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Hallo zusammen!
Ich wollte mal fragen, wie ihr es aktuell mit Arztbesuchen haltet? Ich bin ja eigentlich (wie vermutlich viele hier) immer sehr oft zum Arzt gerannt, im Schnitt vermutlich ca. 1x/Woche, mal mehr, mal weniger. Jetzt bin ich bereits seit über einem Monat bei keinem Arzt mehr gewesen - aus Angst vor dem Coronavirus und einer möglichen Ansteckung in der Arztpraxis. Bislang ging es mir damit auch ganz okay, teils hat es sogar etwas "Druck" von mir genommen. Ich hatte das Gefühl "Wenn es nicht total schrecklich ist, ist es gerade besser, nicht zum Arzt zu gehen".
Jetzt ist es aber so, dass mir schon seit Tagen diverse Gelenke/Sehnen (?) in meinem Körper wehtun - es fing mit dem Handgelenk an, dann der Ellenbogen, dann das andere Handgelenk, dann der Fußknöchel, dann das Knie, dann die Schulter usw. . Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, meine Finger und Zehen wären leicht angeschwollen, auch wenn sie ehrlicherweise nicht danach aussehen.

Ich habe mir jetzt erst einmal ein Zeitlimit gesetzt, bis Mitte der nächsten Woche zu warten, ob es schlimmer wird, gleich bleibt oder sich bessert. Wenn es aber bis dahin nicht besser geworden sein sollte, was mache ich dann?

Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass ich nach dem Arztbesuch total panisch wäre, ob ich mich vielleicht angesteckt habe. Gar nicht mal unbedingt direkt bei anderen Patienten, zu denen kann ich ja hoffentlich Abstand halten und kann meine Hände desinfizieren, aber der Arzt und ggf. auch die Arzthelferin müssen ja schon relativ dicht an mich dran, um mich zu untersuchen, evtl. noch zu röntgen, Blut abzunehmen, was auch immer. Und falls jemand von denen dann infiziert wäre, wäre das Ansteckungsrisiko entsprechend hoch. Man muss auch dazu sagen, dass ich mit Vorerkrankungen belastet bin, und deshalb eine Erkrankung mit Covid-19 echt sch*** wäre.

Wie haltet ihr es aktuell mit Arztbesuchen? Geht ihr hin oder vermeidet ihr sie eher? Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Ich weiß halt auch nicht, woher die Schmerzen kommen könnten. "Schlimmstenfalls" wäre es vermutlich so etwas wie Rheuma oder Arthritis, was jetzt nicht unbedingt akut bedrohlich wäre - andererseits sollte auch das natürlich möglichst zeitnah diagnostiziert werden. Ich will mir einfach hinterher keine Vorwürfe machen müssen - weder, nicht zum Arzt gegangen zu sein, obwohl es nötig gewesen wäre, noch, zum Arzt gegangen zu sein und dann zwei Wochen lang in Panik zu leben und mich ggf. tatsächlich anzustecken.

14.04.2020 10:17 • 14.04.2020 #1


8 Antworten ↓


Lottaluft
Ich bin trotz Hypochondrie nie zum Arzt gegangen wenn es zu vermeiden war.
Wär es etwas unvermeidbares wie ne Mandelentzündung oder sowas würde ich trotzdem zum Arzt gehen
Hab keine Angst mich in der Praxis anzustecken

14.04.2020 10:33 • x 1 #2



Geht ihr aktuell zum Arzt wegen der Corona-Krise?

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Cortex
Nein,ich bin auch generell keine Arzt Läuferin,wenn es sich irgendwie vermeiden lässt,dann versuche ich ohne Arzt über die Runden zu kommen.
In der jetzigen Situation geh ich schon mal gar nicht.

14.04.2020 11:43 • x 1 #3


Ich bin auch nicht so oft beim Arzt: 1 x pro Quartal wegen Schilddrüsentabletten, oder wenn akut etwas ist, was nicht so oft vorkommt. Dann noch die Fachärzte zur Vorsorge. Da warte ich erst mal ab. Alle 3 Monate muss ich zum Augenarzt (Glaukom). Untersuchung und Augentropfen Rezept. Dort war ich Anfang März.

Wo ich hin muss, gehe ich auch angstfrei hin. Was warten kann, muss warten.

14.04.2020 12:07 • #4


BellaM85
Ich geh auch nicht oft zum Arzt, jetzt wird alles telefonisch abgeklärt- klappt 1a und erspart mir das Warten im Wartebereich
Gibt auch viele die jetzt Video Telefonie anbieten! Macht mein HA auch!

14.04.2020 13:29 • #5


Ich bin in den letzten paar Monaten öfters zum Arzt gegangen als mir lieb war. Dennoch habe ich mir jetzt ebenfalls Deadlines gesetzt. Erst wenn Beschwerden zwei Wochen anhalten oder schlimmer werden, gehts zum Arzt. Das hilft nicht nur dabei unnötige Arztbesuche zu vermeiden, sondern gibt mir auch ein bisschen das Vertrauen in die eigenen Abwerhkräfte zurück.

Neulich musste ich zum Arzt, da ich ziemlich schlimme Halsschmerzen hatte. Falls es dich doch zum Arzt verschlägt, musst du keine Angst haben dich dort anzustecken. Die Arztpraxen haben verschiedene Vorkehrungen getroffen. Patienten warten mit genügend Abstand, das Personal sitzt hinter Glassscheiben und trägt Masken und die Patienten warten nicht mehr im Wartezimmer sondern laufen draußen rum bis sie angerufen werden.

TL;DR: Handhabe das mit deinem Zeitlimit erst einmal weiterhin so. Wenn du wirklich zum Arzt musst, brauchst du aber keine Angst vor Corona Anstekcungen haben. Die Praxen haben gute Vorkehrungen getroffen

14.04.2020 17:20 • #6


14.04.2020 21:47 • #7


cube_melon
Suche dir Adressen heraus und rufe einfach da an.

Mit dem Ersttermin wird es vermutlich Einschränkungen geben, aber da die Therapeuten gerne mal monatelange Wartezeiten haben, kann es sein das die Ausgangssperren gar nicht mehr bestehen.

Das ist das was ich dir dazu raten kann. Das Forum kann keine Therapie ersetzen, aber Fragen können beantwortet werden.

14.04.2020 22:01 • x 1 #8


la2la2
Hey,
die Chancen dürften sogar besser als normal sein. Die meisten Angstpatienten haben wahrscheinlich ihre Termine abgesagt und haben sich zu Hause verkrochen.
Manch ein Therapeut meidet vielleicht auch Kontakte und macht seine Praxis dicht, aber da gibts sicher auch viele die ganz normal weiter arbeiten.

14.04.2020 22:17 • x 1 #9




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