Pfeil rechts

Hallo, ich bin 29 Jahre alt und leide aufgrund eines sexuellen Missbrauchs in meiner Kindheit am Borderline-Syndrom. Ich war bis Januar 2008 in Therapie, was mir auch sehr geholfen hat. Aber seitdem mein Vater diesen April an Krebs verstorben ist, geht es mir immer schlechter. Es fing mit Herzstechen und Appetitlosigkeit an. Bis immer mehr körperliche Beschwerden hinzu kamen, ich bekam nur noch schlecht Luft, war ständig außer Atem, hatte ein Kribbeln im linken Arm und ein Brennen in der Brust, permanent Herzrasen und -stolpern und einen Ruhepuls von über 100. Dazu kam dann die Angst, ich könnte eine schlimme Krankheit haben, weil es mir ja immer schlechter ging. Wurde ich allerdings abgelenkt, ging es mir besser. Ich kann nicht alleine bleiben und habe ständig diese Unruhe in mir, mein Puls macht mich wahnsinnig! Ich habe inzwischen 10 kg abgenommen, in nur 2 Monaten. Organisch ist alles in Ordnung, ich wurde mehrfach untersucht, weil ich ja auch in der Notaufnahme war.
Seit etwa 3 Wochen nehme ich nun zusätzlich zu meinen Doxepin 50 mg am Abend noch Sertralin 75 mg am Morgen. Es ist auch schon besser geworden, aber so richtig gut geht es mir noch nicht. Mein Puls rast immer noch und die ständige unbestimmte Angst ist auch noch da.
Leider bin ich den ganzen Tag alleine zuhause, da mein Mann seit März wieder arbeitet, ich aber nicht, vorher waren wir 24 h am Tag zusammen, das fehlt mir jetzt. Mir fehlen auch Menschen, mit denen ich mich mal unterhalten kann, da ich überhaupt keinen Freundeskreis mehr habe.
Ich bin ehrlich gesagt einfach am Verzweifeln.
Leider bewilligt die Krankenkasse im Moment keine neue Therapie, sodass ich nur auf die Tabletten angewiesen bin.
Zudem mache ich meinem Mann ständig Eifersuchtsszenen, weil er auf Arbeit eine Kollegin hat, mit der er sich gut versteht. Er beteuert, dass da nichts ist, aber meine Gedanken kreisen permanent nur um das eine Thema und inzwischen fange ich schon an ihn zu kontrollieren. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

LG Monien

31.08.2009 18:43 • 04.09.2009 #1


9 Antworten ↓


Schade, dass keiner antwortet. Ich dachte, dass man hier etwas Beistand bekommt.

31.08.2009 20:09 • #2



Fühle mich so hilflos u. alleine, die Angst macht mich krank

x 3


Leider kennen ich mich jetzt nicht so gut mit dem Borderline -Syndrom aus. Aber das du keine neue Therapie genehmigt bekommst finde ich echt seltsam. Dei haben wohl den ernst der lLage wohl nicht ganz verstanden. hat du da schon mal angerufen und mal Druck gemacht.

Zur Entspannung empfehle ich dir die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Wenn man das mal ne zeitlang gemacht hat fühlt man sich doch etwas ruhiger.

Ich kenne das auch mit er Eifersucht. Sobald mein Lebensgefährte das Haus verlässt denke ich auch immer an das schlimmste. Leider kann ich dir auch hierzu keinen Tip geben wei d u die Gedanken los wirst.

LG

31.08.2009 21:01 • #3


Rine
weisst du, eifersucht hat ja nix mit liebe zu tun, sondern mit besitzergreifen, und schlechten erfahrungen.

und es wird immer menschen geben die dein mann attraktiver und hübscher finden wird als dich, genauso umgekehrt auch. man kann keinen menschen besitzen oderihm/ihr ständig verbieten da nich hinkucken oder mit dem nich sprechen, würdest du mit deinen arbeitskollegen nicht sprechen weil es deinem mann stört?

31.08.2009 21:33 • #4


hi,

was ist denn borderline?

das mit der unruhe und dem puls hatte ich auch, genauso mit dem allein sein.

wann war denn deine letzte therapie??

31.08.2009 21:39 • #5


@xxsissi:
Bordeline ist eine Persönlichkeitsstörung, die meist Menschen betrifft, die psychisch oder physisch missbraucht wurden. Man "wandelt" dann ständig zwischen "normal" und Psychose (Borderline=Grenzlinie).

@Rine:
Ich weiß das ja alles und meine letzte Beziehung ist daran auch zu Bruch gegangen. Normalerweise bin ich gar nicht eifersüchtig, aber wenn ich grad mal wieder in einer depressiven Phase bin, so wie jetzt, dann fühle ich mich minderwertig und nicht wert geliebt zu werden.
Leider macht mein Mann einen Fehler, er versucht vor mir zu verheimlichen, dass er Kontakt zu ihr hat und das macht alles nur noch schlimmer, wenn ich dann herausbekomme, dass er mit ihr telefoniert hat, obwohl er es abstreitet. Ich weiß, sie ist nicht sein Typ, er kann mit ihr nur sehr gut reden, weil er sonst keine anderen Ansprechpartner hat, aber in meinem Kopf spielt alles verrückt!

02.09.2009 14:18 • #6


Haui
Hallo und liebe Grüße erst mal in meine sächsische Heimat...

Mhhhhhhhhh-um was gehts Dir jetzt eigentlich genau?
Denn Du hast ja schon alles geschrieben- was dann nur allzu logisch ist das es Dir so geht!
Bei allem was bis jetzt in Deinem Leben passiert ist hat nun mal Deine Seele einen "Schaden" davongetragen.
Und dieser äußert sich in den verschiedensten Symptomen.
Nun geht Dein Mann wieder arbeiten, und Dir geht somit ein wichtiger "Sicherheitspunkt" ab. Freunde oder Personen zum reden gibt es auch nicht. Damit werden die Symptome wieder mehr oder verschlimmern sich.
Also ohne Dir zunahe treten zu wollen- aber für mich klingt das "ganz normal" in Deiner Situation...

Werde Dein eigener bester Freund und akzeptiere Deine Störung mit all den dazugehörigen Unannehmlichkeiten..

03.09.2009 04:20 • #7


Hallo, auch von mir liebe Grüße - komme auch aus Leipzig.

Ich kann dich gut verstehen, was das Alleinsein betrifft. Mein Mann arbeitet in Schichten und dann bin ich allein zu Hause und da schwirren die schlimmen Gedanken geradezu im Kopf herum und die Angst wird größer.
Leider ist auch mein Freundeskreis nicht groß und so versuche ich so gut es geht, den Tag herumzubekommen. Klappt mal mehr und mal weniger gut. Diese innere Unruhe, die du beschreibst, habe ich auch - aber nur wenn ich in der Ruhe bin, also sobald ich irgend etwas mache, dann hab ich das nicht.

Auch wenn es schwer ist, versuch doch deinem Mann zu vertrauen. Es ist doch nichts schlimmes dabei, wenn er sich mit einer Kollegin gut versteht. Mit Eifersucht wirst du nichts erreichen, außer dass sich dein Mann schlecht fühlt und du auch.

Wünsch dir ganz viel Kraft!

03.09.2009 09:56 • #8


Hallo, auch von mir liebe Grüße - komme auch aus Leipzig.

Ich kann dich gut verstehen, was das Alleinsein betrifft. Mein Mann arbeitet in Schichten und dann bin ich allein zu Hause und da schwirren die schlimmen Gedanken geradezu im Kopf herum und die Angst wird größer.
Leider ist auch mein Freundeskreis nicht groß und so versuche ich so gut es geht, den Tag herumzubekommen. Klappt mal mehr und mal weniger gut. Diese innere Unruhe, die du beschreibst, habe ich auch - aber nur wenn ich in der Ruhe bin, also sobald ich irgend etwas mache, dann hab ich das nicht.

Auch wenn es schwer ist, versuch doch deinem Mann zu vertrauen. Es ist doch nichts schlimmes dabei, wenn er sich mit einer Kollegin gut versteht. Mit Eifersucht wirst du nichts erreichen, außer dass sich dein Mann schlecht fühlt und du auch.

Wünsch dir ganz viel Kraft!

03.09.2009 10:00 • #9


Danke für eure Antworten.
Leider bleibt die Anspannung und der hohe Puls, auch wenn ich mich ablenke, zur Ruhe komme ich so gut wie gar nicht, da ich wie aufgezogen den ganzen Tag durch die Gegend wusele. Ich weiß, dass ich es meinem Mann zurzeit echt schwer mache, er kann ja gar nichts dafür, das ist alles in meinem Kopf, aber böse Sachen und Unterstellungen sind so schnell gesagt, ich kann das dann einfach nicht zurückhalten.
Er sagt mir ja schon, dass er sich kontrolliert und eingesperrt fühlt. Ich habe ihm versprochen mich zu bessern und ihm keine Vorhaltungen mehr zu machen. Das hat die letzten 2 Tage gut geklappt, der Haken an der Sache ist nur, dass ich mich dafür emotional von ihm entferne, ich lasse keine Nähe mehr zu und bin abweisend. Vorgestern bin ich mit meinem Schmerz einfach nicht mehr klargekommen und hab wieder zur Rasierklinge gegriffen und mich selbstverletzt. Anschließend war mein Puls völlig ruhig. Ich habe das Gefühl, dass das alles überhand nimmt und mir das alles entgleitet. Die Beziehung wird über kurz oder lang daran zerbrechen, wenn ich weiter mache. Aber mein Kopf macht was er will.

04.09.2009 18:45 • #10



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. Heuser-Collier