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Carex32

Carex32
Mitglied

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Ich brauche dringend Austausch, weil ich gerade in einer absolut schwierigen Situation stecke und mich hilflos fühle.

Ich war 6 Wochen als Notfall stationär in einer psychiatrischen Klinik.
Die Klinik hat mir geholfen – aber es gab auch wiederholt Situationen, die ich als unprofessionell, widersprüchlich und belastend erlebt habe.

Schon vor der Beschwerde habe ich versucht, diese Dinge offen anzusprechen.
Ich bin zur Oberärztin gegangen, habe meine Wahrnehmung geschildert.
Leider hatte ich dabei das Gefühl, nicht wirklich ernst genommen zu werden.

Es ging u. a. um:

unklare Regeln und spontane Verbote,

ungleiche Behandlung einzelner Patienten,

und immer wieder Kommunikationsprobleme bezüglich meiner Medikamente,
die bei mir durch meine Angststörung extremen Stress ausgelöst haben.

Am Samstag gab es erneut so eine Situation: Mir wurde trotz vorheriger Zusagen gesagt, dass ich mein benötigtes Medikament nicht bekommen könne. Das hat bei mir massive Panik ausgelöst.
Ich war verzweifelt und habe – leider aus Angst vor Konsequenzen – eine anonyme Beschwerde geschrieben.
Sie war sachlich formuliert, nicht beleidigend und ohne jemanden anzuschwärzen.
Ich wollte einfach auf Missstände aufmerksam machen, nachdem offene Gespräche nicht geholfen hatten.

Am Mittwoch wurde ich dann in der Visite damit konfrontiert.
Die Oberärztin war extrem wütend – und ich war so eingeschüchtert und panisch, dass ich aus Angst geleugnet habe, die Mail geschrieben zu haben.
Das war falsch, aber ich war komplett überfordert.

Diese Panik hat sich dann verselbstständigt, und ich habe den ganzen Tag weitergeleugnet. Nicht aus Bosheit – sondern weil ich Angst hatte, die Behandlung zu verlieren.

Am Abend bin ich zu Hause komplett zusammengebrochen, habe in der Klinik angerufen und die Wahrheit gesagt.

Seitdem ist es leider sehr schwierig:

Ich habe mich bei allen entschuldigt.

Einige Mitarbeitende waren extrem kühl und hart zu mir.

Es wurde viel Druck aufgebaut („Sie sind selbst schuld“, „Warum sind Sie dann überhaupt noch hier?“).

Ich wurde beschämt, obwohl ich niemandem schaden wollte.

Ich habe eine Verwarnung bekommen.

Und man hat mir gesagt, dass man mich nicht wieder stationär aufnehmen möchte, selbst wenn ich wieder zusammenbreche.

Seit dem Vorfall geht es mir psychisch wieder deutlich schlechter.
Ich fühle mich allein und habe das Gefühl, dass mir niemand mehr glaubt und niemand mir hilft.

Ich suche hier keine Anschuldigungen und keine Schuldzuweisungen – ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe.
Ich suche nur Verständnis, Austausch und vielleicht Menschen, die Ähnliches erlebt haben.

Bitte keine bösen Kommentare – ich bin ohnehin am Limit.
Ich brauche einfach nur Unterstützung, weil ich gerade nicht weiß, wie es weitergehen soll und ich mich hilflos und alleine fühle 😭

29.11.2025 x 1 #1


16 Antworten ↓


E
Zitat von Carex32:
Ich brauche dringend Austausch, weil ich gerade in einer absolut schwierigen Situation stecke und mich hilflos fühle. Ich war 6 Wochen als Notfall ...

Kenn ich, in anderem Kontext.WAnn hast du dich das erste Mal hilflos gefühlt?
Zurück zum Ursprung...

x 1 #2


A


Fühle mich hilflos habe große Angst

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Carex32
@1001N8 bei einem Rückfall meiner Erkrankung fühle ich mich immer hilflos. Vor ein paar Wochen ging das wieder los. Dann bin ich als Notfall in die Klinik

x 1 #3


E
Zitat von Carex32:
@1001N8 bei einem Rückfall meiner Erkrankung fühle ich mich immer hilflos. Vor ein paar Wochen ging das wieder los. Dann bin ich als Notfall in die ...

Welche Grunderkrankung?

#4


Kruemel_68
@Carex32 Solche Situationen sind immer schwierig, wenn man psychisch nicht stabil ist. Ich glaube aber auch, dass du in deiner Situation einige Dinge vielleicht verzerrt wahrnimmst. Insgesamt hört sich das für mich irgendwie nicht schlüssig an.

Aber wie auch immer - ich glaube nicht, dass dir der Klinikaufenthalt jetzt noch etwas bringt, weil das Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten zerstört ist. Du könntest auch versuchen, aus der Geschichte zu lernen, um vielleicht in einer ähnlichen Situation mehr zu dir zu stehen und es nicht so entgleisen zu lassen.

Was ich mich allerdings bei der Geschichte auch frage ist, warum du sie jetzt unter einem neuen Nick nochmal hier schreibst. Warum?

x 2 #5


L
Zitat von Kruemel_68:
Was ich mich allerdings bei der Geschichte auch frage ist, warum du sie jetzt unter einem neuen Nick nochmal hier schreibst. Warum?

Danke. Das frag ich mich auch.

x 1 #6


Carex32
@Kruemel_68 weil ich mich bei dem anderen Account nicht rein komme

#7


Kruemel_68
Zitat von Carex32:
@Kruemel_68 weil ich mich bei dem anderen Account nicht rein komme

Ah, okay, das erklärt es 👍

#8


L
🙃

#9


Perle
@Carex32 Hallo,

im Prinzip gibt es da nichts mehr zu klären oder zu retten.

Manchmal macht man Fehler im Leben, weil man die Konsequenzen daraus nicht bedacht hat oder gar nicht abschätzen konnte.

Verbuche es als Lebenserfahrung. Was ich gut finde ist, dass Du einsiehst, einen Fehler gemacht zu haben und Dich dafür bei allen Beteiligten entschuldigt hast. Das zeugt von einem gewissen Mut und auch Einsicht. Du hast dazugelernt und wirst bei einer etwaigen neuen Konfliktsituation sicher anders handeln.

Ich wünsche Dir alles Gute!

LG, Perle

#10


Carex32
@Kruemel_68 sorry für die Verwirrung 🙈

#11


Greta__
Zitat von Carex32:
@Kruemel_68 weil ich mich bei dem anderen Account nicht rein komme

Dann fragt man beim Moderatoren-Team nach oder lässt sich ein neues Passwort zusenden und erklärt zumindest im neuen Thema wer man ist oder antwortet im alten Thema und klärt da auf wer man ist.

Als Mitglied hier möchte man helfen und ich komm mir grad etwas veräppelt vor.

x 1 #12


KiraStuttgart26
@Carex32
Ich habe als Krankenschwesterschülerin im Psychiatrie Einsatz sowie in einer Tagesklinik als Patienten mit Hypochondrie folgende Erfahrung gemacht: dort tummeln sich buchstäblich psychisch auffällige Mitarbeiter 😀
Ich war während meinem
beruflichen Einsatz entsetzt über die Willkür der Angestellten gegenüber den Patienten. Man kann schon mal sagen dass die dort deutlich am längeren Hebel sitzen und im Zweifel erklären sie ihre Willkür mit ; Sie müssen mit Frust lernen umzugehen , sie Können sich nicht immer alles so zurecht biegen wie sie es brauchen. Ihre Depression, Psychose lässt sie emotional nicht richtig urteilen etc. Also ich war wirklich erschrocken darüber dass Menschen dort entmündigt werden und wirklich auch nicht ernst genommen.
Als Patienten habe ich es auch gewittert konnte mich mit meinem backround aber besser wehren.
Viele Menschen spielen da gern ihre Macht aus , ohne Zweifel.
Meistens gibts aber die anderen , die zugänglicher sind und einem auf Augenhöhe begegnen. Halte dich an diese .. kannst du nicht woanders hin wenn das Verhätlnis da jetzt schon so angespannt ist ?

x 1 #13


KiraStuttgart26
Übrigens , bis auf das leugnen find ich es überhaupt nicht schlimm was du getan hast.
Warum darf man sich nicht auch in einer psychiatrischen Einrichtung beschweren wie überall auch ? Auf jeder anderen Station gibt’s sogar ein blödes „ wie zufrieden waren Sie“ Formular .
Das ist halt einfach dort anders , weil ich die Idee hab, dasspsychisch kranke Menschen in der Gesellschaft nach wie vor einen ganz schwierigen Stand haben.Die Behandlung dieser scheint ein Freihfahrtschein für manche Leute, die es genießen, sich über sie zu stellen .. es ist nur meine Erfahrung , es gibts sicher auch eine ganz andere Seite und sehr gute
Einrichtungen in denen es zum
Glück anders läuft.

x 3 #14


Tintan
Meine Erfahrung: Das ausgebildete, promovierte Personal war sehr wenig empathisch. Aber eine junge Frau, wahrscheinlich eine Lernende, hatte ein großes Herz.

x 2 #15


Carex32
@KiraStuttgart26 hi
Danke für deine Worte ja ich wollte eigentlich woanders hin auf eine andere Station aber das haben die mir verweigert gerade weil ich jetzt wieder so extrem unstabil bin wegen dem Stress wollte ich gerne wieder stationär gehen aber sie lassen mich nicht sie sagen entweder ich schaffe das jetzt teilstationär oder sie brechen es ab.
Jeder normale Mensch würde dann sofort gehen und sich das nicht antun lassen aber ich fühle mich dann noch mehr alleine wie vorher die Klinik war schon fast die letzte Chance für mich oder vielleicht meine letzte Hilfe.

Sie sagten alternativ können sie mich auch gerne in die geschlossene bringen das hat mich derbe erschrocken weil ich überhaupt nicht suizidgefährdet bin.

Mir macht das alles große Angst und ich fühle mich hilflos und alleine gelassen natürlich war das Käse dass ich gelogen habe ich habe das nicht aus Bosheit getan sondern aus purer Angst.
Aber wie gesagt ich habe mich bei allen entschuldigt und habe das klargestellt dass ich gelogen habe und dass das falsch war

#16


KiraStuttgart26
@Carex32
Verstehe .. aber dann nimm doch daS Angebot der Tagesbehandlung an und sag Dir du hast alles getan um die Situation zu bereinigen . Schau nach vorn und konzentriere dich auf deinen Weg dort.

x 2 #17


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Dr. Christina Wiesemann
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