen Blutdruck gemessen u. hatte teilweise Werte zwischen 160:100 (einmal auch 160:134, was mich total schockierte). Lege ich mich hin, so fällt der Blutdruck relativ rasch (ca. 20 Min.) wieder auf Werte von ca. 125~130/85~75). Liege ich länger liegen die Werte sogar teilweise bei 110:80 oder 115:77.

Die Art der Erregung gegenüber von Stress macht mir große Angst, so dass ich seit 3 Jahren immer mit Angstgefühlen herumrenne. Gerade der untere Blutdruckwert (diastolische Wert liegt dann häufig zwischen 90 bis 97) und macht mir enorm Angst.

Ich mache mir bereits sehr große Sorgen, daß ich an hohem Blutdruck erkrankt bin (gerade wegen dieser übermäßigen Reaktionen bei Streß, z. B. auf der Arbeit oder wenn Menschen um mich herum Hektik verbreiten) und mich der Mist seit 3 Jahren verfolgt.

In Momenten in denen ich mich ärgere ist es immer so, dass ich auf die Reaktionen in meinem Körper achte und dann anfange extrem nervös/gereizt zu werden. Geht es mir gut und ich bin entspannt, dauert es nicht lange, als dass ich mich frage, wo ist die Nervosität (und dann geht es wieder los). Mittlerweile habe ich auch Herzstolpern (aber der Arzt sagt, alles sei i. O., obwohl beim EKG Herzstolperer sichtbar waren).

Abends schlafe ich schnell u. entspannt ein. Nach ca. 5 bis 6 Stunden Schalf wache ich auf und bin nervös, bis ich das Licht anmache und wieder entspanne. Auch in manchen Träumen habe ich das Gefühl, dass mich die Angst verfolgt (z. B. durch Bedrohung von anderen Personen oder durch Stress verursacht auf der Arbeit). Auch habe ich immer Angst um meine Familie usw.

Kennt jemand diese Gefühle und Ängste (ich bin 39 Jahre alt, männlich, nicht übergewichtig/schlank)?
Und die Frage die ich mir immer wieder stelle, wenn ein gesunder Mensch unter Streß gerät, steigt dessen Blutdruck auch an?
Bin ich bereits an Bluthochdruck erkrankt?

Würde mich über Einschätzungen u. Erfahrungsaustausche freuen. Danke.

Gruß...

27.10.2016 09:06 • 14.05.2019 #1


12 Antworten ↓


Hallo,
bei mir hat sich herausgestellt, daß ich Bluthochdruck sofort dann bekommen, wenn ich in Situationen gerate, in denen ich Angst habe und dann überfordert bin. Das Herz schlägt dann immer bis zum Hals. Das betrifft eben ganz banale Dinge, wie aus dem Haus gehen, unter Menschen sein oder an einem unbekannten Ort sein.
Bei mir wurde insbesondere auf einer Reha sehr genau untersucht, was mit meinem Blutdruck und Puls los ist. Hätte ich einen organisch bedingten Dauerhochdruck, wären im 24 h EKG andere Kurven zu sehen, als die unangepaßten Blutdruckkurven, die meine Tagesstruktur zeigten. Sehr schön zu erkennen war, daß mein Blutdruck dann normal wurde, wenn ich außerhalb der Anwendungen allein war, nachts und bei einem einstündigen alleinigen Spaziergang, den ich unternahm, da waren die Werte top. Die Werte schnellten sofort hoch zu den Essenszeiten im Speisesaal, bei Anwendungen/Terminen und ganz schlimm hoch war er im Schwesternzimmer, als ich zum Medikamentengespräch da war und am nächsten morgen auch im Schwesternzimmer zum Wiegen.
Ich habe dann einen Beta-Blocker verschrieben bekommen, damit mein Blutdruck nicht ganz solche Kurven fährt. Irgendwie muß man ja auch den Alltag hin kriegen.

Grüße

27.10.2016 09:35 • #2



Bluthochdruck durch Angst?

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Mondkatze
Hallo
Dass der Blutdruck bei Stress steigt ist ganz normal. Manchmal reichen schon die Gedanken aus, und der Blutdruck steigt.
Ich habe z. B. Jedesmal wenn mein Hausarzt meinen Blutdruck misst, so 180/100.
Daraufhin wollte er mir betablocker verschreiben .
Weil ich weiß, dass ich normalerweise einen normalen Blutdruck habe, 120/80 oder 130/90, habe ich 14 Tage lang meinen Blutdruck regelmäßig zu Hause gemessen. Nicht nur zur selben Zeit, sondern auch immer wieder zwischendurch.
Habe dann genau dokumentiert die Uhrzeit, den Wert natürlich und die Umstände.
Z. B. Vermerk: gerade aufgestanden, oder
Mit Panik wach geworden, oder beim lesen oder sonst was .
Die Dokumentation habe ich dann meinem Arzt gezeigt und er hat gesehen, dass ich nur bei Angst oder Stress kurzzeitig einen erhöhten Blutdruck habe. Im Normalfall und in Ruhe ist er in Ordnung.
Vielleicht kannst du das zu deiner Beruhigung genauso machen.
Sollte aber dein Blutdruck tatsächlich immer erhöht sein, wirst du wohl was dagegen tun müssen.
Viel Erfolg

27.10.2016 10:06 • #3


Zitat von Mondkatze:
Die Dokumentation habe ich dann meinem Arzt gezeigt und er hat gesehen, dass ich nur bei Angst oder Stress kurzzeitig einen erhöhten Blutdruck habe. Im Normalfall und in Ruhe ist er in Ordnung.
Vielleicht kannst du das zu deiner Beruhigung genauso machen.
Sollte aber dein Blutdruck tatsächlich immer erhöht sein, wirst du wohl was dagegen tun müssen.
Viel Erfolg

Es ist wichtig, die Höhe des Blutdrucks über 24 Stunden zu messen. Wobei die Meinungen über die zu behandelnde Höhe sehr auseinander gehen. Gelegentlich 130 :90 ist wohl auch kein Grund, ein blutdrucksenkendes Mittel zu nehmen, wenn es nicht organisch bedingt ist. Meine Spitzenwerte in menschlicher Gesellschaft gingen um die 180:110 und das mehrmals am Tag, abhängig vom Ereignis, während in Ruhe der Blutdruck auf 120-130 und 80 bis 90 stabil war.
Wie @Mondkatze schon schrieb, ist das Blutdruckprotokoll entscheidend, das man selbst zur Messung schreibt, um zu klären, was man gerade macht. Ob ein Blutdruckverhalten auf Dauer den Körper schädigt, muß unbedingt von einem Arzt festgestellt werden. Also, laß den Blutdruck checken @ribosomen

27.10.2016 10:23 • #4


alfred
Zitat von Reenchen:
Vor ca. 3 Jahren kam ich ins Krankenhaus, weil ich unwahrscheinliche Bauchschmerzen hatte. Damals wurde mein Blutdruck auch gemessen (130:90), aber ärztlich nicht kommentiert.


Warum auch..das ist doch nicht hoch.
Gerade in Krankenhaus gekommen..aufgeregt und dann diese Wert.
Logischerweise steigt der Blutdruck bei Aufregubg..geht aber danach wieder in den Normbereich zurück.
Es wird ja diskutiert die Normwerte höher anzusetzen.
Früher war das normal bis Medikamente zur senkung erfunden wurden.
Dann wurde der Normwert herabgesetzt und nun sind tausende Menschen krank und brauchen Betablocker.
Ich sage aber auch das die Medikamete für wirklich kranke ein segen sind.
Lg Alf

27.10.2016 10:33 • #5


Zitat von alfred:
Zitat von ribosomen:
Vor ca. 3 Jahren kam ich ins Krankenhaus, weil ich unwahrscheinliche Bauchschmerzen hatte. Damals wurde mein Blutdruck auch gemessen (130:90), aber ärztlich nicht kommentiert.


Ist nicht mein Text.

27.10.2016 11:11 • #6


alfred
Zitat von Reenchen:
Zitat von alfred:
Zitat von ribosomen:
Vor ca. 3 Jahren kam ich ins Krankenhaus, weil ich unwahrscheinliche Bauchschmerzen hatte. Damals wurde mein Blutdruck auch gemessen (130:90), aber ärztlich nicht kommentiert.


Ist nicht mein Text.


Sorry hab es jetzt auch gesehen..meinte den Threaderöffner.
Aber ich denke das lesende wissen wen ich gemeint habe.
Nochmal sorry werde nächstens besser aufpassen.

27.10.2016 16:50 • #7


petrus57
"Und die Frage die ich mir immer wieder stelle, wenn ein gesunder Mensch unter Streß gerät, steigt dessen Blutdruck auch an?"

Wenn derjenige nicht stressresistent ist, wird der Blutdruck wohl auch ziemlich stark ansteigen.



Ich habe auch die Probleme mit dem hohen Blutdruck bei Angst. Ich brauch bloß an hohen Blutdruck denken schon geht er hoch. Da hatte ich dann schon mal Werte um die 200.

Im laufe des Tages schwankt mein Blutdruck auch sehr stark. Früh meistens so 155/100 und abends habe ich oft 100/55.

27.10.2016 17:07 • #8


Das kommt immer drauf an wie cool du bist.
Es gibt Menschen die nehmen sich alles zu herzen, es gibt Menschen die sind sehr empfindlich
und reagieren stärker auf die Umwelteinflüsse.

Mach mal eine Woche krank und keinen Cut. Erhol dich richtig und mach worauf du Lust hast.
(Erfülle nicht deine Verpflichtungen worauf du kein Bock hast. Sag allen Bescheid das du das ne Woche später machst)
Miss eine Woche lang keinen Blutdruck. Der Blutdruck wird durch messen nicht niedriger.
In dieser Woche achte mal auf richtig essen, trinken, schlafen und mach auch ein bisschen Sport.
Täglich 1-2h richtigen Entspannung im Bett, in der Natur ohne Stress.
Dann kannst du nach einer Woche mal wieder messen.

Selbst wenn du denkst das du dauerhaft mit 160/120 krank werden wirst kann ich dich beruhigen.
Die echten Bluthochdruck Patienten haben das über Jahre und die leben alle noch.
Du wirst dich ganz sicher nach eine Woche anders fühlen. Besser. Die ersten Tage mags hart sein,
und es scheint das sich nichts bessert. Aber gegen Tag 6 Tag 7 wird es dann partiell deutlich besser.

17.11.2016 13:42 • #9


petrus57
@ribosomen

Wie geht es dir denn so? Hast dich ja bis jetzt nicht mehr zu Wort gemeldet.

17.11.2016 13:59 • #10


Hallo, die Angst vor Blutdruck messen kenne ich leider auch. Seit Kindheit an leide ich unter panikatacken. Nehme seit einigen Jahren Tabletten dagegen. Nun habe ich aber die Angst vor Blutdruck messen entwickelt.ich messe fast jeden Morgen. .der 1.Wert ist meistens hoch.so 160/Oder 170/ zu90.nach ca 5 min ist er im normalbereich, 120/74 zb.das beruhigt mich dann wieder.am Freitag bekomme ich ein 24std Blutdruck gerät.da habe ich jetzt schon Bammel davor.aber ich muss das durchziehen. Hat jemand einen Tipp, wie ich da entspannt bleibe?

14.05.2019 06:54 • #11


petrus57
Zitat von Miezirori:
am Freitag bekomme ich ein 24std Blutdruck gerät.da habe ich jetzt schon Bammel davor.aber ich muss das durchziehen. Hat jemand einen Tipp, wie ich da entspannt bleibe?


Diese Frage stelle ich mir auch. Bei mir kann man kein Langzeit Blutdruckmessen machen. Ich bin dann immer so angespannt, dass ich mich fühle als würde ich in jedem Moment platzen. Das Blutdruckgerät pumpt dann so stark auf, dass die Hand blau anläuft.

14.05.2019 08:32 • #12


Froschkönigin
Zitat von petrus57:
Diese Frage stelle ich mir auch. Bei mir kann man kein Langzeit Blutdruckmessen machen. Ich bin dann immer so angespannt, dass ich mich fühle als würde ich in jedem Moment platzen. Das Blutdruckgerät pumpt dann so stark auf, dass die Hand blau anläuft.

Das kommt mir bekannt vor... Ich habe mir das Gerät in der Nacht abgemacht, da ich keine Minute richtig schlafen konnte und morgens in die Arbeit musste. Jedesmal wenn sich das Ding aufgepumpt hat, habe ich einen Adrenalinstoß bekommen und wurde total nervös... Da kann ja nix bei rumkommen
Blutdruckangst ist auch so ein Thema bei mir... in meiner Familie haben viele damit zu kämpfen...

14.05.2019 08:40 • x 2 #13



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Mira Weyer