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Hallo, ich bin es mal wieder.

Einige wissen ja schon worum es geht, für alle anderen hier eine Zusammenfassung:
Vor drei Monaten hatte ich Herzstolpern und Herzrasen mit einem Krankenhausbesuch, der nichts erbracht hat. Seit dem leide ich immer wieder unter Schwindel und Herzrasen. Außerdem habe ich, wie es aussieht, diverse Ängste entwickelt, die mich Abends kaum mehr schlafen lassen, sowie vegetative Störungen (z.B. gereizter Magen, Aufstoßen etc.)
Langzeit EKG wurde gemacht (an einem Tag ohne Beschwerden, natürlich) - Ergebnis: leichte Störungen, nichts gefährliches. Den verordneten Betablocker musste ich nach kurzem absetzen, da ich ihn nicht vertrug. MRT vom Kopf und von der BWS, da die Vermutung bestand, die Beschwerden kämen vom Rücken - negativ (bis auf Skoliose, nichts neues).

Jetzt konnte ich gestern ein erneutes EKG bei meiner neuen Hausärztin rausleiern. Tatsächlich hatte ich gestern auch wieder Herzklopfen bzw. -rasen.
Heute früh dann die Besprechung bei der Kardiologin und - endlich - nimmt mich mal wer ernst. Na gut, sie hatte es auch schwarz auf weiß: Herzrhythmusstörung. Leider nicht von der ungefährlichen Art! Höchstwahrscheinlich habe ich das sogar schon von Geburt an immer wieder, nur das es in letzter Zeit gehäuft ausgelöst wird.
Tatsächlich war ich schon als Jugendliche und auch später noch mal bei einem Kardiologen, weil ein leichtes Stolpern schon mal da war. Ich wurde NIE ernst genommen. Rhythmusstörungen lassen sich schwer fangen, aber sie sind jung und gesund. Blabla.

Bevor ich mich weiter über Ärzte aufrege, nun zu meinem eigentlichen Problem:

Ich hab wie irre ANGST!

Ich soll im Krankenhaus eine elektrophysiologische Untersuchung machen lassen. Das ist ein Kathetereingriff, bei dem das Herz mit elektrischen Impulsen so lange gereizt wird, bis die Rhythmusstörung und das Herzrasen auftreten. Dann wird die entsprechende Stelle verödet. Ich könnte wenn ich nur darüber nachdenke.

Hinzukommt, dass mein Vater erst letztes Jahr per Katheter Stents gesetzt bekommen hat - und danach einen Herzstillstand hatte. Zum Glück konnte er reanimiert werden.

Ich habe die Untersuchung gegooglet und schwitze am ganzen Körper vor Angst. Ich weiß, ich muss das wahrscheinlich machen lassen, wenn ich nicht Gefahr laufen möchte irgendwann doch umzukippen. Aber...! Ich weiß nicht, ob ich das schaffe

24.07.2014 11:25 • 01.08.2014 #1


12 Antworten ↓


kyra96
Das tut mir sehr leid, aber immerhin haben die Ärzte endlich was gefunden.
Das Du Angst vor dem Eingriff hast, ist mehr als verständlich, gerade auch wg der Erfahrung bei Deinem Dad.
Ich hatte letztes Jahr im Januar eine Herzkatheteruntersuchung und ich hatte auch wahnsinnige Angst und habe vor dem Eingriff sehr geweint.
Letztendlich kann ich sagen, dass es harmlos war und überhaupt nicht weh getan hat.
Bei mir war zum Glück alles in Ordnung.
Fühl Dich mal gedrückt und versuch tapfer zu sein.
Nach dem Eingriff wird es Dir hoffentlich besser gehen

24.07.2014 11:31 • #2



Herz: Diagnose und Angst

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Danke Kyra. Mussten die denn etwas am Herzen machen?

Vor dem Katheter selber habe ich eigentlich wenig Angst. Aber vor dem Auslösen der Störungen! Davor, dass es sich noch schlimmer anfühlt, als sonst schon.
Die bringen das Herz aus dem Tritt und norden es dann mit Medis und Impulsen wieder ein, notfalls mit Defibrillator...
Ich bekomm' bei dem Gedanken echt riesig Schiss. Warum weiß ich nicht genau, eigentlich ist es doch gut, wenn man überwacht wird und jederzeit reagiert werden kann.
Dennoch löst das Wort Defibrillator allein bei mir gerade Brechreiz aus

24.07.2014 12:35 • #3


Akalula
Liebe Talona,

ich drück dich erstmal ganz doll! Deine Angst und wie du dich jetzt fühlst, ist sehr verständlich. Aber ich finde es wirklich gut, dass endlich ein Arzt es ernst nimmt und es genau untersuchen wird. Ich kenne auch paar Leute, die Katheteruntersuchung hinter sich haben. Und es war wirklich harmlos. Du bist noch jung und bist ja auch nicht wirklich herzkrank und das passiert ja alles in Anwesenheit von Ärzten, die wissen , was sie tun. So hast du endlich Ruhe und wenn was ist, kann endlich therapiert werden. Ich würde jetzt an deiner Stelle wirklich mal zum Psychiater gehen und vielleicht was zur Beruhigung bekommen. Es ist viel Streß für dich bestimmt.
Think positive!

24.07.2014 12:41 • #4


kyra96
Ich habe diese Untersuchung freiwillig gemacht, da ich immer dachte ich hätte was am Herzen.
Du bist in den besten Händen da, Du bekommst vorher auch was zur Beruhigung.

24.07.2014 12:44 • #5


marzazzil
Hey! Das mit den Herzrasen kenne ich so gut! Und vor allem, dass niemand mich ernst nimmt! Ich habe oft Schmerzen und Herzrasen, die sich mal verstärken mal wieder zurücklassen. Ich war eine Woche im Krankenhaus wegen anderen Beschwerden, aber ich war in der Intensivstation, wo ich 24h am Tag an Blutdruck- und Pulsmesser verbunden war. Und jedes mal, als ich gesagt habe, ich habe Schmerzen und Rasen, haben die Ärzte einfach auf mein Puls und Blutdruck geguckt und gesagt ''Nein, sie haben keine Herzrasen''! (ich habe sehr niedrigen Blutdruck und Puls. Nachts ist mein Puls 38-40) Ich kam mir schon blöd vor, jedes mal zu sagen, dass ich Herzrasen haben und so eine Antwort zu kriegen..

Das mit der Angst kann ich auch sehr gut verstehen! Aber du schaffst es sicher, durchzuziehen! Mit einem sicheren Gefühl reingehen und alles wird gut! Ich hatte sehr große Angst vor der Lumbal Punktion, selbst die Ärzte haben gesagt, dass es sehr sehr schmerzhaft ist! Aber ich habe gaaar keine Schmerzen gehabt! Lass dich untersuchen und lass dich nicht verunsichern! Ängste entstehen im Kopf, also, wir müssen sie in Griff bekommen! Die Ärzte haben ja endlich was gefunden und du hast die gute Chance, therapiert zu werden! Also, nutze es!
Ich drücke dir die Daumen!

24.07.2014 12:49 • #6


Hallo Talona,

wie heisst deine Rhythmusstörung denn? Bei Extrasystolen macht man das nicht.
Ich selber habe seit vielen Jahre Rhythmusstörungen. Auch welche die man evtl. veröden kann. Mach ich aber noch nicht, weil sie nicht häufig sind, nie umgekippt und außerdem herzgesund bin. Lass dich von deinem Kardiologen beraten ob die Katheteruntersuchung akut notwendig ist oder man die nur durchführen würde weil du Angst hast.


Gruß

24.07.2014 14:14 • #7


Danke ihr Lieben

Warum kommt eigentlich immer alles auf einmal? Unistress, Beziehungsaus, Krebserkrankung vom Vater und jetzt der Mist hier... Am Montag bin ich nochmal bei der Neurologin und da lass ich mir direkt einen Termin für den Psychiater geben. Ich habe einfach das Gefühl, in letzter Zeit wird alles immer schlimmer! Das ist wirklich zum davonlaufen.

@ marzazzil
Lumbal Punktion... Da hört man ja auch gruselige Sachen... Das sichere Gefühl bekomme ich im Moment einfach nicht hin.
Ich überlege schon, ob ich das überhaupt machen lasse? Ich meine, ich habe 27 Jahre damit überlebt... Anderseits ist die Vorstellung, möglicherweise auf einem Pulverfass zu sitzen auch nicht so dolle.

@ Cat
Hat dir dein Kardiologe denn auch dazu geraten?
Extrasystolen habe ich auch, die wurden im ersten Langzeit EKG festgestellt und versuchsweise mit Betablocker behandelt. Wobei ich diese Rhythmusstörung wohl gar nicht bemerkt habe, da es mir an dem Tag gut ging.
Leider habe ich heute versäumt zu fragen, was für Rhythmusstörungen die Kardiologin gesehen hat. Im Gegensatz zu den Extrasystolen habe ich das gestern (und auch zu den anderen Gelegenheiten) seeeeehr deutlich gespürt. Und sie meinte, dass es gefährlich werden kann, sollte die Störung mal länger als 5/6 Schläge dauern. Andererseits, wenn das angeboren ist... Umgekippt bin ich bisher auch nie. Wenn auch ein paar mal nahe dran.
Das Problem ist, dass ich keine Betablocker nehmen kann. Sonst hätte sie mir sicher welche verschrieben.

24.07.2014 14:38 • #8


Akalula
Liebe Talona,

Beziehungs aus? Hast du dich von deinem Freund getrennt? Es ist wirklich zu viel, was du im Moment durchmachst. Ich finde es gut , dass du bald einen Termin beim Psychiater hast. Und eine zweite Meinung für die Rhytmusstörungen kannst du dir ja immer noch holen. Aber erstmal versuchen, Ruhe zu bewahren. Wir sind da für dich !

24.07.2014 15:19 • #9


Ich sollte im Frühjahr auch zur EPU.
Habe nach vielen Überlegungen dann aber abgesagt aus mehreren Gründen.
Einer davon war meine Angst davor.
Außerdem sind sich Kardiologen und Rhythmologen sehr uneinig was die Notwendigkeit einer EPU betrifft. Viele raten davon ab.
Manche Patienten haben nach der Ablation mehr Probleme als vorher und manche sogar gefährlichere Rhythmusstörungen als vorher . Die Ärzte sichern sich zu allen Seiten ab. Mir war das Risiko einfach zu groß.
Ich würde an Deiner Stelle noch zu einem anderen Arzt gehen um Dir die Notwendigkeit diesen invasiven Eingriffs bestätigen zu lassen. Leider ist oft auch Geldmacherei im Spiel.

25.07.2014 11:53 • #10


Hallo Moonlight,
Danke für deine Antwort. Wie schlimm sind deine Rhythmusstörungen denn, wie hast du sie in den griff bekommen?
Nachdem ich gestern als Notfall mit Herzrasen eingeliefert wurde, wollen die die EPU direkt Montag machen. Mein Puls konnte gestern auch nach Stunden nur mit Medis runtergefahren werden. Im Kh empfehlen sie mir die Untersuchung, auch weil meine Symptome langsam immer schlimmer werden. Ich habe jetzt hier die Aufklärungsbögen mit all den Nebenwirkungen. Oh mein Gott Ich habe Angst und will das eigentlich nicht machen lassen. Wenn ich so darüber nachdenken, kommt mir mein Herzrasen und -stolpern gar nicht mehr so schlimm vor...
Alternative könnten betablocker sein. Werde das die nächsten beiden Tage noch mal versuchen. Ich hoffe mein Bd macht das mit. Aber ehrlich, da hab ich fast lieber lila Füße und taube Hände als diese Nebenwirkungen zu riskieren!

25.07.2014 13:44 • #11


Ich hab sie nicht in den Griff bekommen.
Betablocker nehm ich schon fast 10 Jahre. Die Extrasystolen kommen und gehen wie sie wollen.
Wurde die EPU jetzt gemacht?

01.08.2014 15:14 • #12


Ja, die EPU wurde gemacht. Ich hatte irre Angst, aber die Beruhigungsmittel waren... echt klasse! Zwischenzeitlich haben sie mich sogar ganz ausgeknockt. Verödet wurde aber nichts.
Desweiteren wurde ein Belastungs EKG und ein MRT der entsprechenden Herzregion gemacht.

Letztendlich weiß man jetzt, wo diese Störungen entstehen, aber nicht warum. Positiv ist, ich kann mir jetzt sicher sein, dass keine schwere Erkrankung dahintersteckt. Das war sehr wichtig abzuklären.
Um aber zu verhindern, dass es wieder passiert (ist ja extrem unangenehm und im schlimmsten Fall könnte ich auch mal ohnmächtig werden), werde ich jetzt auf Betablocker eingestellt.
Im Moment ist mein Blutdruck dadurch etwas niedrig... aber meine Hausärztin meinte, das würde sich nach und nach einpegeln.

@ Moonlight
Seltsam, dass die Betablocker nicht gegen die Extrasystolen wirken. Hast du dann in den Jahren öfter schon das Präparat gewechselt? Und warum nimmst du es, wenn es wirkungslos ist?

01.08.2014 16:21 • #13



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